Erstes Platinenlayout

Gast #962561
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Hi Florian,

Soweit ich es beurteilen kann, sieht es schon ganz gut aus. Nicht 
schlecht für einen ersten Versuch, mein erster sah dagegen furchtbar aus 
;-)

Es ist natürlich Geschmackssache, doch finde ich es schöner, wenn man 
45Grad Knicke nimmt an den Kanten und die Leiterbahnen parallel macht. 
Ist bei der Schaltung noch nicht wichtig, sollte man aber bei 
Schaltungen, wo schnell geschaltet wird machen.
Ich habe etwas schlechte Erfahrungen gemacht, mit der Führung von 
Leiterbahnen zwischen den Pins von Bauteilen durch, besonders, wenn man 
die Platienen selber macht, kommt es meisten an den Stellen zu Problemen 
und man flucht, wenn man IC-Sockel wieder ablöten darf. Bei SP2 ist das 
nicht so tragisch, da sind die Pins weit auseinander, doch bei den 
Transistoren, dem Controller und den LEDs solltest du mal überlegen, ob 
es nicht besser wäre, wenn du eine Drahtbrücke stattdessen nimmst, die 
über das Top-Layer geht, ist dann zwar nicht so schön, hälst dir aber 
Ärger vom Hals. Du darfst nicht vergessen, dass die Pads ja auch aus 
Kupfer werden und lieber etwas mehr, als zu wenig Platz zwischen den 
Leiterbahnen bzw. Leiterbahnen und Pads.
Bei C4 hast du, glaub ich, vergessen, die Leiterbahn auf die gleiche 
Stärke zu stellen (nur der Vollständigkeits halber.
Viele Füllen die Flächen zwischen den Leiterbahnen dann noch aus und 
nutzen diese dann als Masse (schau ggf mal im Eagle Tutorial beim 
Hersteller, wie es geht), ist dann sinnvoll, wenn man seine Säure etwas 
schonen möchte. Allerdings ist auch das nicht unbedingt notwendig. Zur 
Sicherheit könntest du noch ein paar einfache Pads auf ein paar freien 
Flächen machen, dann könntest du ggf später noch ein Ergänzungen oder 
leiter Änderungen machen.
Bei deinem Schaltungslayout habe ich etwas die Vermutung, dass das ein 
paar Widerstände an den Transistoren fehlen. Da kann ich aber auch 
vollkommen falsch liegen ;-).
Vielleicht spendierst du auch noch ein 100nF Kondensator, den du ganz 
dicht an den Controller setzt. Lieber etwas mehr C, als zu wenig.
Ja, das war jetzt recht viel Kritik, ich hoffe, du bist mir jetz nicht 
böse und nimmst es persönlich, es sieht aber sonst schon ganz gut aus. 
Wenn du in bestimmten Bereichen nicht sicher bist, ob es nicht eine 
bessere Lösung gibt, dann rip es auf und probier es nochmal, so lernt 
man es am besten.

Viel Erfolg und Grüße,

Philip
Gast #962630
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Hier von mir noch ein paar nützliche Tips.
Ein paar Kreuze als Eckpunkte für die Platinenkontur erleichtern den
endgültigen Zuschnitt (z.B. mit ner Säge) der Platine oder erleichtert
das Positionieren des Layers auf das auf Endmaß zugeschnittene
Basismaterial. Ein paar Löcher um die Platine zu befestigen wären auch 
nützlich. Eine Beschriftung erleichtert nachher das Handling beim
ätzen. Die Widerstände würde ich axial vorsehen. Radial(so wie hier)
macht man nur, wenn man keinen Platz hat, was aber hier nicht der
Fall ist. Die Pads für den Anschluß der Betriebsspannung würde ich
doppelt so groß machen weil größere besser halten. Deine Schaltung
sieht wie ein Hausnummernschild mit Showeffekt aus. Es hilft beim
Mitdenken wenn man etwas über das Projekt und dem Verwendungszweck
wüßte. Kommen die hohen Elko`s räumlich nicht mit ner Frontscheibe
(angenommen)in konflikt? Dann könnte man auch axilale
Elko`s liegend nehmen. Zur Schaltung kann ich ohne Schaltbild
keinen Rat abgeben. Wenn es Fet`s (Transistoren)sind, brauchen
die keinen Widerstand.


