Hallo,
die nächsten 4 Wochen gondele ich durch Frankreich, Spanien und
Portugal. Dachte mir nun, dass ein Navigationsgerät (Tom Tom) recht
nützlich sein kann. Das Problem ist nur, dass ich keine gescheiten
Aussagen zum Kartenmaterial finden kann.
Kann mir jemand eine Seite nennen, auf der ich für die o. g. Länder die
Karten einsehen kann?
"tom tom" Westeuropa Karten -Preis -Shopping -Preisvergleich -ebay
> Kann mir jemand eine Seite nennen, auf der ich für die o. g. Länder die> Karten einsehen kann?
Gerade die Karten sind ja das eigentlich teuere bei den
Navigationssystemen. Somit stellt die kein Hersteller frei zur
Verfügung. Bei Programmen die so mancher auch PC-lauffähig gemacht hat
(IGO, Destinator Reihe, NCK) könnte man da auf illegale(!!!) Quellen
zurückgreifen.
Hallo Matthias!
Danke für Deine Antwort: mir geht es darum, vorab zu sehen, was das
Gerät an Details zeigt. Nicht dass ich ein Gerät mit einer Karte von z.
B. Frankreich erwerbe, das außer Paris & Marseille keine weiteren Städte
kennt. ;)
Auch "aktuelles" Kartenmaterial braucht seine Zeit bis zum Anwender.
Bei einer Italien-Reise mit einem damals frischen Medion hatte ich ca.
20 Kreisverkehre, die in der Zwischenzeit eine Kreuzung waren oder
umgekehrt.
> Danke für Deine Antwort: mir geht es darum, vorab zu sehen, was das> Gerät an Details zeigt. Nicht dass ich ein Gerät mit einer Karte von z.> B. Frankreich erwerbe, das außer Paris & Marseille keine weiteren Städte> kennt. ;)
Das ist klar, aber online wird sowas nicht angeboten. Die beste
Möglichkeit sollte hier sein, in ein entsprechendes Fachgeschäft zu
gehen und sich dort das Kartenmaterial live direkt auf dem Gerät
präsentieren zu lassen ;-)
Soweit ich informiert bin, gibt es vorallem noch zwei Firmen, welche
Kartenmaterial liefern.
Dies sind: Navteq http://www.navteq.com/ und Tele Atlas
http://www.teleatlas.com/
Früher waren die Karten von Navteq viel genauer und detailierter als die
von Tele Atlas. Wie es heute aussieht weiss ich allerdings nicht. Aber
ich nehme mal an, dass Tele Atlas zugelegt hat, sonst wären sie schon
lange vom Markt.
Wird langsam (eher schnell) eine Alternative:
http://www.openstreetmap.org/
In manchen Regionen sieht es noch etwas mau aus, in anderen Regionen ist
kommerzielles Kartenmaterial nur noch Klopapier im Vergleich zu
OpenStreetMap.
Hab gerade mal mein Dorf eingegeben, da ist nur eine einzige Strasse mit
Namen indexiert. Ist ja wohl eher ein Witz von Dir, dass dies eine
Alternative zu oben genanntem Kartenmateriel von Navteq und Tele Atlas
sein soll?
Hm habs mal ausprobiert und bei mir daheim sind alle Straßen drauf,
sogar die neuen aus den letzten paar Jahren. Kannte das auch noch nicht,
aber der erste Eindruck ist nicht schlecht.
User-Interface und Übersichtlichkeit dagegen sind eher zum brechen, aber
vielleicht nehmen die sich ja noch mal ein Beispiel an Google Maps...
OpenStreetMap ist noch nicht sehr alt, wächst aber sehr schnell.
Ansonsten gilt: Wenn man in einer Gegend wohnt wo noch Straßen fehlen,
dann die Straßen eben aufnehmen und einzeichnen! OSM lebt wie jedes Wiki
vom mitmachen. Und: Es macht richtig Spaß, viel mehr als irgendwelche
Artikel in der Wikipedia verbessern.
http://wiki.openstreetmap.org/index.php/Beginners%27_Guide
Ansonsten Navi-Software gibt es auch für PocketPC soweit ich weiß. Ist
natürlich alles noch recht frisch. Man kann aber mit verschiedenen Tools
die Daten auch für andere Navis wie z.B. Garmin konvertieren.
Wie gesagt, OpenStreetMap ist noch sehr jung. Vor etwa 2 Jahren war
Deutschland fast noch leer. Und wenn man sich Städte wie Karlsruhe oder
Berlin anschaut, sieht man wohin die Reise geht. Ländliche Gegenden
dauern natürlich etwas länger, bis sie in einem guten bis sehr guten
Zustand sind. Aber gerade dieses Jahr ist in vielen ländlichen Gegenden
schon extrem viel passiert.
