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Forum: Offtopic Spule extrem für kurze Zeit belasten?


Autor: Fabian S. (jacky2k)
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Hallo,
habe grade fix mal ne Frage: Wenn man eine Spule hat die man mit sagen 
wir dem 1000 Fachen der normalen höchst Spannung versorgt würde sie 
vermutlich zimlich schnell heiß werden und schmelzen oder so.
Was passiert nun wenn man die Spule aber nur für einen Bruchteil einer 
Sekunde mit dieser Leistung belastet?
Wäre das Magnetfeld dann ungefair 1000 mal so stark? Oder würde die 
Spule erst garnicht dazu kommen das Feld aufzubauen bevor sie kaputt 
geht?
Wenn das funktioniert, könnte man das nicht für ein EMP benutzen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nach dem Prinzip funktionieren EMP-Bomben, mit denen die Amis z.B die 
Elektrizitätsversorgung in Belgrad und Bagdad lahmgelegt haben.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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> der normalen höchst Spannung versorgt
> mit dieser Leistung belastet

Spannung != Leistung
sieh dir mal die Grundlagen ET an.


>das Feld aufzubauen
Das Magnetfeld ist direkt proportional zum Strom. Der Strom ist 
proportional zum Integral der Spannung über der Zeit.

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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Aha, also sollte man lieber vorsichtig sein, wenn man sowas baut? :D
Oder braucht man da zu viel Energie um was gefärliches für meinen PC zu 
bauen?

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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> Spannung != Leistung
> sieh dir mal die Grundlagen ET an.

Spannung !=Leistung, aber Spannung~Leistung ;)

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Spannung~Leistung ;)

Das stimmt auch nicht.

Bei Schaltnetzteilen gilt: Spannung ~ 1/Strom

Bei ohmschen Widerständen gilt: Spannung² ~ Leistung

Grundlagen!

Autor: nemon (Gast)
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kannst du denn in der spule einen so extrem hohen stromanstieg überhaupt 
erreichen? du müsstest vermutlich eine immens hohe spannung anlegen um 
gegen die induktivität solch einen anstieg zu erreichen, dann gibt es 
überschläge durch den lack, der kern wird gesättigt, .....

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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Matthias Lipinsky wrote:
>>Spannung~Leistung ;)
>
> Das stimmt auch nicht.
>
> Bei Schaltnetzteilen gilt: Spannung ~ 1/Strom
>
> Bei ohmschen Widerständen gilt: Spannung² ~ Leistung
Ähhh, hast Recht, hab nicht nachgedacht ;)

>...dann gibt es überschläge durch den lack...
Meinst du quasi Kürzschlüsse innerhalb der Spule?

Hab ja nun wie ihr gemerkt habe von der Materie nicht ganz so viel 
Ahnung...
Aber wenn die Induktivität den Stromfluss "verringert" dann wird doch 
auch nicht so viel Leistung "erzeugt" und es entsteht nicht so viel 
Wärme, folglich hält die Spule ja auch länger, oder?

Autor: ... (Gast)
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Ich kenn Leute, die nehmen eine Spule mit 10 Windungen um einen 4mm 
Dorn, eine Luftspule, und pulsen die. Stromanstiegszeit 20us auf 300A 
mit einem schnellen Schalter, der 300V von einem Kondensator schaltet. 
Der Strompuls ist nur einige 10us lang.

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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Du willst nicht zufällig eine Coilgun basteln? ;)

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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>Ich kenn Leute, die nehmen eine Spule mit 10 Windungen um einen 4mm
>Dorn, eine Luftspule, und pulsen die. Stromanstiegszeit 20us auf 300A
>mit einem schnellen Schalter, der 300V von einem Kondensator schaltet.
>Der Strompuls ist nur einige 10us lang.
Aha, 10 Wicklungen nur?
Und was kann das Teil dann?


>Du willst nicht zufällig eine Coilgun basteln? ;)
Ich will überhaupt nichts, habe genug Projekte um die Ohren ;) War nur 
ne Frage die mich mal interessiert hat.

Autor: ... (Gast)
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>Du willst nicht zufällig eine Coilgun basteln? ;)

Nee. Ionenstrahl abbremsen.

