Hallo, ich habe folgenden Wunsch(gedanken):
In meinem Schaukasten habe ich zur Nachtbeleuchtung eine LED -
Beleuchtung mit 2 LED `s (jeweils 30 mA) und einem Akku mit 3,2V.
Das ganze System wird mit einer Solarzelle versorgt (War eine fertige
Leuchte mit 1 LED).
Leider reicht die Leistung der Solarzelle nur im Sommer aus, um die
Akkus zu füllen.
Daher habe ich mir eine Solarzelle (1V mit 10 mA bei Sonneneinstrahlung
gemessen) besorgt, die ich jetzt parallel "als Verstärkung" dazu
schliessen möchte.
1. Frage:
Was für eine Diode muss ich anschliessen, damit die Solarzelle nachts
keinen Strom zieht?
2.Frage: Gibt es Komplikationen bei meiner "Denkweise", wenn ja welche
und was kann ich dagegen tun?
Sorry ich bin unerfahren im Thema Elektronik.
Gruß
Micha1
Ich möchte noch hinzufügen: Es war eine Solarlampe. die vorher mit 1 LED
lief. die 2. wurde dazu gelötet.
Der Akku hält die Spannung ca. 1 Monat, bis er durch die zu hohe
Entladung leer ist. Der Akku hat 600 mAH.
Darum so eine kleine Solarzelle.
Dass das immer noch nicht reicht, kann man leicht ausrechnen.
Einerseits kannst du nicht tagsüber mit 10 mA laden und dann die ganze
Nacht mit 60 mA entladen. Andererseits müsste die Sonne 60 Stunden
scheinen, um en Akku vollzuladen. Soweit die Theorie, in der Praxis ist
es noch viel schlimmer: Wolken, schräge Einstrahlung, Verluste im Akku.
Ja, Danke für Eure Antworten. Jedoch lädt die erste Solarzelle ja schon
mit 80 mA (hätte ich schreiben sollen, sorry!). Wie ich schon
geschrieben habe, das System schafft es bei vollgeladenem Akku etwas
über einen Monat stabil zu bleiben. Danach lässt die Akku - Leistung
messbar nach. Ich brauche also daher nur noch eine kleine
"Unterstützung". Die Leistung der 2. Solarzelle sollte daher auch nicht
viel größer sein, um den Akku nicht ständig zu überladen.
Denn wenn der Akku bei 600 mAH nach ca. 35 Tagen fast leer ist... 600
geteilt durch 35 Tage = 17 mAH pro Tag, die dem System fehlen. Das
sollte die Solarzelle mit 10 mA und ca. 4 Std. Ladung pro Tag selbst mit
20% Verlust (Leitungen, Akku, Schlechtwetter) doch schon schaffen, ohne
den Akku allzu arg zu überladen denke ich (Rechenfehler?).
Sollte es nicht so sein kann ich immer noch aufrüsten.
Nur, damit ich dem System oder auch der Zelle keinen Schaden zufüge muss
da ja noch eine Diode dazwischen.
Jetzt noch einmal meine Frage:
Wo dazwischen, was für eine Diode sollte ich nehmen (Germanium,
Silizium, Gallium, Siliziumkarbid etc.) und wie stark sollte sie sein?
Welche Kenngrößen brauche ich, damit die Sperrung gewährleistet ist
(Man erinnere sich, Akku 3,2V plus die ursprüngliche Solarzelle auf der
einen, die neue Zelle mit 1v und 10 mA (bei normelem Wetter gemessen -
ohne volle Sonne- auf der Anderen)
aber dennoch Durchgang ohne große Verluste.
Welche Durchlassrichtung (an + oder - anschliessen) muss ich wählen?
Ein Schaltplan wäre natürlich richtig super.
Vielen Dank schon im Voraus für Eure tolle Hilfe.
Micha1
Mess einmal die erste Solarzelle wieviel Spannung die bei
Sonnenbestrahlung hat. Deine zweite Solarzelle muss die gleiche Spannung
haben sonst liefert sie keinen Strom wenn du sie parallel zur ersten
schaltest.
Als Diode nimmst du eine Schottkydiode BAT42, Bat43. Wenn du die Diode
auf der -Seite der Zelle anschliesst muss der Ring am Gehäuse davon
wegzeigen.
aber wie machen es die Hersteller von Solarzellen? Die haben bis zu 16
Einzelzellen parallel in einer Platte geschaltet. Dazwischen auch
Dioden, damit sich die Zellen, die nicht von der Sonne bestrahlt werden
(dann liefern sie ja keinen Strom) nicht durch Rückstrom zerschiessen.
So lange die Volt - Zahl der Zellen stimmt erhöht sich dort die
Ladekapazität. Und falls das in meinem Fall nicht gehen sollte (aber
warum?) liefert immer eine Zelle genügend Strom, da beide eh etwas
anders ausgerichtet werden (eine ist jetzt genau oben auf dem Kasten,
die andere würde dann genau Süd ausgerichtet, da sie auf der Rückseite
des Kastens angebracht wird - also so oder so eine Verbesserung),
dadurch erhöhe ich ja auch die Stundenzahl der Bestrahlung. - oder?
okay... dann brauche ich ja auch keine zusätzliche Diode... oder?
Kann ich mir damit die Schaltung für die LEDS zerschiessen? Man
bedenke... Das Ganze war einmal die fertig konfektionierte Elektronik
für eine Hausbeleuchtung... Ein Bekannter von mir (leider verstorben)
hat den Widerstand der LED halbiert, so dass man anstelle der einen LED
jetzt 2 LEDS betreibt. Wenn ich jetzt die Spannung um 1 Volt höher ziehe
(Reihe), kann da nichts kaputt gehen? Da sind auch Microchips und
Wicklungen (Spulen) und Kondensatoren in der Schaltung...
Mit dem in Serie schalten wäre ich vorsichtig, du könntest im
ungünstigen Fall den Akku überladen. Die Schaltung wird für die
vorhandene Spannung ausgelegt sein.
In konfektionierten Paneelen, mit höherer Spannung, sind bereits mehrere
Zellen in Serie geschalten. Diese werden dann, mit Dioden entkoppelt,
parallel geschalten.
Also besser Zellen mit der richtigen Spannung, mit Dioden entkoppelt,
parallel schalten.