Hallo,
ich bin Etech-Ing und seit 1,5 Jahren bei meinem ersten Arbeitgeber.
Jetzt überlege ich zu wechseln weil ich mit den Rahmenbedingungen nicht
zu frieden bin, d.h fast 30% meiner Zeit vergeude ich mit internen
Abläufen die einfach nur umständlich sind.
Nur jetzt hört man ja immer wieder von weltweiter Kreise und so weiter.
Wie schätzt ihr die Zeit ein, sollte man jetzt noch wechseln oder auf
einem relativ sicheren Arbeitsplatz verbleiben?
Gruß
Hans
es gibt auch noch andere Gründe:
- Arbeit bringt kein Spaß, seit 5 Jahren bin ich der erste neue also
schieben die Kollegen alles was kein Spaß mach auf mich ab.
- Einarbeitung war suboptimal, es ist schwierig Infos warum man etwas so
macht von den Kollegen zu bekommen. " Wir machen das schon immer so,
warum keine Ahnung." Jeder meint halt er sei der Gott auf seinem Gebiet
und ungeheuer wichtig, nur keine Infos teilen.
- Es wird nicht eingesehen das man entweder eine Funktionsbeschreibung
oder Ahnung von der Materie braucht um etwas zu programmieren.
- miese Stimmung in der Firma : " Hoffentlich geht das hier noch 5 Jahre
gut", "Viele bleiben nur wegen des Geldes"
- Chef ist in meinen Augen eine Pfeife, er interessiert sich nicht für
die Etechnik, wir sind nur das Anhängsel für das Hauptgeschäft. Außerdem
kann man sich nicht auf seine Aussagen verlassen, diese ändern sich im 3
Monatszyklus
mit den 30 % meine ich Dinge die durch schlechte Organisation entstehen:
- Hinter Lieferanten hertelefonieren
- mit der Buchhaltung telefonieren damit die Lieferanten bezahlt werden
( Umstellung der Software und der Zahlungsbedingungen)
- Intern mit der Personalabteilung damit man irgendwelche Infos bekommt
oder auch damit die eigenen Reisekosten mal bezahlt werden
usw...
Arbeitest du im Osten?
Wechsle jetzt, bevor es zu spät ist. Für den Einstieg ist ein
Ingenieurdienstleister (keine ANÜ!) mit Inhouse-Entwicklungen nicht
verkehrt.
Sie auf jeden Fall vorsichtig mit guten Ratschlaegen von Leuten, von
denen du nicht mal weist, ob sie noch an der (Hoch-)schule rumhaengen.
Sorry, wenn das jetzt fies klingt - aber die ganzen Sprueche habe ich
schon von vielen Leuten gehoert, aber die meisten davon hatten nur noch
die Erfahrung gemacht, dass der naechste Job zwar oft anders, aber
selten besser ist. Du solltest dir also nicht nur gruendlich ueberlegen,
was dich stoert, sondern auch, was dir gefaellt - leider wird dir das
Meiste davon erst auffallen, wenn du nicht mehr zurueck kannst.
Die Stimmung in einem Betrieb kann sich schon von Abteilung zu Abteilung
sehr unterscheiden. Wenn du einen sicher Job hast, dann kannst du dich
ja trotzdem umschauen und entsprechend hoch Pokern. Tatsächlich wechseln
musst du ja nicht.
@Hans
es gibt auch noch andere Gründe:
- Arbeit bringt kein Spaß, seit 5 Jahren bin ich der erste neue also
schieben die Kollegen alles was kein Spaß mach auf mich ab.
- Einarbeitung war suboptimal, es ist schwierig Infos warum man etwas so
macht von den Kollegen zu bekommen. " Wir machen das schon immer so,
warum keine Ahnung." Jeder meint halt er sei der Gott auf seinem Gebiet
und ungeheuer wichtig, nur keine Infos teilen.
- Es wird nicht eingesehen das man entweder eine Funktionsbeschreibung
oder Ahnung von der Materie braucht um etwas zu programmieren.
