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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Datenlogger für Sputnik-Nachbau


Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Hi,
Ich bin noch relativ neu in der µC-Technik, habe aber schon einige 
Projekte mit ATMegas umgesetzt. Allerdings stoße ich nun an ein Problem 
von dem ich überhaupt keine Ahnung habe.

Mein Vorhaben:
Ich baue hobbymässig (flugfähige) Modellraketen und plane einen 1:1 
Nachbau vom Sputnik (erster russischer Satelit). Da in der Kugel 
reichlich Platz ist soll dort ein Experimental-Projekt eingebaut werden. 
Ich habe mich für einen Datenlogger entschieden, der drei Lichtwerte, 
drei Druckwerte und drei Temperaturwerte erfassen soll(ggf auch noch 
mehr).
Mein Problem ist die Geschwindigkeit, Modellraketen erreichen 
Geschwindigkeiten von einigen hundert km/h, sprich ich müsste schon so 
20-30 Messungen pro Sekunde mit jedem Sensor machen. Ich habe allerdings 
überhaupt keinen Plan, wie viel µS oder ms ich für eine Messoperation 
ansetzen muss.

Die drei Licht- und die drei Temperatursensoren werden per ADC 
ausgelesen, die Drucksensoren höchstwahrscheinlich per I2C.

Ich habe nun überlegt, für jede Sensorart(Licht/Druck/Temp.) einen MEGA8 
zu nehmen, der einfach nur die Werte erfasst. Dann einen Mega16, der 
sich die Daten von den drei Mega8 holt und in einem EEprom speichert. 
Wäre das noch machbar bei der Samplingrate?
Ansonsten würde ich jeden Mega8 direkt in ein EEprom schreiben lassen, 
und bei der Landung holt sich der Mega16 in aller Ruhe die Daten in 
einen zentralen Speicher, um diese später am Computer auszulesen.

Ich denke mal ein Mega16 wirds allein nicht packen.

Ich hoffe ihr könnt mir folgen, ansonsten stell ich mal nen 
Flussdiagramm rein.

MfG Fabian

Autor: Blob (Gast)
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Moin,

> und plane einen 1:1 Nachbau vom Sputnik..

Ist das der Maßstab ? ;-)

Gruss,
Blob

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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ja, vorraussichtlich. Wenns vom Schub/gewichtsverhältnis allerding zu 
knapp wird, werde ich den kleiner machen.

MfG Fabian

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Fabian Heinemann (fabianh)

>20-30 Messungen pro Sekunde mit jedem Sensor machen. Ich habe allerdings

Da gähnt der AVR.

>Die drei Licht- und die drei Temperatursensoren werden per ADC
>ausgelesen, die Drucksensoren höchstwahrscheinlich per I2C.

30 Temperaturwerte/s sind reichlich zweckfrei, so schnell reagieren die 
wenigsten Sensoren. Druck ist da was anderes.

>Ich denke mal ein Mega16 wirds allein nicht packen.

EIN Mega8 wird sich schon genug langweilen.

MFg
Falk

P.S. "Space, the final frontier . . .

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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also 9 Sensoren und jeden 30mal pro sekunden abfragen und speichern 
würde ja heissen 270 Messwerte pro Sekunde erfassen, und diese 270 Werte 
auch noch abspeichern. Wenn ein ATMega das packt bin ich schonmal 
beruhigt. Aber packt der I2C-Bus das auch, wenn die Werte direkt in eine 
EEprom geschrieben werden? Über den Bus laufen ja auch noch die 
Druckmessungen.

Ich brauche von jedem Sensor die gleiche Anzahl Messpunkte, daher werde 
ich alle gleich Samplen.

MfG Fabian

Autor: mr.chip (Gast)
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Packt der locker.

Wie weit soll denn das Modell fliegen?