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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... wrote:
> Nee. Ionenstrahl abbremsen.
Wozu braucht man das denn? Nen Ionentriebwerk basteln?

Autor: ... (Gast)
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Nein. Ein Ionentriebwerk muss die Ionen nur beschleunigen. Man kann 
Ionen beschleunigen, in einem Magnet um eine Kurve druecken, dabei wird 
nach Massen getrennt und nachher kann man wieder abbremsen anstelle auf 
eine Flaeche klatschen zu lassen.

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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Was? Kreis? Werden die Teilchen bevor sie austreten nicht wieder mit 
Elektronen versorgt, damit sie grade nicht im Kreis fliegen?

Autor: Matthias S. (da_user)
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Was bringt es die Ionen irgendwo zu sammeln? Wenn dann lass ich se 
gleich auf den Wafer schießen. Implanter nennt sich das ganze... ;-)

Autor: Fabian S. (jacky2k)
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Sammeln? Ich habe nie was von sammeln gesagt...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Autor: Uhu Uhuhu (uhu)

>Nach dem Prinzip funktionieren EMP-Bomben,

Ja, nur dass dort atomare Sprengladungen verwendet werden.

> mit denen die Amis z.B die
>Elektrizitätsversorgung in Belgrad und Bagdad lahmgelegt haben.

Jaja, die lieben Urban Legends ;-)
Wohl mal wieder zuviel "Operation Broken Arrow" angeschaut?

Die Bomben zum lahmlegen der E-Versorgung sind WESENTLICH einfacher und 
unspektakulärer.
Nämlich einfaches Graphitpulver, das kriecht in jede Ecke und jeden 
Winkel und kriegt man nicht mehr los. Womit so ziemlich alles 
Hochspannungsanlagen auser Kraft gesetzt sind.

Mfg
Falk

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Falk Brunner wrote:
> @Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
>
>>Nach dem Prinzip funktionieren EMP-Bomben,
>
> Ja, nur dass dort atomare Sprengladungen verwendet werden.

War da nicht auch sowas mit konventionellem Sprengstoff, der eine Art 
Generator antreibt?

Autor: bombenbastler (Gast)
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EMP Bömbchen benutzen Hochspannungskondensatoren die dann mit 
handelsüblichem Bummsfallera blitzartig zusammengepresst werden.
Und was passiert wenn man z.B. die Platten eines Plattenkondensators 
blitzartig aufeinander zuschießt ?

Autor: Falk Brunner (falk)
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Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ne die Platten müssen auseinandergezogen werden, denn sie ziehen sich an 
und Auseinanderziehen führt Energie zu!

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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E = 1/2 CU²

U = Q/C

Halbiere ich die Kapazität durch mehr Plattenabstand, so verdoppelt sich 
die Spannung. Da die Spannung aber quadratisch in die Energiebilanz 
eingeht, wird die gespeicherte Energie verdoppelt.

Oder habe ich auf die Schnelle einen Denkfehler drinnen?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Oder habe ich auf die Schnelle einen Denkfehler drinnen?
Ja.

>Da die Spannung aber quadratisch in die Energiebilanz
>eingeht, wird die gespeicherte Energie verdoppelt.
Wo kommt die her?

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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@ Matthias,

Ich bin davon ausgegangen, dass man die Platten einen geladenen (Daher 
ergibt sich eine Spannung an den Anschlüssen) Kondensators in kurzer 
Zeit (zB. mittels Sprengstoff) auseinanderbringt. Dadurch sinkt die 
Kapazität des Kondensators (Siehe Formel Plattenkondensator). Durch das 
Sinken der Kapazität steigt die Ladespannung des Kondensators. Durch die 
größere Spannung ergibt sich eine entsprechend größere gespeicherte 
Energie, welche der Arbeit entspricht, welche zum Auseinanderbringen der 
Platten aufgebracht wurde. Diese Energie entspricht letztlich einem 
Anteil der Explosionsenergie (chemische Energie) des Sprengsatzes

Wo ist bitte der Denkfehler?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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Hm.. das könnte evtl sein...

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