- miese Stimmung in der Firma : " Hoffentlich geht das hier noch 5 Jahre
gut", "Viele bleiben nur wegen des Geldes"
- Chef ist in meinen Augen eine Pfeife, er interessiert sich nicht für
die Etechnik, wir sind nur das Anhängsel für das Hauptgeschäft. Außerdem
kann man sich nicht auf seine Aussagen verlassen, diese ändern sich im 3
Monatszyklus
mit den 30 % meine ich Dinge die durch schlechte Organisation entstehen:
- Hinter Lieferanten hertelefonieren
- mit der Buchhaltung telefonieren damit die Lieferanten bezahlt werden
( Umstellung der Software und der Zahlungsbedingungen)
- Intern mit der Personalabteilung damit man irgendwelche Infos bekommt
oder auch damit die eigenen Reisekosten mal bezahlt werden
usw...
Wo arbeitest du :-)
(Grobe Info reicht)
Das ganze kommt mir sehr bekannt vor :-)
Ist wohl überall so... aber damit musst du leben würd ich mal sagen
Schon jeder einzelne Punkt den Hans aufgeführt hat würde für mich
reichen um zu wechseln. Als einzige Neueinstellung seit 5 Jahren trifft
er auf verkrustete Strukturen und Kollegen, die in ihm möglicherweise
eine Gefährdung ihrer eigenen Stellung sehen.
Gehe davon aus das du in deiner Firma nichts ändern kannst. Und dann
frage dich ob du dir vorstellen kannst in einem Jahr noch genau dasselbe
mit den selben Kollegen zu tun!
Ich kann deine Situation gut nachvollziehen und würde dir raten dich
umzuschauen. Wenn deine Firma größer ist, dann schau doch mal ob es
nicht etwas in anderen Abteilungen gibt.
Lasse dir ruhig noch etwas Zeit etwas passendes und gutes zu finden.
Nach dann etwa 2 Jahren BE kann man schonmal wechseln ohne sich vom
neuen Personaler dumme Fragen stellen lassen zu müssen. Blöde Fragen aus
der alten Abteilung werden dann sowieso kommen... lasse das einfach ohne
Kommentar an dir vorbeigehen und deine alten Kollegen werden selber mal
über die Mißstände nachdenken.
Die Konjunktur wird vermutlich etwas abflauen. Ich schätze aber, dass
man als junger Ing mit (etwas) BE trotzdem noch etwas finden wird. Du
kündigst den alten Job ja dann eh erst wenn du den neuen Vertrag hast.
So schlecht, dass man unzufrieden in seinem Job sein muss, ist die Lage
für Ings nicht.
Gruß
Lobster
Momentan herrscht Éinstellungsstopp, weil die Gehaltsforderungen der
wenigen im Markt verbliebenen "freien" Ingenieure zu hoch sind. Deshalbe
bedienen sich alle aus dem Pool der Dienstleister. Dort bei denen werden
dann ganz unten viele Stellen frei. Viel Spass.
Als Anfänger bist du eben immer unten. Nimm es hin.
> Momentan herrscht Éinstellungsstopp, weil die Gehaltsforderungen der> wenigen im Markt verbliebenen "freien" Ingenieure zu hoch sind. Deshalbe> bedienen sich alle aus dem Pool der Dienstleister.
Und dann bekommt ihr Leute vom Dienstleister, die ihr niemals einstellen
würdet. Aber Hauptsache billig.
Leider ist es so, wie viele schon schreiben ...
Ich arbeite zwar nicht als Ing., habe aber tagtäglich mit dem Problem
"Ing." zu tun.
Ach so: Ich bin Instandhalter in einem großen Industriebetrieb in
Hessen.
Was die hier aus dem Pool der Seelenverkäufer als Ingeneure und
Techniker einstellen ist grauenhaft. Auch hier ist das Motto: "Es wird
gespart um jeden Preis !!! Koste es, was es wolle !!"
Auch wenn Du nun in einer Firma sitzt, die Dir keinen Spaß macht. Wenn
die Bezahlung stimmt, dann betrachte die als "Schmerzensgeld" und
bleibe, wo Du bist. Es kann nur noch schlimmer werden, weil Du evtl. in
einem ähnlichen Laden wie dem unseren landest und dann als einziger
Interner den Mist der Kollegen aus dem Pool der Seelenverkäufer
geradebügeln darfst.
