Hallo,
Ich habe ein Problem mit folgender Schaltung:
Transimpedance Verstärker + Verstärkerschaltung
Beides für sich funktioniert einwandfrei, soll der OV jedoch das Signal
aus der Transimpedancestufe verstärkern passiert nichts (als ob der
Eingang dann auf Masse liegt)
Kann mir jemand erklären woran es liegt?
Vielen Dank
Martin
>Beides für sich funktioniert einwandfrei
Wie das?
>als ob der Eingang dann auf Masse liegt
Eher, also ob der Ausgang auf Masse liegt.
Da muss ein nichtinv. Verstärker als 2. Stufe rein.
Also: den 10k Widerstand an Masse, und das Signal an den +Eingang vom
OP2.
Vielen dank, es funktioniert.
Ich habe aber noch ein anderes Problem bei dem ihr mir evtl weiterhelfen
koennt. Auf dem Ausgang des Transimpedanceverst. liegt ein Ozilieren von
50Hz (kommt nicht durch Leuchtstoffroehren). Nur mit einem sehr grossem
C parallel zu R, kann ich es unterdruecken. Dadurch geht aber die
Dynamik verloren, welche Moeglichkeiten gibt es noch?
Danke Martin
>liegt ein Ozilieren von 50Hz
Bei der großen Impedanz und Verstärkung von 10Meg wundert Dich das?
Schirmung, Schirmung, Schirmung!
Schau Dir mal die AppNotes diverser OP-Hersteller dazu an. Stichwort
"Guard-Ring" usw...
@ Martin L. (Gast)
>koennt. Auf dem Ausgang des Transimpedanceverst. liegt ein Ozilieren von>50Hz (kommt nicht durch Leuchtstoffroehren). Nur mit einem sehr grossem
Aber vielleicht vom Netz. Tastkopf falsch angeschlossen? Schlechte
Masseverbindung?
>C parallel zu R, kann ich es unterdruecken.
Das C ist sogar ZWINGEND notwendig.
Lichtsensor / Helligkeitssensor> Dadurch geht aber die Dynamik verloren,
Nöö, nur Bandbreite. Dynamik ist was anderes.
MFG
Falk
Hallo,
es ist denkbar, daß die 50 Hz über die Versorgungsspannung kommen.
Um das herauszufinden, kannst Du die OPV testweise mit einer Batterie
betreiben.
Wenn das hilft, kannst Du Dir folgende Maßnahmen überlegen:
- Verwendung eines Linearreglers für die Eingangsspannung
(beispielsweise
LM317; wenn der OPV auch 5V verträgt, dann 7805).
- Einbau eines Parallelschwingkreises mit fg=50 Hz in die
Versorgungsleitung auf dem Board (wahrscheinlich sind die Bauteile
dazu
recht groß).
Um auszuschließen, daß die 50 Hz von den Lampen kommen, hast Du die
Photodiode sicher verdunkelt. Das Ergebnis wundert mich nicht, da eine
Lampe i. a. mit 100 Hz flackert. (Strom von rechts nach links --> hell;
Strom von links nach rechts --> wieder hell).
Gruß,
Michael
Hallo Falk,
>>C parallel zu R, kann ich es unterdruecken.>> Das C ist sogar ZWINGEND notwendig.
Ich glaube, ihr redet von verschiedenen C.
Du sprichst von größenordnungsmäßig 10pF, um ein Schwingen des OPV zu
verhindern. Das führt zu einer Zeitkonstante von tau=1MEG*10pF = 10E-9s.
Er spricht von einem Kondensator, der die Grenzfrequenz auf <50 Hz
bringen soll.
Gruß,
Michael
Hallo Stefan,
kennst Du Dich mit den Guard-Ringen aus? Ich habe im Datenblatt des
OPA2380 gelesen, daß sie auf demselben Potential liegen sollen wie die
Leitungen, damit Leckströme verhindert werden sollen.
- Weißt Du, ob es dabei in der Praxis um Leckströme geht, oder eher um
kapazitive Kopplungen zu irgendwelchen Nachbarleitungen? Bei HF-Sachen
könnte ich mir vorstellen, daß Kapazitäten auch schon was ausmachen.
Ich habe mit dem OPA2380 eine Schaltung wie Martin aufgebaut.
- Siehst Du das auch so, daß der Guard-Trace die Massefläche ist.
Ich vermute ja, daß das so ist, weil beide Eingänge des OPV auf
Massepotential sind; ich kenne aber niemanden, der mir das definitiv
beantworten kann.
Bei Avalanche-Photodioden wäre mir alles klar. Dort treibst Du die Diode
ja mit typischerweise 100V; da kann ich mir einen Leckstrom schon
vorstellen.
Gruß,
Michael
>>liegt ein Ozilieren von 50Hz> Bei der großen Impedanz und Verstärkung von 10Meg wundert Dich das?>> Schirmung, Schirmung, Schirmung!> Schau Dir mal die AppNotes diverser OP-Hersteller dazu an. Stichwort> "Guard-Ring" usw...
Hallo!
Das Problem ist unter anderem, dass bei solchen HF-Aufbauten mit
alternativen Verstärkerkonzepten das Layout extrem kritisch sein kann.
Deswegen ist in den Datenblättern der Hersteller sehr oft eine
Empfehlung für das Layout abgebildet.
