Pollin Notebook Display.als externer Monitor

Gast #969036
hallo,

bei Pollin gibt es immer wieder Notebook-Displays super günstig zu 
kaufen. Ich habe hier noch ein älteres Notebook, welche noch OK ist, bis 
auf das Display, das ist total hin, da hat es mal jemand geschafft sich 
drauf zu setzen.

Ich würde das Ding jetzt quasi als MP3-Player verwenden. Dazu will ich 
einen Bildschirm extern anschließen.

Ist es möglich, so ein Display als externen Bildschirm an das Notebook 
anzuschließen. Einfach so wird es nicht gehen, das ist mir klar, aber 
ist es überhaut möglich mit vertretbarem Aufwand?
Oder hat vielleicht jemand noch eine andere Idee, wie man das machen 
könnte. Es braucht ja auch nicht unbedingt ein riesen Display sein. Das 
ganze soll dann eventuell mal in einen Schrank eingebaut werden. Einen 
normalen TFT wollte ich eigentlich nicht extra dafür kaufen.

Jemand eine Idee?

Grüße
Markus
#969044
Markus wrote:

> Ist es möglich, so ein Display als externen Bildschirm an das Notebook
> anzuschließen. Einfach so wird es nicht gehen, das ist mir klar, aber
> ist es überhaut möglich mit vertretbarem Aufwand?

Kommt auf die Definition von "vertretbarem Aufwand" an. Für den 
Anschluss an VGA: Ein 3 Kanal VideoADC, ein CPLD/FPGA, etwas Speicher 
und das Display läuft. Die Materialkosten dürften bei ein paar 10€ 
liegen, die Zeit für die Erstellung der "Software" für den CPLD/FPGA bei 
1-2 Tagen bis ein paar Wochen, je nach Vorkenntnisse in dem Bereich.
Mit anderen Worten: Es lohnt sich eher nicht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #969045
Vorneweg: um es nicht übermäßig kompliziert zu machen sollte das 
Ersatzdisplay die selbe Auflösung und die selbe Bauweise (TFT, STN...) 
wie das defekte Display haben.

Dann brauchst du
1) Datenblatt des defekten Displays
2) Datenblätter der potentiellen Ersatz-Kandidaten
und kannst jetzt abgleichen:
- Interface (Parallel/LVDS)
- Spannungsversorgung/Stromaufnahme
- Timing/Bitreihenfolge bei LVDs (ja, da gibt es verschiedene)
Wenn das passt hast du recht gute Chancen.

Dann kommt nur noch der Inverter. Normalerweise schlagen die 
Displayhersteller einen bestimmten (oder mehrere) Inverter für ihr 
display vor. Aber auch hier stehen die Chancen nicht schlecht, dass der 
Inverter aus dem Notebook die Lampen zum Leuchten bringt.
Gast #969069
Tja, bei Pollin ist wie so oft leider kein Datenblatt dabei. Im Bereich 
FPGA usw. habe ich bisher noch gar keine Erfahrung. Da wird das also 
eher nicht wirklich sinnvoll sein....

Naja, das mit dem Ipod....dann habe ich das Notebook ja immer noch 
rumstehen...

Gibt es denn eventuell kleinere Displays, die sich als Monitor 
anschließen lassen, fertig zu kaufen. Also nicht gleich ein großer TFT 
oder so?
#969119
Das meiste was Pollin an Notebook-Displays verkauft scheinen Geräte mit 
digitalem Anschluss zu sein. Womit nicht DVI gemeint ist, sondern 
beispielsweise 3x8bit RGB. Sowas an VGA anzuschliessen ist zu aufwenig, 
im Vergleich zu einem 15-Zöller, ggf. gebraucht.
#969251
Andreas Kaiser wrote:
> Das meiste was Pollin an Notebook-Displays verkauft scheinen Geräte mit
> digitalem Anschluss zu sein.

Gibts denn überhaupt analoge Notebook Displays?

> Womit nicht DVI gemeint ist, sondern beispielsweise 3x8bit RGB.

3x8bit RGB wäre ein Kindenspiel, verglichen mit dem was Pollin verkauft: 
Das sind uralte (dürften wohl aus 486/P1 stammen) passive Farbdisplays 
(keine TFTs!). Die können von Natur aus nur an und aus, also 3 (da RGB) 
x 1Bit, also 3bit=8Farben. Mit PWM in der Ansteuerung kann man bis zu 16 
Stufen pro Farbe erreichen, was sagenhafte 4096 Farben ergibt. Mit einem 
Kontrast der im Vergleich zu heutigen TFTs eine Katastrophe ist. Mein 
Rat: Finger weg von dem alten Zeug!

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