Hallo zusammen,
habe gerade mal mein aller erstes eigenes Layout erstellt. Wäre nett
wenn sich das mal jemand angucken könnte. Ich habe vor, das ganze auf
eine Platine zu ätzen - Ist das machbar?
Danke!
Gruss
Florian
Hi Florian,
Soweit ich es beurteilen kann, sieht es schon ganz gut aus. Nicht
schlecht für einen ersten Versuch, mein erster sah dagegen furchtbar aus
;-)
Es ist natürlich Geschmackssache, doch finde ich es schöner, wenn man
45Grad Knicke nimmt an den Kanten und die Leiterbahnen parallel macht.
Ist bei der Schaltung noch nicht wichtig, sollte man aber bei
Schaltungen, wo schnell geschaltet wird machen.
Ich habe etwas schlechte Erfahrungen gemacht, mit der Führung von
Leiterbahnen zwischen den Pins von Bauteilen durch, besonders, wenn man
die Platienen selber macht, kommt es meisten an den Stellen zu Problemen
und man flucht, wenn man IC-Sockel wieder ablöten darf. Bei SP2 ist das
nicht so tragisch, da sind die Pins weit auseinander, doch bei den
Transistoren, dem Controller und den LEDs solltest du mal überlegen, ob
es nicht besser wäre, wenn du eine Drahtbrücke stattdessen nimmst, die
über das Top-Layer geht, ist dann zwar nicht so schön, hälst dir aber
Ärger vom Hals. Du darfst nicht vergessen, dass die Pads ja auch aus
Kupfer werden und lieber etwas mehr, als zu wenig Platz zwischen den
Leiterbahnen bzw. Leiterbahnen und Pads.
Bei C4 hast du, glaub ich, vergessen, die Leiterbahn auf die gleiche
Stärke zu stellen (nur der Vollständigkeits halber.
Viele Füllen die Flächen zwischen den Leiterbahnen dann noch aus und
nutzen diese dann als Masse (schau ggf mal im Eagle Tutorial beim
Hersteller, wie es geht), ist dann sinnvoll, wenn man seine Säure etwas
schonen möchte. Allerdings ist auch das nicht unbedingt notwendig. Zur
Sicherheit könntest du noch ein paar einfache Pads auf ein paar freien
Flächen machen, dann könntest du ggf später noch ein Ergänzungen oder
leiter Änderungen machen.
Bei deinem Schaltungslayout habe ich etwas die Vermutung, dass das ein
paar Widerstände an den Transistoren fehlen. Da kann ich aber auch
vollkommen falsch liegen ;-).
Vielleicht spendierst du auch noch ein 100nF Kondensator, den du ganz
dicht an den Controller setzt. Lieber etwas mehr C, als zu wenig.
Ja, das war jetzt recht viel Kritik, ich hoffe, du bist mir jetz nicht
böse und nimmst es persönlich, es sieht aber sonst schon ganz gut aus.
Wenn du in bestimmten Bereichen nicht sicher bist, ob es nicht eine
bessere Lösung gibt, dann rip es auf und probier es nochmal, so lernt
man es am besten.
Viel Erfolg und Grüße,
Philip
Hier von mir noch ein paar nützliche Tips.
Ein paar Kreuze als Eckpunkte für die Platinenkontur erleichtern den
endgültigen Zuschnitt (z.B. mit ner Säge) der Platine oder erleichtert
das Positionieren des Layers auf das auf Endmaß zugeschnittene
Basismaterial. Ein paar Löcher um die Platine zu befestigen wären auch
nützlich. Eine Beschriftung erleichtert nachher das Handling beim
ätzen. Die Widerstände würde ich axial vorsehen. Radial(so wie hier)
macht man nur, wenn man keinen Platz hat, was aber hier nicht der
Fall ist. Die Pads für den Anschluß der Betriebsspannung würde ich
doppelt so groß machen weil größere besser halten. Deine Schaltung
sieht wie ein Hausnummernschild mit Showeffekt aus. Es hilft beim
Mitdenken wenn man etwas über das Projekt und dem Verwendungszweck
wüßte. Kommen die hohen Elko`s räumlich nicht mit ner Frontscheibe
(angenommen)in konflikt? Dann könnte man auch axilale
Elko`s liegend nehmen. Zur Schaltung kann ich ohne Schaltbild
keinen Rat abgeben. Wenn es Fet`s (Transistoren)sind, brauchen
die keinen Widerstand.