> Bei HF-Sachen> könnte ich mir vorstellen, daß Kapazitäten auch schon was ausmachen.
Es können schon mal ohne weiteres parasitäre Kapazitäten von einigen
pF vorkommen. In Verbindung mit den sehr hochohmigen Widerständen, die
ich in deiner Schaltung sehe kann das natürlich bei höheren Frequenzen
zu Problemen führen.
> kennst Du Dich mit den Guard-Ringen aus? Ich habe im Datenblatt des> OPA2380 gelesen, daß sie auf demselben Potential liegen sollen wie die> Leitungen, damit Leckströme verhindert werden sollen.
Guard Ringe sollen definitiv auf dem selben Potential liegen, wie deine
Signalleitung(en).
Wenn nämlich Signalleitung und Guard-Ring auf dem selben Potential
liegen,
verhinderst du Leckströme von der Signalleitung zum Guard-Ring.
Eventuelle Leckströme fließen dann vom Guard-Ring zur Masse (oder sonst
wohin). Das beinflusst die Signalleitung dann allerdings kaum.
> - Weißt Du, ob es dabei in der Praxis um Leckströme geht, oder eher um> kapazitive Kopplungen zu irgendwelchen Nachbarleitungen? Bei HF-Sachen> könnte ich mir vorstellen, daß Kapazitäten auch schon was ausmachen.
Hier verhält es sich ähnlich wie oben:
Es besteht eine (parasitäre) Koppelkapazität zwischen Guard Ring und
Signalleitung - diese wirkt sich allerdings auf Grund der im Idealfall
bestehenden 0 V Potentialdiffernz kaum auf das Signal aus.
Gruß
Kurt
Hallo,
ich bekomme die 50Hz einfach nicht weg, selbst im Batteriebetrieb nicht.
Ich habe es jetzt mit dem OPA354 und OPA380 probiert bei beiden sind
50Hz Schwingungen zu beobachten. Durch das C (parallel zu R) kann ich
lediglich die Amplitude verringern (min 5mV). Fremdlicht ist
auzuschliessen, da ich die Photodiode komplett verdunkelt habe.
Woran kann es liegen, hat jemand ein paar Tipps für mich?
Hast Du eine Keksdose aus Blech oder eine Konservendose? Dann steck die
Schaltung da rein und verbinde Deine Masse mit der Keksdose. Es wird
dunkel und abgeschirmt --> der Brumm sollte mindestens Faktor 10 weniger
werden.
Guard-Ring um die hochohmige Schaltung des positiven Eingangs eines OPs.
Dabei geht es um Kriechströme, nicht um Brumm. Je nach Anwendung kann
GND, der negative Eingang oder der Ausgang des OPs (Gegenkopplung) auf
den Ring gelegt werden. Die Kriechströme liegen normalerweise im pA oder
nA Bereich.
Gruß, Bernd
Hallo,
von der Batterie kommen die 50 Hz sicher nicht und vom
Operationsverstärker auch nicht. Wenn Operationsverstärker schwingen,
dann eher mit MHz.
Schalte in der Nähe alle unnötigen Geräte ab, die als Störquelle infrage
kommen: Monitor wurde schon genannt, Lampe in der Lupe, alle Geräte mit
Trafos.
Als Lampe zum Test kannst Du eine Taschenlampe nehmen.
Beachte beim Oszilloskop, daß beide Anschlüsse des Tastkopfes
angeschlossen werden müssen:
- Messspitze an den Ausgang des Oszilloskops
- Klemme an die Schaltungsmasse
Die Oszilloskopklemme ist mit der Geräteschirmung verbunden.
Gruß,
Michael
Hallo alle,
Ich habe auch genau das gleiche Problem mit der 50Hz, hat einer von euch
eine Idee wie man das abschaffen kann ohne das die Schaltung zu langsam
wird?Ich meine ohne das man noch großere kapazität zu filtern
anwende.Eine Bemerkung bei mir habe ich bemerke das wenn ich mit dem
Oscilloscope in irgendeinem Punkt der Platine der keine Verbindung mit
meiner schaltung hat, messe statt null volt kriege ich eine
Wechselspannung im bereich von Millivolt das auch 50Hz.Das bedeutet
ganz klar das meine Schaltung kein Problem hat aber woraus kann diese
Error stammen.
Gruß Mores,
>Ich habe auch genau das gleiche Problem mit der 50Hz, hat einer von euch>eine Idee wie man das abschaffen kann ohne das die Schaltung zu langsam>wird?
Ist es wirklich 50Hz, oder eher 100Hz? Auch Glühlampen haben einen
erheblichen 100Hz AC-Anteil im Licht. Das wird oft unterschätzt.
Kai Klaas
Ja diese 50Hz haben nichts mit der Beleuchtung zu tun, ich arbeite
einfach nur mit dem Tageslicht außerdem,mein Oscilloscope ergibt mir
auch 50hz auch wenn die Anschlüße einfach im Luft stehen.Ich kriege in
dem Fall eine Wechselspannung mit 50Hz im bereich von mV.Ich hatte erst
gedacht das das ganze mit einem kriechstrom zu tun hätte aber der
Kriechstrom erscheint erst im Bereich von nV also meine Oscilloscope
konnte mir kein Ergebnis im mV ergeben.Von meiner Batterie kommt das
auch nicht ich habe überprüft.