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Je nach Gewicht und Schubleistung(muss ich noch berechnen) so 300-500 
meter hoch.
Temperatur wird so wie es gerade ausschaut über PT100 gemacht, die 
offenen Varianten sollten mir von der Geschwindigkeit reichen. 
Metallhülsen o.ä. wirkt sich halt auf die Wärmeleitung aus. Aber in 
Sachen Umströmung muss ich mir ja keine Gedanken machen.

MfG Fabian

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Das sind meine ersten Schaltplan-Entwürfe, allerdings kann ich ja nun 
alles auf eine Platine packen mit einem Mega16.
Ja, ich bin nicht der tollste Schaltplan-zeichner. Sind auch sicherlich 
noch einige Bugs drin.

MfG Fabian

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Fabian Heinemann (fabianh)

>würde ja heissen 270 Messwerte pro Sekunde erfassen, und diese 270 Werte
>auch noch abspeichern.

Macht 9 Messwerte pro 30tel Sekunde, sprich ~33ms. Kein Thema, das 
schlucken die üblichen I2C EEPROM locker, Page Mode Write sei Dank.

>beruhigt. Aber packt der I2C-Bus das auch, wenn die Werte direkt in eine
>EEprom geschrieben werden?

Der schafft mind. 400kbit/s.

>Je nach Gewicht und Schubleistung(muss ich noch berechnen) so 300-500
>meter hoch.

Macht bei 100km/h ~ 18s, bei 270Bytes/s ~ 4860Byte. Ein 64kBit EEPROM 
sollte reichen.

>Dateianhang: Sputnik.rar (162,1 KB, 1 Downloads)

Besser ZIP, siehe Bildformate.

>Ja, ich bin nicht der tollste Schaltplan-zeichner. Sind auch sicherlich
>noch einige Bugs drin.

ja, AGND an GND, nicht den Kondensatro. Der gehört an RESET.

Ausserdem nimmt man dort 100nF Keramikkondensatoren, keine 2,2uF (jaja, 
gibts mittlerweile auch keramisch).

MFG
Falk

Autor: Programmierer (Gast)
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Guck dir mal den FM24CL64 an, der ist noch um einiges schneller als ein 
EEPROM, falls du kein Bock auf Page-Write Kram hast.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Ich baue hobbymässig (flugfähige) Modellraketen und plane einen
> 1:1 Nachbau vom Sputnik (erster russischer Satelit).

Sputnik I hatte einen Durchmesser von 58 cm und wog 83 kg. Du willst 
allen Ernstes mit Modellbauraketen einen Gegenstand dieser Größe 
transportieren?!

Schon mal darüber nachgedacht, daß das Probleme mit dem 
Kriegswaffengesetz mit sich bringen könnte?

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Falk Brunner wrote:
> Macht bei 100km/h ~ 18s, bei 270Bytes/s ~ 4860Byte. Ein 64kBit EEPROM
> sollte reichen.

Ich schrieb ja einige hundert km/h, zudem muss auch die langsame Landung 
am Fallschirm mit aufgezeichnet werden, aber Speicher werd ich schon 
finden.



Rufus t. Firefly wrote:
>> Ich baue hobbymässig (flugfähige) Modellraketen und plane einen
>> 1:1 Nachbau vom Sputnik (erster russischer Satelit).
>
> Sputnik I hatte einen Durchmesser von 58 cm und wog 83 kg. Du willst
> allen Ernstes mit Modellbauraketen einen Gegenstand dieser Größe
> transportieren?!
>
> Schon mal darüber nachgedacht, daß das Probleme mit dem
> Kriegswaffengesetz mit sich bringen könnte?

Ich bin schon länger im Modellraktetenbau tätig, bin auch staatl. 
anerkannt geprüft beim Umgang mit Treibstoffen usw. Große Raketen sind 
nicht gefährlicher als Kleine, und Sicherheit steht bei uns Raketeuren 
ganz oben (gab noch keinen einzigen ernsten Unfall).

