mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PC-Netzteil umgebaut - jetzt Pfeifen bei Belastung.


Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe mal vor ein paar Tagen hier gefragt ob eine 
Laptop-Schaltnetzteil mit 3A belastet werden kann, da ich meine 
LED-Lampe betreiben möchte.
Nun ist zufällig ein altes ATX-No-Name Netzteil über den Weg gelaufen. 
Für Lau.

Das nur als kleine Vorgeschichte, falls jemand meinen alten Post vor 2-3 
Tagen gelesen hat.

Also hab ich nun das alte No-Name Netzteil auf dem Basteltisch.
Ich hab die Schaltung analysiert und den Regelkreis gefunden.

Anscheinend werden 5V und 12V durch verschieden dimensionierte 
Spannungsteiler einfach auf den OP-Eingang eines KA7500B gelegt.

3,3 V wird irgendwie sehr komisch verschalten - nicht so richtig 
nachvollziehbar für mich, was damit passiert.

Ich habe nun also die 5V vom OP_Eingang (Pin1) abgeklemmt, sodass nur 
noch der 12V Pin drann hängt. Den Spannungsteiler habe ich angepasst, 
dass genau 2,5 V anliegen (Am 2. Glied des Spannungsteilers abfallen, 
der an Pin 1 hängt).

Zusätzlich habe ich den 5V Port mit ca. 0,3 A belastet.

Die Spannungen des Netzteils bleiben jetzt immer konstant bei 12,2-12,3 
und 5,6-5,8 V sowie 3,5-3,6 V ob belastet oder Unbelastet.

Ich ging also davon aus, dass mein Umbau erfolgreich war.

Belaste ich das Netzteil jetzt mit MEHR als 1,5 A, fäng es leicht das 
Pfeifen an. Ich belaste mit etwa 2,3 A im Moment und damit pfeift es 
schon recht ordentlich. Ich kann momentan nicht auf hören Strom testen.

Auf Dauer ist das nicht nur Nervtötend, sondern ich mache mir auch 
Sorgen, dass mir das Ding mal um die Ohren fliegt.
Von was kann das Pfeifen ausgelöst werden und was pfeift da genau?
Falls es sich nicht lösen lässt, ist das Pfeifen eine Vorwarnung auf 
Überlastung/Fehlumbau etc.?

Danke für eure Hilfe.

Gruß
Chris

Autor: 11833 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Pfeifen kommt meistens von den Speicherdrosseln der Schaltregler. 
Die können aufgrund der Magnetfeldänderung mechanisch = hörbar 
schwingen.
Genau da liegt auch ein "Schwachpunkt" deines Umbaus: Wenn du mehr Strom 
ziehst als der Wert für den das Netzteil designed wurde, kann es dir 
durchaus "abrauchen". Die Mosfets und die Speicherdrosseln sind evtl. 
für deine Belastung nicht ausgelegt.
Wenn das Netzteil keine interne Strombegrenzung hat dann schmort's.
-> Unangenehm wenn man nach Hause kommt, und die Feuerwehr steht davor 
und trägt rauchende Überreste aus deiner Wohnung.
Ich würde von solchen "Umbauten" daher dringend abraten, wenn du nicht 
ganz, ganz genau weisst was du da tust, und ALLE beteiligten Bauteile 
auf Eignung für deinen Umbau prüfen kannst.
Das ist in der Realität recht schwierig, da ja z.B. auf den Drosseln oft 
nichts draufsteht (Hersteller, Teilenr...).
Daher: Kauf' dir lieber ein für deine Belastung ausgelegtes, geprüftes 
Netzteil.

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich geb dir recht, dass es nicht ganz ungefährlich ist.

Aber genau desshalb bin ich sehr vorsichtig und ignoriere dieses Pfeifen 
nicht einfach.

Theoretisch müsste das Netzteil allerdings auf dem 12V Port 80 Watt 
leisten, was ja über 6 Ampere wären.

Da liege ich mit meinem 2,3 ja weit drunter.

Ist ein Pfeifen IMMER eine zu hohe Belastung, oder kanns auch was 
anderes sein?

Gruß
Chris

PS: Ich lass es nicht unbeaufsichtigt laufen ;-) - wenn also was 
passiert bin ich dabei.