Die Wikipedia hat auch mal klein angefangen. Und heute zwingt sie sogar
Brockhaus und Konsorten (teilweise) in die Knie.
Die Strassen von meinem Dorf sind zwar alle eingezeichnet (wo haben die
wohl die Daten geklaut), aber die Benennungen fehlen praktisch alle.
Ich frage mich, wie man als Laie diese Daten ohne die speziellen GPS
Geräte einzeichnen soll. Auch müsste man genau spezifizieren können, ob
es sich um Einbahnstrassen handelt, wieviele Spuren, Tempolimiten, etc.
etc.
Soweit ich das überblickt habe reicht ein "Computergerät" mit GPS-Maus,
die Software zum Aufnehmen gibts gratis. Danach muß man den Strecken am
Editor die Namen und Eigenschaften verpassen.
Die Daten wie Einbahnstraßen, Tempolimits etc. werden eingegeben, mit
einem Editor. Der am meisten benutzte ist JOSM:
http://wiki.openstreetmap.org/index.php/JOSM
Beim Editieren werden so genannte "Tags" an Punkte, Strecken oder
Flächen vergeben. Ein Tag ist ein Schlüssel-Wert-Paar.
Eine Einbahnstraße wird z.B. mit "oneway=yes" definiert, ein Tempolimit
mit "maxspeed=60" usw.
Beispiele für Tags:
http://wiki.openstreetmap.org/index.php/Map_Features
Und Johnny, auch wenn es Dir schwer fällt zu glauben, es gibt tausende
Leute bei OpenStreetMap die mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet durch
die Straßen wandern, radeln oder fahren. Es gibt welche die machen
Zugfahrten und nehmen so die Bahnstrecken auf.
Viele Handies haben schon einen GPS-Empfänger eingebaut, damit kann man
Tracks aufnehmen. Wenn man ein PDA oder Handy ohne eingebautes GPS hat,
kann man einen extern GPS-Empfänger für rund 50,- Euro kaufen.
Öffentliche GPS-Tracks die die Menschen für OSM gesammelt haben findest
Du hier:
http://www.openstreetmap.org/traces
Fakt ist, wenn ich mein Dorf in meinem Pioneer Navi angucke, dann ist
dort jede Strasse drin. Wenn ich dasselbe in OpenStreetMap angucke, dann
ist dort gähnende Leere. Also ist die Qualität von OpenStreetMap
zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu gebrauchen. Und genau
dies war die die ursprüngliche Frage in diesem Thread.
> ... und Du bist Dir sicher, dass die Genauigkeit üblicher> (consumer) GPS Geräte für solche Anwendungen ausreicht?
Ja, ich mache es ja selbst. Habe schon einige hundert Kilometer erfasst
und editiert.
Und welche Genauigkeit willst Du denn haben? Ein Fehler von 10 Metern
spielt in einer (Überland-)Straße keine Rolle. Darüber hinaus kann man
das Mittel aus mehreren GPS-Tracks von unterschiedlichen Benutzern über
einen unterschiedlichen Zeitraum verwenden. Man sieht im Editor bei viel
befahreren Straßen schön, dass die meisten GPS-Tracks sehr dicht
aufeinander liegen und einzelnen Ausreißer dabei sind. Die Ausreißer
kann man dann getrost ignorieren.
In Ständten mit vielen kleinen Straßen hat man wieder andere
Möglichkeiten, den GPS-Fehler zu ignorieren. Straßen laufen über ein
längeres Stück geradeaus und/oder parallel, bilden Kreuzungspunkte usw.
Das alles geht trotz des nicht perfekten GPS erstaunlich präzise. Am
Anfang war ich auch skeptisch, aber es geht wirklich gut, Straßen
aufzunehmen und zu editieren und die Karte zu zeichnen.
Was Du schreibst ist ja alles gut und recht und wunderbar. Aber wenn ich
heutzutage ein Navi kaufen will, dann will ich es doch nicht erst noch
selber "fertig entwickeln" müssen.
Bin natürlich mit Dir einig, dass es schön ist, wenn es kostenlose und
unabhängige Kartendaten gibt. Aber zur Zeit wohl noch kaum eine
Alternative wenn ich meine Gegend bei OpenStreetMap anschaue.
Ok ok, beantworten wir halt die ursprüngliche Frage...
TomTom nutzt meines Wissens Daten von Navteq. Also guckst Du hier, da es
mehr oder weniger auf denselben Daten basiert:
http://www.map24.com
Das OpenStreetMap Projekt hab ich mir auch schonmal angeschaut. Dank
CarPC wäre es für mich sogar ein leichtes Daten aufzuzeichnen. Dank der
tollen Navigation auf der Seite hab ich aber leider auch nach ner
einstündigen Recherche nicht rausbekommen, wie ich das bewerkstelligen
könnte.
