Nieder Ohmiger NF Ausgang an hochohmigen NF Verstärkereingang, wie realisieren?

OP #988723
Hallo,

eigentlich eine blöde Frage, aber ich versuche mal zuerklären was ich 
will. Ich habe einen Digitaldekoder mit Soundmodul für meine 
Modelleisenbahn, Spur G also alles etwas größer. Soweit ist alles auch 
ok. Jedoch bietet der Lautsprecherausgang nur geringe Leistung an, so 
ca. 2 Watt an 16-32 Ohm. ist auch umschaltbar auf 8-16 Ohm. Nun habe ich 
mir einen zweiten kleinen Verstärkerbesorgt mit ca. 10 Watt 
Sinusleistung. das ich nicht den niederohmigen Ausgang mit dem 
hochohmigen Eingang des Verstärkers direkt verbinden kann ist mir klar. 
Ich habe es mit einer Gleichstrommäßigen Trennung durch einen 
Kondensator versucht und am Eingang des 2. Verstärkers ein Potenziometer 
zur Lautstärkeregulierung eingebaut und so das der Eingang nicht offen 
liegt. Trotzdem habe ich extrem starkes Brummen im Lautsprecher als wenn 
der Eingang offen ist. Soll ich am Verstärkerende des Decoders 
vielleicht einen "großen" 16 Ohm Widerstand zwischen hängen? oder hat da 
jemand eine bessere Lösung?
Niederohmigen Ausgang an hochohmigen Eingang legen, das ist prinzipiell 
kein Problem. Dein Problem sind die unterschiedlichen Pegel. Wenn man 
wüsste, wie die Schaltungen aussehen, könnte man qualifizierte Tips 
geben. So blind würde ich empfehlen: niederohmigen Spannungsteiler am 
Lautsprecherausgang, von da auf ein Lautstärkepoti und dann in den 
hochohmigen Eingang. Kondensator zur gleichspannungsmäßigen Trennung ist 
überflüssig, wenn eine der beiden Schaltung schon einen am 
Ausgang/Eingang hat.

Das Brummen hat die Ursache woanders. Masseführung, Abschirmung, 
Spannungsversorgung...
Gast
>das ich nicht den niederohmigen Ausgang mit dem
>hochohmigen Eingang des Verstärkers direkt verbinden kann ist mir klar.

So ein Quatsch. Das geht immer. Umgekehrt gibt es Probleme.
Gast
dummy hat recht!
Es könnte höchstens zu einer Übersteuerung kommen. Spannungsteiler 500 
Ohm zu 50 Ohm setzt das schon etwas herunter.
Dein Problem scheint ein anderes zu sein.
Brummen kommt häufig von unterschiedlichen Massen bzw. von mehrfach über 
unterschiedliche Leitungen angeschlossene Massen.
Geht dein zweiter Verstärker mit einer anderen Quelle, z.B. mit einem 
CD-Player o.ä., brummfrei? Auch wenn diese Quelle nicht 
batteriebetrieben ist?
Wie sind beide Teile mit Spannung versorgt? (Skizze der tatsächlichen 
Verhältnisse wäre hilfreich).
OP
Hallo,

Danke für die schnellen vielen Antworten. Der "neue" einzelne Verstärker 
funktioniert alleine zu hause mit einer anderen Quelle z.B. PC oder CD 
Player ohne Probleme.
Bei der Modellbahn wird der Decoder über 16 Volt Wechselspannung 
betrieben. Was da genau im inneren passiert kann ich nicht sagen. 
Darüber erhält er auch seine Digitalfunktionen bzw. seine Befehle. Der 
zweite Verstärker ist über einen Standardgleichrichter mit 
entsprechenden Ladekondensator verbunden.
Ich kann jedoch am am Lautsprecherausgang des Digitaldekoders keine 
genaue Masse feststellen. Der Dekoder ist relativ klein und hat kaum 
Kühlkörper.
Vielleicht wird die Leistung durch 2 zusammengeschaltete Monoeinheiten 
gebildet, das kann ich dort leider nicht erkennen.
Aber dann hätte ich doch auch eine Masse oder????
Ich werde nochmal beim Decoder Hersteller fragen.
Die genannten Tipps hatte ich durch.
Noch eine komische Sache, wenn ich die vorhande Masse trenne, habe ich 
zwar extrem starkes rauschen, aber dafür ein Audiosignal. Wenn ich die 
Masse wieder anschliesse kaum bzw. gar kein Signal. Komisch oder?
Gast
Also doch ein Masseproblem, aber hervorgerufen durch eine unzulässige 
Beschaltung.
Wenn ich das richtig verstehe, wird das ursprüngliche Signal über den 
Decoder auch aus der Fahrspannung versorgt - so wie du es mit dem 
Zusatzverstärker auch tun willst. Da ist dann bei beiden ein 
Brückengleichrichter beteiligt, dessen Minuspol eben als Masse 
deklariert wird. Das kann man nur dann zusammenschalten, wenn die beiden 
Gleichrichter von getrennten Wechselspannungen versorgt werden (z.B. 
zwei Wicklungen eines Trafos). Das ist hier aber nicht der Fall! Es 
werden also über die Masseverbindung kräftige Ausgleichsströme fließen, 
die den Brumm verursachen, hervorgerufen durch die unterschiedlichen 
Lasten sowie die unterschiedlichen Spannungsabfälle an den Dioden. So 
geht's nicht!

Was gibt es für Möglichkeiten?
- Audioübertrager (IMHO beste Möglichkeit)
- im Decoder die Versorgungsspannung nach dem Gleichrichter anzapfen und 
für den zweiten Verstärker verwenden. Sicher problematisch, weil der 
Gleichrichter für den neuen Verstärker nicht ausgelegt sein wird bzw. du 
ev. gar nicht an ihn heran kommst.

>Vielleicht wird die Leistung durch 2 zusammengeschaltete Monoeinheiten
>gebildet, das kann ich dort leider nicht erkennen.
>Aber dann hätte ich doch auch eine Masse oder????
Das kann schon sein, aber damit wären beide Lautsprecheranschlüsse weg 
von einer irgendwie gearteten Masse. Auch hier hilft der 
Audioübertrager.

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