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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 5V und 3,3V Spannungsversorgung


Autor: Baiste (Gast)
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Hallo,

ich (Anfänger) suche nach einem einfachen Weg, eine 5V UND 3,3V 
Spannungsversorgung herzustellen. Das ganze soll in eine kleine 
(Streichholzschachtel) Box und mit einfachen Netzadaptern (7,5 - 12V) 
gespeist werden können.

Bis jetzt habe ich einfach zwei Festspannungsregler (LF33CV für 3,3V und 
7805 für 5V) nebst den zugehörigen Kondensatoren parallel geschaltet.

Der LF33CV wird aber bei 9V Eingangsspannung tierisch heiß, und ich kann 
ihn aus Platzgründen nicht kühlen.

Macht es vielleicht Sinn, die beiden Festspannungsregler in Serie zu 
schalten, so dass der LF33CV nur von 5V auf 3,3V runterregeln muss?

Oder gibt es vielleicht noch eine andere Lösung für mein Problem?


Freue mich über jede Antwort!

Autor: Andreas K. (a-k)
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Es gibt Stecker-Schaltnetzteile mit 5V 1,5-2A. Als kostenlose Dreingabe 
kriegt man dazu beispielsweise einen USB-Hub. Dahinter einen 3,3V-Regler 
und fertig.

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Prinzipiell möglich. Könnte aber das passieren, daß das Problem auf den 
7805 verlagert wird.

MfG Spess

Autor: Gast (Gast)
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Es gibt schon 5000000 threads zu diesem Thema. Biite Suche benutzen. 
Evtl nach Schaltregler suchen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Du koenntest den LF33 hinter den 7805 schalten, kommt halt bissel auf 
die benoetigten Strom an, den 7805 musst Du auch kuehlen wenn Du mehr 
Strom brauchst. Ansonsten waere der LM317 vielleicht auch eine Option.

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo

>Macht es vielleicht Sinn, die beiden Festspannungsregler in Serie zu
>schalten, so dass der LF33CV nur von 5V auf 3,3V runterregeln muss?

Nicht wirklich. Der 5V Regler wird dann heisser. Möglicherweise hilft
die etwas günstigere Verteilung der Leistung auf zwei Regler aus der 
Patsche. Aber das Problem der Verlustwärme wirst Du in dieser Situation 
mit Längstreglern eben nicht los. Die Teile arbeiten als sich selbst 
passend regulierender Vorwiderstand und setzen entsprechend Leistung um.
Auch die Wahl eines anderen Längstreglers (wie LM317) würde dann Dein 
Problem nicht lösen.

Rechnung:

Für 3,3V und Deinem Strom I1 bei 9V:

Pnutz = 3,3V x I1   Pverlust = (9V-3,3V) x I1
Pverlust must Du am LF33CV Loswerden.....

Für 5V und Deinem Strom I2 bei 9V:

Pnutz = 5V x I2   Pverlust = (9V-5V) x I2
Pverlust must Du am 7805 Loswerden.....


Mit 3,3V auf 5V gelegt:

Pnutz = 3,3V x I1   (wie vorher) Pverlust = (5V-3,3V) x I1
Pverlust must Du am LF33CV Loswerden.....ist natürlich kleiner geworden.
Allerdings hast Du auch jetzt weniger Spielraum zum Regeln.

Für den 7805 sieht die Rechnung nun so aus:

Pnutz = 5V x (I1+I2)   Pverlust = (9V-5V) x (I1+I2)
Pverlust must Du am 7805 Loswerden.....der ist jetzt größer, weil
zum Strom für die 5V kommt jetzt noch der Strom über den 3,3V Regler.


>Oder gibt es vielleicht noch eine andere Lösung für mein Problem?

Möglicherweise.....nenn doch mal Hausnummern für die Ströme.

Vieleicht wird ja Dein Längstregler auch deshalb heiss, weil er 
Schwingt.
In den Applikationen und Datenblättern steht immer irgendwas von 
Kondensatoren (NICHT der ELKO!) direkt über den Eingang und den 
Ausgang....und zwar mit KURZEN Leitungen.
Das wird auch in "professionellen" Schaltungen oft weggelassen, fürt 
aber auch oft zu Problemen. Ich schlage an den Stellen 100nF Vielschicht 
Kondensatoren vor. Elkos oder "Superkondensatoren" sind zu langsam. 
Folie täte es aber wohl auch......
Solltest Du bei obiger Rechnung rausbekommen, das Dein Regler nicht 
heisswerden sollte, wird das Schwingen die Ursache sein.

Hast Du aber wirklich so große Ströme, heisst Dein Lösungsansatz 
"Schaltregler". Der ist aufwändiger, hat aber eben auch bei größeren 
Strömen einen besseren Wirkungsgrad als Längstregler.
z.B. MC34063 mit nachgeschaltetem Transistor(en).
Es gibt aber auch welche mit integriertem Leistungsteil im 
Pentawattgehäuse. z.B. LM2587T. gibts für 3,3 5 und 12V sowie auch als
-ADJ zum Spannung selber  einstellen.
Stöber einfach mal bei den Herstellern in Datenblättern und 
Applikationen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic


http://www.darc.de/l02/


Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Wer auf eine bessere Welt hin arbeitet, baut sich selber
eine Hürde, zu dieser Welt zu gehören.
Ethik ist eine Form der Marktpflege und nutzt im allgemeinem nur dem, 
der diese betreibt.

Autor: S. Morsch (baiste)
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Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen dl1eic! Wenn man das 
durchrechnet wird klar, dass der 7805 in einer Kaskadenschaltung mehr 
belastet wird, als der LF33CV in der Parallelschaltung.

Ich kann es nicht nachmessen, aber Schwingungen entstehen glaub ich 
nicht. Ich hab mich mit den Kondensatoren brav an die Beispiele im 
"Elektronik Kompendium" gehalten. Vor und hinter den Spannungsreglern 
sitzen jeweils ein Vielschichtkondensator und ein Elko parallel.

Ich werd es jetzt, wie schon von a-k vorgeschlagen, wohl mal mit einem 
Schaltnetzteil versuchen.

Vielen Dank für die Antworten!

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