1:1 Nachbau ist auf die Maße bezogen, sprich Durchmesser, Optik, Details 
usw. nicht auf das Gewicht. Desweiteren werde ich den Sateliten nicht in 
einer Trägerrakete auf Höhe bringen, sonder direkt mit einem 
Eigenantrieb versehen.

Was ich grundsätzlich schade finde, ist das so viele Leute wenn sie das 
Wort 'Rakete' hören an Krieg denken. Für mich bedeutet Rakete Luft und 
Raumfahrt, Wissenschaft, technischer Fortschritt. Deswegen baue ich auch 
grundsätzlich keine Militärischen Raketen nach.

MfG Fabian

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Fabian Heinemann (fabianh)

>am Fallschirm mit aufgezeichnet werden, aber Speicher werd ich schon
>finden.

Gibt auch FLASH mit SPI, sehr billig und schnell und gross.

http://www.csd-electronics.de/de/index.htm

ICs -> Speicher -> FLASH

>Wort 'Rakete' hören an Krieg denken. Für mich bedeutet Rakete Luft und

Ich denk an Rocketeer! ;-)

MFG
Falk

Autor: Tom (Gast)
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> Große Raketen sind nicht gefährlicher als Kleine

Naja, vielleicht nicht von der Risikowahrscheinlichkeit, aber die 
Wirkung?

> werde ich den Sateliten nicht in einer Trägerrakete auf
> Höhe bringen, sonder direkt mit einem Eigenantrieb versehen.

Den Antrieb direkt an die Kugel?? Ein etwas längliches Gehäuse drum und 
ein paar Flossen unten, damit es geradeaus fliegt, hast du aber doch?

> Ich denk an Rocketeer! ;-)

Super Film!

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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>Naja, vielleicht nicht von der Risikowahrscheinlichkeit, aber die
>Wirkung?

Von der Wirkung tut sich da auch nicht viel, da sich das höhere Gewicht 
auf eine größere Fläche verteilt. Ab und zu kommt so eine Rakete mal 
ohne Fallschirm runter, die Kleinen stecken genau so tief im Acker wie 
die Großen.

>Den Antrieb direkt an die Kugel?? Ein etwas längliches Gehäuse drum und
>ein paar Flossen unten, damit es geradeaus fliegt, hast du aber doch?


Gehäuse um den Sputnik herum wäre sicherlich machbar, aber absolut 
kontraproduktiv:
- Höheres Gewicht-> mehr Schub, höhere Treibsatzkosten
- Sensoren müssen irgendwie durchs Gehäuse messen, das ja dann separiert 
würde-> hoher Konstruktiver Aufwand mit vorprogrammierter 
Messwertverfälschung
- Optik-> kein Mensch sieht den Sputnik beim Start
- Windanfälligkeit der Kugel kann nicht getestet werden
- Umströmung der Kugel kann nicht getestet werden
- Antennen(2,5meter lang) müssen irgendwo hin

Geradeaus flieg der Sputnik, die Flugstbilität ist schon grob berechnet. 
Wenn das fertige Gerät einen etwas anderen Schwerpunkt hat, wird mit 
kleinen PMMA-Finnen nachjustiert.
Eine Hülle wäre definitiv nicht günstig zu realisieren. Alleine schon 
wegen dem Gewicht und den höheren Treibsatzkosten.

MfG Fabian

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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@Fabian

Wenn das Ganze fertig ist, unbedingt filmen und in Youtube stellen! Ich 
finde das ein spannendes Projekt!

Autor: Roland Praml (pram)
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Zur Platine noch ein paar Anmerkungen:

1. Die PT-100 Messung klappt so nicht:
Es fallen fast 5V am PT 100 ab. Ergibt rund 250mW Verlust, bzw 
Eigenerwärmung.

2. Die LED's brauchen einen Vorwiderstand

3. Wie ist die Versorgung der OP's? (Hoffentlich symmetrisch)
Mach hier lieber noch nen 10k Widerstand zum AD-Wandler. Sonst schrottet 
er dir evtl noch den Controller wenn er mal außerhalb von 0..5V kommt