>Es ist natürlich Geschmackssache, doch finde ich es schöner, wenn man
>45Grad Knicke nimmt an den Kanten und die Leiterbahnen parallel macht.
Schönheit ist hierbei relativ und liegt im Auge des Betrachters.
Wenn das Teil irgendwo verbaut ist, wo es sowieso niemand sieht,
ist es egal. Das hat schon einen realen Grund 45°-Knicke zu machen.
Man verbraucht dabei weniger Nutzfläche als bei einem 90°-Verlauf
und kann dadurch mehr Leiterbahnen/Bauteile unterbringen. Ansonsten
ist man beim Design frei.
>Ist bei der Schaltung noch nicht wichtig, sollte man aber bei
>Schaltungen, wo schnell geschaltet wird machen.
Bei Layouts mit hohen Schaltgeschwindigkeiten kommt es auf eine kurze 
kapazitätsarme/induktivitätsarme Leitungsführung mit geringer
Störkopplung durch benachbarte Leiterbahnen/Bauteile an. Die Knicke
spielen da kaum eine Rolle. Teilweise benutzt man dann Polylinien.

Natürlich kann man die Platine auch so ätzen, aber man erleichtert
sich die Nacharbeit, wenn man die angesprochenen Punkte berücksichtigt.
Viel Spass.
Gast #962859
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Hallo,

danke für die netten Tipps! Hatte befürchtet, dass mein erstes Layout 
hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)

Also, es geht dabei einfach um ein ganz kleines Anfänger LED Projekt. Es 
gibt keine "Frontscheibe" oder ähnliches. Das ist nur ein Tiny der die 
LEDs blinken lässt und den Speaker piepsen lassen soll. Im Anhang 
nochmal der Schaltplan.

Die Transistoren sind MOSFETs und wenn ich das richtig verstanden habe 
brauchen die keinen "Basiswiderstand".

Das mit den Leiterbahnen zwischen Bauteil Beinen nervt mich auch sehr. 
Ich habe Angst, dass ich da beim Bohren oder Löten was kaputt mache. 
Aber ich habe es beim Routen leider nicht anders hinbekommen, jedenfalls 
nicht ohne die Bauteile erheblich weiter auseinander zu setzen. Ich 
könnte das ganze ja nochmal mit dem Autorouter machen, aber der hat beim 
ersten schnellen Versuch nur unnötig kompliziert aussehenden Mist 
produziert.

Gruss
Flo
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Gast #962917
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@Florian

>Hatte befürchtet, dass mein erstes Layout
>hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)

Also sonst lernt man ja nix. Der Ton ist meistens nicht so gemeint.
Bei einem ersten Layout gibt es immer was zu "meckern", und alle die Dir 
hier Tipps geben, haben auch so angefangen.


Mein zerreißen: Ich bin mir fast sicher, das durch andere Anordnung der 
LEDS da einiges leichter zu layouten ist. Ordne die Leds so 
hintereinander wie im Schematic (soweit als möglich). Durch geschicktes 
Plazieren der Bauteile kann man sehr viel rausholen.
Gast #962937
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Die Anordnung der LEDs ist schon so gewollt. Sie sollen in einer "22" 
angeordnet sein, so dass ich für jede Ziffer jeweils jede zweite LED 
steuern kann. D.h. ich will mit dem Tiny z.B. alle "geradzahligen" LEDs 
der ersten Ziffer an/aus machen können und alle "ungeradzahligen". Etwas 
blöd zu erklären, ich hoffe, du weisst, was ich meine.
Gast #962982
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Was der Autorouter ausspuckt ist meist unbefriedigend aber man kann
im Autorutersetup und im DRC Parameter einstellen damit der Autorouter
bessere Ergebnisse liefert. Man muß eben nur Geduld haben und damit
rumspielen. Wenn der Autorouter ein befriedigendes, jedoch noch nicht 
perfektes Ergebnis geliefert hat, kann man manuell eingreifen und
interaktiv Änderungen vornehmen bis das Design einem gefällt.
Die heutige Generation hat es mit den CAD-Tools vergleichsweise einfach
wenn ich noch an die Schnippelei mit den Klebebändern früher denke.
Auhweia.