Ich bin auch dabei, mir einen neuen Job zu suchen, allerdings habe ich
die letzten 6 Jahre darauf hingearbeitet. Ich bin Techniker in
Prozessautomatisierung, Technischer Betriebswirt und Techniker in
Energietechnik. (Alle Abschlüsse beim DAA) aber auch mit der Ausbildung
und einem Eintrag in den einschlägigen Portalen, melden sich nur
Seelenverkäufer und keine Firmen.
Gruß vom gefrusteten Jobsucher.
@Jobsucher
Solche Leute wie du sind das größte Problem für Berufseinsteiger!
Nur Wissen akkumulieren, "sich unentbehrlich machen" und keinesfalls
Informationen weitergeben. Was sollen die Externen deiner Meinung nach
tun? Dir huldigen nur weil du schon länger in der Firma bist? Oder doch
lieber Dienst nach Vorschrift?
Ich weis jedenfalls warum du gefrustet bist.
>Ich bin auch dabei, mir einen neuen Job zu suchen, allerdings habe ich>die letzten 6 Jahre darauf hingearbeitet. Ich bin Techniker in>Prozessautomatisierung, Technischer Betriebswirt und Techniker in>Energietechnik. (Alle Abschlüsse beim DAA)
Dein Engagement in Ehren, aber wer soll Dich jetzt nehmen? Hast Du jetzt
so wenige, daß Du einen wirklichen Gehaltssprung machen kannst?
Gerade Techniker werden (leider) oft für die Sachen eingesetzt, die die
höherbezahlten nicht machen wollen. In einer neuen Firma bist Du immer
ein bischen der Depp! Wenigszens ein bischen.
@Max
Ich akkumuliere kein Wissen. Z. Zt. bin ich einfach in der
Instandhaltung tätig. Als Energieelektroniker auf Schicht. Piepser,
Anrufen, Reparieren, Verpissen, Piepser, usw.
Die Leistungen der Ing. von den Seelenverkäufern machen mir den Job zur
Hölle, weil die noch nicht einmal in der Lage sind, z. B. in einer
Anlage mit laufenden Antrieben, die aber abgekündigt sind, neue
reinzuplanen die passen und genau so weiterlaufen, wie vorher.
Wir hatten einen Ing. da, der angeblich seinen Ing. mit Schwerpunkt in
Antriebstechnik gemacht hat. Der Typ konnte noch nicht einmal einen
Drehstrommotor von einem normalen fremderregten Gleichstrommotor
unterscheiden.
Die internen sind auch nicht besser.
@Rolf
Ich muß ja nicht wechseln. Bisher habe ich rund 300 Bewerbungen raus.
Bei 73 Vorstellungsterminen Bundesweit war ich nun schon.
Es waren da min. 47 Firmen, die mich sofort genommen hätten. Davon waren
42 aber nicht bereit mir min. ein Gehalt zu zahlen (Nach 6 Monaten
Probezeit mit Anfangsgehalt viel kleiner als mein jetziges Netto), das
nach allen Abzügen mein jetziges Netto als Facharbeiter abwirft.
Bei den restlichen 5 waren die Vorstellungsgespräche beim Austausch der
Gehaltsvorstellungen zu Ende. (Was ist denn dabei, einem Techniker ein
Gehalt zu zahlen, das 2200 Euro netto im Monat bringt. Mein jetziger
Facharbeiterlohn ist sogar höher und da habe ich mit allen Zulagen knapp
2700 Euro netto im Monat raus.)
Von den anderen Firmen nach langen Tagen mit Gesprächen und Geplänkel
meist nur die Unterlagen in einem erbärmlichen Zustand mit Stempeln und
Gekritzel drauf, zurück.
Der Jobsucher.
@Hans
Als Berufsanfänger wird über kurz oder lang ohnehin mal ein
Arbeitsplatzwechsel sinnvoll - um sich zu entwickeln.
Wechseln auf Biegen und Brechen? Würd ich nicht, aber mal Augen u. Ohren
offen halten, ob sich nicht doch was auftut - dann aber los.
@jobsucher
Okay, ich verstehe dich jetzt besser. Es ist nunmal so das ein Studium
nur theoretisch ausbildet. Ich finde das auch nicht gut, da so höchstens
die Hälfte hängenbleibt.
So kann es passieren das ein fertiger Elektroingenieur unter bestimmten
Bedingungen einen Gleichstrommotor nicht von einem Drehstrommotor
unterscheiden kann. Deshalb ist die Einarbeitung so wichtig. Auf einmal
werden dann Zusammenhänge klarer die an der Hochschule noch nicht mal
erwähnt wurden, weil angeblich "trivial".