4. Kleiner Tip noch zum Zeichnen:
GND-Symbole immer unten hin, +5V Symbole oben, dann den Abblock C 
dazwischen. Dadurch wirds 'lesbarer'. So etwa:

+5V
 |
 |        :
 |   .----| ARef
 +---)----| AVCC
 |   |    |
=== ===   |
 |   |    |
 o---+----| AGND
 |        |
---       :

Gruß
Roland

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Jonny Obivan wrote:
> @Fabian
>
> Wenn das Ganze fertig ist, unbedingt filmen und in Youtube stellen! Ich
> finde das ein spannendes Projekt!

Gefilmt wird auf jeden Fall, um eine Referenz zu den Messdaten zu haben. 
Allerdings werde ich nicht bei YouTube hochladen. Aber ich stelle dann 
die Links und Quellen zur Verfügung.


Roland Praml wrote:
> Zur Platine noch ein paar Anmerkungen:
>
> 1. Die PT-100 Messung klappt so nicht:
> Es fallen fast 5V am PT 100 ab. Ergibt rund 250mW Verlust, bzw
> Eigenerwärmung.

Die Widerstandswerte bei den Sensoren muss ich noch gucken, evtl. mach 
ichs auch ganz anders.


> 2. Die LED's brauchen einen Vorwiderstand

Sind im neuen Plan schon drin.

> 3. Wie ist die Versorgung der OP's? (Hoffentlich symmetrisch)
> Mach hier lieber noch nen 10k Widerstand zum AD-Wandler. Sonst schrottet
> er dir evtl noch den Controller wenn er mal außerhalb von 0..5V kommt

Da muss ich noch schauen, mit OPs hab ich bisher noch nie gearbeitet. 
Die Beschaltung stammt aus einem Datasheet von Fotodioden. Eigentlich 
möchte ich auch andere OPs verwenden, aber davon hab ich noch noch keine 
Ahnung.

> 4. Kleiner Tip noch zum Zeichnen:
> GND-Symbole immer unten hin, +5V Symbole oben, dann den Abblock C
> dazwischen. Dadurch wirds 'lesbarer'. So etwa:
>
> +5V
>  |
>  |        :
>  |   .----| ARef
>  +---)----| AVCC
>  |   |    |
> === ===   |
>  |   |    |
>  o---+----| AGND
>  |        |
> ---       :
>
> Gruß
> Roland



Wird geändert. Thx.

MfG Fabian

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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Hallo Fabian,

Du jetzt auch hier? ;-))
(Ich komme bei RMB nicht mehr rein, seit ich mich weigerte, diese neuen, 
völlig unsinnigen Regeln zu unterschreiben - schade (auch um den 
AVR-Kurs - läuft der noch? Ich habe hier noch ein paar angefangene 
Kursteile auf'm Rechner.))

Falk hat den Hinweis auf SPI-Flashes ja schon gebracht. Die haben auch 
recht grosse Puffer, die das zügige Schreiben eines ununterbrochenen 
Datenstromes erleichtern.

Und ein Blick in das M8-Datenblatt hätte Dir auch schon alleine 
Beruhigung verschafft, denn dort steht "Up to 15 kSPS at Maximum 
Resolution".
Rechnen wir mit Umschalt- und Einschwingzeiten mal die Hälfte, dann 
reicht das immernoch locker für Deine paar Sensoren. Wie Falk schon 
schrieb: da langweilt sich der AVR.

Soll das LCD denn mitfliegen, oder dient das nur zum Anzeigen 
irgendwelcher Stausmeldungen am Boden? Gehört da sonst nicht auch eine 
Art Tastatur dazu? Die könnte man ganz leicht z.B. mit einem 
Fernsteuer-IR Sensor und einem Port-Pin anknoten. Dann dient eine 
einfache (RC5-)Fernsteuerung als Eingabemedium.