Richtig interessant wird das Projekt auch erst, wenn es den eine
(Systemunabhängig) Navigationssoftware basierend auf den Karten gibt,
dann aber richtig!
Um meine Fragt zu präzisieren: wenn ich in Hamburg eine Straße (z. B.
Rua da Guia) in Lissabon eingebe, werde ich bis in die Straße geleitet?
Oder nur bis Lissabon?
Hab letzte Weihnachten ein TomTom (One T) für meinen Bruder gekauft und
dort stand Navteq auf der Schachtel.
Kann sein dass jetzt in aktuellen Modellen (oder anderen Modellen)
TeleAtlas Kartendaten drin sind.
Um TeleAtlas Kartendaten zu testen könnte man diese Webseite nutzen:
http://www.viamichelin.com/
Johnny wrote:
> Was Du schreibst ist ja alles gut und recht und wunderbar. Aber wenn ich> heutzutage ein Navi kaufen will, dann will ich es doch nicht erst noch> selber "fertig entwickeln" müssen.> Bin natürlich mit Dir einig, dass es schön ist, wenn es kostenlose und> unabhängige Kartendaten gibt. Aber zur Zeit wohl noch kaum eine> Alternative wenn ich meine Gegend bei OpenStreetMap anschaue.
Ich glaub du verstehst es einfach nicht ;) Der Sinn hinter OpenStreetMap
ist, dass andere, ganz normale Leute, mit ihrem Privat-Equipment den
Verlauf der Straßen aufzeichnen. Und die ganze Sache ist noch ziemlich
jung und benötigt sicher noch ein paar Jahre um auch an den
abgelegensten Stellen perfekt zu sein. Aktuell ist es natürlich nicht so
pralle, das stimmt. Aber darum geht es ja auch nicht.
Man muss Leute finden, die die Muße haben an diesem Projekt
weiterzuentwickeln und weiterhin Straßenverläufe aufzunehmen. Und vor
allem welche, die in Dorfgegenden wohnen.
Wenn dein Dorf halt noch nicht indiziert ist auf dieser Karte, dann hat
es wohl noch keiner dort gemacht (Vielleicht sind ja alle zu alt um
dieses Projekt zu kennen :P). Auf jeden Fall muss das Projekt mehr
publik gemacht werden, damit es weiter ausgebaut wird. Mosern hilft da
nur begrenzt.
Wie gesagt, wenn ich ein Navi kaufen will, dann will ich nicht erst noch
an der Fertigstellung des Produktes beteiligt sein. Genausowenig will
ich bei einem Handykauf noch die Firmware selber fertig programmieren
müssen, obwohl es dort auch OpenSource Projekte gibt. Das gilt auch noch
für meinen MP3 Player, da gibts auch ein OpenSource Projekt mit eigener
Firmware. Kann doch nicht sein, dass ich alles was ich verwenden will
erst noch selber fertigstellen muss.
Ich will vorallem in den Laden gehen und mir was kaufen, dass
einigermassen funktioniert und meine Bedürfnisse abdeckt.
Vielleicht habe ich an einem Produkt so viel Freude, dass ich mich an so
einem OpenSource Projekt beteilige, aber wie gesagt, es gibt für
praktisch alle Produkte solch ein Projekt. Aber meine Lebensdauer ist
nicht unbegrenzt und schon gar nicht meine Freizeit.
Da hast du natürlich recht. In ein paar Jahren wird es aber evlt. so
weit sein, dass du dir im Netz die Karten und die Navisoftware
runterladen kannst, und dann ist alles fertig und du kannst es nutzen,
und dass sogar noch billiger als eines von nem Laden. Und wen hast du es
zu verdanken? Der OpenStreetMap-Gemeinde. ;-)
Natürlich hat nicht jeder die Zeit oder die Muße sich Karten
aufzuzeichnen. Wie gesagt, ich hätte die Muße auch gehabt und sicherlich
auch die Möglichkeiten, aber dank der bescheidenen Website einfach keine
Ahnung wie! Überall steht, wie ich die Daten da reinbekomme, wie ich
Daten (mit einem PC/Laptop) aufzeichnen kann, darüber schweigen die
Kollegen sich leider aus.
hi,
ist doch ein schönes projekt, linux wäre ja auch nicht das, was es ist,
wenn es die moserer und zweifler die 'macher' wären.
in meinem wohngebiet herrscht auch noch gähnende leere, ich werde das
mal mit daten füllen, wenn ich 'rausgefunden habe, ob mein navi (naja,
pda mit destinator) tracks aufzeichenen kann.
ansonsten: toll, was an freien dingen so entsteht, das einzig adäquate
mittel, um den 'kontrollorganen der zukunft' künftig gewachsen zu sein
und sich nicht jeden mist verkaufen lassen zu müssen.
grüssens, harry
Ok ich denke mal Du meinst mit "Moserer" und "Zweifler" unter anderem
mich, daher hier meine Gründe:
- Wie gesagt ist meine Freizeit zu knapp um mich an allen OpenSource
Projekten zu beteiligen, welche für mich nützlich wären oder sein
könnten. Momentan beschränke ich mich auf eigene Projekte und die
Freizeit ist damit bereits ausgelastet.
