Gast
#975235
Hallo zusammen, was mache ich mit den Flüssigkeiten, die beim Abspülen von Entwickler und (in meinem Fall) Fe3Cl entstehen? Gruss und Danke, Jörg
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Entsorgung von abgespülten Ätzmitteln
Gast
#975235
Hallo zusammen, was mache ich mit den Flüssigkeiten, die beim Abspülen von Entwickler und (in meinem Fall) Fe3Cl entstehen? Gruss und Danke, Jörg
Gast
#975356
"beim abspülen" interpretiere ich als die flüssigkeit, in die du deine platine tauchst, nachdem sie ausm fecl raus is. ich kipp das immer direkt in den ausguss. irgendwann is auch schluss mit übertriebener umweltschonung.
Gast
#976263
Naja, ich werde woll wie einige Freunde einen 2-3 Literbehälter mit Wasser zum Abspülen nutzen (für Entwickler als auch für Fe3Cl). Die dann entsorgen zu müssen wird wohl aufwendig. Gruss Jörg trockne die Platine erst mit Küchenkrepp ab und spüle sie dann normal unterm Wasserhahn. Ich denke auch das man es übertreiben kann. Ich trockne sie vorher nicht ab. Übrigens wird Eisen(III) bei der Abwasserbehandlung kiloweise benutzt um Fremdstoffe auszufällen. Sooo schlimm kanns also nicht sein.
Gast
#976311
Eisen(III) ist nicht schlimm, aber es ist ja auch noch Cu2+ mit auf der Platine und das sollte nicht in den Ausguss gelangen. Der Vorschlag, einen 2-3 Liter-Behälter mehrmals zu verwenden ist praktikabel, danach die Platine in Leitungswasser wässern, evtl. mit einem Schuss Salmiakgeist(NH4OH). Wässern >5 min sollte auch wegen des noch vorhanden Chlorids durchgeführt werden, wegen evtl. Korossion. Anschließen Platine trocknen, entschichten und mit Lötlack beschichten --> gute Lötbarkeit und Schutz der Leiterbahnen vor Oxidation. Die Waschlösung aus dem 2-3 Liter-Behälter muss natürlich irgendwann entsorgt werden - bei uns gibt es die Möglichkeit zweimal im Jahr Chemikalien kostenlos abzugeben (in Haushaltsmengen). Das dürfte also kein Problem sein.
Gast
#976328
Also ich trockne die mit einem Tuch und wasch sie dann unter fließend Wasser ab. Entsorgen werde ich nur das verbrauchte Ätzmittel. Und zwar im Wald. Aus der Natur in die Natur. Ne, kleiner Scherz, das bringe ich zum Giftmobil oder fäll es mit NaOH. den Entwickler kannst du ruhig mit ordentlich Wasser ins Klo gießen. Fensterputzer sind ja nichts anderes und das bischen Lack ist auch nicht so schlimm. Anders beim Eisen 3: Bisher sammle ich meine Lösung in einem leeren 5 Liter Kanister, aber ich werde mir bald mal ein bischen Peroxid holen, um das verbrauchte Eisen2 wieder zu Eisen 3 aufzuoxidieren. Andere Methoden sind wie oben bereits erwähnt die Ausfällung mit NaOH oder mit Stahlwolle
Gast
#976477
@Niklas L., ich hatte leider seit jahrzehnten keine Chemie mehr, deshalb vieleicht meine blöde Frage: Ist das Ausfällen mit NaOH nicht auch mit dem Entwickler möglich? (bildet doch mit Wasser Laugen???) Gruss und Danke an alle, Jörg klar hab ich auch schon in kleineren Mengen verucht und es geht hervorragend. ICh meine der Entwickler ist ja nichts anderes als NaOH! also bei mir jedenfalls, es gibt natürlich auch NaOH freie Entwickler, bei denen bin ich mir nicht sicher. aber bei meiner 20% Lauge geht das ausgezeichnet ;)
Gast
#977514
Meine Entwicklerlösung (1l NaOH) hält mittlerweile den 17. Monat aus und funktioniert tadellos. Den Liter kannste wohl bedenkenlos mit reichlich Wasser in den Ausguss kippen. Im Zweifelsfall bissi Phenolphtalein oder Lackmus zugeben und mit Essig (oder Salzsäure o.Ä.) neutralisieren, ist ja kein Ding. Was das Ätzmittel angeht: Eisenchlorid und Natriumpersulfat an sich sind weniger das Problem; vielmehr ists das Kupfer (geht in Richtung "Schwermetall"). Hier bietet es sich am ehesten an, mal die nächste Schule/Uni freundlich zu befragen, ob man da nich eima im Jahr son guten Liter mitentsorgen könnte. Das Umweltmobil ginge auch, nur sind die leider reichlich inkompetent, wenn man sich da erkundigt. Ach was. Kupfer ausfaellen und an den Rohstoffhaendler verhoekern :-)
Gast
#987155
>Ach was. Kupfer ausfaellen
Und wie macht man(frau) das?
Sven Pauli wrote: > Was das Ätzmittel angeht: Eisenchlorid und Natriumpersulfat an sich sind > weniger das Problem; vielmehr ists das Kupfer (geht in Richtung > "Schwermetall"). Hier bietet es sich am ehesten an, mal die nächste > Schule/Uni freundlich zu befragen, ob man da nich eima im Jahr son guten > Liter mitentsorgen könnte. Das Umweltmobil ginge auch, nur sind die > leider reichlich inkompetent, wenn man sich da erkundigt. Oder man sammelt, bis man 90.000 Liter zusammen hat... ;-) http://blog.makezine.com/archive/2008/09/seizure_by_roger_hiorns_9.html
Gast
#988580
@Kupferfresser (Gast), das Ausfällen von Kupfer (Cu2+) wird z.B. hier beschrieben: http://www.tuf-ev.de/workshop/aetzen/EntsorgungAetzen.htm Gruss, Jörg Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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