Was hast Du denn für Lichtsensoren vorgesehen? Ich habe da aktuell ganz 
gute Erfahrungen mit den SFH 5711 von Osram gemacht: Klein, schnell, gut 
für mehrere Dekaden Leuchtstärke und ein Absolutwertgeber mit 3% 
Genauigkeit.

Gruß (auch an die RMBler),
Stefan

PS: einen Sputnik hatte ich vor etlichen Jahren auch schon mal gebaut, 
der war mit dem Motor oben in der Kugel und den langen Antennen wegen 
des daraus resultierenden sehr schlechten CP/CG-Verhältnisses nur sehr 
schwer stabil zu bekommen. Beim dritten Flug hat er sich dann auch 
entsprechend zerlegt (war im wesentlichen eh' nur eine 
Styro-Konstruktion).

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Hi Stefan,
Kurs steht im Moment, soweit ich weis, ich denke das prob ist die wenige 
Freizeit von P.M.
Aber den Rest hole ich mir ja nun nach und nach selbst. LCD, ADC, 
Seriell, hab ich primär selbst erarbeitet.

Das LCD fliegt mit, das dient vor allem dazu vor dem Start ein sehr 
umfangreiche Funktionskontrolle durchzuführen. Je nach dem auf welchem 
Motor ich fliege muss alles funktionieren.

Eingeben muss ich ansich nichts, wenn doch, mache ich das per RS232 und 
Notebook, das werde ich wahrscheinlich so wie so beim Pre-flight-check 
anklemmen.

Als Lichtsensoren nehme ich die BPW oder BPX von Reichelt, soweit ich 
gelesen habe sind die empfindlich genug.

Aus dem Datenblatt hab ich die Ansteuerung:
http://www.scitec.uk.com/uvphotodiodes/datasheets/...

MfG Fabian

Autor: Andreas Riegebauer (blackpuma)
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Hallo ihr Raketentiere! g

Bin auch im RMB unterwegs. (blackpuma)

Wie soll denn die Kugel gerade fliegen? Kann mir das nicht vorstellen. 
Hast du das im RMB mal gepostet? Mich würde der Bauvortschritt mit 
Bildern interessieren.

LG
Andreas

Autor: Gerhard (Gast)
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Wie stellt man eigentlich sicher, daß bei so einem Raketenaufstieg die 
sonstige Luftfahrt nicht gefährdet wird? "Ein paar hundert km/h" würden 
ja schonmal eine Ausnahmegenehmigung erfordern.

Ihr macht das über die DFS mit einem zugeteilten Luftraum, gell? Bitte.

Autor: Gast (Gast)
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@ Gerhard,

reicht doch wenn man kurz mal nach oben guckt und sicherstellt, dass 
kein Flugzeug in der Nähe ist. Das Ding bleibt ja nur kurz in der Luft 
und segelt dann wieder runter. Kann man sicher auf ner großen Weide 
machen ohne Risiko.

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Gast wrote:
> @ Gerhard,
>
> reicht doch wenn man kurz mal nach oben guckt und sicherstellt, dass
> kein Flugzeug in der Nähe ist. Das Ding bleibt ja nur kurz in der Luft
> und segelt dann wieder runter. Kann man sicher auf ner großen Weide
> machen ohne Risiko.

Reicht nicht! Im T2-Bereich (mehr als 20g. Treibstoffmasse) muss der 
Aufstieg angemeldet werden, ausser man hat eine 
Daueraufstiegsgenehmigung. Je nach Luftraum muss man noch die DFS vor 
dem Start informieren.

@Andreas: Das Projekt ist im RMB im Scale-bereich zu finden, Bilder vom 
Baufortschritt werden noch gepostet, bin ja noch in der Planungsphase. 
Sobald die Elektronik fertig geplant ist, geht's an die Hülle.
Der Sputnik hat ja lange Antennen, dort werden unten kleine PMMA oder 
PC-Finnen angebracht, dann passt das CP/CG-Verhältnis(hoffentlich).

