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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DCF77 Prüfsender


Autor: frederick (Gast)
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Ich möchte mir zu Testzwecken einen DCF77 Prüfsender bauen. Habe dazu
eine Frage,
was die Antennentechnik angeht. Ich weis ,das wenn man ein Signal
senden will
eine Antenne der Länge von mind. Lamda/2 braucht ,damit sich überhaupt
eine Welle
ausbreiten kann. Nun bei UKW und normalen Funkanwendungen ist das ja
kein Problem.
Aber da DCF77 im Längstwellenbereich arbeitet, dürfte die Antenne
Ausmaße von einigen
hundert Metern haben,was schwehr technich zu realisieren ist. Meine
Frage ist , ob es
Hochfrequenztechnich möglich währe ein Signal in diesem Frequnzbereich
mit einer
Ferritantenne ,sprich ,die Länge Lamda/2 einfach auf einen Ferritkern
als Spule zu Wickeln.
Dann hat man ja theoretisch ein Medium ,was diese Länge besitzt und
damit müßte man,
theoretisch solche Wellen erzeugen können. Natürlich darf ein solches
Signal nicht die eigenen
vier Wände verlassen und man muß einen endsprechenden Wiederstand
zwichen Endstufe und Sendespule schalten.

Autor: Andreas (Gast)
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Stimmt genau! Schau Dir mal eine Empfängerantenne an und Du wirst
staunen.

Autor: Jörg Wunsch (Gast)
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Da die DCF77-Empfänger allesamt mit einer Ferritantenne arbeiten,
genügt es auch vollkommen, ohne nennenswerte Abstrahlung mit einer
einfachen Spule zu arbeiten, die dann induktiv auf die Empfängerspule
einkoppelt.  Zwar ist der Punkt, ab dem reale Strahlung beginnt,
schwer zu trennen, aber man läuft weniger Gefahr, die Nachbarn zu
stören.

Autor: Conlost (Gast)
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Hallo,

da muß ich erst mal ganz dumm fragen, wozu braucht man einen
Prüfsender für DCF77?

Gruß,

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Vielleicht, um auszuprobieren, ob die Sommer/Winterzeitumstellung
klappt. Kommt halt natürlicherweise so selten vor...

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Autor: Claus Thaler (Gast)
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Im internet gibts ein Programm, welches über verschiedene Muster auf
einem Bildschirm ein entsprechendes Langewellen-Signal erzeugt, womit
man dann DCF77-Uhren synchronisieren kann. War für Linux, wenn ich mich
nicht irre...

Autor: Claus Thaler (Gast)
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Autor: OldBug (Gast)
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Na danke für's Lesen der Antworten...

 :-)

Gruß,
Patrick...

Autor: Conlost (Gast)
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@ Uwe,

die Sommer/Winterzeit Umstellung wird nicht in deiner DCF77 Uhr
vorgenommen, die Umstellung wird in Braunschweig vorgenommen
und die umgestellte Uhrzeit wird gesendet und von deiner Uhr
empfangen.

Gruß,
Arno

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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@Conlost

Ist mir schon klar, woher die Sommerzeit kommt.
Aber meine DCF-Software und ich glaube alle gekauften Uhren, die ich so
habe auch, enthält eine interne Uhr, die hin und wieder auf das
Zeitsignal synchronisiert wird.
Dann ist es schon interessant, was bei der Zeitumstellung passiert.
Ich habe letzte Woche mal zugeschaut. Die gekauften Uhren brauchten so
zwischen einer und drei Minuten, bis sie die richtige Zeit angezeigt
haben!
Meine eigene Software sollte es sofort tun, aber da hab ich noch nie
zugeschaut...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Meine eigene Software sollte es sofort tun"

Wenn man es selber programmiert hat, sollte man doch eigentlich wissen,
ob sie es tut oder nicht.

Mein Software macht es jedenfalls immer bis 2100. Danach nur, wenn daß
Empfangspaket fehlerfrei ist (Parity, Pulsdauer, Pulsabstand,
Pulsanzahl).


Peter

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Erster Sonntag im April bzw. Oktober, oder wie war das ?
Soweit hab ich die interne Uhr nicht optimiert.
Ich benutze nur auf das Empfangspaket.
Wer weiss, ob die Sommerzeit nicht doch irgendwann wieder abgeschafft
wird.

Autor: Pfi (Gast)
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Hallo!

