Lücken im Lebenslauf.

Gast #989642
Lesenswert?

Hallo,

angenommen ich habe in meinem Leben schon einige Jahre bei verschiedenen 
Arbeitgebern gearbeitet und dazwischen immer wieder mal Phasen der 
Arbeitslosigkeit gehabt (keine Langzeitarbeitslosigkeit, aber so Lücken 
von einigen Monaten)...wie formuliert man so etwas im Lebenslauf? Soll 
man da tatsächlich penibel jeden Zeitraum chronologisch erwähnen, auch 
wenn es mehr als 5 sind? Oder darf man lapidar darauf hinweisen, dass 
alle Lücken im Bereich "Berufstätigkeit" der hoffnungsvollen Suche nach 
Arbeit dienten?

Was man auf der Suche nach Informationen im Internet so alles findet, 
ist wirklich erstaunlich:

http://www.kanzlei-hoenig.info/wp-content/uploads/2008/07/bewerbung.pdf

Was meint ihr, ist das "Ding" echt?
Gast #989687
Lesenswert?

Die Rechtschreibfehler sind gekünstelt und nicht konsistent. Sie 
entsprechen nicht dem, was jemand schreibt, der "schreibt wie man 
spricht".

Person 1 ist angeblich in nahezu jugendlichem Alter (Heranwachsender) zu 
>2 Jahren wegen KV verurteilt worden, was so gut wie ausgeschlossen ist. 
Er brächte dazu eine Vorstrafe >6Mon oder er müsste >21 sein und es 
müsste ein schwere KV gewesen sein.

Der Seitenbetreiber (Kanzlei ???) sollte sich fragen lassen, wieso er 
sowas ins Netz stellt.
Gast #989761
Lesenswert?

Jeder is Sklave im Weitesten Sinn, aber darum ging es hier nicht. 
Spätestens beim Bewerbungsgespräch wird man gefragt werden was da nun 
war. Es heist ja Lebenslauf und nicht "kurzer grober Überblick"
Gast #989803
Lesenswert?

Vorsicht, die Frage nach Lebenslauf-Lücken kann auch als grober Verstoß
gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz gedeutet werden.
Der Arbeitgeber hat sich nach strenger Gesetzesauslegung nur für die
Beschäftigungen und Erfahrungen im LL zu interessieren.
Hier ist unter anderem geregelt das ein Bewerber wegen Arbeitslosigkeit
nicht benachteiligt werden darf und das Beste, der Arbeitgeber ist in 
der Beweispflicht NICHT gegen dieses Gesetz verstoßen zu haben.

Von Schmerzensgeldzahlungen bis 500 Euro hab ich schon gehört.

Gestern hatte ich bei einer Firma angefragt ob die mich privat beliefern
(Grund war ein Mindestumsatz der mich gestört hat). Anstatt einer
positiven Antwort bekam ich heute einen Anruf von einem betriebsinternen
Personaler (Headhunter) der mich anwerben wollte für eine vakante 
Stelle.
In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die 
Frage nach dem Alter gestellt worden was unzulässig nach dem AGG ist. 
Scheinbar lernen die nichts dazu oder ignorieren das Gesetz einfach. Hab
abgelehnt weil die mir keine Einkaufsmöglichkeit ohne Mindestumsatz
geboten haben. Die ganze Mühe war für die Katz. Wenn die nicht wollen,
will ich auch nicht.

Jeder sollte sich mal mit dem Gesetz beschäftigen und gegebenenfalls
mal andeuten das die eine oder andere Frage unzulässig ist.
Wenn der Gesprächspartner das nicht einsieht ist eine Anstellung
ohnehin nicht ratsam, weil das im Job munter so weiter geht.
Gast #990300
Lesenswert?

Solche Lücken sind keine Lücken! Die Schule geht nun mal nur bis zum 
Sommer- offiziell startet das Studium im Oktober, ergo hast Du Zeit, in 
der Du formell nicht arbeitest, oder lernst (wobei zu empfehlen wäre, 
dort eine Bildungsreise oder eine Vorseminar zu machen oder 
hinzuschreiben)

Lücken im Lebenslauf bedeutet etwas ganz anderes! Man hat schlicht 
einfach eine Zeitspanne nicht angegeben und der Personaler fragt sich , 
was da war. Im obigen Beispiel ist es natürlich wieder Wurscht, weil er 
denken kann.

