Hallo allerseits,
bezüglich den 3 oben genannten Pins bin ich mir noch nicht ganz
schlüssig, vielleicht kann mir da jemand helfen. Anscheinend teilen sich
hier die Gemüte. Ich beabsichtige eine Platine zu entwerfen, mit
ADC-Funktionalität.
Nun habe ich eine 1ste Variante gesehen, wo AGND an GND, AREF über 100nF
an GND, und AVCC über 100nF an GND + zusätzlich AVCC noch über eine
Spule an VCC angeschlossen wird.
Oder aber die 2te Variante, dass zwischen AGND und AVCC ein 100nF + AVCC
zusätzlich über eine Spule an AREF und AREF zusätzlich an VCC???
Was würdet ihr Vorschlagen?
Wäre für jede Nachricht dankbar...
mfg Georg W.
Hi,
falls es ein Bastel-Board werden soll:
AREF würde ich nicht fest an Vcc hängen, weil man dann keine interne
Referenz wählen kann, evtl. per Jumper zu 'nem Poti um sich eine ext.
Referenz einzustellen.
Ansonsten hört sich Version 1 gut an.
Kommt auch drauf an was es werden soll.
Man kann per Software auch AVCC als Ref. wählen.
hey danke für die schnelle antwort. Jo sollte eine kleine
Multifunktionsplatine (Bastelprojekte) werden. Aber die Version mit dem
Jumper und dem Poti hört sich noch besser an. Da habe ich momentan
nämlich meine Probleme. Ich besitze so ein fertig billig board wo ein
LM7806 draufsitzt und den controller versorgt und da habe ich an AREF
eine Spannung von 5.7V +-0.1V anliegen. Wäre schon top wenn ich mir die
Spannung zurecht biegen könnte. Wie hast du dir das konkret
vorgestellt?Jumper1 für AREF über 100nF an Masse? und Jumper2 an Poti
und auf eine buchse für externe Spannung oder dann doch an Vcc (wäre ja
unnötig da Vcc softwäremäßig gesetzt werden kann)?
Vielen Dank für den Tip nochmal...
schönen abend
Warum ein 7806 ?! 5V sollte doch das Maximum sein !
Der 100n kommt immer an Aref, egal welche Referenz man wählt, daneben
den Jumper der zum Poti geht.
Man kann die eine Seite vom Poti evtl. an AVCC legen, damit hinter der
Spule abgegriffen wird, und die Spannung stabiler wird. Bei einem
Bastelboard gehts aber nicht so genau ;-)
joa wundert mich ja auch was die den MyAVR-Boards beipacken. Also
nochmal zur Sicherheit nachgefragt, AREF über ein 100nF an GND, dann
zusätzlich AREF auf einen Jumper für VCC und eine externe Spannung
meinst du?
übrigens :-) ich versorge den Controller meistens über USB-Spannung. Und
zum Testen habe ich heute dem Regler mal 13V angelegt, da lag kurzzeitig
am ADC (AREF) eine Spannung von ca 7V an, aber bin echt positiv
beeindruckt was der Mega8 schon alles mitgemacht hat :-)
darum auch eine vernünftige Platine
Zum vorvorletzten Post, ja würde ich so machen (also zum Poti).
Wie meinst das mit der Spule?
Die kommt irgendwo zwischen Vcc und Avcc, danach ein 100n Richtung Gnd.
Georg W. wrote:
> joa wundert mich ja auch was die den MyAVR-Boards beipacken. Also> nochmal zur Sicherheit nachgefragt, AREF über ein 100nF an GND, dann> zusätzlich AREF auf einen Jumper für VCC und eine externe Spannung> meinst du?
Nein. Es gibt bei den aktuellen AVRs keinen einzigen Anwendungsfall,
bei dem es Sinn macht, AREF an (A)VCC anzuschließen! AVCC lässt sich
grundsätzlich intern als Referenz wählen. Jumper für eine externe
Referenzspannung, die der µC nicht selbst zur Verfügung stellen kann,
ist OK.
Danke für die Vorschläge, allerdings habe ich da noch eine Frage.
Wir wissen, dass die Referenz ja nicht größer als Vcc sein darf (bzw
-+0.5V) Reicht es da denn nicht, wenn ich zwischen Vcc und Aref ein Poti
mit einem Jumper anschliesse um vielleicht eine Spannung als Referenz zu
nutzen, die der uC nicht liefert, jedoch könnte man mit dem poti ja auch
alle Spannung im Bereich 0-Vcc als Referenz wählen, oder ist es so zu
ungenau und sollt ich darum eine Externe Spannung vorsehen...
Gibt es eigentlich bausteine die eine sehr genaue Referenz erzeugen
können?
besten Dank und gruss
Georg
Hi
>..mit einem Jumper anschliesse um vielleicht eine Spannung als Referenz zu>nutzen, die der uC nicht liefert, jedoch könnte man mit dem poti ja auch...
Willst du Messen oder Schätzen?
