Hallo,
angenommen ich habe in meinem Leben schon einige Jahre bei verschiedenen
Arbeitgebern gearbeitet und dazwischen immer wieder mal Phasen der
Arbeitslosigkeit gehabt (keine Langzeitarbeitslosigkeit, aber so Lücken
von einigen Monaten)...wie formuliert man so etwas im Lebenslauf? Soll
man da tatsächlich penibel jeden Zeitraum chronologisch erwähnen, auch
wenn es mehr als 5 sind? Oder darf man lapidar darauf hinweisen, dass
alle Lücken im Bereich "Berufstätigkeit" der hoffnungsvollen Suche nach
Arbeit dienten?
Was man auf der Suche nach Informationen im Internet so alles findet,
ist wirklich erstaunlich:
http://www.kanzlei-hoenig.info/wp-content/uploads/2008/07/bewerbung.pdf
Was meint ihr, ist das "Ding" echt?
Die Rechtschreibfehler sind gekünstelt und nicht konsistent. Sie
entsprechen nicht dem, was jemand schreibt, der "schreibt wie man
spricht".
Person 1 ist angeblich in nahezu jugendlichem Alter (Heranwachsender) zu
>2 Jahren wegen KV verurteilt worden, was so gut wie ausgeschlossen ist.
Er brächte dazu eine Vorstrafe >6Mon oder er müsste >21 sein und es
müsste ein schwere KV gewesen sein.
Der Seitenbetreiber (Kanzlei ???) sollte sich fragen lassen, wieso er
sowas ins Netz stellt.
Jeder is Sklave im Weitesten Sinn, aber darum ging es hier nicht.
Spätestens beim Bewerbungsgespräch wird man gefragt werden was da nun
war. Es heist ja Lebenslauf und nicht "kurzer grober Überblick"
Vorsicht, die Frage nach Lebenslauf-Lücken kann auch als grober Verstoß
gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz gedeutet werden.
Der Arbeitgeber hat sich nach strenger Gesetzesauslegung nur für die
Beschäftigungen und Erfahrungen im LL zu interessieren.
Hier ist unter anderem geregelt das ein Bewerber wegen Arbeitslosigkeit
nicht benachteiligt werden darf und das Beste, der Arbeitgeber ist in
der Beweispflicht NICHT gegen dieses Gesetz verstoßen zu haben.
Von Schmerzensgeldzahlungen bis 500 Euro hab ich schon gehört.
Gestern hatte ich bei einer Firma angefragt ob die mich privat beliefern
(Grund war ein Mindestumsatz der mich gestört hat). Anstatt einer
positiven Antwort bekam ich heute einen Anruf von einem betriebsinternen
Personaler (Headhunter) der mich anwerben wollte für eine vakante
Stelle.
In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die
Frage nach dem Alter gestellt worden was unzulässig nach dem AGG ist.
Scheinbar lernen die nichts dazu oder ignorieren das Gesetz einfach. Hab
abgelehnt weil die mir keine Einkaufsmöglichkeit ohne Mindestumsatz
geboten haben. Die ganze Mühe war für die Katz. Wenn die nicht wollen,
will ich auch nicht.
Jeder sollte sich mal mit dem Gesetz beschäftigen und gegebenenfalls
mal andeuten das die eine oder andere Frage unzulässig ist.
Wenn der Gesprächspartner das nicht einsieht ist eine Anstellung
ohnehin nicht ratsam, weil das im Job munter so weiter geht.
Solche Lücken sind keine Lücken! Die Schule geht nun mal nur bis zum
Sommer- offiziell startet das Studium im Oktober, ergo hast Du Zeit, in
der Du formell nicht arbeitest, oder lernst (wobei zu empfehlen wäre,
dort eine Bildungsreise oder eine Vorseminar zu machen oder
hinzuschreiben)
Lücken im Lebenslauf bedeutet etwas ganz anderes! Man hat schlicht
einfach eine Zeitspanne nicht angegeben und der Personaler fragt sich ,
was da war. Im obigen Beispiel ist es natürlich wieder Wurscht, weil er
denken kann.
Wenn man aber im Juli das Abi hat und erst zum Sommersemester im April
anfängt, zu studieren, ist das nicht logisch und bedarf einer Erklärung.