Wenn man aber im Juli das Abi hat und erst zum Sommersemester im April 
anfängt, zu studieren, ist das nicht logisch und bedarf einer Erklärung.

Ein anderes Beispiel wäre Studienende / Pause und Bundeswehrdienst, die 
nicht angrenzen. Wenn einer im Sept mit der FH fertig ist und dann nicht 
im Okt gleich zum Bund geht.

Man sollte einfach schreiben : "3 Monate frei, wegen vorzeitigem 
Studienende und verzögerter Einberufung" oder man baut eine Krankheit 
ein.

Oder : "MAN SCHRIBT EINFACH DEN WAHREN GRUND HIN" ! Das klingt am 
ehrlichsten. Ein Bekannter ist nach dem Abi erst mal ein halbes Jahr 
druch die Staaten getourt.

>In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die
>Frage nach dem Alter gestellt worden
Gast #991196
Lesenswert?

>In diesem Gespräch war vom Personaler neben anderen Themen auch die
>Frage nach dem Alter gestellt worden was unzulässig nach dem AGG ist.

Mumpitz, der Personaler darf schon nach dem Alter fragen. Unzulässig ist 
nur, einen Bewerber wegen seines Alters nicht einzustellen. Kleiner aber 
feiner Unterschied.
(Firma: D.ade) #991235
Lesenswert?

>oder man baut eine Krankheit ein.

Das sollte man nicht ohne Not tun. Ein Ehrenamt oder ein Selbststudium 
mit belegbaren Ergebnis kommen da besser. Auch eine längere Auslandreise 
ist nicht verkehrt. Jedoch sollte man sich das gut überlegen. Wenn sie 
unnmittelbar vor einer Bewerbung liegt, könnte das "Arbeitsgewöhntheit" 
in Frage stellen.

Aus einer Arbeitspause herraus scheinen Einstellungen besonders 
schwierig. Wenn man dagegen wieder Fuß gefasst hat, sind länger 
zurückliegende Lücken eher irrelevant und lassen sich auch leicht 
vertreten, da man ja bewiesen hat immer wieder aufzustehen.

Interessanter gestalltet sich jedoch die Aantwort auf die Frage nach der 
Begründung für einen Wechsel, dabei sowohl des Aktuellen, als auch 
zurückliegender.

Entlassungen durch den Arbeitgeber insbesondere des Letzten sind eine 
besonders Delikate Angelegenheit und man sollte ihnen steets 
zuvorkommen.

Es sei denn man braucht sich selbst nicht zu belasten. (Insolvenz des 
Arbeitgebers, ausgefallenen lohnzahlungen, betriebsbedingt mit 
Wiederbeschäftigungsangebot bei allfälliger Möglichkeit)
#991950
Lesenswert?

Im Lebenslauf sind Lücken von (GANZ WENIGEN) Monaten doch nicht schlimm. 
Schreib gar nichts hin also z.B.

Jan. 2009 - heute bliblablu
Febr. 2004 - Okt. 2006 blabla

Wenn das überhaupt auffällt oder interessiert, wird das an einem 
Vorstellungsgespräch schon gefragt. Aber es sieht definitiv scheisse aus 
wenn du nach jeder Tätigkeit reinschreibst: 3 Monate arbeitslos!
Gast #992093
Lesenswert?

Luecken im Lebenslauf ? Weshalb soll man nahtlos bis zur Pensionierung 
durcharbeiten ? Wegen der paar mickrigen Kroeten ? Sonst noch was ? 
Irgendwann muss man die Geschichten, die es sich lohnt den Enkeln zu 
erzaehlen auch erleben. Ein schlecht bezahlter Job gibt zuwenig Stories 
her. Ist doch so.
Persönliche Seite #992562
Lesenswert?

so auch nicht wrote:
> Luecken im Lebenslauf ? Weshalb soll man nahtlos bis zur Pensionierung
> durcharbeiten ? Wegen der paar mickrigen Kroeten ? Sonst noch was ?
> Irgendwann muss man die Geschichten, die es sich lohnt den Enkeln zu
> erzaehlen auch erleben. Ein schlecht bezahlter Job gibt zuwenig Stories
> her. Ist doch so.

Sehe ich genauso. Kein Interesse daran Zeit meines Lebens Hampelkasper 
der Industrie zu sein, auch wenn manche weltfremde BWLer glauben in 
ihrer goettlichkeit dies verlangen zu koennen. Ich arbeite, um zu leben. 
Nicht umgekehrt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren