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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Impulsfestigkeit von Kondensatoren


Autor: Christian (Gast)
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Hallo

Ich stehe gerade vor der Frage woran man die Impulsfestigkeit im 
Datenblatt eines Kondensators erkennt.

Nach welchen Angaben muss man da schauen?

Mfg Christian

Autor: Volker (Gast)
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Stichwort dI/dt

Autor: Wolf (Gast)
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Stichwort du/dt.

Autor: Wolf (Gast)
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Die Impulsfestigkeit eines Kondensators ist ein Maß für die 
Strombelastbarkeit bzw. die Kontaktsicherheit des Kondensators.
Die Angabe der maximal zulässigen Flankensteilheit entspricht somit 
einem maximal zulässigen Strom. Der max. zulässige Strom bzw. die max. 
zulässige Flankensteilheit eines Kondensators hängt unmittelbar mit 
seinem inneren Aufbau zusammen.
(Entnommen: Impulsbelastbarkeit von metallisierten 
Kunststofffolien-Kondensatoren, W. Hollweck u. K. Jöhnk, Zentrallabor u. 
Qualitätssicherung Westermann, Mannheim)

Autor: Christian (Gast)
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Ok das erklärt schonmal was man unter der Impulsfestigkeit versteht sehr 
gut. Aber steht das auch im Datenblatt von Kondensatoren?

Ich hab hier mal ein Beispiel rausgesucht.
http://www.panasonic.com/industrial/components/pdf...
Da finde ich keine Angabe die dazu passen würde.

Bei diesem hier:
http://www.farnell.com/datasheets/100705.pdf
finde ich nur den Satz:"Charge and discharge proof, no peak current 
limitation" unter Featurs.


Mfg Christian

Autor: Dieter Werner (dds5)
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In diesem Datenblatt zum Beispiel

http://www.wima.de/EN/WIMA_MKP_10.pdf

ist die Impulsbelastbarkeit für die unterschiedlichen Kapazitäten, 
Nennspannungen und Baugrößen angegeben.

Autor: Peter Roth (gelb)
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Bei Elkos ist im Gegensatz zu Folienkondensatoren der maximal mögliche 
Wechselstrom angegeben, und zwar Frequenzabhängig.
Du kannst aus dem im Datenblatt angegebenen Ripple-Current 
(=Strombelastbarkeit) und der Kapazität auf das zulässige dU/dt 
rückschließen.
Beim Einsatz als Filter im Schaltnetzteil ist das aber in der Regel 
unnötig, da sich der (Effektiv-)Strom direkt aus der Anwendung ergibt.

Grüße, Peter

Autor: Christian (Gast)
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Ok danke schonmal für die vielen Antworten

Nehmen wir mal an der Elko hat 47 µF. Einen Current Ripple von 195 mA 
und eine zulässige Betriebsspannung von 50V.
Der Reihenwiderstand beträgt 0,68 Ohm.
(Das Beispiel von 
oben:http://www.panasonic.com/industrial/components/pdf... 
)

Mit Q=C*U und Q=I*t ergibt sich U*C=I*t

Daraus folgt:

U/t = I/C

Der Ripple Current gilt bei einer Frquenz von 100 kHz. hat das jetzt was 
mit der Anstiegszeit zu tun?

Mit den 50V käme man ja auf:

t=U*C/I=50V*47µF/195mA=12,1ms.

Das bedeutet dann das die Anstiegszeit der Spannung auf 50V nicht kürzer 
als 12,1ms sein darf? Ist das jetzt richtig? Bin mir nicht so sicher...

Mfg Christian

Autor: Wolf (Gast)
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> Der Ripple Current gilt bei einer Frquenz von 100 kHz. hat das jetzt was
> mit der Anstiegszeit zu tun?
Die Wechselstromangabe bei Elyt-Kondensatoren wird für 100Hz gemacht, 
andere Frequenzen sind den Tabellen des Herstellers zu entnehmen.

Autor: Christian (Gast)
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Im Datenblatt steht allerdings:
Ripple Current;(mA r.m.s./100kHz+105°C)

Was hat das dann zu bedeuten?

Mfg

Autor: Arno H. (arno_h)
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Dass es wesentlich besser aussieht, eine Korrekturfaktortabelle auf 
einer Seite halb versteckt unterzubringen, als direkt den Faktor 0,7 in 
das Datenblatt einfliessen zu lassen.
Eine Grafik des zulässigen Ripplestroms im Verhältnis zur Temperatur 
habe ich noch nicht gesehen.

Arno

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