Übrigens bist du sehr gut bezahlt!
Soviel habe ich lange nicht als Ing.(FH) 40h.
Das sind keine 5000€ brutto ...
Zwischen 650 und 800 Euro sind steuerfreie Zulagen für Nachtarbeit,
Sonderschichten, Notdienst und angeordnete Überstunden (So bis 30 Std. /
Monat)
Das relativiert die Sache dann. Mein regelmäßiges Netto ohne Zulagen und
Extras ist rund 1989 € im Monat.
Die will ich bei einem Jobwechsel mindestens wieder raushaben.
Wenn es dann eine Technikerstelle ist, dann muß der, nun steuerfreie,
Teil im netto so mit drin sein.
Schließlich will ich ja eine Veränderung nach rund 6 Jahren Schule in
Teilzeit merken.
Der Jobsucher
@ Jobsucher
wen ich dich richtig Verstehe willst du dich finanziell nicht
verschlechtern, da du schon sehr viel Geld bekommst.
Aber du willst das selbe oder mehr verdienen mit einer 35 oder 40h
Woche?
Ich denke das ist unrealistisch.
Aber wenn du eine Firma findest die das bezahlt und noch andere sucht,
ich will auch...
> Bisher habe ich rund 300 Bewerbungen raus.
Ich würde sagen, dann vergiss es! Diese Zahl alleine zeigt, daß Du im /
dem Markt (derzeit) nicht mehr wert bist!
Warte ab oder gehe mit dem Gehalt runter, um eine bessere Position zu
bekommen, in der Du Dich wohler fühlst und / oder besser entwickeln
kannst.
>Bei 73 Vorstellungsterminen Bundesweit war ich nun schon.
73 Vorstellungsgespräche sind nach meiner Rechnung 500 Stunden an
Investition! Das ist viel zuviel! Du agiest unwirtschalftlich!
Wenn man mit 10 Bewerbungen, (in denen die Gehalstforderung enthalten
ist!) etwa 7 Angebote zur Bewerbung bekommt von denen dann 3-5 zu
Angeboten führt, dann hat man genau ein mittelmässiges Gehalt gefodert
-> 50% Level. Leute, die soviele Rückmeldungen bekommen, haben ein zu
geringes Gehalt. Wohlgemerkt, WENN! man das GEhalt in der BW angegeben
hatte!
Das Ziel muss es immer sein, so hoch zu fordern, daß man nur noch 3 von
10 Bewerbungen als Rücklauf hat, damit die weniger aussischtslosen
weggefiltert werden (z.B. weil man dort nicht gut genug passt, oder dort
generell nicht genug gezhalt wird). Von den dann noch 3-4 Vorstellungen
sollte man ein Angebot herausschlagen können, wenn das GEspräch gut
läuft.
Um genug Angebote zu haben, braucht man also 30-40 Bewerbungen mit
maximal 12-15 Einladungen von denen man maximal 10 auch macht, wenn
nötig. Realistischerweise sollte bereits nach dem 5. Gspräch 2-3 gut
Angebiote haben. Die sollten sich auch nicht groß voneinander
unterscheiden.
@Rolf
Deine Rechnung ist schon richtig. Bei den wenigsten Bewerbungen war ein
Gehalt anzugeben.
Wenn ich bei einer Bewerbung eine Gehaltsvorstellung angegeben habe,
dann immer zwischen 4300€ und 4750€ für 40 Std./Woche. Das waren dann
auch Firmen, die weltweit agieren und Inbetriebnehmer, Programmierer für
SPS mit WinCC flexible und Sinamics suchten.
Leider waren dann die Aussagen der Personaler und die Gespräche mit den
Leuten, die in den Abteilungen die Projekte managen so weit
gegensätzlich und auf Nachhaken dann immer verworrener, das man besser
einen Job behält, als mit großen Versprechungen in eine Firma gelockt
wird um dann dort wieder einen stupiden und langweiligen Job zu machen.
Ich bin dazu auch nicht mehr der Jüngste (39) aber Single und keine
Kinder, also voll flexible.
