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Forum: Platinen Layoutprogramme_4_free


Autor: Michael Hamacher (trinity4711)
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Hallo zusammen,

ich möchte euch auf die Elektorausgabe September 2008 aufmerksam machen.
Hier hat Elektor wieder eine Sammlung von Ecad-Programmen zur 
Platinenherstellung aufgelistet. Ein Link führt euch zu einem Download
(www.elektor.de/panorama dann auf download http://www.elektorim.com/de) 
einer DVD mit Programmen wie target3001 V13 (400 Pins) und Ranger XL 
(500 Pins). Anschauen lohnt sich.

gruss trinity4711

Autor: Dennis (Gast)
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Danke für d. Tipp!

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Danke, Michael!lol

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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>Elektorausgabe September 2008

gEDA/gschem bzw. gEDA/PCB sollen die Heinis vergessen haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/GEDA

Autor: Hannes J. (Firma: eHaJo.de) (joggl) Benutzerseite Flattr this
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Stefan Salewski wrote:
> gEDA/gschem bzw. gEDA/PCB sollen die Heinis vergessen haben.

Ja, sogar Elektor soll mal in die Zukunft schauen dürfen...

Autor: Walz (Gast)
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Hallo, ich kenne Target noch garnicht. Was bedeutet die Einschränkung 
400 Pins genau, und ist das die einzige Einschränkung? Egal wie groß die 
Leiterplatte, egal wieviele Layer? Kenne bisher nur Eagle..

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Walz,

es zählen nur echte Bauteile-Pins mit, soweit ich weiß. Die Fläche ist 
1,2 m X 1,2 m. Es gibt 100 Schaltplanseiten aber nur 2 Kupferlagen. 
Guckstu hier bei Light :

http://server.ibfriedrich.com/wiki/ibfwikide/index...

Ist halt NC = Non Commercial. Wenn du Eagle kennst, dann guckstu hier:

http://server.ibfriedrich.com/wiki/ibfwikide/index...

Da ham die ne extra Seite für dich ;-) Wenn du Fragen hast, kannst du 
dort anrufen oder ne Email senden. Oder schreib hier im Forum.

Schöne Grüße, Matthias D.

Autor: Walz (Gast)
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Also Target gab es bis hierher nicht kostenlos? Dann ist das ein großer 
Schlag gegen Eagle, denn wenn man damit Geld verdienen will, kann man 
kleinere Schritte machen, also man muß nicht gleich so viel Geld für 
eine Lizenz bezahlen, oder?

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Walz,

Eagle hat irgendwie 30 oder 40% Marktanteil, die gehen nicht gleich 
unter. Zudem, wer an Eagle gewöhnt ist, bleibt auch dabei. Ist doch auch 
ok so.

Das Geniale ist doch für die Anwender, dass sie aus den schönen Töchtern 
verschiedener Mütter auswählen können ;-)

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Walz wrote:
> Also Target gab es bis hierher nicht kostenlos? Dann ist das ein großer
> Schlag gegen Eagle, denn wenn man damit Geld verdienen will, kann man
> kleinere Schritte machen, also man muß nicht gleich so viel Geld für
> eine Lizenz bezahlen, oder?

Ich bin vor einem Jahr zu KiCAD gewechselt - eben weil ich diese 
ständigen Updatezahlungen und Beschränkungen Leid war.

Seitdem kann ich so viele Pins wie nötig nehmen und die Platine so groß 
machen, wie ich es möchte :-)
Außerdem kann ich das auf beliebig vielen Rechnern sowohl unter Linux 
als auch mal unter Windows installieren.

Ich entwickele damit jetzt sämtliche Platinen - und ich mache das u.a. 
gewerblich. KiCAD spielt auf jeden Fall auf Augenhöhe mit Target/Eagle - 
aufgrund der oben angesprochenen Vorteile wohl noch darüber.

Da können sie jetzt Versionen verschenken wie sie wollen: bei mir heisst 
es: "Zu spät!"

Chris

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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Michael Hamacher wrote:
> ich möchte euch auf die Elektorausgabe September 2008 aufmerksam machen.
> Hier hat Elektor wieder eine Sammlung von Ecad-Programmen zur
> Platinenherstellung aufgelistet. Ein Link führt euch zu einem Download
> (www.elektor.de/panorama dann auf download http://www.elektorim.com/de)
> einer DVD mit Programmen wie target3001 V13 (400 Pins) und Ranger XL
> (500 Pins). Anschauen lohnt sich.

