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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Woran denken, außer ans Gehalt?


Autor: Jan (Gast)
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Hi,
wenn ich mich einem Unternehmen vorstelle, an was gilt es zu denken, 
außer ans Gehalt? :)

Ich meine nicht "positives Auftreten" etc., sondern Leistungen, die ich 
vom Unternehmen erwarten kann.
Natürlich ein nettes Gehalt, Urlaubsgeld, WEihnachtsgeld, 
Vermögenswirksame Leistungen, ...?

Wer kann mir ein paar Tipps geben?
Wie spricht man das im Gespräch an? Das Gehalt ist klar, aber sage ich 
dann "okay, wie sieht es mit Urlaubs-/Weihnachtsgeld aus, zahlt ihr 
später eine Betriebsrente, ..."?

Danke und Gruß
Jan

Autor: ??? (Gast)
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lol

Autor: Sebastian E. (der_andere_sebastian)
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Das sind heute eher seltene Leistungen. Betriebsrente findet man noch am 
ehesten, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in vielen Firmen, die so etwas 
früher gezahlt haben, bereits weggefallen. Es hängt eben davon ab, wo 
man sich bewirbt. Im öffentlichen Dienst oder akademischen Bereich mag 
das mit diesen Vergünstigungen noch besser aussehen.
Ich würde solche Extras nicht zu früh ins Spiel bringen. Erst wenn alles 
andere geklärt ist und es zu konkreten Gehaltsverhandlungen kommt, 
sollte man das Thema anschneiden.
Nur als persönlicher Rat gemeint, andere mögen anders darüber denken.

Autor: Gast (Gast)
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Soviel Anfangsgehalt wie möglich herausholen, denn als Angestellter 
kriegst Du ohne Erpressung nichts mehr oben drauf!!!

Gast

Autor: dieter (Gast)
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Ich habe eben(vor 2 Stunden:-)) ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch 
gehabt. Das Gehalt wurde allerdings vom AG angesprochen, ich habe nur 
nach Arbeitszeit, etc pp gefragt ...


... (in Gedenken an Hannes :-)

Autor: Timo (Gast)
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Versuche auf jeden Fall evtl. angebotenes Urlaubs- und Weihnachtsgeld 
verteilt auf das monatliche Gehalt aufzuschlagen.

Also zum Beispiel (mit fiktiven Zahlen) bei einem Angebot von 3500 € 
mtl. plus 3000 € Urlaubs- und Weihnachtsgeld, lieber ein Monatsgehalt 
von 3750 € ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu fordern.

Erstens ist die Zahlung nicht mehr freiwillig, der Arbeitgeber kann sie 
also nicht streichen und zweitens wird das zusätzliche Geld bei 
Arbeitslosigkeit angerechnet, denn dann zählt nur das feste mtl. 
Einkommen und keine Sonderzahlungen. Für die Berechnung sind das dann 
also 250 € mehr in diesem Beispiel.

Autor: Jogi (Gast)
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Ich hab auch darauf geachtet, dass der Betrieb in dem ich mich Vorstelle 
ein Gleitzeitmodel anbietet. Ich bin noch jung und wenn ich abends mal 
feiern gehe, dann will ich nicht am nächsten Morgen um 0800 auf der 
Matte stehen müssen, bereit, 8h+ kreativ zu denken/arbeiten. Ausserdem 
find ich die Überstundenregelung auch sehr wichtig. Es ist zwar nett, 
wenn man diese Ausgezahlt bekommt, aber noch angenehmer ist es, wenn man 
diese (nach kurzer Abstimmung innerhalb der Abteilung) abfeiern darf. 
Ich sehe deshalb immer zu, dass ich so 20-30h im Plus bin. Dann kann ich 
auch einfach mal Schluss machen wenn ich keine Lust mehr habe oder mir 
bei schönen 25°C der Biergarten angenehmer erscheint als mein Büro :)

Autor: Hendrik (Gast)
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Hallo Jan,

Wenn es auf das Thema Gehalt zu sprechen kommt:

1. Klären ob man von 35 oder 40 h/Woche spricht.

2. Wenn die Firma von dir eine erste Summe hören will: XY k€ pro Jahr, 
verhandlungsbasis.

3a. Wenn über Brutto-Jahresgehälter verhandelt wird: fragen wie sich das 
BJG zusammensetzt (12x, 12,5x, 13x, ...).

3b. Wenn über Brutto-Monatsgehälter verhandelt wird: fragen wie viele 
Gehälter bezahlt werden.