Mal schauen, was sich da noch so entwickelt. Die Firma, in der ich nun
arbeite ist so im Markt aufgestellt, das ich da wohl noch meine Rente
erleben werde, wenn sich mit einem anderen Job nichts tut.
Der Jobsucher.
Hallo
Wohin die "Reise" geht hängt von Faktoren ab , bzgl derer mit gesundem
Menschenverstand kaum kalkuliert werden kann.
Kalkulieren kann man aber sehr wohl mit der Tatsache, das viele
entscheidungsfähige Einsteller der HRs trotz besserer Konjunktur
immer noch ein einem sehr kleinen Denkszenario bewegen
Es ist noch gar nicht lange her ,da galten 39 jährige als nicht mehr
arbeitsfähig und das wurde knallhart komuniziert.
@Rolf , das sehe ich nicht so: Das Problem ist ,das diese Personaler
von "oben" Vorgaben bekommen ,die eher als tendenziös und äusserst
kurzsichtig bezeichnen lassen.
Wenn man das Wirtschaftliche Gesamtszenario sich betracht ,dann müßte
eigentlich das Anfangsgehalte eines Uni-Ing bei 70-80000 Euro liegen
....
Tut es das . Man hätte gerne die "Fachkräfte" für 30000 und selbst
2007 zahlte man bei Bosch auch nur 600 Euro Brutto im Monaz mit der evtl
Aussicht auf Übernahme....
Im weiteren sind Angaben wie "Ziel muß sein soviel zu fordern...."
fragwürdig
weil obiges Beispiel offenkundig zeigt , daß es kaum einen vernünftigen
common sense bzgl Gehalt gibt ....
Wenn die Wirtschaft weiter derart in die Knie geht wie seit einigen
Quartalen, dann sind Gehaltswünsche eh akademischer Natur.
Deutschland hat nicht mehr den gut verdienenden "Mittelstand" . In summa
bleibt Netto Hartz4 + vielleicht 300 Euro max. übrig, wenn man sich
so umhört und das "Mehr" wird durch zB übertriebenen Luxus bzgl Auto
weggezehrt....
Es dürfte klar sein ,das die negative Gehaltsschraube noch fester
angezogen wird , ergo MINT Studiengänge ein völliger Fehlgriff sind
wenn nicht Auswanderung als nächster "Karriereschritt" folgt.
@ Hans
Ich denke, dein größtes Problem bei einem "jetzigen" Wechsel wird es
sein, dass die mit 1.5 Jahren nicht viel Berufserfahrung nachweisen
kannst, d.h. jeder "gute" Personaler wird dich auf eine Stufe mit einem
Absolventen stellen. Womit er auch erst mal recht hat, da in der
Wirtschaft nicht nur Fachwissen sondern auch der Umgang in vielen
Abläufen eines Unternehmens gefordert wird. Und da sind 1.5 Jahre nun
einmal nicht viel. I.d.R. sollte man seine "erste" Anstellung erst nach
4-6 Jahren wechseln, so kann man wirklich Erfahrung vorweisen und auch
der Personaler hat dann ein wenig das Gefühl, das sich jemand bewirbt,
der nicht gleich bei der ersten Kleinigkeit die ihm nicht passt die
Firma wieder verlässt.
>d.h. jeder "gute" Personaler wird dich auf eine Stufe mit einem>Absolventen stellen.
Naja, sagen wir mal "fast!". Man kann schon einen ordenltichen Sprung
machen, wenn man nach 1.5 Jahren wechselt, braucht aber einen guten
Grund.
ich nochmal,
nach 1,5 Jahren --- du ich mußte unfreiwillig noch früher wechseln,
weil ich es geschafft habe ein Projekt/Verfahren zügiger
durchzuentwickeln
(als es einigen scheinbar lieb war ) und in summa die GL ausgerechnet
die Leute feuerte die sachbezogene Ahnung hatten...
Achja in einer anderen Firma später war es ähnlich - und um das
gleich klarzustellen , die "Problematik" ist kein singuläres Phänomen -
ich kenne viele die ähnlich schnell wechseln mußten ( so denn der
Arbeitsmarkt dies "schnell" ermöglichte -- sprich man idealerweise
auswandert... oder sich gleich selbstständig macht )
Will heißen , wenn sich heutzutage Personaler nur daran orientieren ,
wie
lange sich einer in einer Firma "aufgehalten" hat . Da braucht man sich
über vieles nicht zu wundern.....