>Es ist natürlich Geschmackssache, doch finde ich es schöner, wenn man>45Grad Knicke nimmt an den Kanten und die Leiterbahnen parallel macht.
Schönheit ist hierbei relativ und liegt im Auge des Betrachters.
Wenn das Teil irgendwo verbaut ist, wo es sowieso niemand sieht,
ist es egal. Das hat schon einen realen Grund 45°-Knicke zu machen.
Man verbraucht dabei weniger Nutzfläche als bei einem 90°-Verlauf
und kann dadurch mehr Leiterbahnen/Bauteile unterbringen. Ansonsten
ist man beim Design frei.
>Ist bei der Schaltung noch nicht wichtig, sollte man aber bei>Schaltungen, wo schnell geschaltet wird machen.
Bei Layouts mit hohen Schaltgeschwindigkeiten kommt es auf eine kurze
kapazitätsarme/induktivitätsarme Leitungsführung mit geringer
Störkopplung durch benachbarte Leiterbahnen/Bauteile an. Die Knicke
spielen da kaum eine Rolle. Teilweise benutzt man dann Polylinien.
Natürlich kann man die Platine auch so ätzen, aber man erleichtert
sich die Nacharbeit, wenn man die angesprochenen Punkte berücksichtigt.
Viel Spass.
Hallo,
danke für die netten Tipps! Hatte befürchtet, dass mein erstes Layout
hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)
Also, es geht dabei einfach um ein ganz kleines Anfänger LED Projekt. Es
gibt keine "Frontscheibe" oder ähnliches. Das ist nur ein Tiny der die
LEDs blinken lässt und den Speaker piepsen lassen soll. Im Anhang
nochmal der Schaltplan.
Die Transistoren sind MOSFETs und wenn ich das richtig verstanden habe
brauchen die keinen "Basiswiderstand".
Das mit den Leiterbahnen zwischen Bauteil Beinen nervt mich auch sehr.
Ich habe Angst, dass ich da beim Bohren oder Löten was kaputt mache.
Aber ich habe es beim Routen leider nicht anders hinbekommen, jedenfalls
nicht ohne die Bauteile erheblich weiter auseinander zu setzen. Ich
könnte das ganze ja nochmal mit dem Autorouter machen, aber der hat beim
ersten schnellen Versuch nur unnötig kompliziert aussehenden Mist
produziert.
Gruss
Flo
@Florian
>Hatte befürchtet, dass mein erstes Layout>hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)
Also sonst lernt man ja nix. Der Ton ist meistens nicht so gemeint.
Bei einem ersten Layout gibt es immer was zu "meckern", und alle die Dir
hier Tipps geben, haben auch so angefangen.
Mein zerreißen: Ich bin mir fast sicher, das durch andere Anordnung der
LEDS da einiges leichter zu layouten ist. Ordne die Leds so
hintereinander wie im Schematic (soweit als möglich). Durch geschicktes
Plazieren der Bauteile kann man sehr viel rausholen.
Die Anordnung der LEDs ist schon so gewollt. Sie sollen in einer "22"
angeordnet sein, so dass ich für jede Ziffer jeweils jede zweite LED
steuern kann. D.h. ich will mit dem Tiny z.B. alle "geradzahligen" LEDs
der ersten Ziffer an/aus machen können und alle "ungeradzahligen". Etwas
blöd zu erklären, ich hoffe, du weisst, was ich meine.
