Werkstatt - Luftfeuchtigkeit

Gast #976388
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Moin!
Ich richte mir im Moment mit nem Kumpel eine Werkstatt ein, da wir beide 
E-Technik studieren werden und etwas praktische Arbeit nebenbei machen 
wollen.
Nun eine paar Frage dazu:
Wieviel Luftfeuchtigkeit vertragen Elektronische Geräte wie 
Oszilloskope, PCs und ähnliches?

Unsere Lokalität ist ein alter Schuppen, der ein Dach hat, welches nicht 
gerade dicht und auch nicht gedämmt ist. An diesem Problem arbeiten wir 
gerade. Das Dach überziehen wir innen mit Baufolie. Drunter kommt dann 
Glaswolle und darüber sollen Gipskartonplatten. Ob wir die 
Luftfeuchtigkeit damit rausbekommen ist eine andere Frage. Und dauerhaft 
einen Luftentfeuchter durchlaufen zu lassen, wird auf Dauer auch teuer.
Auch, wenn das vll das falsche Forum ist, vielleicht hat schonmal jemand 
ein ähnliches Problem gehabt.

Danke
Christopher
Gast #976417
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>Stell ein paar Becher mit jeweils 500g Kochsalz

Quark!

Die Menge Wasser, die so gebunden wird ist vernachlässigbar gegenüber 
dem, was von außen eindringt bzw. auch von Menschen abgegeben wird.
Auch diese Lufttrockner mit Kaliumclorid sind pratisch nutzlos, da sie 
maximal 2 Liter Wasser binden, bis sie verbraucht sind. Sinnvoll ist so 
etwas allenfalls bei sehr kleinen, geschlossenen Räumen -- 
Kleiderschrank, winzige Abstellkammer...
Gast #976425
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Stefan Salewski wrote:
>>Stell ein paar Becher mit jeweils 500g Kochsalz
>
> Quark!

Dann stell halt nen Becher Natronlauge in die Ecke... oder stell ne 
Klimaanlage rein, die holt auch Wasser aus der Luft.
Gast #976426
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Feuchtigkeit ist für keine Elektronik gut - das wird mit der Zeit 
(bestenfalls nur) schimmlig (oder geht kaputt...) - und das riecht man 
dann auch.

Hab mal bei einem im Keller alten Kram mitgenommen, da roch man wie 
gammlig das Zeug mit der Zeit geworden ist ;)
Gast #976431
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Autor:  Sven Pauli (haku) meinte:
>Dann stell halt nen Becher Natronlauge in die Ecke... oder stell ne
>Klimaanlage rein, die holt auch Wasser aus der Luft.

Denk doch mal etwas nach...

Natronlauge wird ebenfalls keine großen Mengen Wasser binden -- ein 
Mensch gibt pro Stunde schon 50 bis 100 Gramm Wasser ab, und feuchte 
Luft von außen bringt noch viel mehr Eintrag. El. Luftrockner können pro 
Tag mehrere Liter Wasser binden, das ist schon wirksam, aber der 
Stromverbrauch ist hoch.
Gast #976457
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Stefan Salewski wrote:
> Autor:  Sven Pauli (haku) meinte:
>>Dann stell halt nen Becher Natronlauge in die Ecke... oder stell ne
>>Klimaanlage rein, die holt auch Wasser aus der Luft.
>
> Denk doch mal etwas nach...
Das warn SCHERZ Menschenskinder. In Chemie kamma maln Tässchen 
Natronlauge mit in den Trockenschrank stellen, da hilfts auch, deshalb 
bin ich dadrauf gekommen...
Gast #976460
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Nur ganz kurz:
Auch zwischen Gipskarton und Wärmedämmung muss eine Folie. Der 
Wasserdampfdiffunsionswiderstand dieser Folie muss deutlich größer sein 
als der der äußeren Folie und die innere Folie muss Luftdicht sein, also 
Vorsicht an den Anschlüssen und keine Löcher rein machen.
Andernfalls Kondensiert eure Luftfeuchtigkeit in der Dämmschicht. Das 
würde letztere unwirksam machen und die Folgen wären nicht sonderlich 
gesund für euch. Insgesamt sind bei so einer Dämmgeschichte ein paar 
Dinge zu beachten, wenn's gut werden soll.

Falls ihr mit MOS-Schaltungen arbeiten wollt ist eine etwas höhere 
Luftfeuchtigkeit gar nicht so ungünstig, aber muffig riechen muss nun 
auch nicht.
Jörg
#976488
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Reis ist besser als Salz. Aus diesem Grund häufig ein paar Reiskörner in 
Salzstreuer geworfen. Das Salz klumpt dann wenig, wenn es doch mal 
feucht wird. Der Reis zieht die Flüssigkeit auf.

Wie sieht es denn mit der Temperatur im Schuppen aus? Innentemp == 
Außentemp.? Ist für Messgeräte wie Oszis nicht geeignet.
Gast #976497
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Im moment ungefähr Innentemperatur == Aussentemperatur ^^
Deswegen Dämmen wir ja. Heizung soll evt. auch noch rein.
Das mit dieser Zweiten Folie hab ich auch schon gehört. Dampfsperre 
heißt das glaubich. Da sollten wir uns nochmal mit beschäftigen. 
Ansonsten füllen wir den Boden 5cm mit Uncle Bens auf und dann laminat 
drüber ^^
Gast #976504
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Gastalex wrote:
> @an die Leuchte da oben mit der Natronlaugenidee:
> Meinst du nicht auch, dass das NaOH kein Wasser mehr binden kann, wenn
> es schon in Wasser gelöst ist ?

Nö, mein ich nicht. Die wässrige Natronlauge wird dann halt noch 
wässriger. Klar, irgendwann ist da auch Schluss, logisch.

Davon ab muss NaOH nicht unbedingt in Wasser gelöst sein. NaOH gibts 
auch als Tabletten. Und die sollte man unbedingt luftdicht verschlossen 
aufbewahren, weil sie an der Luft sofort zerfließen, weil sie Wasser 
aufnehmen.
Gast #976513
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In Nordamerika ist bei der Isolierung von Holzhaeusern Vorschrift dass 
nach der Gipsplatte eine Polyethylenfolie (0.006in) als Feuchtebarriere 
zwischen der Inneluft und der Wandisolierung eingefuegt werden muss. 
Auch ist zu beachten dass die Steckdosen und Lichtschalter auch einen 
Feuteschutz beduerfen damit die Raumfeuchtigkeit nicht von dort 
durchdringt.

Zur Trocknung von feuchten Raeumen gibt es uebrigens bei uns Trockner 
die auf Airconditoning basieren und mit grossen Behaeltern zum Auffang 
des Wassers ausgeruestet sind. Funktioniert sehr gut.

MFG,
Gerhard
Gast #976522
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Meine NaOH Plätzchen zerfliessen nicht sofort, wenn sie mit Luft in 
Kontakt kommen. Die lassen sich Zeit, bis sie im Wasser sind :)

Mal was zum Thema: Geht' mal in die Stadtbücherei oder so und leiht euch 
ein Buch über Renovierung/ Altbausanierung aus. Da steht einiges zum 
Thema. Ist recht kniffelig wg Wärmebrücken, Schimmelbildung, etc

Viel Erfolg und Spass beim basteln in Zukunft.

Grüße

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