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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mini Nebler bzw. Ultraschallzerstäuber


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Hat jemand zufällig eine Ahnung wie diese Mininebler genau 
funktionieren?
http://www.cglas.de/bilder/mn-40001-300.jpg

Wenn da einfach nur ein Rechtecksignal mit einer bestimmten Frequenz 
anliegt könnte man ja theoretisch die Membranen auch kaufen und sich 
selbst so einen Nebler basteln.

lg PoWl

Autor: Master Zulu (Gast)
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Kannst du, ja. Ist nur eine Art Lautsprecher.

Allgemein wird aber vom Nebelzeug abgeraten, da sich Bakterien und 
Schmutzpartikel auf den Nebeltropfen absetzen, die so bequem in die 
Lunge gelangen. Man wird eher und leichter krank!

Autor: Paul H. (powl)
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Ehrlich gesagt möchte ich das für einen Dekoeffekt an meinem PC 
benutzen. Dieser wird auf 3cm hohe Standfüße gestellt, unten kommt noch 
beleuchtung ran und durch zwei dieser Nebler kommt dann unterm PC nebel 
hervor... sieht sicher stimmig aus. Ich verwende destilliertes Wasser 
dazu, ich denke nicht dass das Nahrung für Bakterien bietet :-)

Autor: Master Z. (Gast)
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Die Bakterien und Viren befinden sich im Staub in der Luft. Wenn man sie 
in der Luft einatmet, verwirbelt diese Luft so stark, daß der Staub 
immer irgendwie mit den Flimmerhäärchen in Berührung kommt, die ihn 
filten, abgesehen vom Feinstaub.

Wassewrpartikel sind schwer und bleiben im laminaren Anteil der Luft - 
sie tragen alles weit nach innen.

Siehe auch Sport / Joggen beim Nebel!

.....................

Statt eines Neblers könntest du einen Kühlturm für eine Wasserkühlung 
bauen. Damit habe ich 2002 mal einen Preis für das best gemoddete 
PC-Gehäuse gekriegt!

Einfach das warme Wasser von oben über Flies tropfen lassen und unten im 
Sammelbassain wieder einsammeln, von dort ab zur Pumpe. Das Flies ist 
innen im Kühlturm als Beschichtung verteilt, von unten bläst ein Lüfter 
Luft empor. Die nimmt jedes gerade gasförmig gewordenes Wassermolekül 
mit. Es gibt nichts Besseres!

Damit habe ich 2x90 Watt AMD Athlon Power + 50 Watt GraKa wegbekommen.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

die einzige Besonderheit der Zerstäuber ist, daß Du sie mit hoher 
Intensität ansteuerst. Die Zerstäubungswirkung kommt durch ein 
nichtlineares Verhalten des Wasser zustande.

Ich kenne die Strömungserzeugung mithilfe von Schall unter dem Begriff 
"Langevinscher Effekt". Vielleicht gibt es bei so hohen Intensitäten wie 
bei Zerstäubern aber noch einen spezielleren Begriff, unter dem Du 
nachschauen kannst (evtl. Kavitation).


Gruß,
  Michael

Autor: Tankwart (Gast)
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Die Idee ist an sich nicht übel. Aber mit 3cm wirst du nicht weit 
kommen. Wenn ich mich recht entsinne, brauchen diese Vernebler schon ca. 
3cm "Oberwasser", damit sie funktionieren. Bei weniger Wasser spritzen 
fast nur noch dicke Tropen hoch...

Und dann noch: ist dein PC mit zusätzlichen Gehäuselüftern ausgestattet? 
Meistens ist ja immer einer im oberen Bereich zu finden und einer nahe 
dem Boden. Dieser könnte deinen Nebel einsaugen und für "zusätzliche 
Effekte" sorgen... !!! Und überhaupt: willst du den PC im Badezimmer 
betreiben? Die erzeugte Feuchtigkeit in der Umgebung solltest du nicht 
unterschätzen. Beschädigung an Laminat/Teppich würde ich im Vorfeld 
schon mal mit einkalkulieren!

Autor: Paul H. (powl)
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Ich habe mir das folgendermaßen vorgestellt: Unten an den PC kommt ein 
rechteckiger Ausschnitt. Der PC steht auf Plexiglasstelzen in 3cm Höhe. 
Etwa einen halben cm über dem Boden befindet sich dann in der Mitte des 
ausschnitts eine etwas kleinere Wanne mit Wasser und den Neblern (wenn 
ich es schaffe die Ansteuerung selbst zu bauen und die Membransockel 
direkt in die Wanne zu integrieren kann das das durchaus kompakt 
werden!) Der Nebel kann also durch den Spalt zwischen Ausschnitt und 
Wanne herauskriechen. Im Inneren des Gehäuses befindet sich dann eine 
große Abdeckung für das Ganze, somit wird das auch vom Luftdruck des 
Gehäuses abgeschirmt und Gehäuselüfter pusten mir den Nebel dann nicht 
noch raus. Ich habe PVC Boden im Zimmer, das ganze kann gut belüftet 
betrieben werden.

Autor: Paul H. (powl)
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So, ich möchte das Thema wieder aufgreifen. Die Idee mit meinem PC werde 
ich sein lassen. Ich bin erstmal froh wenn er einfach nur herumsteht und 
zuverlässig funktioniert. Diesmal möchte ich es in ein Tischchen 
integrieren wobei der Nebel durch elegante gefräste Schlitze aus der 
Oberseite austritt.

