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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ghetto-Blaster Eigenbau


Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Hallo,

ich überlege zurzeit mir einen Ghetto-Blaster zu bauen. Fragt nicht nach 
dem warum :-) Ich wollte euch nach eurer Meinung zum Konzept fragen.

Eckdaten:
-Versorgt von 12V Autobatterie
-Integriertes Autobatterie-Ladegerät mit dem der Blaster dann auch an 
einer Steckdose betrieben werden kann

---> Da ist schon die erste Frage: Kann ich "einfach" eine 230V -> 14,4V 
Konstantspannungsquelle im Gerät einbauen und es damit dauerhaft 
betreiben, oder geht die Batterie davon kaputt??

-Der Verstärker soll aus ICs (TDAxxxx) aufgebaut sein, insgesamt 4-Kanal 
(Bass links, Bass rechts, Mittel+Hochton links, Mittel+Hochton rechts)

---> Reichen da wohl 20W (laut Hersteller) je Kanal?
---> Manche TDAs haben "differentielle" Eingänge, kann ich da einfach 
den (-)-Eingang auf GND legen?

-Die Musik soll von einem USB-Stick kommen der über einen VNC1L 
ausgelesen wird und dann über einen MP3-Dekoder gewandelt. Dann 
Vorverstärker und Endstufe

Wäre schön einige konstruktive Beiträge zu lesen :-)
Schöne Grüße,
Alex

P.S. Die Maße sollen später etwa 100x40x20 cm betragen...

Autor: Gast123 (Gast)
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Utobatterie würd ich nicht nehmen. Bleischwer (im wahrsten Sinne des 
Wortes) und was passiert, wenn das Ganze mal umkippt.. ? Ein 
Blei-Gel-Akku wäre vielleicht besser geeignet und auch kleiner 
erhältlich.

Zum Ladegerät kann ich wenig sagen. Soweit ich weiss wird anfangs mit 
konstantem Strom geladen, die Spannung muss gegen Ende aber begrenzt 
werden. Wo dieser Grenzwert liegt weiss ich nicht.

Meinst du diese TDAxxx mit fünf Anschlüssen? Die kannst Du erstmal wie 
normale Operationsverstärker verstehen. Die Offsetströme wären nur sehr 
groß im Vergleich.

Wirklich 4x20W in so einer kleinen Schachtel? ok Mist, das sind cm und 
nicht mm.. oook :-)

Autor: Katherine J. (katherine)
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Moin Alex,

cool, interasantes Projekt.
Bei den TDA-Chips solltest du darauf achten, daß du Klasse-D-Verstärker 
nimmst und nicht AB, sonst verbrätst du deine ganze kostbare Energie in 
Wärme anstatt in Musik. Es gibt auch voll digitale Klasse-D Verstärker 
von TI, bestimmt auch andere, welche ne I²S-Schnittstelle haben, dann 
sparst du dir die DACs.
Vergiß den BleiGelKram, nimm NiMH Mono oder Baby-Zellen (10Stk 12V oder 
12Stk 14,4V). Baue dir dazu einen Laderegler.
Einen Meter breit ist aber schon ein echter Klopper, sicher daß das Ding 
nicht kleiner werden soll.
Was für ein Material bekommt das Gehäuse, Holz, Alu, PVC?
Ich finde das Projekt interessant, mal sehen was da kommt.

Gruß Katherine

Autor: Philip (Gast)
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Hi Alex,

cooles Projekt. Ich habe mal vor einiger Zeit bei NXP ein paar 
Verstärker-ICs (Class-D) von NXP als Sample bekommen (die ich immernoch 
nicht verbaut habe, ist aber in Planung...). Ich fand es klasse, dass 
sie analoge Eingänge haben und man so nicht mehr viel zusätzlich 
braucht. Soweit ich weiss, hat NXP auch spezielle Verstärker-ICs für 
Car-Audio. Soll nur eine Idee sein (und keine Werbung! Sowas gibt es 
sicher auch noch von anderen Herstellern.) da ja sie für 12V designed 
sein müssten.
Halt uns auf dem laufenden.

Viele Grüße,

Philip

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Hallo,
vielen Dank für die Posts!
Also zur Idee: Das Gerät soll in richtig klassischem '80-er-Jahre-Design 
sein, nur eben eine Nummer größer.

>Was für ein Material bekommt das Gehäuse, Holz, Alu, PVC?
Ich dachte an einen soliden Rahmen aus MDF, von Außen in Schwarz/Silber 
lackiert.