>Nein. Es gibt bei den aktuellen AVRs keinen einzigen Anwendungsfall,>bei dem es Sinn macht, AREF an (A)VCC anzuschließen!
Doch. Wenn du z.B. die Stellung eines Potis bestimmen willst.
MfG Spess
spess53 wrote:
>>Nein. Es gibt bei den aktuellen AVRs keinen einzigen Anwendungsfall,>>bei dem es Sinn macht, AREF an (A)VCC anzuschließen!>> Doch. Wenn du z.B. die Stellung eines Potis bestimmen willst.
Und wozu willst Du da AREF an AVCC anschließen? Nochmal, für alle, die
es noch nicht verstanden haben: Bei allen aktuell erhältlichen AVRs mit
ADC ist AVCC intern als Referenz auswählbar! Wenn AVCC als Referenz
benötigt wird, dann wird nicht der AREF-Pin extern mit AVCC verbunden,
sondern AVCC wird über die REFS-Bits intern als Referenz ausgewählt!
Bring hier bitte nicht alles durcheinander!
Hi
Da habe ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Die Aussage war in
Richtung VCC als Referenzspannung gemeint. Egal wie die Verbindung
zustande kommt.
MfG Spess
Da knüpfe ich mal gleich an: nehmen wir mal an, ich will auf dem Board
später mal potis anbringen und die Stellung mit 10bit Genauigkeit, also
in 1024 Teile einteilen und je nach Potistellung mit dem 10 bit Adcwert
eine analoge Spannung ansteuern und diese regeln. Sprich eine
DA-Wandlung durchführen. Was würde ich dafür benötigen. Oder ist das so
um die Ecke gedacht? Ich würde dann mit dem Poti z.B. eine Spannung
regeln oder die Drehzahl eines Motors durch Spannungsregelung
einstellen.
MFG Georg
Hallo Georg
>Was würde ich dafür benötigen
Poti an GND und VCC und der regelbare Abgang auf einen ADC-Pin.
>DA-Wandlung durchführen
Motordrehzahl würde ich direkt über PWM machen und nicht über DA.
Gruss Alain
Hallo,
ich verstehe nun nicht ganz, warum z.B. der Mega 8 eine INTERNE Referenz
hat und es einen "externen" Pin gibt.
Es wäre doch simpler nur AREF und AGND zu haben und dort eine
Referenzspannung anzulegen, entweder mit externem GND oder verbunden mit
GND des Mega, wozu dann der oft missverstandene AVCC...
Gruss
A. Arndt
>nur AREF und AGND zu haben
Und mit welcher Betriebsspannung wird der analoge Schaltungsteil
versorgt?
>INTERNE Referenz hat und es einen "externen" Pin gibt.
Die interne Referenz muss am externen Pin mit einem 100nF Kondensator
entkoppelt werden, da der nicht integriert ist.
An den Aref-Anschluss kommt somit nur dieser Kondensator
(a) Weil es Anwendungen gibt, bei denen die interne Referenz nicht genau
genug und/oder ausreichend temperaturstabil ist und/oder die
bereitgestellte(n) Spannung(en) nicht passen. Selbst bei Verwendungen
einer internen Referenzspannung kann an dem Pin zudem ein externer
"Pufferkondensator" angeschlossen werden was sicher auch nicht schadet.
(b) Um eine Möglichkeit zu bieten, die durch Schaltvorgänge "verdreckte"
Versorgung des Digitalteils von der Versorgung des Analogteils zu
trennen z.B. um diese zu filtern. (Steht diese Erklärung zumindest in
der Art nicht auch im Datenblatt?)
Hi nochmal,
könnte nicht mal jemand eine Auflistung der Beschaltung der Pins AGND,
AVcc und Aref machen :
Betrieb ohne ADC-Funktion
Betrieb der ADCs mit interner Referenz
Betrieb der ADCs mit externer Referenzspannung (an Aref)
Ist nun AVCC ein Eingang oder Ausgang...?
Der AVR sollte doch grundsätzlich nur mit "sauberer" Spannung versorgt
werden, also mit 100nF usw.
Das die A... Pins mit 100nF gegen GND laufen sollen, ist auch klar,
wegen evtl. "Aufschwingen".
Ich fände es trotzdem besser, Uref intern lt. Software einstellbar
(Standard = 2,56 V) oder via Fusebits auf Aref umstellbar und gut.
Gruss
A. Arndt
A. Arndt wrote:
> Hi nochmal,>> könnte nicht mal jemand eine Auflistung der Beschaltung der Pins AGND,> AVcc und Aref machen :
Ich verstehe wirklich nicht, was da noch unklar sein soll! AVCC und
AGND müssen immer angeschlossen werden, weil die nicht nur den ADC
versorgen, sondern auch die Ausgangstreiber der Ports, an denen die
Analog-Eingänge liegen. Der einzige Pin, der nur für den ADC-Betrieb
relevant ist, ist AREF. Und an den kommt ein 100nF-Kondensator oder
zusätzlich der Anschluss für eine externe Referenzspannung.
