@Markus (zum Posting von 15:10):
Die Berechnung der Spannung am (-)-Eingang des OPs, die Du mit 0,79V
angegeben hast, ist schlichtweg falsch!
Es gibt zu OPs nur einige wenige Merksätze, die einem die Funktionsweise
eines OPs eigentlich immer wieder vor Augen führen sollten.
Den Merksatz den Du hier nicht beachtet hast, ist der, daß der OP
immer bestrebt ist die Eingangsspannungsdifferenz zwischen seinem (+)-
und (-)-Eingang zu Null zu machen.
Ob ihm dies jedoch immer gelingt, hängt in erster Linie davon ab wie der
Ausgang auf den Eingang zurückgeführt ist (Rück- bzw. Mitkopplung) oder
ob überhaupt eine Rückführung vorhanden ist, z.B. wie bein Komparator
(im einfachsten Fall ohne Hysterese). In zweiter Linie sind dann
natürlich noch die Randbedingungen, wie eben die max. mögl.
Versorgungsspannung, usw. zu beachten.
Nun, da zwischen dem (-)-Eingang und dem Verbindungspunkt zwischen R1
und R2 kein weiterer Widerstand geschaltet ist, wird er seinen Ausgang
so 'fahren', daß am (-)-Eingang auch 0V anliegen werden. Nun kann man
die Stöme berechnen die durch R1 bzw. R2 fließen müssen und es stellt
sich heraus, das die Differenz der Ströme von R1 und R2 durch den
Rückkopplungswiderstand R5 fließen muß - oder anders herum ausgedrückt:
Die Teilstrom durch R2 und R5 müssen addiert den Strom durch R1 ergeben.
Die Stromdifferenz beträgt 1/600 Ampere, was, nach Adam Riese, an R5
einen Spannungsabfall von 10000/600=16,666...V entspricht. Da wir hier
einen invertierenden Verstärker haben, ist der Spannungswert am Ausgang
zu negieren, d.h. der Ausagang versucht die -16,666...V zu erreichen.
Dieser Wert ist identisch mit dem, den 'yalu' bereits um 15:14 Uhr
errechnet/angegeben hatte.
Die Moral von der Geschicht:
Wer ersteinmal die Funktionsweise eines OPs richtig verstanden hat (d.h.
die wenigen dafür notwendigen Merksätze verinnerlicht hat), der kann
jederzeit (zumindest überschlagsweise) die Formel für die
Ausgangsspannung herleiten.