>Soweit ich weiss, hat NXP auch spezielle Verstärker-ICs für Car-Audio.
Genau, an solche Dachte ich auch, da die ja gerade für den Betrieb mit 
einer Quelle gedacht sind und auch vertretbare Spannungen genügen (12 
bzw. 14,4V).

>Es gibt auch voll digitale Klasse-D Verstärker [...] welche ne >I²S-Schnittstelle 
haben, dann sparst du dir die DACs.
Das ist auch ein guter Tipp! Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, 
werde das aber auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Noch eine Sache:
Eigentlich hatte ich vorgehabt den Verstärker in Klasse A/B aufzubauen, 
da ich dachte Klasse D würde man vorzugsweise für aktive Subwoofer 
(niedrige Frequenzen) einsetzen. Ist dem nicht so? Kann man also auch 
Klasse D Verstärker für das gesamte Musikspektrum einsetzen oder spricht 
da etwas gegen?

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Katherine J. (katherine)
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Moin Alex,

mit Klasse-D-Endstufen lassen sich problemlos auch gute HiFi-Verstärker 
aufbauen.
Es gibt viele Infos im Netz dazu, ich finde
http://sound.westhost.com/articles/pwm.htm
erklärt das Prinzip ganz gut.

Erstmal
Katherine

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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>mit Klasse-D-Endstufen lassen sich problemlos auch gute HiFi-Verstärker
>aufbauen.

Das "problemlos" hätte ich weggelassen.

Und es bleibt die Frage, ob sich der Aufwand für Class-D lohnt.

Autor: Katherine J. (katherine)
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Moin Stefan,

mit problemlos meine ich, daß es schon fertige ein-Chip Lösungen gibt, 
wie z.B. den tas5705 von Texas, mit ein paar extern beschalteten 
Bauteilen.
Die zeitliche Ansteuerung der Endstufen-Transistoren (damit es nicht zum 
Kurzschluß der Versorungsspannung kommt) und die präzise 
Komparatoreinheit sind im Selbstaufbau schon kniffliger.

Gruß Katherine

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Um nochmal auf die Spannungsversorgung zurückzukommen:

Was spricht gegen Blei-Gel-Akkus?
Auf den ersten Blick scheinen die eine größere Leistungsdichte als 
NiCd-Mono-Zellen zu haben und sind auch preislich günstiger. 
Hochstrom-Entladung ist ebenfalls kein Problem.
Klar, Blei-Gel-Akkus sind etwas exotisch, aber vom 
Preis/Leistungsverhältnis scheinen die sehr gut zu sein...

Schöne Grüße,
Alex

P.S. Die Audio-Seite ist ja wirklich sehr gut! Da stehen viele nützliche 
Informationen die ich mir auf jeden Fall anschauen werde.

Autor: Katherine J. (katherine)
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Moin Alex

Blei-Gel-Akkus sind schwerer als wenn ich die gleiche Kapazität mit 
NiMH-Akkus aufbaue.
Ansonsten sind mir die auch nur persönlich suspekt.

An was für ein Display hast du gedacht?

Gruß Katherine

Autor: Robin Schmidt (intolero)
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Alex Bürgel wrote:
> Hallo,
>
> ich überlege zurzeit mir einen Ghetto-Blaster zu bauen. Fragt nicht nach
> dem warum :-) Ich wollte euch nach eurer Meinung zum Konzept fragen.
>

>
> Wäre schön einige konstruktive Beiträge zu lesen :-)
> Schöne Grüße,
> Alex
>
> P.S. Die Maße sollen später etwa 100x40x20 cm betragen...



Hallo Alex Bürgel!

Hast Du schon mal daran gedacht, einfach ein Autoradio als "Motor" in 
Deinen Ghetto Blaster einzubauen?
Du hättest quasi alles aus einer Hand und die viele Arbeit wäre nicht 
umsonst, denn es wäre schnell austauschbar und somit wäre Dein 
"Henkelmann" immer auf der Höhe der Zeit!
Je nachdem aus welchem Material das Gehäuse sein soll, wird das Gewicht 
eines Blei(-Gel)-Akkus mit 7 oder 12 Ah den Bock gegenüber anderen Akkus 
nicht fett machen. Auf jeden Fall würde ich eher NC- oder NiMh-Akkus 
benutzen. Blei-Gel-Akkus nehmen selbst mäßig schlechte Behandlung krumm!
Es sei denn Du möchtest richtig Geld investieren und entscheidest Dich 
für LiIon, hat der Pollin gerade, Best.Nr. 270 739.
Nicht ganz billig und man müsste die Zellen umklemmen - was das Laden 
angeht , bin ich allerdings überfragt.

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