>>dass mein erstes Layout hier jetzt in der Luft zerrissen wird :-)

Mal mal nicht den Teufel an die Wand.
Findest du das ich dein Thema zerrissen habe?
Ich bin nähmlich stark bemüht das Thema oder eine Frage eben
nicht zu zerreisen und versuche auch das auf andere zu reflektieren,
vor allem bei einigen alten Hasen hier im Forum weil ich finde
das unsere Beiträge eine Hilfe sein sollen. Nicht mehr und auch nicht 
weniger. Antworten kann man auch Manierlich damit sich die Mühe auch 
lohnt.
Die Dankbarkeit für die Hilfe ist alles was mich und andere 
interessiert.
Leider gibt es auch Ausnahmen. Man sollte sich aber den Spass an den
Forum nicht von Trollen, die das posten hier persönlich nehmen,
nehmen lassen.
Gast #963139
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So, habe nochmal ein paar der Leiterbahnen dünner gemacht weil sie mir 
zur nah beieinander lagen und das ausgedruckt schon sehr heikel aussah.

Kann man das nun so schon als Ätzvorlage ausdrucken (in Schwarz/Weiss 
mit Laser) und zum aufbügeln benutzen?
Angehängte Dateien:
Gast #963329
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Wenn's dir bisher zu freundlich war:
Stehende Widerstände ohne Not ist Mist, viel zu viel Arbeit- und sieht 
auch noch Sch.... aus. Profis nehmen ein Netzwerk, aber nicht jeder 
Bastler hat sowas zuhause.
Gast #963437
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@Vielzufreundlich

Was bist du den für ein Freak?

Wenn du hier nichts sinnvolles zu dem Thema beitragen kannst
halt die Klappe und verkrümmel dich.

Solche Typen wie du sind hier unerwünscht weil dein Kommentar nicht dem
Geist und Zweck des Forums entspricht.

Das es aber auch immer Leute gibt, die viel labern aber nichts
sinnvolles zu sagen haben.
Ist doch nicht zu fassen. Wenn du Kinder hast könnnen die mir
leid tun weil die wahrscheinlich genauso aus der Art schlagen.
Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

@Florian
Laß dich von solchen Typen nicht vergraulen. Die sind wahrscheinlich nur 
neidisch oder omipotent. Am besten gar nicht beachten und zieh dein
Projekt durch.
Von deinem letzten Layout kannste eigentlich eine Platine jetzt 
anfertigen.
Ich empfehle dir, bei der Ausgabe darauf zu achten das die Pad`s und
Via`s ein Loch von ~0,2mm haben als Zentrierungshilfe für`s Bohren. 
Ansonsten könnte der Bohrer auf dem glatten Kupfer zu tanzen anfangen,
oder sogar abbrechen.
Gast #963443
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@Florian

>Kann man das nun so schon als Ätzvorlage ausdrucken (in Schwarz/Weiss
>mit Laser) und zum aufbügeln benutzen?