Ranger ist ein Super Teil. Ich habe (OH GOTT BIN ICH ALT GEWORDEN!) vor 
8 Jahren damit ein paar Leiterplatten gemacht. Aber die Vollversion kann 
keiner bezahlen!

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Chris,

schön, dass Du mit Kicad auskommst. Kicad wird von einem französischen 
Dozenten hergestellt, der sein Geld automatisch bekommt (Staat?) und 
wahrscheinlich viel Zeit zum Spielen hat.

KiCad ist in der Oberfläche ein Gemisch Deutsch-Englisch-Französisch. In 
der Beschreibung zum Füllen von Flächen steht z.B.:

"You'll get a dialog with several options ... . Experiment to see how 
they work."

Das wirkt auf mich nicht wirklich professionell. Wie ist es mit der 
Erstellung von Frontplatten? Geht Isolationsfräsen? Nehmen die 
Hersteller bei uns in Deutschland die Kicad-Projekte direkt an oder muss 
ich mit Gerber darumeiern? Kann man simulieren? Sind Schaltplan und 
Platine in einem Projekt-File und immer direkt verbunden? Kann ich 
Varianten realisieren? Etc.

Da nutzt es auch nichts, wenn das Tool gratis ist. Wir jedenfalls 
bleiben bei Target. Und ein Einsteiger kann da mit der Elektor-Version 
für Lau mit 400 Pins schon einiges machen, finde ich.

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Walz (Gast)
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Ich finde die Einschränkung auf 400 Pins auch nicht so stark wie die von 
Eagle mit 8x10cm. Gerade weil Bastler oft mit DIP arbeiten und in der 
Platine messen wollen, also vom Trend her ist der Platz (8x10cm) 
schneller voll als 400 Pins..

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias D. wrote:
> Hallo Chris,
>
> schön, dass Du mit Kicad auskommst. Kicad wird von einem französischen
> Dozenten hergestellt, der sein Geld automatisch bekommt (Staat?) und
> wahrscheinlich viel Zeit zum Spielen hat.

Der brave Mann hat damals angefangen, ja. Mittlerweile wird es von einer 
Gruppe Entwicklern vorangebracht.
Mich interessiert eigentlich nur, ob das Ergebnis gut ist :-)

> KiCad ist in der Oberfläche ein Gemisch Deutsch-Englisch-Französisch. In

Keine Ahnung, wie die deutsche Version aussieht - ich arbeite unter der 
englischen. Da komme ich eigentlich problemlos zurecht.

> der Beschreibung zum Füllen von Flächen steht z.B.:
> "You'll get a dialog with several options ... . Experiment to see how
> they work."
> Das wirkt auf mich nicht wirklich professionell.


> Wie ist es mit der Erstellung von Frontplatten?

Kein Problem.

> Geht Isolationsfräsen?

Warum sollte es nicht gehen? Gerber-zu-GCode-Konverter gibt es 
reichlich. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das noch nie verwendet 
hab - HF-Entwicklung und Isolationsfräsen verträgt sich nicht wirklich 
;-)

> Nehmen die
> Hersteller bei uns in Deutschland die Kicad-Projekte direkt an oder
> muss ich mit Gerber darumeiern?

Rumeiern? Für mich sind das zwei Klicks. Danach per E-Mail versenden und 
fertig. Es gab bisher keine größeren Probleme.

> Kann man simulieren?

K.A., wohl eher nicht - dafür habe ich aber auch andere Tools.

> Sind Schaltplan und
> Platine in einem Projekt-File und immer direkt verbunden?

Nicht in einer Datei, aber durch die Projektdatei immer verbunden, ja.

> Kann ich Varianten realisieren?

Natürlich.

> Wir jedenfalls bleiben bei Target.

Das ist Euch unbenommen. Man müsste sich auch entsprechend einarbeiten 
und Bauteile konvertieren etc.

> Und ein Einsteiger kann da mit der Elektor-Version
> für Lau mit 400 Pins schon einiges machen, finde ich.

Ich hatte diese Grenze damals recht flott erreicht. Da nimmt man dann 
doch besser gleich KiCAD.