Autor: Klaus R. (klaus2)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

@11833: Quatsch. Es geht um "dicke" PC Netzteile, da zieht man locker 
20A über 5V.

also, so ein Umbau geht schon, aber man muss wirklioch "das passende 
Netzteil dafür finden". Ich habe damals eins mit sehr eoinfacher 
Regelung, nur AT genommen. Die 3.3V Zusatzregelung überwacht mit einem 
extra Kreis auf Über / Unterspg und schaltet das SNT ab. Der Umbau der 
5-12V Regelung auf reine 12V ist evtl nicht ganz trivial...weiß ich 
nicht mehr, habe ich aber vermutlich auch so gemacht. Bei den 
Experimenten ist mir aber auch mindestens einmal die Schose um die Ohren 
geflogen, also vorsichtig - besonders muss man mit dem maximalen 
tastverhältnis, also der Ausgangsspg aufpassen...ich glaube, wenn das zu 
hoch war, fing es auch an zu surren (Sättigung o.ä.). Mit einem recht 
alten Netzteil mit "Standard TL494 Beschaltung" ging es dann aber 
einwandfrei, den 12V Kreis kann ich bis 24V hochregeln. Ganz wohl ist 
mir aber trotzdem nicht dabei :) Nachteil: Der zweite, dann ungeregelte 
Kreis ist in seiner Ausgangsspg stark von der Belastung des Regelkreises 
abhängig, logisch. Wäre die Frage, ob hier jmd weiß, wie man das Problem 
umgehen kann und "beide" Kreise fest regelt? Vemrutlich ist das aber nur 
mit einer getrennten Ansteuerung möglich bzw. sekundären, getrennten 
Regelkreisen.

Und: VORSICHT!!!

Klaus.

PS: Als Last eigenen sich (parallele) H4 (Hx) Birnen vom KFZ...

Autor: 11833 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich verstehe nicht so ganz, warum du es überhaupt umgebaut hast.
Offenbar kam ja mal 12V mit 6A raus, du bräuchtest doch nur einen 
Konstantstromregler dahinter schalten, deine LEDs als Array anordnen und 
gut ist's...?

Autor: Klaus R. (klaus2)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...hmmmm, stimmt :)

Aber ich vermute, das war der erste Schritt zur Regelbarkeit :) Denn 
theoretisch kann man auch das Netzteil direkt in eine 
Konstantstromquelle hoher Leistung umbauen, ein Shunt plus OP würde 
reichen.

Klaus.

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also als ich das Netzteil ausprobiert hab, ging das mit den 12V nicht.

Als ich nur 12V belastet hatte, brach die spannung auf unter 10V ein. 
Also Mist.

Im Internet hab ich gefunden, dass es aufgrund der Beschaffenheit von 
PC-Netzteilen nicht geht, da die alle Spannungsquellen zusammen regeln, 
da der PC überall Strom zieht.

Also hab ich eben den 5 V steuerkreis mit dem Trick überlistet - den 3,3 
V hab ich nicht verändert, da ich mir hier nicht sicher war.

Kann ich evtl. die 3,3 V komplett entfernen? Trafo abklemmen etc.?

Gruß
Chris

Autor: Klaus R. (klaus2)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...bei mir war eine Grundlast von 100 Ohm eingebaut, in welchem Zweig 
weiß ich aber nicht. Ich habe die Regelung des 5V Zweigs verändert, 
läuft 1A. 3.3V regelung hatte ich bei einem anderen NT auch, kann man 
zwar rausschmeißen, aber dann muss man wissen, was die genau macht und 
deren "power good" signal künstlich dauerhaft erzeugen - sonst geht das 
snt sofort aus.

wie gesagt, alte AT netzteile sind etwas bequemer.

Klaus.

Autor: 11833 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Irgendwie werde ich immer mehr zum Fan von Ringkerntrafos und 
Brückengleichrichtern... ;-)

Autor: Klaus R. (klaus2)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...nicht bei den Leistungen und der tatsache, das AT NT überall 
"rumliegen" :)

Und der "Reiz des Gefährlichen" fehlt ja auch :)

Klaus.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.