Leider kenne ich deine Technik/Geräte nicht.
Aber eigentlich müßte es gehen.
Das Verfahren ist schon öfters hier und im Wiki beschrieben worden.
Gast #963513
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Hi Florian,

es ist ok ein paar Drahtbruecken einzubauen um komplizierte 
Leiterbahnzuege zu vereinfachen. Ich spreche aus Erfahrung weil ich im 
Hobbybereich auch oft viele (einseitige) Platinen erstelle. Frueher 
wurde uns gesagt dass man Drahtbruecken nach Moeglichkeit vermeiden 
sollte. Ich bin da aber andrer Meinung. Deine Platine liesse sich damit 
ewtas vereinfachen. Du brauchst nur die Platine eines VCRs ansehen. Dort 
gibt es oft massenweise Drahtbruecken (um eine zweiseitige Platine zu 
ersparen - Auch nicht unbedingt nachahmungswert).

Ein einfacheres Layout ist oft besser. Bei der Planung der Platine ist 
es ungemein wichtig nach Moeglichkeit eine funktionell logische 
Gruppierung and Plazierung der Teile zu finden die eine natuerliche 
Leitungsfuehrung zulaesst die auch aestaethisch zusagt. Wie schon gesagt 
45 Grad abgeschraegte Leitungszuege mit nach Moeglichkeit geometrisch 
gegeneinander harmonisch angepasst, sehen auch gut aus. Auch sollte man 
nach Moeglichkeit gute professionell entwickelte Platinen studieren um 
rauszufinden was sich der Entwickler dabei gedacht hat. (Kann natuerlich 
in die Hose gehen; -) )

Uebung macht den Meister. Lasse Dich nicht entmutigen. Das Layout von 
Platinen kann sehr befriedigend sein und man freut sich dann sehr wenn 
das Ganze spaeter funktioniert und man hat was eigenes auf die Beine 
gestellt.

Gerhard
Gast #963625
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Danke nochmal an alle Antwortenden. Diese Seite ist echt super!

Bensch: Warum sind stehende Widerstände Mist? Ich finde das sieht ganz 
gut aus. Und warum sollte das auch nur 5 Sekunden mehr Arbeit sein als 
"liegende" Widerstände? Weil man die Beinchen kurz anders umbiegen muss? 
Oder gibt es einen tatsächlichen Grund, warum das schlechter ist 
(ausser, dass vielleicht ein Kurzschluss leichter entstehen kann)?

Im Anhang mal ein Bild der Platine aus POVRay. Ich finde das für meinen 
ersten Versuch relativ schick :-) stolz
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Gast #963637
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Hi Florian,

Der Einbau von stehenden Widerstaenden ist(war) bei vielen 
Konsumerelektronikgeraeten frueher ueblich, speziell wenn es um 
Platzersparniss geht. Allerdings verwenden die asiatischen Hersteller 
meist lackierte Anschlussdraehte um Kurzschluesse zu vermeiden. Da bei 
dir die Widerstaendskoerper abwechselnend eingebaut sind, ist das 
natuerlich bei Deinem Aufbau kein Problem.

Wie Du Dich im Einzeln entscheidest, liegt bei Dir, dem Entwickler. Bei 
Deiner Platine haette ich die Widerstaende warscheinlich liegend 
eingebaut weil dadurch eine bessere mechanische Stabilitaet der 
Einzelteile zu erwarten ist und das bei einer Displayplatine besser 
aussieht. Das ist aber nur meine Meinung.

Bei einem gedraengten Aufbau eines Niveaumessgeraets mit einem AVR baute 
ich auch mindestens 50% der Widerstaende wegen Platzmangels stehend ein 
und sieht ganz gut aus. Nur muss man aufpassen dass durch Verbiegen der 
Bauteile keine ungewuenschten Kurzschluesse enstehen koennen.

Gerhard
Gast #967726
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@Marius:

> Bei einem gedraengten Aufbau eines Niveaumessgeraets [...]

"Hast du damit mal das Niveau hier im Forum gemessen? Oder liegt das
schon unterhalb des Anzeigebreichs? ;-)"

Das wuerde ich mir nicht anmassen; -)

Niveaumessgeraet -> Wasserstandsanzeige mit dem QT300 kapazitiven Sensor 
und SPI Schnittstelle.

MFG,
Gerhard

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