So ist zumindest meine Vorstellung, wann und ob ich das mache steht noch 
in den Sternen.

Also wie gesagt, so ein Nebler kostet 10 Euro. Dafür kriege ich auch 5 
Membranen. Wenn ich es schaffe die Ansteuerelektronik für diese 
Membranen nachzubauen könnte ich einen potenten Nebler weitaus günstiger 
realisieren.

Meint ihr das lohnt sich? Theoretisch ist es doch einfach nur eine 
hochfrequente Wechsel- oder Rechteckspannung die da anliegt, richtig?

Habe leider nur grade keinen Nebler zur hand.
lg PoWl

Autor: Helmut (Gast)
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Solche Ultraschallzerstäuber haben einen 1 Transistor- Oszillator.
Dadurch ist der Piezo zwangsweise in Resonanz. Zumindest der eine, den 
ich mir angeschaut haben, hat aus diese Weise gearbeitet.

Autor: Paul H. (powl)
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Na das ist ja dann rech easy sowas nachzubilden. Vor allem könnte man 
die Membranen dann nahezu in die Wanne integrieren.

Habt ihr übrigens mal im Wasser den Finger über die Membran bei 
laufendem Betrieb gehalten? Wodurch kommt dieses üble Stechen zustande?

Autor: iii (Gast)
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Dadurch, dass dein Finger zerstäubt wird?

Autor: Paul H. (powl)
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Naja er ist auf jeden Fall noch dran und ist nicht verflogen

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Paul Hamacher wrote:
>
> Habt ihr übrigens mal im Wasser den Finger über die Membran bei
> laufendem Betrieb gehalten? Wodurch kommt dieses üble Stechen zustande?

Weil's der gleiche Effekt ist wie im Ultraschall-Reiniger (die 
"Schwingwanne" die der Optiker, etc benutzt um Deine Brille zu 
reinigen).
Die Schwingung im Wasser beschleunigt die Zellen Deines Fingers recht 
heftig, und das registrieren die Nervenenden.

Ist aber zeitlich begrenzt, wenn man es lange genug macht zerreißt es 
genug Zellmembranen und das Gewebe stirbt ab. Das Unangenehme daran ist, 
dass man es zu spät bemerkt das eine Schädigung eingetreten ist.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich glaube, wer sowas freiwillig probiert, bei dem ist schon vorher was 
geschädigt gewesen??


Gute Nacht -
Abdul

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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@Paul

Ich habe so einen Nebler mal in einer Kunststoffwanne, unter Wasser auf 
die Seite gelegt. Der Kunstsoff ist punktuell geschmolzen, und wenn ich 
nicht vorher gestoppt hätte, wäre ein Loch entstanden. Wegen dieser 
Fokussierung denke ich, dass ein Nebler auch nicht zur direkten 
Ultraschallreinigung verwendbar ist.


@ Abdul
>Ich glaube, wer sowas freiwillig probiert, bei dem ist schon vorher was
>geschädigt gewesen??

Was für ein Unsinn! Wenn man seinen Gegner kennt, kann man das Risiko 
ab- und einschätzen. Das zwickt mal kurz, und wie beim Lidschlussreflex 
zieht man halt den Finger zurück. Dann "begreift" man das einfach 
besser.

Bei richtigen Zell- oder Augenschädigenden Experimenten rate ich 
jedoch ausdrücklich ab.

guude
ts

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja eben, wenn man sich seiner Sache sicher ist. Dann brauche ich aber so 
ein Experiment auch nicht mehr durchzuführen.

Das mit dem Kunststoff ist interessant. Die Dinger sollen bei ca. 1,5MHz 
laufen und nehmen ja so ca. 20-50W Leistung auf.

Hm. Da kommen Ideen...


- A.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Abdul K. wrote:
> Ich glaube, wer sowas freiwillig probiert, bei dem ist schon vorher was
> geschädigt gewesen??
>
>

Oder derjenige war sich der Gefahr einfach nicht bewußt.

Es gibt da die Geschichte eiens Mechanikers, der seine Füße in ein 
großes Ultraschallbad hielt. Denn er empfand das als angenehme Massage 
und ein gutes Gefühl.
Als er dann die Beine raus schwenkte und wieder auftreten wollte, ging 
das dann nicht mehr. Es hatte einen großen Teil der Knochen im 
Fußbereich buchstäblich zerschüttelt.

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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@Andrew

Wieder mal so eine urbane Legende, oder hatte der Typ ein Nervenleiden, 
und konnte deshalb keinen Schmerz verspüren?

guude
ts

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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weder    noch

Autor: Thomas (Gast)
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Quelle?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Na, selbst wenn es nicht stimmt. Jeder kennt doch solche Geschichten aus 
eigener Erfahrung. Also, wenn man es bereut etwas getan zu haben. Diese 
'schmerzlichen' Erinnerungen an Fehler. Oftmals völlig unbedarft etwas 
gemacht und dann muß man mit sehr bitteren Erinnerungen leben. z.B. das 
selbsterdrückte heißgeliebte Haustier. Sowas kennt fast jedes Kind.

Also Obacht und Hirn benutzen -
A.

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