Ein anderes Beispiel wäre Studienende / Pause und Bundeswehrdienst, die
nicht angrenzen. Wenn einer im Sept mit der FH fertig ist und dann nicht
im Okt gleich zum Bund geht.
Man sollte einfach schreiben : "3 Monate frei, wegen vorzeitigem
Studienende und verzögerter Einberufung" oder man baut eine Krankheit
ein.
Oder : "MAN SCHRIBT EINFACH DEN WAHREN GRUND HIN" ! Das klingt am
ehrlichsten. Ein Bekannter ist nach dem Abi erst mal ein halbes Jahr
druch die Staaten getourt.
>In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die>Frage nach dem Alter gestellt worden
>In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die>Frage nach dem Alter gestellt worden was unzulässig nach dem AGG ist.
Mumpitz, der Personaler darf schon nach dem Alter fragen. Unzulässig ist
nur, einen Bewerber wegen seines Alters nicht einzustellen. Kleiner aber
feiner Unterschied.
>oder man baut eine Krankheit ein.
Das sollte man nicht ohne Not tun. Ein Ehrenamt oder ein Selbststudium
mit belegbaren Ergebnis kommen da besser. Auch eine längere Auslandreise
ist nicht verkehrt. Jedoch sollte man sich das gut überlegen. Wenn sie
unnmittelbar vor einer Bewerbung liegt, könnte das "Arbeitsgewöhntheit"
in Frage stellen.
Aus einer Arbeitspause herraus scheinen Einstellungen besonders
schwierig. Wenn man dagegen wieder Fuß gefasst hat, sind länger
zurückliegende Lücken eher irrelevant und lassen sich auch leicht
vertreten, da man ja bewiesen hat immer wieder aufzustehen.
Interessanter gestalltet sich jedoch die Aantwort auf die Frage nach der
Begründung für einen Wechsel, dabei sowohl des Aktuellen, als auch
zurückliegender.
Entlassungen durch den Arbeitgeber insbesondere des Letzten sind eine
besonders Delikate Angelegenheit und man sollte ihnen steets
zuvorkommen.
Es sei denn man braucht sich selbst nicht zu belasten. (Insolvenz des
Arbeitgebers, ausgefallenen lohnzahlungen, betriebsbedingt mit
Wiederbeschäftigungsangebot bei allfälliger Möglichkeit)
Mach ich bestimmt nicht, aber ich überlege mir wohl wie, ich den Job
bekomme den ich will und ob ich ihn immer noch will, wenn ich den
Arbeitgeber etwas kennegelernt habe.
Im Lebenslauf sind Lücken von (GANZ WENIGEN) Monaten doch nicht schlimm.
Schreib gar nichts hin also z.B.
Jan. 2009 - heute bliblablu
Febr. 2004 - Okt. 2006 blabla
Wenn das überhaupt auffällt oder interessiert, wird das an einem
Vorstellungsgespräch schon gefragt. Aber es sieht definitiv scheisse aus
wenn du nach jeder Tätigkeit reinschreibst: 3 Monate arbeitslos!
Luecken im Lebenslauf ? Weshalb soll man nahtlos bis zur Pensionierung
durcharbeiten ? Wegen der paar mickrigen Kroeten ? Sonst noch was ?
Irgendwann muss man die Geschichten, die es sich lohnt den Enkeln zu
erzaehlen auch erleben. Ein schlecht bezahlter Job gibt zuwenig Stories
her. Ist doch so.
so auch nicht wrote:
> Luecken im Lebenslauf ? Weshalb soll man nahtlos bis zur Pensionierung> durcharbeiten ? Wegen der paar mickrigen Kroeten ? Sonst noch was ?> Irgendwann muss man die Geschichten, die es sich lohnt den Enkeln zu> erzaehlen auch erleben. Ein schlecht bezahlter Job gibt zuwenig Stories> her. Ist doch so.
Sehe ich genauso. Kein Interesse daran Zeit meines Lebens Hampelkasper
der Industrie zu sein, auch wenn manche weltfremde BWLer glauben in
ihrer goettlichkeit dies verlangen zu koennen. Ich arbeite, um zu leben.
Nicht umgekehrt.