Viele Grüße,
Chris

Autor: risu (Gast)
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Hallo,

ich gehöre auch zur KiCAD-Fraktion. Wieso Mattias D. von "mit Gerber 
darumeiern" spricht, verstehe ich nicht. Eher sollte man davon reden, 
wenn mit proprietären Formaten "rumgeeiert" wird -- Gerber ist doch 
schließlich Standard!

Gilt für Versionen bis Mai 2008 (die von August 2008 habe ich noch nicht 
getestet): Bei KiCAD lassen sowohl die englische als auch die deutsche 
Übersetzung zu wünschen übrig -- aber man gewöhnt sich dran.

Eine Einarbeitungszeit gibt es immer, und niemand wird gezwungen, KiCAD 
zu benutzen. Ich sehe aber keinen Grund, eine andere Software zu 
verwenden!

Gruß
 risu

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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risu wrote:
> Hallo,
>
> ich gehöre auch zur KiCAD-Fraktion. Wieso Mattias D. von "mit Gerber
> darumeiern" spricht, verstehe ich nicht. Eher sollte man davon reden,
> wenn mit proprietären Formaten "rumgeeiert" wird -- Gerber ist doch
> schließlich Standard!

Das auf jeden Fall. Wie gesagt: damit hatte ich seit 1992 noch nie 
Probleme.

> Gilt für Versionen bis Mai 2008 (die von August 2008 habe ich noch nicht
> getestet): Bei KiCAD lassen sowohl die englische als auch die deutsche
> Übersetzung zu wünschen übrig -- aber man gewöhnt sich dran.

Es ist auch kein Verbrechen, dort mal anzufragen, ob man nicht etwas zur 
Übersetzung beitragen kann. Die Leute (gemeint sind gerade die Anfänger) 
jammern immer, weil sie kein Geld für Eagle/Target ausgeben wollen, sind 
aber nicht bereit, sich vielleicht mal eine Stunde hinzusetzen und 
Übersetzungshilfe zu leisten oder einen Grundstock an Bibliotheken zu 
bauen.
Gerade bei solchen Fleissarbeiten ist Hilfe gesucht - und dazu muss man 
auch kein großer Programmierer sein.

Ich habe damals z.B. für mein Forum Übersetzungshilfe geleistet und 
davon profitieren jetzt andere. So soll es ja auch sein :-)

> Eine Einarbeitungszeit gibt es immer, und niemand wird gezwungen, KiCAD
> zu benutzen.

Natürlich. Aber ich denke, man muss da auch Matthias verstehen - dort 
sind die Leute eingearbeitet, man kennt die Macken der Software usw. Und 
wenn man damit zufrieden ist, steht das gesparte Geld in keinem 
Verhältnis zum Aufwand.

Was ich mit meinem Beitrag eigentlich sagen wollte: KiCAD ist absolut 
geeignet, auch gehobene Ansprüche zu erfüllen :-)

> Ich sehe aber keinen Grund, eine andere Software zu
> verwenden!

Ich auch nicht :-)

Chris

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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Autor: Matthias D. (Gast) schrieb Datum: 05.09.2008 11:21
>Hallo Chris,
>schön, dass Du mit Kicad auskommst. Kicad wird von einem französischen
>Dozenten hergestellt, der sein Geld automatisch bekommt (Staat?) und
>wahrscheinlich viel Zeit zum Spielen hat.

D. steht doch sicher für Dummschwätzer?

Und ich bin weder Franzose, Dozent noch KiCAD-Nutzer.

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Stefan Salewski,

kein Argument? Nur 'Prolemik'?

Hallo Chris,

fehlende Übersetzung, fehlende Dokumentation, fehlende Bauteile, 
fehlender Service. Wenn dir das reicht, dann hast Du Glück. Den meisten 
professionellen Anwendern reicht das sicher nicht.

Schaltplan und Platine sind eben nicht immer in der selben 
Versionsnummer. Varianten oder Frontplatten sind in der Doku nicht zu 
finden. Übrigens Gerber ist ein sehr gefährliches Format, da enorm 
unterdefiniert. Es gibt ständig Probleme. Sprich mal mit einem 
Leiterplattenhersteller, wenn er dir gerade nichts verkaufen will. Und 
wir reden nicht vom lustigen 5V-Netzteil sondern von Platinen, auf denen 
was los ist.

