So wie sich das darstellt, dürfte hier mit Sicherheit eine andere
Frequenz als 2.45 GHz verwendet wird. Der Grund ist einfach: Die
Heizfrequenz muß gleich der atomaren Eigenresonanz von Bestandteilen der
aufzuheizenden Gegenstände sein. Bei Wasser ist es eben 2.45GHz. Nur
kommt man mit Wasser nicht auf 300°C, es müssen also andere
Hitzeempfänger und damit eine andere Frequenz verwendet werden. Ein
weiteres Problem ist, daß zwar die Bauteile in der Mikrowelle nicht
durch Hitze zerstört werden, dafür können aber an längeren Leiterbahnen
ungesund hohe HF-Spannungen induziert werden, was dann die Bauteile
schädigt oder zerstört. Übrigens, bei 2.45GHz ist eine 33mm lange
Leiterbahn bereits eine resonante 1/4-Wellen-Antenne, bei den üblichen
Leistungen von 600-800Watt können hier locker mehrere 100Volt entstehen,
also kann man davon ausgehen, daß eine Schaltung Mikrowellenlötversuche
in der heimischen Mikrowelle garantiert nicht überlebt. Auch dann nicht,
wenn die Resonanz leiterbahnlängenmäßig nicht getroffen wird. Ergo wird
beim Mikrowellenlöten sicherlich anders gearbeitet, wie genau, diese
Feinheiten sind in dem verlinkten Artikel nicht beschrieben, wir können
es wohl in ein paar Jahren in den dazugehörenden Patentschriften
nachlesen.
@Jörg: Mikrowellenöfen mit 5GHz gibt es nicht, wegen der Eigenresonanz
der Wassermoleküle.
Gruß
Jadeclaw.