Wolf wrote:
> Hysterese bedeutet hier, daß nur im Einschaltmoment der Kondensator leer
> ist. Dann behält er immer eine Restladung, somit wird der Triac
> sprungartig leitend.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand versteht, der es nicht
schon vorher wusste. So einfach läßt sich die Sache allerdings auch
nicht erklären:
Hysterese bedeutet, dass die Leistung bei langsamen hochdrehen des Potis
schlagartig einsetzt (Einsatzpunkt) und danach wieder kontinuierlich bis
auf Minimum heruntergedreht werden kann. Beim Unterschreiten des
"Minimalpunktes" setzt die Zündung des Triac aus und setzt erst wieder
schlagartig ein, wenn das Poti bis zum Einsatzpunkt hochgedreht wird.
Ursache ist der Diac, der den Kondensator zwecks Zündung des Triacs um
ca. 10 V entlädt. Dadurch kann sich der Kondensator in der nächsten
Halbwelle schneller mit entgegengesetzter Polarität aufladen, sodass der
Zündzeitpunkt entsprechend früher erfolgt. Will man die Leistung von
null ab langsam hochfahren, beginnt man normalerweise in dem Bereich, in
dem noch keine Zündung des Triacs stattfindet. Erreicht man den
Einsatzpunkt, in dem die Kondensatorspannung gerade die Zündspannung des
Diacs ereicht, wird der Kondensator um ca. 10 V entladen. In der
nächsten Halbwelle erreicht der Kondensator die Zündspannung dadurch
aber deutlich früher, was sich dann auch auch in allen folgenden
Halbwellen fortsetzt. Im Einsatzpunkt hat der Dimmer also schon eine
relativ hohe Leistung. Solange die Zündspannung in jeder Halbwelle
erreicht wird, kann man das Poti aber wieder Zurückdrehen und so den
Zündzeitpunkt wieder nach hinten verschieben.
Das RC-Glied bewirkt, dass C1 bei der Zündung nicht so stark entladen
wird und so der Zündzeitpung nicht so stark davon abhängig ist, ob in
der vorhergehenden Halbwelle bereits eine Zündung stattgefunden hat.
Jörg