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Forum: Platinen Schlieren im Fotolack


Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Hallo zusammen,
ich versuche seit längerem eine gescheite Belichtungsreihe zu erstellen.
Aber jedes mal habe ich so komische schlieren auf der Platine nach dem 
Entwickeln.
Ich belichte mit einem umgebauten Scanner und 4x15W Philips UV-Röhren.
Die Glasscheibe vom Scanner ist absolut CLEAN!

Ich drucke das Layout mit einem Laserdrucker (Brother HL-5280DW) auf 
eine Folie und achte darauf, dass absolut KEINE FINGERABDRÜCKE auf der 
Folie entstehen.

Entwickeln tue ich in einer kleinen Schale mit 1/2 Liter Wasser und ca 1 
1/2 Teelöffel NaOH. (ca. 6-7g).
Bis ich auf der Platine etwas sehe vergehen so etwa 1 - 1,5 Minuten beim 
Entwickeln...

Hier mal ein Foto: 
http://www.imagehack.eu/archiv.php?bild=15550&bild...

Bin für jeden Tipp dankbar!!

 Tobias

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Die Konzentration ist eher zu hoch, es heißt für Positiv 20 Lack 
7..10g/Liter.

Wie optisch dicht ist der Ausdruck? Ich muß immer zwei oder drei Folien 
übereinandertackern, damit es undurchlässig genug wird.

Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Christoph Kessler wrote:
> Die Konzentration ist eher zu hoch, es heißt für Positiv 20 Lack
> 7..10g/Liter.

Eher zu hoch? Aber ich muss doch jetzt schon fast 2 Min warten bis ich 
das Layout auf der belichteten Platine sehe?!?!?
Wenn ich die Konzentration noch niedriger halte muss ich ja noch länger 
warten. Ich habe gelesen, dass man bereits nach 20 Sek bis 1 Min das 
Layout erkennen sollte.

> Wie optisch dicht ist der Ausdruck? Ich muß immer zwei oder drei Folien
> übereinandertackern, damit es undurchlässig genug wird.

Der Ausdruck ist schon recht dicht. Wie du auf dem Foto sehen kannst ist 
das ja auch nicht das Problem. Woher kommen die Schlieren?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Dann ist die Belichtungszeit falsch. Dem Foto nach ist es überentwickelt 
oder unterbelichtet, also die Schicht löst sich schon, bevor das Bild 
klar erschienen ist. Entweder zuwenig Licht oder zu starker Entwickler 
vermute ich.

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Tobias John wrote:
> Bis ich auf der Platine etwas sehe vergehen so etwa 1 - 1,5 Minuten beim
> Entwickeln...
>
Bungard-Material?
Diese lange Zeit erscheint mir ungewöhnlich. Bei mir beginnt sich der 
Lack praktisch sofort nach dem Einlegen in den Entwickler zu lösen. Ich 
streiche !vorsichtig! mit einem !weichen! Pinsel drüber. Nach etwa einer 
halben Minute passiert dann nichts mehr. Ich lasse die Platine dann noch 
einige Sekunden drin.

Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Leider kein Bungard. Bei Reichelt gekauft "FHPCU 160X100".
Die Temperatur des Entwicklerbades ist aber auch recht niedrig (max 15 
Grad).

Autor: Stephan Watterott (Firma: Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
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Die 50 Cent, was das Bungard Material teurer ist sollte man vielleicht 
doch ausgeben.
Ich habe selbst auch keine vernünftigen Ergebnise mit dem Proma Material 
hin bekommen.

Autor: Ups... (Gast)
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Wahrscheinlich verträgt sich dein Film nicht mit dem Fotolack, so das
es zu Verklebungen oder zu einer Stoffreaktion kommt, wodurch die 
Schlieren entstehen. Prüf mal den Film ob da etwas zu sehen 
ist(Rückstände).
Eine recht gute Methode die Belichtung auszuprobieren ist auf einen
Basismaterialstück 20 Streifen von der Schutzfolie in ein-Minute-
Intervallen zu belichten und nach jedem Belichtungsvorgang einen
Streifen abziehen bis alle verbraucht bzw.alles belichtet ist.
Der erste hat dann 20Minuten,der letzte dann nur 1Minute Licht bekommen.
Irgendwo dazwischen ist dann das Optimum.

Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Auf die Idee, dass die Folie sich nicht mit dem Lack verträgt bin ich 
noch nicht gekommen.
Ich werde es dann wohl mal mit Bungard-Material versuchen. Anscheinend 
taugt das andere echt nicht.