Die interne Referenz hat eine Abweichung vom Soll von bis zu ca. 10 %,
was für viele Anwendungen einfach viel zu ungenau ist.
> Ist nun AVCC ein Eingang oder Ausgang...?
Das ist ein Spannungsversorgungspin, also im Sinne von I/O weder ein
Eingang noch ein Ausgang. Deshalb heißt der auch ganz ähnlich wie der
VCC.
> Der AVR sollte doch grundsätzlich nur mit "sauberer" Spannung versorgt> werden, also mit 100nF usw.
Das ist aber die gleiche Spannung, die auch den Digitalteil versorgt,
und wenn Du Dich mal etwas mit Mixed-Signal-Schaltungsdesign
auseinandersetzt, dann wirst Du schnell feststellen, wie wichtig es sein
kann, die Spannungsversorgungen von Digital- und Analogteil zu
entkoppeln. Jegliche digitale Schaltvorgänge sorgen (meist auch trotz
Abblockkondensatoren) für Stromspitzen und dadurch bedingt zu
Spannungseinbrüchen bzw. Schwingvorgängen, die Analogsignale empfindlich
stören können. Wenn Analog- und Digitalteil z.B. an der selben Masse
(GND) hängen, dann kann es zu Potenzialanhebungen durch Schaltströme
kommen. Deshalb werden i.d.R. die Massen von beiden Teilen getrennt
geführt und nur an einem einzigen Punkt miteinander verbunden. Dann
kann es zumindest mal keine Stromschleifen geben.
> Das die A... Pins mit 100nF gegen GND laufen sollen, ist auch klar,> wegen evtl. "Aufschwingen".
Nö. Einfach zum Abblocken. "Aufschwingen" kann da gar nichts. Und AGND
wird nicht über einen Kondensator mit GND verbunden, sondern direkt
und zwar wie oben geschrieben in einem Punkt.
> Ich fände es trotzdem besser, Uref intern lt. Software einstellbar> (Standard = 2,56 V) oder via Fusebits auf Aref umstellbar und gut.
Wieso so kompliziert? Außerdem gibt es durchaus Anwendungen, bei denen
man evtl. zwischen mehreren Referenzen wählen können muss, und das geht
nicht über Fusebits! Warum willst Du die gegebene Flexibilität der
AVR-Controller einschränken?
Hallo,
ok, folgender Fall :
Ich möchte die externe Referenzspannung über Aref nutzen mit meinem
Spindeltrimmer, 1x an 5V und einmal an Masse und der Schleifer geht an
Aref.
Zusätzlich habe ich an Aref zu Masse noch einen 100nF.
Einige sagen jetzt, 5V auch an AVCC mit 100nF gegen GND bzw. AGND, damit
ich also die AD-Wandler-Elektronik versorge, andere raten davon ab.
In einer alten AVR-Schaltung messe ich mit o.g. Beschaltung, AVCC in der
Luft, unbeschaltet und es läuft...
Gruss
A. Arndt
A. Arndt wrote:
> In einer alten AVR-Schaltung messe ich mit o.g. Beschaltung, AVCC in der> Luft, unbeschaltet und es läuft...
Was läuft? Das kann so technisch nicht funktionieren! Warum schaust Du
nicht einfach mal in die Datenblätter, da steht eigentlich alles drin.
Und dass Du mit einem nicht angeschlossenen AVCC mit dem ADC irgendwas
Sinnvolles misst, halte ich schlicht für ein Gerücht!
Johannes M. wrote:
> A. Arndt wrote:>> In einer alten AVR-Schaltung messe ich mit o.g. Beschaltung, AVCC in der>> Luft, unbeschaltet und es läuft...> Was läuft? Das kann so technisch nicht funktionieren! Warum schaust Du> nicht einfach mal in die Datenblätter, da steht eigentlich alles drin.> Und dass Du mit einem nicht angeschlossenen AVCC mit dem ADC irgendwas> Sinnvolles misst, halte ich schlicht für ein Gerücht!
Hab ich auch schon gesehen... und scheint zu funktionieren. Meine
Vermutung ist, dass sich der Port dann irgendwie über die
ESD-Schutzdioden versorgt und abraucht, sobald er mehr als ein paar mA
treiben muss.
@Arnd:
> Betrieb ohne ADC-Funktion
AVCC an VCC, AGND an GND, 100nF von VCC nach GND, 100nF von AVCC nach
AGND.
> Betrieb der ADCs mit interner Referenz
Spule von VCC nach AVCC, AGND an einem Punkt an GND (gleich nach dem
Spannungsregler z.B), 100nF von VCC nach GND, 100nF von AVCC nach AGND,
100nF von AREF nach AGND.
> Betrieb der ADCs mit externer Referenzspannung (an Aref)
Exakt wie oben, nur die externe Referenz (zusätzlich zum 100nF
Kondensator) auch noch an AREF.