Hallo!
Vielleicht kennt sich hier jemand mit der Spekulationssteuer bei Aktien
fürs nächste Jahr aus?
Bisher war es doch so, dass man am Ende des Jahres seine Gewinne an der
Börse, sprich Aktien, dem Finanzamt melden und danach Steuern zahlen
musste (Gewinne - Verluste = Steuern)!
Ab nächstes Jahr ist es doch so (korrigierts mich, wenn ich falsch
liege) werden doch von der jeweiligen Bank direkt Steuern in Höhe von
25% vom Gewinn abgezogen! D.h. ich kaufe Aktien für 10000 Euro und
verkaufe sie nach ein paar Monaten für 50000 (ist zwar jetzt nicht so
realistisch, aber es rechnet sich leicht;-) ), dann hab ich 40000 Euro
Gewinn gemacht! Jetzt werden mir automatisch 10000 Euro (25%) von der
Bank als Spekulationssteuer abgezogen! Gleichzeitig habe ich aber noch
andere Aktien, mit denen ich Verlust mach (z.B. ich kaufe für 50000 Euro
Aktien und die Aktien sind nach ein paar Monaten nur noch 10000 Euro
wert). D.h. unterm Strich hab ich für 60000 Euro Aktien gekauft und für
60000 Euro verkauft! Musste aber von meinem "Gewinn" automatisch 25%
abtreten! Wird dann mein Verlust auch berücksichtigt, oder wie sieht das
dann aus?
Es ist arm wenn schon die ersten beiden Antworter nur nichtssagenden
Müll abliefern. Ich hoffe du bekommst noch eine kompetente Antwort aber
ich glaube es kann nur noch schlimmer werden
Naja.. was erwartest du in einem Elektronikboard zu Wirtschafts- und
Steuerfragen? ;-)
übrigens war dein Beitrag der 3te sinnlose, meiner zählt nicht, ich war
schonmal dran ;-)
>übrigens war dein Beitrag der 3te sinnlose
kannst du nicht zählen?
1. Stefan
2. Matthias Lipinsky (lippy)
3. Matthias S. (da_user)
4. mitgelesen
Der sinnloseste war ja wohl der allererste.
>D.h. unterm Strich hab ich für 60000 Euro Aktien gekauft und für>60000 Euro verkauft! Musste aber von meinem "Gewinn" automatisch 25%>abtreten! Wird dann mein Verlust auch berücksichtigt, oder wie sieht das>dann aus?
Die Spekulationssteuer nach dem neuen Gesetz wird auf potentielle
Gewinne erhoben. Liegt der beim Aktienkauf prognostizierte Gewinn über
dem später nachweislich erzielten Gewinn, zahlst du Steuern auf die
Prognose bezogen auf den Zeitraum,über den du die Aktien hältst.
Hättest du also in deinem Beispiel die Aktien für 50000 gekauft mit
einer erwarteten Kurssteigerung um 400% (wie bei den Aktien für 10000)
und machst einen geringeren Gewinn oder sogar Verlust, zahlst du
(vereinfacht) trotzdem 25% auf die erhofften 200000 Gewinn. Also überleg
dir gut, ob du wirklich Geld mit anderer Leute Arbeit verdienen willst,
oder ob du nicht lieber selbst etwas leisten willst.
Gruß
H.
es geht doch um Steuergerechtigkeit :-), höre ich zumindest immer.
Also werden dir von deinem Verlust automatisch 25% vom Finanzamt
ertattet - oder liege ich da jetzt ganz falsch?? :-)
Ne, die geben nichts freiwillig, das ist immer ein Kampf, vom Fiskus was
zu bekommen.
Genau weiss ich es nicht, aber ich glaube gehört zu haben, dass du
Verluste (wenn realisiert) im Rahmen der Jahressteuererklärung geltend
machen kannst, also dann mit deinen Gewinnen verrechnen kannst.
4000 Gewinn -> 1000 € Steuer direkt weg.
2000 Verlust -> am Jahresende also nur noch 2000 Gewinn, macht "nur"
noch 500 Steuer, irgendwann bekommst du also 500 zurück. Unabhängig von
der Steuer immer noch ein satter zinsloser Kredit fürs kaputte System.
Wer kann: soweit wie möglich weg mit Geld und Gold. Hat man hier was,
ist man nur der Arsch, Selbstbedienung nach Belieben.
>Also werden dir von deinem Verlust automatisch 25% vom Finanzamt>ertattet - oder liege ich da jetzt ganz falsch?? :-)
Ja. Es wäre ja noch schöner, wenn Stefan sich seine Verluste beim
Glückspiel vom Staat erstatten lassen könnte.
"Also überleg
dir gut, ob du wirklich Geld mit anderer Leute Arbeit verdienen willst,
oder ob du nicht lieber selbst etwas leisten willst."
das ist stark, meine Herren..., ziemlich dumm dazu.
Machen wir doch 100% Aktiengewinnsteuer, erledigen wir damit die Börse
und alle Aktiengesellschaften in einem Rutsch (die haben eh genug) und
verteilen das an die Bedürftigen und sozial schwachen. Klingt schön,
frage mich nur - woher den Nachschlag im nächsten Jahr ergaunern??
>das ist stark, meine Herren..., ziemlich dumm dazu.
Was ist dumm? Nicht zu arbeiten und von Aktiengewinnen zu leben? Das ist
Ansichtssache. Wer auf diese Weise Reichtum scheffelt, bezeichnet sich
wahrscheinlich als äußerst klug. Und wenn er dann alles auf einmal
verliert, kann er ja nicht plötzlich dumm sein, dann ist nur der böse
Markt schuld. Die früheren Gewinne wurden natürlich in Sicherheit
gebracht, und die Verluste werden auf die Schultern der Allgemeinheit
verteilt.
Es ist nur dumm, diese Methoden überhaupt zu bewerten. Gesetze lesen und
umgehen kann jeder, der es nötig hat.
H.
Noch viel duemmer ist es ein Pensionskasse zu haben die mit dem
Aktienmarkt Geld verdienen muss. Oh, das kann man sich nicht aussuchen ?
Wie ungeschickt... Bye bye Pensionskasse.
> Machen wir doch 100% Aktiengewinnsteuer, erledigen wir damit die> Börse und alle Aktiengesellschaften in einem Rutsch (die haben eh> genug) und verteilen das an die Bedürftigen und sozial schwachen.
Genauso wurde doch in einem Teil dieses Landes lange gelebt.
> Klingt schön, frage mich nur - woher den Nachschlag im nächsten> Jahr ergaunern??
Da brauchst Du natürlich reiche Verwandte ...
Nice weekend,
Zardoz
> Was ist dumm? Nicht zu arbeiten und von Aktiengewinnen zu leben?> Das ist Ansichtssache. Wer auf diese Weise Reichtum scheffelt,> bezeichnet sich wahrscheinlich als äußerst klug. Und wenn er dann> alles auf einmal verliert, kann er ja nicht plötzlich dumm sein,> dann ist nur der böse Markt schuld. Die früheren Gewinne wurden> natürlich in Sicherheit gebracht, und die Verluste werden auf die> Schultern der Allgemeinheit verteilt. Es ist nur dumm, diese> Methoden überhaupt zu bewerten. Gesetze lesen und umgehen kann> jeder, der es nötig hat.
Aha, endlich mal ein Experte in Sachen "Dummheit".
Nice weekend,
Zardoz