Blechung von Kernen zur Wirbelstromunterdrückung

Gast #975519
Hallo,

wenn man einen Kern hat, aus dem magn. Fluss senkrecht austritt,
sei die B-Feldrichtung die z-Achse, dann ist es egal ob die Blechung
aus xz-Ebenen oder yz-Ebenen besteht oder?

und eine Verständnisfrage hinterher ..
würde man nicht "blechen", dann würden Kreisströme in
xy Ebene entstehen. => Verluste

blecht man aber, dann fliessen immernoch die Ströme,
ihr Weg ist sogar länger, ovalförmig.
Es ist (für mich) nicht unbedingt plausibel, dass die Verluste so
kleiner werden. Aber das werden sie offensichtlich, sonst
würde das nicht so eingesetzt.
Wie zeigt man mathematisch korrekt, dass die Verluste kleiner werden?

gruss, daniel
@ daniel (Gast)

>wenn man einen Kern hat, aus dem magn. Fluss senkrecht austritt,

Aus dem Kern tritt der meist nicht aus, sonder fliesst IM Kern.

>sei die B-Feldrichtung die z-Achse, dann ist es egal ob die Blechung
>aus xz-Ebenen oder yz-Ebenen besteht oder?

Ja.

>würde man nicht "blechen", dann würden Kreisströme in
>xy Ebene entstehen. => Verluste

Ja.

>blecht man aber, dann fliessen immernoch die Ströme,

Ja, aber

die FLäche ist klein -> kleine Induktionsspannung
der Leitwert ist gering (Trafoblech mit hohem Siliziumanteil) -> hoher 
Widerstand

-> geringer Wirbelstrom

>ihr Weg ist sogar länger, ovalförmig.

Quasi.

>Es ist (für mich) nicht unbedingt plausibel, dass die Verluste so
>kleiner werden. Aber das werden sie offensichtlich, sonst
>würde das nicht so eingesetzt.

Eben.

>Wie zeigt man mathematisch korrekt, dass die Verluste kleiner werden?

Siehe oben.

MFg
Falk
Gast
nur so als gut gemeinter tipp: der google suchbot geht mehrmals am tag 
über die seiten hier. wenn dein prof oder betreuender doktorand nicht 
ganz dumm sind, finden sie dich recht schnell, daniel
Gast
>>blecht man aber, dann fliessen immernoch die Ströme,

>Ja, aber

>die FLäche ist klein -> kleine Induktionsspannung
>der Leitwert ist gering (Trafoblech mit hohem Siliziumanteil) -> hoher
>Widerstand

naja Argument mit der Fläche kaufe ich dir nicht ab.
Die Fläche wird in N Stücke geteilt, also macht die
Summe der kleinen Flächen dieselbe Fläche :)

...und Material sollte in beiden Fällen dasselbe sein.

Ich fasse kurz zusammen:

Selbe kleine Fläche dA => selber Fluss dPhi => selbe Spannung
=> Strome fliessen ..
Ist dA ein Kreis so fliessen Kreisströme .. aber wie ist
deren Verteilung. Also die Stromdichte J. J erzeugt nach
Lenz B-Gegenfeld und möglichst so, dass Phi aufgehoben wird.

Magn. Fluss durch die Fläche ist aber homogen,
auf welchen Pfaden muss J fliessen, um diesen Fluss aufzuheben?

Ich glaube J muss radial abnehmen, aber ehrlich gesagt
weiss ich nicht wie die Stromlinien laufen müssen.
Gast
Da würde sich der Prof aber freuen dass du ihn nicht ständig mit guten 
Fragen belästigst und könnte die gewonnene Zeit nutzen um 
herauszubekommen welcher seiner Studenten Doktoranden hier blöde Texte 
tippt.
Gast
noch habe ich es nicht vor Doktor zu werden ;)

ich hab parallel mehrere Fragen offen an denen ich "arbeite"
ohne dass ich es für die Uni brauche würde.

soll ich Dich in alle offenen Fragen einweihen ;)
FEM, DGL aller Arten und 3-D einfache mechanische Simulationen.

BTW: verstehe ich auch nicht die Argumentation .. "pass auf,
dein Prof könnte hier lesen". Gehört das nicht zur Recherche
dazu? Ich biete ja hier niemand Geld an um was fertiges zu bekommen.
@ daniel (Gast)

>naja Argument mit der Fläche kaufe ich dir nicht ab.
>Die Fläche wird in N Stücke geteilt, also macht die
>Summe der kleinen Flächen dieselbe Fläche :)

Diese Teilflächen sind elektrisch isoliert. Die Induktionsspannung ist 
proportional zu Fläche.

Kleine Fläche -> kleine Induktionsspannung

MFG
Falk
Gast
http://www.fraktale-info-box.de/wiki/pic/files/5-quadrat.jpg

wenn ich das grosse Quadrat (Querschnitt durch den Kern)
in viele kleine voneinander  isolierte Quadrate aufspalte,
dann wäre es quasi eine "doppelte Blechung".

Angenommen die Verluste *) beim grossen Quadrat sind Pgross.
Wenn Verluste proportional zu Spannung sind, und Spannung
proportional zu Fläche, dann ist Pklein = 1/9*Pgross.
Da man 9 kleine Quadrate hat ist Pgesamt_klein = 9*1/9Pgross = Pgross.

*) bei einer bestimmten Frequenz.

Obwohl ich glaub mein Fehler liegt darin, dass die Verluste
zu U² proportional sind. Wenn dem so ist, dann wäre
Pgesamt_klein = 1/9 Pgross.

Hmm ...

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