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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Taktik für Bewerbungsgespräch


Autor: bewerber (Gast)
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Ich hab nun wieder mal einen Vorstellungstermin bekommen, diesmal bei 
einem grossen Energiekonzern (=gut bezahlt), und versuche nun das beste 
draus zu machen:

Mein Problem ist, dass ich zwar in der dort benötigten Technologie 
(J2EE) jahrelange Erfahrung habe, jedoch aufgrund eines beruflichen 
Irrweges (sagen wir es mal so...) in diesem Thema schon wieder relativ 
"weit" vom Fenster weg bin - ich habe in der Zwischenzeit 
Microcontroller programmiert, weil mich das eben auch interessierte. 
Mein Manko ist, dass ich mich für zu viele Dinge gleichzeitig 
interessiere (Elektronik, Microcontroller, Programmierung, 
Webtechnologien, ...) und daher eher ein Allrounder als ein Spezialist 
bin. Leider sind Allrounder aber nicht sehr gefragt...

Ich weiss nun aus Erfahrung, dass es mir nicht sonderlich schwerfallen 
würde, mich in kurzer Zeit (sagen wir mal 1 Monat) soweit in mein altes 
Thema einzuarbeiten, um auch hier wieder an vorderster Front mitreden zu 
können. Da ich aber auch nicht weiss, worauf es denen exakt ankommt, 
kann ich mich nicht wirklich darauf vorbereiten. Hat es nun Sinn, zu 
Hause Java Technologie zu "büffeln", auf die Gefahr hin, das am Ende 
alles umsonst war?

Ich habe schon des öfteren gehört, dass wenn man einmal zu einem 
Gespräch eingeladen ist, nicht mehr so sehr auf das technische Wissen, 
sondern auf das Rundherum ankommt - in diesem Fall täte ich besser 
daran, über meine "Soft Skills" nachzudenken und diese aufzupolieren, 
als mir das Java API einzuverleiben. Wie seht ihr das?

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ganz einfach...
Erstmal haben sie dich eingeladen. Das heisst doch das dein Lebenslauf 
anscheinnnend fuer sie ausreichend interessant war.
Sag wie es ist, du bist ein bischen raus aus der Materie aber wuerdest 
dich entsprechend reinhaengen. Zieh dich da nicht selber runter...

Wie du selber schon erwaehnt hast polier lieber am Interview selber... 
Welche Fragen, welche Antworten, lass dich nicht provozieren, wie 
reagierst du unter Druck (beliebt die Frage nach den schlechten Noten, 
langer Studiendauer usw...). Stell jemanden deinen Lebenslauf vor und 
dieser soll dich dann fragen wenn etwas unklar ist oder einfach mehr 
Erklaereungen benoetigt... Die Firma will halt ein "rundes" Bild von dir 
erhalten...

Viel Glueck...

Autor: HildeK (Gast)
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>wieder mal einen Vorstellungstermin bekommen
Ist doch schon die halbe Miete! Glückwunsch!
Gebe dich offen und natürlich. Schaue den Leuten in die Augen. Versuche, 
jede Nervosität gar nicht erst aufkommen zu lassen.

>beruflichen Irrweges (sagen wir es mal so...)
Solltest du so im Gespräch nicht ausdrücken ...
Es zeigt doch auch, dass du dich ohne Probleme in was anderes 
einarbeiten kannst. Positiv darstellen! Kein 'Understatement' aber auch 
keine Überheblichkeit.

>jahrelange Erfahrung
Ist doch gut - man hat die Kenntnisse und kann sich damit in kürzester 
Zeit wieder den Anschluß holen. Überlege ein paar Stichworte, die 
darlegen, dass du den Fortschritt durchaus beobachtet hast. Mache das so 
deutlich - ist dann eine Stärke. Nach den Stärken und Schwächen 
(überlege dir eine persönliche Gegenmaßnahme) wirst du auch gerne 
gefragt, ebenso über Erfolge im bisherigen Dasein.

>nicht mehr so sehr auf das technische Wissen,
>sondern auf das Rundherum ankommt

Habe ich jetzt auch so erlebt, aber Kollegen haben auch berichtet, dass 
tiefes technisches Wissen abgefragt wurde. Mag auch davon abhängen, ob 
du Jung-Ingenieur oder Senior Designer bist.

>... über meine "Soft Skills" nachzudenken ...
Ja, tue das auf jeden Fall.

>Viel Glueck...
Dem schließe ich mich an!

Autor: risu (Gast)
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Hallo bewerber,

> aufgrund eines beruflichen Irrweges
wie HildeK schon sagte, ist das alles eine Frage der Perspektive. Wie 
man das in Deutschland am besten formuliert, kann ich nicht sagen; 
HildeK hat ja schon Vorschläge dazu gemacht. In den USA ist es üblich, 
bei Vorstellungsgesprächen selbst für die eigenen Schwächen 
grundsätzlich einen positiven Begriff zu benutzen ("growth areas") und 
die eigenen Fähigkeiten als "strengths" darzustellen.

Viel Erfolg!

 risu

Autor: Warlord (Gast)
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Auf jedem Fall soll man seine Werdegang nicht verschleiern. Man erzählt
der Reihe nach was gemacht hat und danach was man gerne machen möchte.
Ich mußte vor einigen Jahren auch meine Energietechnikkenntnisse wieder
heraus kramen. Die waren seit mindestens 15 JAhren ganz verschüttet 
gewesen.
Das neue Projekt bestand aus einer digitalen Motorsteuerung. Da kam 
alles zusammen. Motortechnik aus meiner Lehre. Elektronik und 
Regelungstechnik
aus dem Studium und Softwaretechnik aus der Berufspraxis.

Gruß Willi

Autor: Gast (Gast)
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Heutzutage haben nur Hochstabler und Betrüger eine Chance, traurig aber 
wahr. Das gilt besonders für Absolventen. Denn die können meist 
bestenfalls 3% der Anforderungen der Arbeitgeber erfüllen.

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