4. GAAANZ wichtig: Karriereperspektiven. Wobei dieser Punkt recht 
"schwammig" ist. Keine Firma kann dir den Aufstieg garantieren, jedoch 
können Leistungsbewertungen oder eine direkte 
Personal-Entwicklungsstrategie von der Firma "gelebt" werden. Was bei 
diesem Punkt attraktiv und damit ausschlaggebend ist, ist für jeden 
unterschiedlich. Das "Gesamtbild" muss immer zu den jeweiligen 
persönlichen Plänen passen...

5. VWL kannst Du vergessen (max. 40 €/Monat). Betriebliche 
Altersvorsorge (Entgeltumwandlung) ist (meiner Meinung nach) auch völlig 
uninteressant, da die Konditionen äusserst bekloppt sind.

6. Gleitzeit? In welchem Rahmen kann nach persönlichem Gusto über die 
Stunden entschieden werden?

7. Hast Du bei der Firma ein gutes Gefühl? Mal daran Gedacht direkt beim 
Vorstellungsgespräch Deine spätere Abteilung zu besuchen? Wie ist die 
Stimmung dort?

8. Auch wenn ich womöglich der einzige bin, den es interessiert: was für 
nen Job sollst Du machen?!? Ist es wirklich genau der Job, den Du machen 
willst? Für den Dein Herz schlägt? - EINEN Job zu finden ist als ING 
nicht so schwer... Aber genau DEN Job zu finden ist wirklich nicht 
leicht...

Grüße...

Autor: Jan (Gast)
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Hi Hendrik,
danke für die ausführliche Antwort, und danke auch an die andren für die 
Postings!

Zu deinen Punkten:
Die Firma habe ich bereits inoffiziell besucht, das Team scheint soweit 
nett zu sein, soll eine gute Atmosphäre haben. Mit dem 
Entwicklungsleiter habe ich gesprochen. Es geht jetzt eigentlich (nur) 
noch um das Offizielle: Offizielle Bewerbung und Vorstellungsgespräch.

In meiner jetzigen Firma (Praktikum und jetzt Bachelor Thesis) würde ich 
nicht glücklich werden.


Der Job bei der andren Firma ist Softwareentwicklung für ein RealTime 
Linux. Nach Aussage des Entwicklungsleiters aber auch kein Problem bzw. 
begrüßenswert, wenn ich nach einige Zeit was andres machen will (z.B. 
digital Schaltungsentwicklung, oder Embedded, oder sogar Windows SW).
Von daher sehe ich da einiges an Potential.

Nach dem Gespräch (mit Rundgang und inoffizieller Vorstellung bei den 
Mitarbeitern) hab ich eigentlich ein sehr gutes Gefühl. Außerdem ist die 
Firma überschaubar (~70 Leute), was mir glaube ich gut gefällt.

Mfg
Jan

Autor: Ingenieur (Gast)
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Einige von den 70 werden Dir dann schon sagen, was Du zu machen hast. Da 
gibt es Leitwölfe, die sich das Beste rauspicken. Du darst dann den Rest 
machen.

Autor: Hendrik (Gast)
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@ Ingenieur:

Ist das nicht überall so?
Ich kenne keine Firma, wo der Neuling sofort die Rosinen-Aufgaben 
bekommt. Erstmal anfangen. "Gut" sein, Willen und Leistung beweisen, 
Kollegen kennenlernen. Dann bekommt man auch mal ein paar Rosinen ab.

Irgendwie herrscht in diesem Forum eine Art "Endzeit-Stimmung". Kann ich 
garnicht nachvollziehen... Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, 
aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen! Weder vom Job 
(Tätigkeiten) noch von der Wertschätzung (Geld und anders) meines 
Arbeitgebers.

Grüße...

Autor: .... (Gast)
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Neben den monetaeren Leistungen, und was sonst schon beredet wurde :
-gibt die Firma eine Verguenstigung auf den oeffentlichen Verkehr ?
-darft du nebenbei noch eine Firma betreiben ?

Autor: Hä? (Gast)
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Die Fragen nach dem Gehalt und sonstiges sollte erstmal hinten
anstehen. Wichtiger wäre erstmal abzuwarten ob man fachlich als
geeignet für die zu besetzende Stelle eingestuft wird und ob die 
Beschäftigung nicht irgend einen Haken hat. Ich halte nichts
von dieser Überrumpelungstechnik die deutsche Unternehmen zu
ausschließlich Ihrem Vorteil in Vorstellungsgesprächen nutzen.
Hier sollte nach erfolgter Absichtserklärung seitens des
Unternehmens, eingestellt zu werden, dann die eigentlichen
Verhandlungen über alle Vertragsrelevanten Punkte erfolgen.
Hat es das Unternehmen damit zu eilig ist das meist zum Nachteil
des Bewerbers. Denn wer hat schon im Bewerbungsgespräch die Muße
an alles zu denken, was man als Gegenleistung für seine Mitwirkung
haben will?

