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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik FU Micromaster AC out


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo ich habe einen Siemens Micromaster 440 zur Verfügung und würde 
daran gerne ein Lüftermotor 230V/110W zur Drehzahlsteuerung betreiben.

Ist es möglich den FU mit nur einer Phase als Gleichstromquelle zu 
nutzen oder kann er nur Drehstrommotoren betreiben?

Leider finde ich darüber keine Anwendungsbeispiele.

Im Datenblatt des Lüfters steht: Bei dem Betrieb über einen FU ist ein 
allpoliger Sinusfilter nötig.
Ist der beim Micromaster bereits eingebaut?

Thomas

Autor: Stefan (Gast)
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auch nur 1 phase ist keine gleichstromquelle...

n FU steuert immer drehstromgeräte an

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Wenn der Lueftermotor einen Kondensator hat kannst du ihn nicht an einem 
FU betreiben. Der Kondensator ist normalerweise fuer 50 Hz ausgelegt. 
Das Sinusfilter am Ausgang des FU dient unter anderem auch dazu die 
Anstiegssteilheit der Ausgangsspannung zu begrenzen. Bei zu hohen 
Anstiegssteilheiten wird die Isolation der Motorwickungen zu sehr 
gestresst so das sie durchslagen werden kann. Normalerweise sind solche 
Filter nicht im FU eingebaut sonderen muessen extern angeschlossen 
werden.

Gruss Helmi

Autor: asdf (Gast)
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hallo thomas,
suche benutzt?
---> Beitrag "3-Phasen Frequenzumrichter an 230V AC?"

>Ist es möglich den FU mit nur einer Phase als Gleichstromquelle zu
>nutzen oder kann er nur Drehstrommotoren betreiben?

Die Frage ist seltsam. Hast du dir schon angelesen, was ein 
Frequenzumrichter macht? Und welche Versorgung ein Asynchronmotor 
braucht?

Autor: Thomas (Gast)
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Erst einmal Danke für die vielen Antworten!

Die Suchen habe ich natürlich bemüht und diesen Beitrag auch gelesen, 
dort geht es aber um ein FU mit Drehstomeingang, meiner genügt sich mit 
230V


Wie Ihr warscheinlich schon gemerkt habt bin ich kein Fachmann aber ich 
bemühe mich mein Wissen zu erweitern.

Wie gesagt gibt es den Hinweis vom Hersteller das ein Sinusfilter bei 
verwendung eines FU benötigt wird, also muss es doch möglich sein?!?

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Dann zeig uns mal das Datenblatt von dem Motor

Autor: asdf (Gast)
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Hallo Thomas,
das läuft so ab: Der Lüfter hat intern drei Spulen, ist also ein 
Drehstrommotor/Asynchronmotor. Weil du im normalen 230V netz keine drei 
phasen hast wird eine Hilfsphase erzeugt mit einem Kondensator.

Den kondensator baust du aus. Dann hast du drei anschlüsse. Die schließt 
du an den wechselrichter an und im prinzip macht der den Rest für dich. 
U²-Kennlinie für Lüfter und Pumpen noch einstellen, damit du nicht 
soviel Verlustleistung hast. Die Kenndaten des Motors ebenfalls 
eingeben.

Bevor du das Handbuch liest solltest du wikipedia & co durchhaben, 
ansonsten nützt dir das nichts. Den sinusfilter brauchst du imo nicht. 
Achte auf kurze kabel, besser noch geschirmte.

Falls du etwas sicherheitskritisches mit dem Lüfter kühlst, was auch 
unbeaufsichtigt läuft: Der FU schaltet nach einem Stromausfall aus, es 
sei denn du stellst das ganze auf digitale steuerung und noch ein paar 
extras.

Autor: Thomas (Gast)
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Den Zusatzt mit dem Fu habe ich von den FAQ´s des Herstellers


Frage:

Kann ich zur Steuerung der Ventilatoren einen Frequenzumrichter 
einsetzten?


Antwort:

Bei Ventilatoren mit Außenläufermotoren ist dies nur mit einem FU mit 
allpoligen Sinusfilter möglich. Bei Ventilatoren mit steuerbaren 
Normmotoren kann ein Standard-Motor eingebaut werden. Dieser ist für 
FU-Betrieb geeignet.