- Früher hatte ich mich an der CDDB beteiligt und fleissig CD Titel,
Interpreten und Songtitel in das System eingespiesen. Später musste ich
feststellen, dass sich eine Firma die Daten gekrallt hatte und nun gutes
Geld damit verdient. Derzeit scheint sich dieses auch mit Daten aus
Wikipedia so zu verhalten.
- Unabhängige und Präzise Kartendaten sind wertvoller als Ihr vielleicht
denkt. Nebst zivilem Nutzen ist auch der militärische Nutzen nicht
unerheblich. Wir sprechen von einer milliardenschweren Industrie. Es
wird nicht lange dauern bis eine Firma gegründet wird und sich die
freien Daten krallt und gewinnbringend vermarktet. Rechtsanwälte finden
immer einen Weg dies zu legitimieren. Vorallem wenn er gegen einen wild
zusammengewürfelten, unorganisierten Haufen Entwickler aus aller Welt im
Internet vorgehen muss.
Finde es dennoch grossartig wenn man sich an solchen Projekten beteiligt
und was neues erschafft. Schliesslich wird eines Tages alles kostenlos
sein und man wird nicht mehr zur Arbeit gehen müssen.
Also mich hat
http://www.openstreetmap.org/
von der Idee überzeugt so da ich heute nach Feierabend (in 2h) es
geschafft habe :
- das Prinzip zu verstehen
- einen GPS-Logger für mein Handy zu finden
- diesen GPS-Logger auf dem Handy zu installieren
- eine Strecke abzufahren und zu loggen
- in *.GPX zu wandeln
- hochzuladen
- mir die Tour in der Map anzeigen zu lassen
Das ist also schon zu schaffen .
Daraus jetzt eine Karte zu erarbeiten scheint mir schon schwerer .
Mein großes Problem meine sehr langsame Internetanbindung das laden
dauert zu lange und das macht das ganze so nicht so attraktiv .
Das andere Leute aus den Daten, etwas machen stelle ich mir schwierig
vor ,den nur Orts kundige können wohl die Straßennamen usw. kennen
mal sehen .....................
Straßennamen könnte man ja auch von einer proprietären Karte nehmen,
oder wird da wieder ein Arschmaden-Copyright verletzt...
Man kann ja auch erstmal die Straßen einzeichnen und die Namen dann den
lokalen Leuten überlassen.
Habe auch mal probeweise aufgenommen, mich dann fürchterlich aufgeregt
das das Kartenprogramm meine Daten nicht direkt frisst, es aber dann
doch hinbekommen.
>http://www.openstreetmap.org/
Das Online Problem (schwache DSL Leitung) ist gelöst.
Es gibt ein Programm da holt man sich denn Kartendatenausschnitt
auf den Rechner, bearbeitet diesen und lädt ihn wieder hoch .
Nach weiteren vier Stunden (mit Installation und Einarbeitung) ist
jetzt mein halber Ort eingegeben .
Ist also gar nicht so schlecht das System und steht auch nicht mehr am
Anfang.
Es mach auch schon etwas Spaß ,
habe dadurch heute mit meinem Sohn mal wieder eine Fahrradtour gemacht .
Ich wäre froh wenn es für mein Navi schon jetzt ein Kartenmaterial gäbe
das man so einfach am PC anpassen könnte .
Warten wir mal ab und schauen in einem Jahr ....
Wenn ich mir dann die "Freie Karte" aus dem Netz hohle kann ich das mit
gutem Gewissen tun .
> Nach weiteren vier Stunden (mit Installation und Einarbeitung)> ist jetzt mein halber Ort eingegeben .
Super! Herzlich Willkommen!
Aber Achtung: OSM macht süchtig...
So viel bin ich schon lange nicht mehr geradelt, seit ich Straßen für
OSM aufnehme...
>Gucken einen die Leute dann blöd an wenn man in jede Sackgasse>reinradelt? :)
und beim Aufnehmen eines Bachlaufs ?
mit Gummistiefel mitten durch ?
Handy auf ein Floß spannen und nicht mehr wiedersehen ?
> Gucken einen die Leute dann blöd an wenn man in jede Sackgasse> reinradelt? :)
Ja, das kommt schon vor, vor allem wenn man ständig in den PDA
irgendwelche Straßennamen und andere Anmerkungen diktiert
(Voice-Mapping)...