MfG Fabian

Autor: Ganz einfach (Gast)
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Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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Gerhard wrote:
> Wie stellt man eigentlich sicher, daß bei so einem Raketenaufstieg die
> sonstige Luftfahrt nicht gefährdet wird? "Ein paar hundert km/h" würden
> ja schonmal eine Ausnahmegenehmigung erfordern.
>
> Ihr macht das über die DFS mit einem zugeteilten Luftraum, gell? Bitte.

Natürlich!
Und das daraufhin von der DFS herausgegebene NOTAM sorgt dann auch 
dafür, dass am Flugtag der Himmel nur so brummt und summt, denn es 
finden sich genügend "Sportsfreunde" die sich sagen: "Raketen? Toll, da 
muss ich hin (fliegen)". Und wundern sich dann, dass da nichts los ist - 
Kuststück, denn wir stehen unten mit den Vögeln auf der Startrampe, 
trappeln irgendwann ungeduldig mit den Füssen und müssen warten, bis 
sich die Herrschaften mit ihren vorzugsweise UL-Rasenmähern wieder aus 
"unserem" Luftraum entfernt haben. Manchmal kommen da schon so 
scherzhafte (?) Aufforderungen wie "...worauf wartest Du denn noch? Das 
Target ist doch schon da..."  :(

Die einzigen, die sich wirklich an die NOTAMs halten sind die 
Berufsflieger. Es war schon nett anzusehen, wie die dort stationierte 
Antonov neulich beim Anflug auf Leipzig einen "weiträumigen Haken" (oder 
wie man das bei diesem Dickschiff nennen soll) um unser Flugfeld machte. 
:)

Übrigens (@Fabian):
Auch bei einer Daueraufstiegserlaubnis muss man der DFS ca. 2 Wochen 
vorher Bescheid geben, damit die ein NOTAM herausgeben können. Einfach 
so mal eben schnell auf's Feld is' nich'! Es entfällt nur der Papierkram 
mit (und die Zahlung an) Luftamt, Reg.Präs. oder wer auch immer da sonst 
sich gerade zuständig fühlt.

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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>Übrigens (@Fabian):
>Auch bei einer Daueraufstiegserlaubnis muss man der DFS ca. 2 Wochen
>vorher Bescheid geben, damit die ein NOTAM herausgeben können. Einfach
>so mal eben schnell auf's Feld is' nich'! Es entfällt nur der Papierkram
>mit (und die Zahlung an) Luftamt, Reg.Präs. oder wer auch immer da sonst
>sich gerade zuständig fühlt.



Klar, DFS braucht man irgendwo immer, bei manchen Flugplätzen reichts 
aber oft auch wenn man direkt vor dem Start kurz anruft. Ist alles eine 
Frage der Absprache und des Luftraums. In Rheidt starten wir 8km 
Luftlinie vom Airport, kurzer Anruf-> starten.

Ontopic:
Kennt jemand noch günstige Luftdrucksensoren(unter 25Euro/St.)? Sollten 
aber auf einen Höhenmeter genau messen können. Habe schon ein zwei in 
Aussicht, Suche aber noch Alternativen.

MfG Fabian

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Wegen eines NOTAMs kommt bestimmt keiner angeflogen, ich tippe eher auf 
"keine Zeit gehabt zu lesen" oder "weiß nich wo die im Internet stehen" 
;)

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Die NOTAMs hängen bzw. sollten an jedem registrierten Flugplatz. Da sind 
schon einige Gaffer-Flieger dabei, sieht man auch daran, das die ein 
zwei Kreise fliegen um zu gucken ob nun endlich etwas startet. Teilweise 
kommen die nach dem abdrehen auch nochmal wieder.

MfG Fabian

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Auf einen Meter genau?! Huargh.

Das wäre auch für das Zehnfache von 25 Euro noch äußerst sportlich, für 
das Hundertfache dann im Laden zu kaufen. Nur halt ein bißchen groß und 
schwer.