Aber egal, unser beider Anspruch ist einfach zu unterschiedlich. Deinem 
"das kann alles, was Eagle oder Target auch können" will ich jedenfalls 
nicht zustimmen. Nochmal: Ich freue mich für dich, wenn du mit einem 
kostenlosen Tool auskommst!

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Stefan Salewski (Gast)
Datum:

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Autor: Matthias D. (Gast) schrieb Datum: 05.09.2008 16:02

>Hallo Stefan Salewski,
>kein Argument? Nur 'Prolemik'?

Falls Du Polemik meinst -- das trifft ja wohl eher auf Dein Posting vom 
05.09.2008 11:21 zu:
Was ist daran verwerflich, dass der Original- und Hauptautor vom KiCAD 
Franzose und Dozent ist, und evtl. beim Staat angestellt. Offensichtlich 
ist er ein sehr pfiffiges Kerlchen, so dass er in seiner Freizeit so 
nebenbei ein doch ganz brauchbares Layout-Programm erstellen kann -- und 
er stellt es auch noch zur freien Verfügung. Ja, schämen sollte er 
sich...

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Stefan Salewski,

welches Wort außer Polemik steckt noch in 'Prolemik'? Na kommst du 
drauf? Darf ich dich zitieren, dann fällt es dir schneller ein:

> D. steht doch sicher für Dummschwätzer?

Ich habe übrigens nichts gegen Franzosen oder Dozenten. Nur 
Quersubventionierung finde ich wirtschaftlich gesehen unfair.

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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>Ich habe übrigens nichts gegen Franzosen oder Dozenten. Nur
>Quersubventionierung finde ich wirtschaftlich gesehen unfair.

>Schöne Grüße, Matthias

Du willst dem Autor von KiCAD also weiterhin unterstellen, dass er 
während seiner regulären Arbeitszeit widerrechtlich anderen Tätigkeiten 
nachgeht, insbesondere an KiCAD arbeitet? Das ist schon dreist, da Du, 
wie aus Deinen Bemerkungen hervorgeht, ihn offensichtlich überhaupt 
nicht näher kennst.

Wenn man so argumentieren will, kann man ja fordern, das jeder regulär 
Beschäftigte/Angestellte neben dieser Tätigkeit nichts anderes mehr 
machen darf, auch keine gemeinnützige Arbeit.

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Stefan Salewski,

du kannst ja disputieren und nicht nur diffamieren! Da nehme ich den 
'Prolet' sofort zurück.

Herr Jean-Pierre Charras ist für Software und Elektronik-CAD am 
staatlichen Institut LIS zuständig. Du glaubst, dass er seine Arbeit und 
sein Projekt strikt trennt. Und an den Weihnachtsmann ;-)

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias D. wrote:
> Hallo Stefan Salewski,
>
> kein Argument? Nur 'Prolemik'?

Warum müssen sich die Leute eigentlih immer angiften, wenn sie sich 
anonym wähnen? (das gilt für Euch beide)

> Hallo Chris,
>
> fehlende Übersetzung, fehlende Dokumentation, fehlende Bauteile,

Die fehlende Übersetzung macht mir keine Probleme - und Englisch sollte 
heutzutage eigentlich jeder beherrschen - das gilt sowohl für Doku als 
auh Programm.
Die Bauteilfrage ist auh niht dramatisch, da maximal ein anfängliches 
Problem. Spezielle Bauteile muss man eh selbst entwerfen (was auch 
wirklich flott geht), da verlasse ich mich eh nicht auf Vorgefertigtes.
Was im Moment etwas fehlt, ist die Ordnung in den Bibliotheken.
Aber das ist nach ein paar Tagen sortiert :-)

Was fehlt, und da stimme ich Dir zu, ist Hotline-Service. Man bekommt 
zwar Lösungen, auch meist in ein bis zwei Tagen, aber eben nicht sofort.

Dafür hat man den Vorteil, dass eigene Vorschläge direkt umgesetzt 
werden können.

> Varianten oder Frontplatten sind in der Doku nicht zu
> finden. Übrigens Gerber ist ein sehr gefährliches Format, da enorm
> unterdefiniert. Es gibt ständig Probleme.