Ich habe über die Zeit einiges erlebt und möchte fast konstatieren ,daß
es wirklich gute Personaler nicht mehr gibt. Bedingt auch durch die
Tatsache ,daß viele zu oft dorthin "hingenötigt" werden ....und
natürlich
ein gewisser Frust, weil die Kostendeckelung eine vernünftige
Personalsuche gar nicht mehr zuläßt .
Im Umgang mit wirklich guten Leuten ist man schnell überfordert( auch in
den sog. Fachabteilungen (!!) ) und merkt das nicht mal - betsenfalls
kritisiert man hinterher die "Unverfrorenheit" der Gehaltswünsche ....
@Hans . Hinzu kommt noch , daß einige sich einbilden ,nur weil einer zB
4 Monate nen Job sucht gar nachzuhaken "ob man denn überhaupt noch
arbeiten
könne" ( einer von vielen anderen dummen Sprüchen )
Anbetracht dessen ,das hierzulande 6 Wochen Urlaub üblich sind/sein
sollten
In den USA genügend sog. Sabbaticals machen , also über ein jahr
"Auszeit" nehmen.... da ist schon angemessen zu hinterfragen wieviel
abgesessene
Berufszeit ( die mit Berufserfahrung nicht gleichsetzbar ist ) überhaupt
als notizfähig relevant ansehbar ist....
Somit ist es sehr schwierig zu sagen ,ob man nach 1,5 Jahren wechseln
soll.
Man kann Glück haben auch in Richtung endelich adäquates Gehalt. Aber
wenn
zb nach nochmal 2 Jahren es wieder (un)freiwillig zum Wechsel kommen
sollte
kann es ganz schnell passieren bei der Checklistenmentalität der HR ,
daß
es nur drei Wahlmöglichkeiten gibt :
- Hartz4
- selbstständig werden
- Auswandern
> Zum Thema Auswandern: Wer es in Deutschland nicht schafft, der kriegt es> auch im Ausland nicht hin!
Dann haben die ca. 150.000 Auswanderer die jedes Jahr unsere Republik
verlassen ja ein echtes Problem.
Haben sie auch. Viele verarmen dort noch weiter und nicht wenige kommen
wieder. Wieso sollte es im Ausland einfacher sein ?
Es gibt doch nur zwei Situationen, die tatscählcih funktioniert:
1) Man hat hier gut verdient und kann es sich leisten oder verdient im
Ausland nicht deutlich schlechter, will aber dahin aus privaten Gründen
(oder muss dahin, wegen der deutschen Steuer oder den Justizbehöredn)
2) Man arbeitet in einem der sehr wenigen Jobs, in denen es in
Deuschland zu viele Leute und im dortigen Ausland zu wenige gibt! Da
fallen mir nour die Ärtze in D. ein, die lieber in Nordschweden und
Lappland arbeiten - sowie die in D arbeitslosen Zimmerleute vom Bau ein,
die in Finnland und Norwegen Boote und Häuser bauen.
Sonst noch jemand ?
Viele Auswanderer sind junge, gut ausgebildete Leute, denen es in
Deutschland einfach stinkt. 50% vom Lohn darf man beim Staat abliefern,
für alles braucht man eine Bewilligung, alles ist reglementiert und was
das Volk wünscht wird schon lange nicht mehr umgesetzt... Was hält einen
denn noch in diesem Land? Höchstens noch Familie und Freunde.
Deutschland hat einen riesigen Schuldenberg und gespart wird an den
Bürgern, Leistungen werden eingeschränkt und dafür darf man dann noch
mehr beim Staat abliefern. Vielleicht sollte man dem Beispiel von
Siemens folgen und den riesigen Verwaltungswasserkopf erstmal abspecken
lassen.
Sicher verärgert es viele Menschen hier, wenn einerseits Leistungen
eingeschränkt werden müssen und auf der anderen Seite sich die
Regierenden die Taschen vollstopfen. Solche Meldungen können schon mal
der letzte noch nötige Schubs in Richtung Auswandern sein.
Ich kann verstehen, wenn Leute nach Amerika, Australien, Kanada etc.
auswandern. Dort ist warscheinlich einiges auch nicht besser, dafür hat
man wenigstens das Abenteuer Auswandern erlebt.