Autor: Profi (Gast)
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... und vergiss auf keinen Fall nach dem Firmenwagen zu fragen, 
möglichst obere Mittelklasse aus good old Germany. (guter Einstiegspunkt 
hierzu ist oft der Parkplatz mit vielen neuen Autos).
Zusammen mit dem 13 und 14 Gehalt und dem Urlaubsgeld sollten sich die 
paar Fragen nach dem Job dann von ganz alleine regeln.

Autor: Warlord (Gast)
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Noch ein wichtiger Punkt, der leider nicht verhandelbar ist.
Wie hoch liegen die Mieten in der näheren Umgebung der Firma.
0..25km vor Arbeitsort entfernt.
Was nützt dir ein hohes Gehalt, wenn du es gleich wieder ausgeben mußt.

Gruß Willi.

Autor: ecslowhand (Gast)
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Gleitzeit ist für mich mit ein wichtiges Argument. Nicht weil ich "jung 
bin und abends abfeiern will", sondern weil ich Familie (jaja, der 
Nachwuchs) habe.

VL sind ein kleines "Dankeschön", man freut sich dann alle sieben Jahre 
auf eine Finanzspritze......

Interessant sind die Arbeitszeiten, so wie sie im Vertrag festgelegt 
werden. Es gibt Firmen, da werden Überstunden nicht bezahlt. Alles über 
bspw. 16 Ü-Stunden wird dann einfach gestrichen. Verkauf Dich nicht als 
Sklaven, mach nur Sachen, die Du Dir zumuten möchtest. Alles andere ist 
"Prostitution" !!!

Der tägliche Weg zur Arbeit spielt auch eine Rolle. Dieser Weg kostet 
Geld aber auch (Frei-)ZEIT! Und die spielt ja auch eine Rolle!

Vielleicht ein Punkt der belächelt wird: Was ist mit der Mittagspause 
und der Möglichkeit der "Essenseinnahme" ? O.k., ich ernähre mich 
tagsüber von meinen "Stullen", warmes Essen gibt`s abends zuhause. 
Dennoch, wenn ich meine Kollegen so sehe........jeden Mittag Döner o.ä. 
in der Stadt: Haben alle zunehmend zugenommen :) ...haben leider keine 
Kantine. Zudem kostet Essen auch Geld.

Und die Urlaubsregelung ist von Interesse! Wieviel Tage im Jahr, was ist 
mit Weihnachten, Neujahr, Brückentage, ....

Und zum Abschluss hier mein Motto, welches mich bis jetzt ganz gut 
durchs Leben geführt hat: *Ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich 
arbeite um zu leben* !!!

Viel Glück,

EC

Autor: Selbständiger (Gast)
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>O.k., ich ernähre mich
>tagsüber von meinen "Stullen", warmes Essen gibt`s abends zuhause.
>Dennoch, wenn ich meine Kollegen so sehe........jeden Mittag Döner o.ä.
>in der Stadt: Haben alle zunehmend zugenommen :) ...haben leider keine
>Kantine. Zudem kostet Essen auch Geld.

Klar kostet das Essen Geld, was erwartest du denn? Bekochst du gerne 
nach Samariterart gerne deine Nachbarschaft? Ich verstehe diese Leute 
nicht, die am Essen sparren und sich jahrelang zu Mittag Stulle 
reinpfeifen. Solche Typen scheuen sich aber nicht jeden Tag 4€ für 
Kippen auszugeben...

BTT: Frag mal bei der Firma nach, wie es mit weiterbildenden Maßnahmen 
aussieht. Außerem solltest du dich erkunden, wie die Einstellung der 
Firma zur Dokumentation der Ergebnisse ist etc. Ein Bekannter von mir, 
der eigentlich ein super schlauer Programmierer ist, hat mal eine Stelle 
angenommen, wo er ein Produkt pflegen sollte (basierend auf einen ARM7). 
Das Problem war, dass bei 200KB Code nichts dokumentiert und kaum 
kommentiert war. Das gab Schwierigkeiten. Jetzt sehe ich, dass die Firma 
immer noch auf der Suche ist.

Autor: Null-OVER (Gast)
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"Woran denken, außer ans Gehalt ?"

Vielleicht ans Geld ??

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