Gab es weder bei meinem damaligen Arbeitgeber noch heute.
Insofern kann ich das nicht so ganz nachvollziehen.

> Und
> wir reden nicht vom lustigen 5V-Netzteil sondern von Platinen, auf denen
> was los ist.

Komisch, dass jeder meint, nur er würde die ultimativen Multilayer 
entwerfen und andere nur Spielzeug. Dem ist nicht so und KiCAD 
beherrscht das ohne Probleme.

> Aber egal, unser beider Anspruch ist einfach zu unterschiedlich.

Mag sein - vielleicht sind aber auch einfach nur unsere Geschmäcker 
unterschiedlich :-)

> Nochmal: Ich freue mich für dich, wenn du mit einem
> kostenlosen Tool auskommst!

Ich mich auch - und nicht nur mit einem :-)

> Herr Jean-Pierre Charras ist für Software und Elektronik-CAD am
> staatlichen Institut LIS zuständig. Du glaubst, dass er seine Arbeit und
> sein Projekt strikt trennt. Und an den Weihnachtsmann ;-)

Vielleicht muss er das gar nicht - es kann durchaus sein, dass er das im 
Rahmen seiner Forschung/Arbeit entwickelt hat und das Projekt dann auch 
in seiner Freizeit weiterentwickelte.
Und seit mindestens zwei Jahren ist der gute Mann längst nicht mehr 
alleine.

Da geht es ihm dann wie so vielen universitären Projekten: sie werden 
von der Allgemeinheit finanziert, also fliesst das Wissen auch wieder an 
diese zurück.

Finde ich absolut in Ordnung.

Aber auch hier gilt: wir können ohne genauere Kenntnisse nur mutmaßen.
Da sollte man es lieber ganz lassen und sich an der tollen Software 
erfreuen :-)

Chris

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Chris,

für meine wahre Aussage:

> Kicad wird von einem französischen Dozenten hergestellt, der sein Geld
> automatisch bekommt (Staat?) und wahrscheinlich viel Zeit zum Spielen hat.

bekomme ich die freche Antwort:

> D. steht doch sicher für Dummschwätzer?

Und Du sagst, ich suche Streit. Dem kann ich nicht folgen. Hier geht es 
eher um eine Glorifizierung von Kicad?

Schöne Grüße, Matthias

Autor: gast (Gast)
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>Ich habe übrigens nichts gegen Franzosen oder Dozenten. Nur
>Quersubventionierung finde ich wirtschaftlich gesehen unfair.

Ja? Dann führ mal deinen heiligen Krieg gegen die amerikanische open 
Source Szene. Dort ist es üblich daß Forschungsergebnisse veröffentlicht 
werden und kostenfrei an den Rest der Welt verteilt werden.
Nur in Deutschland gibts diese Ehrenkäsigkeit. Jeder universitäre Furz 
wird dann per Spin-Off vermarktet obwohl man als Steuerzahler das 
bereits bezahlt hat. So rum drückt der Schuh.
Wenn du aber für Friedrich oder Cadsoft arbeitest: Tut was an eurer 
Qualität. Nur so bleibt ihr am Markt. Konkurrenz schlechtreden ist die 
falsche Lösung.
Ende der Durchsage.

Autor: Norgan (Gast)
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> für meine wahre Aussage:

Für eine unbewiesene Behauptung ...

>> Kicad wird von einem französischen Dozenten hergestellt, der sein Geld
>> automatisch bekommt (Staat?) und wahrscheinlich viel Zeit zum Spielen hat.

> bekomme ich die freche Antwort:

Nein, bekommst du die passende. Du hast eine unbewiesene Andeutung zur 
Diskreditierung des Autors gemacht.

Wenn du dich mal richtig aufregen willst, dann sieh dir an, wie gerade 
Jahrzehnte deiner Steuergelder in Form von MuPAD an The MathWorks 
verschwendet werden.

Da wird über sechs Jahre mit Steuergeldern an einer Uni MuPAD 
entwickelt, dann MuPAD per Spin-Off privatisiert und kommerzialisiert 
(mit einer kostenlosen aber nicht freien Alibi-Version neben der 
Vollversion), die Firma wird dann nochmal sagenhafte zehn Jahre mit 
Steuergeldern unterstützt, die kostenlose Version eingestellt und dann 
die ganze Firma an The MathWorks verkauft. Vom Verkaufserlös und der 
Software hat der Steuerzahler, der 16 Jahre für die Softwareentwicklung 
gezahlt hat, jetzt nichts mehr.