Hier das Datenblatt RVK200: 
http://www.systemair.de/main/produkte/kataloge/RVK_neu.pdf

Autor: Thomas (Gast)
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@ asdf(was für ein name)
vielen Dank! Das mit dem Kondensator hat mich schon bei dem Betrag von 
Helmut stutzig gemacht. Du hast mir jetzt diese Wissenlücke geschlossen.

Ich hoffe darauf das ein Sinusfilter nicht notwendig ist.
Wiki & Co. lese ich natürlich auch.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Der Lüfter hat intern drei Spulen, ist also ein
>Drehstrommotor/Asynchronmotor. Weil du im normalen 230V netz keine drei
>phasen hast wird eine Hilfsphase erzeugt mit einem Kondensator.

Du hast zwar im Prinzip hier Recht. Aber es kommt schon mal vor das die 
Wicklung wo der Kondensator dran ist einen anderen Widerstand hat als 
die andere die direkt an Spannung liegt. In dem Fall ist es 
problematisch den an einem FU zu betreiben.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Dazu kommt noch, dass ein Kondensatormotor nur 2 Wicklungen hat, die 
eine 90° Phasenverschiebung benötigen.

Autor: Thomas (Gast)
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Hier mal ein Zitat aus dem FU Wiki:

Frequenzumrichter werden insbesondere an Drehstrommotoren eingesetzt, um 
deren Anlauf- und Drehzahlverhalten zu verbessern oder zu erweitern. 
Frequenzumrichter gibt es inzwischen auch für ein- oder zweiphasige 
Wechselstrommotoren wie z. B. Kondensatormotoren, um auch diese in der 
Drehzahl zu regeln. Dabei übernimmt der Frequenzumrichter ggf. die 
Bereitstellung der bislang vom Kondensator erzeugten zweiten Phase.

Es gibt auch eine Frequenzumrichtervariante, die lediglich in die 
einphasige Zuleitung geschaltet wird und wo dabei am Einphasenmotor mit 
Kondensator keine Änderungen vorzunehmen sind. Dies ist besonders 
interessant bei bereits vorhandenen Antrieben wie Pumpen, Lüftern, 
Tischbohrmaschinen oder Antrieben für Transportbänder.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Thomas wrote:

> Es gibt auch eine Frequenzumrichtervariante, die lediglich in die
> einphasige Zuleitung geschaltet wird und wo dabei am Einphasenmotor mit
> Kondensator keine Änderungen vorzunehmen sind.

Ich bin jetzt kein Motorprofi, aber ich würde jetzt mal behaupten, dass 
dieser Satz falsch ist.
Wenn die Frequenz verändert wird, ändert sich auch die 
Phasenverschiebung. Diese muss für eine korrekte Funktion 90° betragen, 
und wenn man bei 180° zwischen Spule und Kondensator ist, so dass sich 
deren Blindwiderstände zu 0 addieren, dann brennt irgendwas ab.

Autor: Thomas (Gast)
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Es würde mich freuen wenn es noch ein paar Meinungen dazu gibt.

Autor: Axel Düsendieb (axel_jeromin) Benutzerseite
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Hallo Thomas,
im Datenblatt steht:

Drehzahlsteuerbar durch Spannungsabsenkung mit Thyristor oder 
Transformator

das heißt den Lüfter kann man mit einem Dimmer für induktive Lasten in 
der Drehzahl steuern.

Ein FU ist in diesm Fall wirklich die oft zitierte Kanone für diesen 
Spatz.
Wird aber wahrscheinlich funktionieren.

Grüße
Axel

Autor: asdf (Gast)
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Hallo Thomas,
ich habe den 200E2-L1. Leider sind die Windungen nicht gleich! Eine hat 
120Ω, die anderen beiden haben 60Ω! Es funktioniert mit einem FU, aber 
nicht optimal. Vor allem keine Vector Kontrolle :(

Ein FU ist eine weitere Fehlerquelle. Wenn der Lüfter wichtig ist und 
bei seinem Ausfall etwas passiert (z.B. Menschen ersticken), dann würde 
ich die einfachste mögliche Technik wählen. Sprich Thyristor oder Trafo.

Autor: Thomas (Gast)
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ich möchte mich für eure Hilfe bedanken!

Ich habe nun eine Lösung mit einem Dimmer für eine induktive Leistung 
bis 480W gewählt und es brummt auch nichts.

Der FU wäre eine schöne Möglichkeit gewesen um sich damit einmal zu 
beschäftigen aber aber der Vergleich mit den Kanonen und Spatzen ist 
schon wahr.

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