Moderner FULL BRIDGE DRIVER

Gast #987734
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Hi!

Für ein Uniprojekt bin ich auf der suche nach einer
modernen H-Bridge:

folgende Daten:
- U=33V (ungefähr)
- >= 5A (Peak)
- pwm geignet fpwm = 25khz
- low RDS on (<=200mOhm)
- so klein wie möglich, möglichst ein Bauteil

Aktuell betreiben wir in der Schaltung einen  L6203 der auch in vielen 
Hinsichten sehr gut ist, allerdings ist der Rds sehr hoch und er 
entwickelt unwarscheinlich viel Wärme.
Die Wahl auf den L6203 viel damals weil wir noch mit Frequenzen von 
100kHz arbeiteten, allerdings ist dies jetzt nicht mehr der Fall.

Was verwendet man da so aktuell ? Schön währe, weitestgehend gleiche 
EIgenschaften wie der L6203 allerdings ein niedrigerer Rds und die 
Frequenz muss auch nicht ganz so hoch sein. 25kHz würden da völlig 
ausreichen.

Hat jemand einen guten Tipp ?
#987859
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Hallo!

Mir fallen dazu spontan die integrierten H-Brücken von ST aus der vnh3sp 
Serie ein. Der vnh3sp30-E erfüllt diese Anforderungen wahrscheinlich. 
Nur die PWM-Frequenz müsste weiter gesenkt werden, da dieses IC laut 
Datenblatt nur PWM-Frequenzen bis 10kHz unterstützt. Was zusätzliche 
Schwierigkeiten bereiten könnte ist das Gehäuse. Es ist MultiPowerSO-30 
Gehäuse, also ein SMD-Gehäuse mit 1mm Pinabstand und braucht ein 
spezielles Layout mit Kühlflächen. Sollte allerdings bei einem 
Uni-Projekt kein allzugroßes Problem darstellen.
Datenblatt zu dem IC gibt es hier: 
http://www.st.com/stonline/products/literature/ds/12688/vnh3sp30-e.pdf

lg neumi
Gast #987886
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Die vnh3sp30-E hat aber einen riesigen Nachteil:

Turn-On delay Time: >= 100us.

Wie soll damit eine genaue PWM-Einstellung realisiert werden - 
Unmöglich.

Hat jemand noch eine andere Idee für solch eine Brücke, die eine 
Delay-Time von maximal 1us hat?

Ich bin auch schon verzweifelt auf der Suche nach einer wirklich guten 
Brücke.
Gast #988644
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@ Markus,

Hört sich nach einer echten Alternative an! Vor allem der halbierte 
Rdson ist echt eine Spitzensache! Allerdings muss ich zugeben, das ich 
was das verwenden der Bausteine angeht, eher ein Anfänger bin...

Hat jemand Erfahrung wie sich der 6205 parallel geschaltet verhält. 
Interessant ist vor allem die geringere Wärmeentwicklung im Vergleich 
zum 6203!

Schonmal danke für die vielen Antworten und danke im vorraus für die 
noch kommenden
Gast #988853
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Matthias, meinst Du diesen Anhang (diskret aufgebaute Treiberstufe)?
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 15.07.2008 20:39
Beitrag "Re: Mosfet treiber dimensionieren.Probleme."


schau Dir mal den HIP408x-Serie an:
Beitrag "Re: Mosfet treiber dimensionieren.Probleme."
gibt es auch als SMD  und auch von anderen Herstellern (z.B. www.irf.com 
www.st.com )
daran kannst Du 4 beliebig niederohmige FETs klemmen.
Von IR und ST habe ich kürzlich die neuesten gesehen (4 mOhm und rel. 
kleine Gate-Ladungen).
Gast #989358
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@ Markus

Nun nochmal eine Frage:

Wie sieht es denn mit der Kühlung des L6205 aus. Habe nun nach befassen 
mit der Materie herausgefunden, dass ich ihn keineswegs dauerhaft mit 
2,6 AMpere betreiben kann... oder gilt das für den Fall das ich die 
durch beide Vollbrücken durchjage?

Ich habe einen Effektivstrom von, ca 2,5 AMpere! Bei parallel 
geschalteten Halbbrücken müsste sich das ja eigentlich auszahlen, oder?

Schliesslich ist angegeben das ich die im Grunde genommen durch beide H 
Brücken schleussen könnte...

Mir gefällt der L6205 echt gut, aber die Kühlung macht mir noch etwas 
gedanken muss ich sagen!

Jemand Erfahrungen damit?
Gast #989419
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Ich hatte bisher den MC33887, mit dem gibt es das gleiche Problem.

Ich habe es umgangen, indem ich eine 4-Lagen Platine, optimiert mit 
vielen Durchkontaktierungen usw. die Wärme sehr gut auf die Unterseite 
der Platine gebracht habe. Dort habe ich eine Silikon-Isolierscheibe 
angebracht und einen Kühlkörper befestigt. Der Kühlkörper ist am Gehäuse 
befestigt und die Platine mit Silikonscheibe auf den Kühlkörper 
geschraubt. Also unten gibt es kein einziges Bauteil, nur oben SMD. 4 
Lagen sind nötig um alle Leitungen und Ströme ordentlich führen zu 
können und trotzdem viele Flächen (auch dazwischen) zu haben.

PS: Freilaufdionen als Schottky helfen bei PWM Betrieb und induktiver 
Last wenigstens die Verlustleitung beim Abschalten zu begrenzen. Also 
der Ron von 0,15 Ohm und 2,5 A = 1,3W / Diode 0,7V bei Abschalten mit 
2,5A = 1,75W.

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