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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik obere Grenzfrequenz einer HF-Drossel


Autor: Chris H. (xkris)
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Hallo,

ich bin in einem Artikel auf o.g. Begriff gestossen hab dazu eine Frage. 
Ist mit Grenzfrequenz in diesem Fall die Frequenz gemeint, wo die 
ohmschen bzw. kapazitiven eigenschaften der Spule dominieren. Hängt dies 
evt. mit den Ummagnetisierverlusten bei höheren Frequenzen zusammen?

Danke für eure Antworten

Gruss
Kristian

Autor: Jens G. (jensig)
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ohmsche R nicht unbedingt, aber kapazitiver R. Der parasitäre C liegt 
parallel zur Drossel, und gibt mit dieser einen Parallelschwingkreis ab 
mit einer bestimmten Schwingfrequenz. Und als solcher hat der bei 
niedriger f einen niedrigen Z, welcher Richtung fg hochohmig wird, um 
danach wieder abzufallen (wegen zunehmender Einflußnahme des C's). Ab 
jetzt (fg) werden wieder hochfrequentere Teile durchgelassen, was zu 
einer Drossel eigentlich nicht paßt. Deswegen hat jede Spule zumindest 
als  Drossel so ihre Grenzen

Autor: Chris H. (xkris)
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Hallo,

und danke für die Antwort. Das was du beschrieben hast ist einleuchtend. 
Aber warum hat beispielsweise eine Spule mit Nickel-Zink-Ferrit eine 
höhere obere Grenzfrequenz als z.B. eine Mangan-Zink-Ferrit Drossel. Das 
läßt sich ja allein über die parasitäre Kapazität nicht erklären, oder? 
Ich denke, dass es damit zusammenhängt, das sich Letztere beim 
Ummagnetisieren wesentlich träger verhält, bin mir aber nicht sicher.

Autor: Jens G. (jensig)
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ach ja, das hatte ich noch vergessen: weil je nach Kernmaterial 
unterschiedliche Ummagnestisierungsverluste auftreten, die mit der 
Frequenz üblicherweise höher werden. Damit ist die Drossel dann auch 
alles andere als ideal bei höheren Frequenzen. Wenn diese Drossel als 
Leistungsdrossel eingesetzt werden soll, wo also immer und immer wieder 
die gesamte Magnetisierungskurve weitgehend komplett durchfahren wird 
(z.B Speicherdrossel in geschalteten Spannungswandlern, oder Trafos), 
dann drücken sich diese Verluste als Wärme im Kern aus.

Autor: oszi40 (Gast)
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Ein wenig kann man diese kapazitiven Grenzen überlisten, indem man die 
Drähte nicht gleichmäßig Windung an Windung sondern unsymmetrisch mit 
größer werdenden Abständen wickelt.

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