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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Filter im Schaltnetzteil


Autor: Volker (Gast)
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Hallo,

ich habe einmal eine Frage bezüglich Filter in Schaltnetzteilen, genauer 
gesagt zu Eingangsfiltern.

Um EMV Einflüsse zu vermeiden oder zu verringern fügt man vor den 
Transformator des Schaltnetzteils einen Netzfilter ein, siehe angehängte 
Grafik oben.

Zur Leistungsfaktorkorrektur wäre dann noch ein weiterer Filter nötig, 
wenn man die PFC nicht aktiv aufbaut. Nehmen wir mal eine passive PFC 
an. Hier im Forum habe ich eine Schaltung einer passiven PFC gefunden, 
siehe angehängte Grafik unten.

Wird diese Schaltung nun noch vor oder hinter den Netzfilter geschaltet 
oder übernimmt der obere Filter auch die Aufgaben des unteren Filters 
oder ist der obere Filter in diesem Zusammenhang überflüssig?

Volker

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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Volker wrote:

> Wird diese Schaltung nun noch vor oder hinter den Netzfilter geschaltet
> oder übernimmt der obere Filter auch die Aufgaben des unteren Filters
> oder ist der obere Filter in diesem Zusammenhang überflüssig?

Die beiden Filterschaltungen arbeiten unabhängig voneinander und filtern 
unterschiedliche Störungen heraus. Es ersetzt also keine die andere. Das 
Netzfilter filtert hochfrequente, vorwiegend asymmetrische Störungen 
heraus. Es sollte daher auch direkt am Gehäusedurchgang montiert werden. 
So können eventuelle HF-Störungen von den Y-Kondensatoren  direkt zum 
Gehäuse abgeleitet werden, bevor sie über Zuleitungen im Gehäuse durch 
die Gehäusewand hindurch verschleppt werden.
Ein passives PFC-Filter filtert die niederfrequenten Oberwellen des 
Ladestromes vom Siebelko teilweise heraus. Wegen der Baugröße der 
PFC-Drossel enthält diese erhebliche parasitäre Kapazitäten und ist 
daher als HF-Filter weniger gut geeignet.

Jörg

Autor: Volker (Gast)
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Hallo,

vielen Dank!

Also wenn ich das richtig verstanden habe, werden die beiden Schaltungen 
dann quasi hintereinander gepackt!?

Die obere gibt es ja teilweise auch schon kompakt zu kaufen und 
Kaltgerätebuchsen direkt eingebaut und so.

Volker

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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Volker wrote:

> Also wenn ich das richtig verstanden habe, werden die beiden Schaltungen
> dann quasi hintereinander gepackt!?

Ja

> Die obere gibt es ja teilweise auch schon kompakt zu kaufen und
> Kaltgerätebuchsen direkt eingebaut und so.

Wobei es da erhebliche Unterschiede im Frequenzbereich gibt. Die Filter 
direkt in der Kaltgerätebuchse sind eher Durchführungsfilter und decken 
den oberen HF-Bereich ab (KW bis UKW). Die verhindern nur, dass 
Störungen über die Kabel durch die Gehäusewand dringen können. Störungen 
von Schaltnetzteilen, die auch im LW- und MW-Bereich liegen, müssen mit 
einem zusätzlichen Netzfilter (Drossel, X- und Y-Kondensatoren) 
herausgefiltert werden. Komplette Netzfilter, die das können und die es 
auch mit Kaltgerätebuchse gibt, sind schon ziemlich große Klötze und 
teuer.

Jörg

Autor: Volker (Gast)
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Es gibt diese Filter ja nicht nur direkt in Kaltgerätebuchsen aufgebaut. 
Es gibt diese Filter ja auch fertig aufgebaut in einem Gehäuse, mit 
entsprechenden Anschlüssen, um diese dann in die bestehende Schaltung 
einzufügen. Diese sind von der Bauweise her ja schon größer. Die dürften 
dann doch schon besser sein. Von der Dimensionierung her müsste es doch 
besser sein einen fertig aufgebauten zu verwenden, als selber zu 
versuchen die Bauteilewerte aufeinander abzustimmen oder ermittelt man 
die dann später am besten experimentell an der aufgebauten Schaltung, um 
die beste Filterwirkung zu erhalten?

Volker

Autor: oszi40 (Gast)
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Ein gutes Filter ist nicht in 5 Minuten berechnet, gebaut und mit 
Hochspannung geprüft. Da würde ich lieber was bestellen, was lt. DIN/VDE 
brauchbar ist.

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