Gruß,
 Tobias

Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Hallo zusammen,

ich habe mal eine hochwertigere Platine aus einem Elektronik-handel hier 
um die Ecke gekauft.

Die Billig-Platinen von Reichelt kann ich echt NICHT EMPFEHLEN! Die neue 
hochwertige Platine (Hersteller werde ich mal nachfragen), ist um längen 
besser! Endlich funktioniert das Entwickeln und Ätzen ohne Probleme bis 
5 mil.

Besten Gruß,
 Tobias

Autor: ACVoltage (Gast)
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moin..

Es ist wichtig, warmes Wasser zum Entwickeln zu verwenden !

Ich nehme heisses Wasser, rühre mit dem Ätznatron gut um und entwickle, 
wenn es zu dampfen aufgehört hat.

Dann dauert es nur Sekunden.. ist die Brühe kalt, kann man ewig warten.

Und WICHTIG !  Platine dabei ständig kräftig bewegen !

Autor: merlin63 (Gast)
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hallo

ich sage malbringe dein entwickler auf 40 bis 45 grad und die ätzplörre 
auf 35 bis 40 grad und du wirst keine probleme mehr haben.....wenn die 
belichtungszeit stimmt. die mäher vom kalt-entwickeln hält sich 
scheinbar sehr hartnäckig.
viel glück

gruß thomas

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Also ich nehm immer heißes Wasser aus der Leitung, und ansosnten bei den 
günstigen muß man in der Tat etwas länger warten geht aber auch 
einwandfrei, gerade vorgestern ne Platine mit 0,3mm geäzt, belichten tu 
ich mit 4 Röhren 1:30 :)

Autor: Tobias John (tobiasjohn) Benutzerseite
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Also ich habe es gerade noch einmal mit dem PROMA-Dingern versucht.

Ich habe eine Belichtungsreihe gemacht von 20 - 250 Sek.
Der Entwickler hatte auf 1/2 Liter Wasser (kalt) 5 Gramm NAOH.
Es hat sich NICHTS GETAN nach 5 Minuten kräftigem hin-und-her 
schaukeln...

So dann habe ich das ganze noch einmal mit einer Qualitäts-Platine aus 
dem örtlichen Elektronik-Fachhandel gemacht.

Gleiche Belichtungsreihe von 20 - 250 Sek.
Selber Entwickler (1/2 Liter Wasser (kalt) - 5g NAOH)

Nach 30 Sek waren die Leiterbahnen wunderbar erkennbar und nach 1 Minute 
habe ich die Platine abgespült und dann geätzt. ALLES PERFEKT!

Da ich im Keller leider kein warmes Wasser habe und ich nicht noch eine 
Heizung für den Entwickler bauen möchte (Fotoschale ist wesentlich 
komfortabler) bleibt mir nichts anderes übrig als nicht diese billigen 
PROMA-Platinen zu verwenden.

Letztes Jahr habe ich einmal eine Platine mit Proma gemacht. Und da ging 
es eigentlich recht gut.

Warum ändert sich das plötzlich?

Zum Thema "Mär des Kalt-Entwickelns": Ich glaube nicht, dass man 
unbedingt mit heißem Wasser entwickeln muss. Sicherlich ist es nicht 
falsch die Wassertemp. auf 25°C zu bringen, aber wenn Bungard-Platinen 
nach 1 Minute entwickelt sind, dann sollten die billigen Dinger nach 
spätestens 2 -3 Minuten auch mal etwas sehen lassen...

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Tobias John wrote:
> Leider kein Bungard. Bei Reichelt gekauft "FHPCU 160X100".
> Die Temperatur des Entwicklerbades ist aber auch recht niedrig (max 15
> Grad).

Das Zeug ist der letzte Mist.
Benutz Bungard und wunder Dich, wie gut das auf einmal geht.

Bei den Billigplatinen wenn der Entwickler nicht auf das Milligramm und 
die Belichtungszeit nicht auf die Sekunde stimmt ist alles im Eimer.

Autor: Gast (Gast)
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> Da ich im Keller leider kein warmes Wasser habe ...

Das bisschen Wasser, das du dafür brauchst, kannst du in einer
Thermoskanne mitbringen. 25 °C sind ok.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Entwickler kannst Du getrost kalt ansetzen => Loesungsenthalpie.

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