Was der Autorouter ausspuckt ist meist unbefriedigend aber man kann
im Autorutersetup und im DRC Parameter einstellen damit der Autorouter
bessere Ergebnisse liefert. Man muß eben nur Geduld haben und damit
rumspielen. Wenn der Autorouter ein befriedigendes, jedoch noch nicht
perfektes Ergebnis geliefert hat, kann man manuell eingreifen und
interaktiv Änderungen vornehmen bis das Design einem gefällt.
Die heutige Generation hat es mit den CAD-Tools vergleichsweise einfach
wenn ich noch an die Schnippelei mit den Klebebändern früher denke.
Auhweia.
>>dass mein erstes Layout hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)
Mal mal nicht den Teufel an die Wand.
Findest du das ich dein Thema zerrissen habe?
Ich bin nähmlich stark bemüht das Thema oder eine Frage eben
nicht zu zerreisen und versuche auch das auf andere zu reflektieren,
vor allem bei einigen alten Hasen hier im Forum weil ich finde
das unsere Beiträge eine Hilfe sein sollen. Nicht mehr und auch nicht
weniger. Antworten kann man auch Manierlich damit sich die Mühe auch
lohnt.
Die Dankbarkeit für die Hilfe ist alles was mich und andere
interessiert.
Leider gibt es auch Ausnahmen. Man sollte sich aber den Spass an den
Forum nicht von Trollen, die das posten hier persönlich nehmen,
nehmen lassen.
Nein nein, ich sagte ja, ich dachte, dass mein Layout zerrissen wird,
stattdessen habe ich nur freundliche Antworten erhalten :-) Das sollte
ein Dankeschön sein!
So, habe nochmal ein paar der Leiterbahnen dünner gemacht weil sie mir
zur nah beieinander lagen und das ausgedruckt schon sehr heikel aussah.
Kann man das nun so schon als Ätzvorlage ausdrucken (in Schwarz/Weiss
mit Laser) und zum aufbügeln benutzen?
Pass auf, dass du als Schrifttyp "Vector" wählst, sonst wir die Schrift
nicht gedruckt. Mit Vectorschirft werden die Buchstaben auch viel
schöner von der Massefläche umflossen.
Wenn's dir bisher zu freundlich war:
Stehende Widerstände ohne Not ist Mist, viel zu viel Arbeit- und sieht
auch noch Sch.... aus. Profis nehmen ein Netzwerk, aber nicht jeder
Bastler hat sowas zuhause.
@Vielzufreundlich
Was bist du den für ein Freak?
Wenn du hier nichts sinnvolles zu dem Thema beitragen kannst
halt die Klappe und verkrümmel dich.
Solche Typen wie du sind hier unerwünscht weil dein Kommentar nicht dem
Geist und Zweck des Forums entspricht.
Das es aber auch immer Leute gibt, die viel labern aber nichts
sinnvolles zu sagen haben.
Ist doch nicht zu fassen. Wenn du Kinder hast könnnen die mir
leid tun weil die wahrscheinlich genauso aus der Art schlagen.
Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
@Florian
Laß dich von solchen Typen nicht vergraulen. Die sind wahrscheinlich nur
neidisch oder omipotent. Am besten gar nicht beachten und zieh dein
Projekt durch.
Von deinem letzten Layout kannste eigentlich eine Platine jetzt
anfertigen.
Ich empfehle dir, bei der Ausgabe darauf zu achten das die Pad`s und
Via`s ein Loch von ~0,2mm haben als Zentrierungshilfe für`s Bohren.
Ansonsten könnte der Bohrer auf dem glatten Kupfer zu tanzen anfangen,
oder sogar abbrechen.
@Florian
>Kann man das nun so schon als Ätzvorlage ausdrucken (in Schwarz/Weiss>mit Laser) und zum aufbügeln benutzen?
Leider kenne ich deine Technik/Geräte nicht.
Aber eigentlich müßte es gehen.
Das Verfahren ist schon öfters hier und im Wiki beschrieben worden.