Gibts so ein Programm wie oben auch für Windoof? Ist ja eine geniale
Idee, und da soll noch einer sagen, die LCDs strahlen viel weniger:)

Grüsse

Autor: Gerhard Schmidt (Gast)
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Der Grund dafür, warum einige Uhren etwas brauchen, um die Umstellung
auf Sommerzeit zu realisieren, ist ein ganz einfacher: sie sind einfach
etwas zuverlässiger. Das Paritätsbit ist nicht sehr zuverlässig, weil
es bei Doppelfehlern halt auch richtige Informationen signalisiert. Es
ist eben kein CRC, und steht technisch etwa auf dem Stand Mitte der
Siebziger Jahre.

Wer es nicht glaubt, der betreibe seine DCF77-Uhr neben einem starken
Strahler auf 75 kHz (z.B. einem Röhren-Monitor). Was es da alles an
Uhrzeiten zu sehen gibt (sofern die Uhr den Empfänger nicht einfach
abstellt).

Zuverlässige Uhren machen den Check halt über mehrere Minuten hinweg.
Erst wenn z.B. drei Minuten lang kein Paritätsbit falsch war, kann man
etwas sicherer sein, dass die Umstellung korrekt war.

Also: was soll der Ehrgeiz, das sofort richtig anzuzeigen?

MfG
Gerd

Autor: Conlost (Gast)
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Zumal die Umstellung auch noch nachts um 2 Uhr ist.  :-))

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"was soll der Ehrgeiz, das sofort richtig anzuzeigen?"

Dazu brauchts keinen Ergeiz, sondern das ist super einfach möglich:

Man macht sich dabei die Tatsache zunutze, daß Störungen immer
asynchron sind, d.h. sie unterscheiden sich vom Nutzsignal in der
Amplitude, Dauer, Abstand und Anzahl.

Die Amplitudenunterscheidung macht ja schon die AGC des Empfangsmoduls.
Die anderen Impulsparameter lassen sich mit wenigen if-Anweisungen
leicht abtesten, kosten also fast keine Rechenzeit oder Speicherplatz.

Ich habe mehrere solcher Uhren schon fast 10 Jahre im Betrieb und noch
nie eine falsche Zeit gehabt.

Das einzige, was passiert, ist bei Störungen (z.B. PC-Monitor in der
Nähe), daß die Fehlempfangs-LED angeht und dann der interne Quarz zum
Weiterzählen von Zeit und Datum verwendet wird.


Peter

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Ich vergleiche die vor einer Minute empfangene Zeit mit der zuletzt
empfangenen. Wenn der Unterschied eine Minute beträgt, synchronisiere
ich meine Quarzuhr.
Beim Zeitwechsel geht das schief, denn hier beträgt die Differenz 1
Minute +-1 Stunde. Deshalb merkt meine Uhr den Zeitwechsel mindestens
eine Minute zu spät.
Zuletzt habe ich die Kontrolle gelockert, wenn das
Sommerzeitankündigungsbit gesetzt ist. Jetzt sollte die Anzeige korrekt
sein, fehlerfreier Empfang vorausgesetzt.

Eigentlich ist es natürlich völlig egal, wann die Umschaltung
stattfindet, denn üblicherweie verschlafe ich die sowieso...

Und da sind wir wieder beim ursprünglichen Thema:
Mit einem Prüfsender könnte man das alles jederzeit ausprobieren !

Autor: Gerhard Schmidt (Gast)
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Ich finde den Weg, dazu extra einen Prüfsender zu bauen, ein wenig
umständlich. Der müsste ja die ganze komplizierte HF-Maschinerie mit
einem Mikrocontroller kombinieren und die Zeitsignale erzeugen.
Einfacher ginge das alles mit direkter Kopplung des simulierten
Fake-Signals an die Dekodiermaschinerie. Wenn es nur daum geht, die
Software zu testen, reicht das allemal. Und mit der HF-Erzeugung ist
man einigen Hardwareaufwand los.

MfG
Gerd

Autor: Siegfried (Gast)
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Im Protokoll des DCF77-Signals gibts es Informations-Bits, die Aussagen
"Jetzt ist Sommerzeit" bzw. "Jetzt ist Winterzeit". Ausserdem wird
die Umschaltung bereits 1 Stunde vorher im Protokoll angekündigt. Damit
hat die Software ausreichend Zeit, sich auf eine Umschaltung
einzustellen.