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Gast (Gast),

ich habe nichts gegen Open-Source. Aber Quersubventionierung am Markt 
hat sich bestens gezeigt, beim Internet-Explorer und bei Netscape. 
Microsoft hat durch Quersubventionierung den Netscape-Navigator vom 
Markt gefegt. Das hat dem Markt nicht gut getan und den Wettbewerb 
fördert es noch weniger. Am Ende schadet Quersubventionierung den Usern.

Zahlen die bei Friedrich oder Cadsoft gut?  ;-)

> Ende der Durchsage.

Zu diskutieren hast du nicht gelernt?

Hallo Norgan,

ich habe den Autor nicht diskreditiert. Die Wahrheit ist, dieser Mann 
arbeitet vom Staat bezahlt für Kicad. Während seiner Arbeitszeit meldet 
er sich in den Usergroups zum Thema. Realität und Bodenhaftung zählen 
bei euch wenig, so scheint es mir.

Und frech und beleidigend ist passend?

Schöne Grüße, Matthias

Autor: Ronny (Gast)
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och Mensch Jungs für Popcorn und Bier isses noch zu zeitig. Ok hole ich 
mir halt Kaffee und Kuchen.

Schon mal gemütlich machen... :-)

Autor: Tom Nachdenk (tom-nachdenk)
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@Matthias D.

Na und wo liegt nun das Problem? Der Mann ist wie Du schon richtig 
schreibst Dozent an einer Forschungs- und Lehreinrichtung und hat im 
Rahmen seiner Tätigkeit dort KiCAD entwickelt und veröffentlicht. Und 
das er da im Rahmen der verfügbaren Zeit auch Support und Hilfestellung 
gibt fällt doch wahlweise in Aussendarstellung der Einrichtung und/oder 
ingenieurswissenschaftlichen Austausch?

Wo Du hier Quersubventionierung siehst ist mir schleierhaft, KiCAD ist 
doch wohl eindeutig ein Ergebnis der  Forschungs- und Lehrtätigkeit. Du 
kannst natürlich gerne belegen das der Mann nebenbei noch 10 Firmen hat 
oder seine Studenten persönliche Termine ein halbes Jahr vorher 
ausmachen müssen oder der Mann seinen Lehrauftrag durch ebenso vom Staat 
bezahlte Dozenten die Vorlesungen halten erledigen läßt oder seine 
Veröffentlichungen von Studenten geschrieben werden. Vielleicht ist das 
ja die Bodenhaftung die Du meinst ...

Und wo der kostenlose Internetexplorer der Entwicklung der Browser nun 
nachhaltig geschadet hat will mir auch nicht so ganz einleuchten. Ganz 
im Gegenteil, wenn ich mit die Erfolgsgeschichte von DOS und Windows 
ansehe hätte da vielleicht eine kostenlose (und zugegebenermassen gut 
verfügbare) Alternative der Entwicklung sicherlich nicht geschadet. CP/M 
hats ja nicht gebracht und MacOS gabs nicht ohne teuren Dongle und Atari 
bzw. AmigaOS nicht mal mit.

Im übrigen fällt mir da gerade ein Witz ein: Der kleine Fritz erzählt im 
Kindergarten stolz das sein Papa Ingenieur ist und 2000 Mark verdient. 
Da sagt die Kindergärtnerin 'Das ist aber viel Geld, ich verdiene viel 
weniger'. Worauf der kleine Fritz klar erkennt: 'Das ist ja auch kein 
Wunder, Du spielst ja nur den ganzen Tag mit uns.'

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Hallo Matthias,

Matthias D. wrote:
> ich habe den Autor nicht diskreditiert. Die Wahrheit ist, dieser Mann
> arbeitet vom Staat bezahlt für Kicad.