Hi Florian,
es ist ok ein paar Drahtbruecken einzubauen um komplizierte
Leiterbahnzuege zu vereinfachen. Ich spreche aus Erfahrung weil ich im
Hobbybereich auch oft viele (einseitige) Platinen erstelle. Frueher
wurde uns gesagt dass man Drahtbruecken nach Moeglichkeit vermeiden
sollte. Ich bin da aber andrer Meinung. Deine Platine liesse sich damit
ewtas vereinfachen. Du brauchst nur die Platine eines VCRs ansehen. Dort
gibt es oft massenweise Drahtbruecken (um eine zweiseitige Platine zu
ersparen - Auch nicht unbedingt nachahmungswert).
Ein einfacheres Layout ist oft besser. Bei der Planung der Platine ist
es ungemein wichtig nach Moeglichkeit eine funktionell logische
Gruppierung and Plazierung der Teile zu finden die eine natuerliche
Leitungsfuehrung zulaesst die auch aestaethisch zusagt. Wie schon gesagt
45 Grad abgeschraegte Leitungszuege mit nach Moeglichkeit geometrisch
gegeneinander harmonisch angepasst, sehen auch gut aus. Auch sollte man
nach Moeglichkeit gute professionell entwickelte Platinen studieren um
rauszufinden was sich der Entwickler dabei gedacht hat. (Kann natuerlich
in die Hose gehen; -) )
Uebung macht den Meister. Lasse Dich nicht entmutigen. Das Layout von
Platinen kann sehr befriedigend sein und man freut sich dann sehr wenn
das Ganze spaeter funktioniert und man hat was eigenes auf die Beine
gestellt.
Gerhard
Danke nochmal an alle Antwortenden. Diese Seite ist echt super!
Bensch: Warum sind stehende Widerstände Mist? Ich finde das sieht ganz
gut aus. Und warum sollte das auch nur 5 Sekunden mehr Arbeit sein als
"liegende" Widerstände? Weil man die Beinchen kurz anders umbiegen muss?
Oder gibt es einen tatsächlichen Grund, warum das schlechter ist
(ausser, dass vielleicht ein Kurzschluss leichter entstehen kann)?
Im Anhang mal ein Bild der Platine aus POVRay. Ich finde das für meinen
ersten Versuch relativ schick :-) stolz
Hi Florian,
Der Einbau von stehenden Widerstaenden ist(war) bei vielen
Konsumerelektronikgeraeten frueher ueblich, speziell wenn es um
Platzersparniss geht. Allerdings verwenden die asiatischen Hersteller
meist lackierte Anschlussdraehte um Kurzschluesse zu vermeiden. Da bei
dir die Widerstaendskoerper abwechselnend eingebaut sind, ist das
natuerlich bei Deinem Aufbau kein Problem.
Wie Du Dich im Einzeln entscheidest, liegt bei Dir, dem Entwickler. Bei
Deiner Platine haette ich die Widerstaende warscheinlich liegend
eingebaut weil dadurch eine bessere mechanische Stabilitaet der
Einzelteile zu erwarten ist und das bei einer Displayplatine besser
aussieht. Das ist aber nur meine Meinung.
Bei einem gedraengten Aufbau eines Niveaumessgeraets mit einem AVR baute
ich auch mindestens 50% der Widerstaende wegen Platzmangels stehend ein
und sieht ganz gut aus. Nur muss man aufpassen dass durch Verbiegen der
Bauteile keine ungewuenschten Kurzschluesse enstehen koennen.
Gerhard
> Bei einem gedraengten Aufbau eines Niveaumessgeraets [...]
Hast du damit mal das Niveau hier im Forum gemessen? Oder liegt das
schon unterhalb des Anzeigebreichs? ;-)
@Marius:
> Bei einem gedraengten Aufbau eines Niveaumessgeraets [...]
"Hast du damit mal das Niveau hier im Forum gemessen? Oder liegt das
schon unterhalb des Anzeigebreichs? ;-)"
Das wuerde ich mir nicht anmassen; -)
Niveaumessgeraet -> Wasserstandsanzeige mit dem QT300 kapazitiven Sensor
und SPI Schnittstelle.
MFG,
Gerhard