Am Boden entsprechen 8 Meter ungefähr einem Hektopascal, richtig? Du 
müsstest also auf ein Achtel Hektopascal genau messen können. D.h., bei 
einem Meßbereich von 1000 Hektopascal (die meisten Drucksensoren 
vertragen auch 10% mehr, deshalb nimmt man nicht den eigentlich 
erforderlichen nächst größeren Meßbereich) wäre ein Gesamtfehler von 
ungefähr 0,01% vom Endwert noch akzeptabel, mehr nicht.

Die handelsüblichen (temperaturkompensierten!) Sensoren liegen da um den 
Faktor 50 drüber.

Wege aus dem Dilemma? Gibt es, aber nicht einfach und preiswert.

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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Ok, ich hab mich ein wenig falsch ausgedrückt. Wenn ich durch den 
Mittelwert einiger Messwerte einen Höhenmeter Unterschied erkennen kann 
reicht das. Der absolute Höhenwert muss auch nicht auf den Meter genau 
stimmen, aber er sollte die gleiche Abweichung haben wie die der anderen 
Sensoren. Ich möchte unter anderem auch den Druck der Anströmung messen. 
Da könnte ggf. auch ein höherer Druck anliegen.

Falls jemand irgendwelche Typen mit Bezugsquelle kennt, einfach posten. 
Wichtig ist mir, dass ich  Kurven erhalte, die ich gescheit mit einander 
vergleichen kann.

MfG Fabian

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ok, das ist machbar.

Für die Höhe würde ich den digitalen MS5534 von Intersema vorschlagen. 
Den kann man direkt an einen µC anfummeln, ohne sich groß Gedanken 
machen zu müssen. Beispielprogramme gibt's vom Hersteller in Form einer 
Appnote. Kostenpunkt rund 25 Euro, Genauigkeit geht kaum besser für den 
Preis.

Die Antrömung ( = Fahrt) kannst du am besten mit einem 
Differenzdrucksensor messen. Beachte aber, daß du eine vernünftige 
Druckabnahme für den Referenzdruck brauchst (gilt auch für den 
Höhensensor) - wo an einer Kugel das ist, keine Ahnung.

Für den Differenzdrucksensor würde ich die DCXL-Serie von Honeywell 
vorschlagen, die bieten ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Dazu 
bräuchtest du noch einen entsprechenden Instrumentenverstärker und 
A/D-Wandler, oder du suchst dir einen hochauflösenden A/D-Wandler mit 
Differenzeingang. Was ist die maximal zu erwartende Fahrt?

Autor: Doensi (Gast)
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Hallo,

wie sieht es denn mit Deinem Projekt aus - Rakete UND Datenlogger?
Kannst Du mal den modifizierten Quelcode bzw. Schaltplan hochladen?

Vielen Dank

Kai

Autor: Kai Gonet (doensi)
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nun mit Anmeldung :-)

Autor: Fabian Heinemann (fabianh)
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in der letzten Zeit kam ich da nicht zu. Ich werde nun erst den Sputnik 
bauen, dann das Layout dort hinein planen. Und Dann mal schauen was das 
Budget sagt. Je nach dem werden dann die Sensoren verteilt.

Autor: Kai Gonet (doensi)
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Es geht mir hauptsächlich dabei um den MS5534

Autor: dewetron (Gast)
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http://www.hy-line.de/co/sensor-tec/hersteller/vti...
http://195.30.99.150/co/sensor-tec/hersteller/vti/...

Nur als Beispiel ;-))
Temparatur geht damit wohl auch, habe ich mir sagen lassen

Autor: Kai Gonet (doensi)
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Coole Sensoren, habe aber den MS5534 im Schrank und möchte diesen 
eigentlich nur noch an meinen ATMega128 anschließen. Intersema hat zwar 
ganz nette Applikation-Notes aber ich bin mir bloß überhaupt nicht 
sicher wegen der Verschaltung, da noch ein 32,.... Mhz Quarz 
zwischengeschaltet wird.

Gruß

Kai

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