Daran kann ich nichts Schlimmes entdecken. Es ist ja auch nicht so, dass 
es in dem Bereich nichts mehr zu erforschen gäbe. Wir haben z.B. damals 
auch einen kleinen Autorouter geschrieben, um Problemanalyse zu 
betreiben und neue Algorithmen zu testen (insbesondere im Bereich der 
planaren Graphen). Warum sollten nicht Teilaspekte von KiCAD für die 
Forschung interessant sein?
Wenn der Mann dann noch begeistert von seiner Software ist (wonach es 
nach E-Mails mit ihm aussieht), dann kann ich mir durchaus vorstellen, 
dass er daran in seiner Freizeit weiterstrickt.

> Während seiner Arbeitszeit meldet er sich in den Usergroups zum Thema.

Naja, das ist kein Argument. Wer kreativ sein will, benötigt Pausen. Im 
übrigen gibt es im Hochschulbereich gerade bei Lehre und Forschung keine 
festen Arbeitszeiten: die Leute, die ich kenne, arbeiten alle deutlich 
länger, nehmen sich aber auch zwischendurch mal Auszeiten - einfach weil 
niemand 10 Stunden am Stück innovativ sein kann (in diesen Pausen 
tippsel ich z.B. das hier in die Tasten - oder ich gieße meine 
Sonnenblumen ;-).

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass 99% der hier Schreibenden das auch 
schon einmal während der regulären Arbeitszeit getan haben.

> Realität und Bodenhaftung zählen bei euch wenig, so scheint es mir.

Oh doch, das ist der Grundstein jeder erfolgreichen unternehmerischen 
Tätigkeit :-)
Aber ohne Fakten von Seiten des Herrn Charras halte ich mich mit einer 
Einschätzung eben dieser Realität zurück.

"Quersubventionierung" betreibt praktisch jedes innovative Unternehmen: 
man verwendet Gelder aus Gewinnen existierender Produkte, um neue zu 
entwickeln und zu bewerben.
Software kann man nun mal für lau vervielfältigen - dieser Gefahr sollte 
man sich immer bewusst sein, wenn man ausschließlich diese entwickelt.
(U. a. deswegen produziere ich eben Handfestes + passende Software)

Ohne Alleinstellungsmerkmal hat jedes Unternehmen ein Problem. Für Dich 
hat Target das offensichtlich, für mich und andere nicht - also weiche 
ich auf preiswertere Produkte aus - ganz normale Marktwirtschaft halt.

> Und frech und beleidigend ist passend?

Das "D. steht für Dummschwätzer" war nicht ok, da muss ich Dir voll 
zustimmen. Aber trotzdem: keep cool :-) Das hier ist nur ein Forum, 
nichts weiter.

> Schöne Grüße, Matthias

Ebenso :-)
Chris

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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Chris D. (myfairtux) schrieb am 09.09.2008 um 18:25 Uhr:
>Das "D. steht für Dummschwätzer" war nicht ok, da muss ich Dir voll
>zustimmen.

Manchmal muss man die Dinge beim Namen nennen -- mit "Friede , Freude, 
Eierkuchen" erreicht man in einigen Fällen nichts.

Wenn dieser Herr D. anderen Leuten, die er überhaupt nicht näher kennt, 
unterstellt, dass sie in ihrer regulären Arbeitszeit widerrechtlich 
andere Dinge machen, so ist das schon ein starkes Stück. Da fehlt mir 
einfach die Geduld für eine sachliche Diskussion.

Und außerdem habe ich ja lediglich gefragt, ob "D." für Dummschwätzer 
steht.
Bei Leuten, die wenigstens ihren vollen Namen nennen bin ich in der 
Regel etwas moderater mit meiner Antwort.

Autor: Matthias D. (Gast)
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Hallo Tom, Chris und Stefan,

danke für Eure Beiträge. Ich möchte alles nochmal zusammenfassen:

Ihr sagt Quersubventionierung ist ok, ich denke sie ist schlecht.

Ihr sagt, Herr Charras arbeitet nur während der Pausen für Kicad, ich 
denke er arbeitet zum großen Teil daran.

Ihr sagt, das Verschwinden des Nestscape Navigators war gut, ich denke 
es war marktwirtschaftlich schlecht.

Ich sage nicht, dass Herr Charras ein schlechter Kerl ist, er ist sicher 
sehr nett. Ich sage nicht, dass Kicad schlecht ist. Nur wie es 
finanziert wird, finde ich kritisch. Das ist meine bescheidene Meinung. 
Ich habe nichts dagegen, dass ihr anderer Meinung seid.

Schöne Grüße, Matthias

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