Siegfried

Autor: Ratber (Gast)
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???????

Hab ich das jetzt richtig verstanden ?

Extra nen Sender um den Empänger zu prüfen ob er richtig Dekodiert ?

Ich sehe das genauso wie "Gerhard" das es von hinten durch die Brust
ist.

Da sollte also dann so aussehen das wir ein künstliches DCF-Zeitsignal
erzeugen (Zum Testen.Logisch) dann auf nen Träger Modulieren (Dafür der
Sender) um es dann wieder mit dem Empfänger zu Demodulieren um es
letztendlich dem eigentlichen Dekoder also nem Controller zukommen zu
lassen.

Ich würde mir das Schenken.

Ob der Empfänger funktioniert kann man ja Problemlos Testen indem man
ihn seiner Bestimmung zufpührt.

Für den Dekoder kann man sich Sender und Empfänger Sparen und Coder wie
Dekoder direkt koppeln.

Nen Testsender hätte neben dem Rechlichen Aspekt (Illegale Sendeanlage
blabla usw.) noch  das Problem das man sämtliche DCF-Empfänger im
Umfeld gleich mit verstellt.

Falsch gehende Uhren beim Nachbarn sind ja noch harmlos aber wenn da
wichtigere Sachen dran hängen isses recht unangenehm.

wichtigere Sachen wären zb. Heizungsuhren und Videorecorder mit DCF
(Yo,gibbet manchmal bei den Luxusmodellen).

Ich wäre nicht amüsiert wenn ich um 8:00 statt um 4:00 geweckt werde
und zuspät zur Arbeit komme weil mein Nachbar seine Experimente macht.

Back 2 Topic.

Koppel den Signalgeber direkt mit dem Dekoder dann kannste alles Testen
was de willst ;)

Autor: frederick (Gast)
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Hey ,mir geht es auch um den Aspekt der Herausforderung, ein DCF
Signal mal selber zu erzeugen. Mit einer einfachen Ferritantenne
lassen sich eh keine so großen Distanzen überbrücken,da sie zum
Abstrahlen dieser Frequenz  viel zu wenig länge besitzt. Reichweite
max. 5 Meter
wenn es hochkommt hab ich gemessen, der Nachbar bleibt also
ungestört. Solange das Signal nicht die eigenen 4 Wände verläßt
,darf man Senden worauf man will. Und selbst wenn dann doch mal
die ein und die andere Uhr verstellt wird,wird sie ja in der
nächsten Minute automatisch durch das offizielle DCF77 Signal
korrigiert. Es kann also kein großer Schaden entstehen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Hey ,mir geht es auch um den Aspekt der Herausforderung, ein DCF
Signal mal selber zu erzeugen."


Wenn das für Dich eine Herausforderung sein soll, praktischen Sinn hat
das jedenfalls keinen.

Und um rauszukriegen, ob die implementierte Störuntedrückung oder
Sommerzeitumschaltung funktioniert, eignet sich ein einfacher DCF-77
Prüfsender nicht, das kann man nur mit dem echten Signal und echten
Störungen prüfen.
Dazu muß man sich ein störverseuchtes Signal ansehen, analysieren worin
sich ein gestörtes Signal vom ungestörten Signal unterscheidet und dann
entsprechende Erkennungsfunktionen programmieren.
Nur so rumprobieren, bis es scheint, daß es so gehen könnte, reicht da
nicht.

Uhrenhersteller haben natürlich einen Testgenerator inklusive
Störemulator, aber diese Dinger kosten einige 10.000 Euro.


Peter


P.S.:
Die ARD hat ja dieses mal die Sommerzeit voll verpennt, deren Videotext
zeigte noch 2.15 Uhr, wärend alle anderen schon 3.15 Uhr hatten.

Autor: Siegfried (Gast)
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Die sch.. Thermometerfunkuhren vom Aldi laufen immer noch auf
Winterzeit.

Siegfried

Autor: Pfi (Gast)
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Hallo!

Habe ein kleines Problem und zwar habe ich nicht die Möglichkeit dieses
Programm das im 6. Beitrag erwähnt wurde zu kompilieren. Wäre nicht
jemand so nett und würde mir die kompilierte exe Datei schicken? Das
wäre sehr nett, das Programm interessiert mich sehr!!

Grüsse und danke!

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