Hi,
ich hab gestern abend einen Bericht auf n-tv gesehen (national
Georaphics), bei dem es um Geothermie ging.
In diesem Bericht wurden die Vorzüge der Geothermie gezeigt und auch
erklärt dass es damit möglich ist, mit rel. geringem Aufwand Strom zu
erzeugen.
Gegenüber Solar- Wind- und Wasserkraftwerken sind Geothermiekraftwerke
nicht Ortsabhängig und man könnte anscheinend nahezu überall auf der
Welt Geothermiekraftwerke betreiben (Im Hochgebirge, auf dem Grund des
Ozeans oder in einer Wüste).
Es wurden aber keine Nachteile der Geothermie aufgezeigt und wenn dieses
Prinzip wirklich keine Nachteile hat, dann möchte ich Euch fragen warum
sich Geothermiekraftwerke nicht durchsetzen, warum gibt es dann weltweit
nur eine Handvoll Versuchsanlage die wenige KW/MW erzeugen?
Das Prinzip ist ja schon etwas älter und von daher zählt die Aussage,
dass alles noch neu und unerforscht ist, nicht!
Der Bericht war durchweg positiv - günstiger, umweltfreundlicher Strom
durch viele kleine Kraftwerke.
Obwohl die Berichte von national geographic immer recht interessant
sind und auch nicht nach Augenwischerei klingen, fehlt mir hier bei der
Geothermie der Negativanteil, das "Aber". das muss es aber geben, sonst
wüßte ich nicht warum sich die Geothermie gegenüber den Wind- und
Soalrkraftwerken nicht bereits durchgestzt hätte!
Blob! wrote:
> Gegenüber Solar- Wind- und Wasserkraftwerken sind Geothermiekraftwerke> nicht Ortsabhängig und man könnte anscheinend nahezu überall auf der> Welt Geothermiekraftwerke betreiben (Im Hochgebirge, auf dem Grund des> Ozeans oder in einer Wüste).
Nein. Die Geologie kann man nicht einfach außer Acht lassen, wenn man
mit einigermaßen vertretbarem Aufand Tiefen mit hoher Temperatur
erreichen will.
>> Es wurden aber keine Nachteile der Geothermie aufgezeigt und wenn dieses> Prinzip wirklich keine Nachteile hat, dann möchte ich Euch fragen warum> sich Geothermiekraftwerke nicht durchsetzen, warum gibt es dann weltweit> nur eine Handvoll Versuchsanlage die wenige KW/MW erzeugen?
Es kann Gebirgsschläge geben - wie vor ein paar Jahren in der Gegend von
Basel.
>Gegenüber Solar- Wind- und Wasserkraftwerken sind Geothermiekraftwerke
nicht Ortsabhängig...
Abgesehen vom Vulkan, wo man draufhocken muss... zB Hawai, Island,..
Matthias S. wrote:
> Nein, das Problem hat sich mittlerweile anscheinend auch erledigt.
Nein, so einfach ist das nicht. Wenn die Geologie ungünstig ist, muß man
viel tiefer bohren, um ausreichend heiße Schichten zu erreichen.
> Man braucht nichtmal mehr Wasser dort unten, das Pumpt man einfach> selbst rein.
Na ja, zu hoffen, daß man "irgendwo da unten" auf eine unerschöpfliche
Wasserader zu stoßen, ist schon etwas naiv.
Läßt man das Wasser ab, hat das irgendwann Gebirgsschläge zur Folge und
das ist nicht nur für die Bohrlöcher gefährlich.
Man tut also gut daran, so viel Wasser unten rein zu pumpen, wie man
fördert. Dazu braucht man natürlich zwei Bohrlöcher in gebührendem
Abstand.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hot-Dry-Rock-Verfahren
Ich denke die Bohrtiefen sagen alles zum Aufwand, und die elektrische
Leistung in Bezug auf die Entnommene Wärme auch deutlich was zum
Wirkungsgrad von solchen Anlagen, wobei dieser hier ja eigentlich egal
ist, denn auch der ungenutzte Teil der Energie kann zum Heizen verwendet
werden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie#Stromerzeugung_2
das Problem dass tiefe Löcher Zeit- und Kostenintensiv sind, könnte sich
in naher zukunst auf lösen. Eine australische Firma hat ein Verfahren
mit heißer "PlasmaLuft" (über 1800°C) entwickelt, dass Löcher sogar in
Granit Bohren kann - ohne Berührung und somit (für den Bohrkopf)
verschleißfrei.
In diesem Bericht wurde das Verfahren vorgestellt und eine
Bohrgeschwindigkeit in granit von 10cm/min erreicht!
Blob! wrote:
> Eine australische Firma hat ein Verfahren> mit heißer "PlasmaLuft" (über 1800°C) entwickelt, dass Löcher sogar in> Granit Bohren kann - ohne Berührung und somit (für den Bohrkopf)> verschleißfrei.
Na, das wäre das erste Plasmagerät, das verschleißfrei arbeitet.
Außerdem muß der Aushub natürlich aus dem Loch raus, oder wird der
einfach verschleißfrei in ein Schwarzes Loch entsorgt?
Da hat sich ein ahnungsfreier Marketing-Futzi produziert...
Benedikt K. wrote:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie#Stromerzeugung_2
Staatliche Fördermaßnahmen
* Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien
* Programme der KfW
* Förderprogramme von Ländern und Kommunen
so klein ist die Welt...
>Außerdem muß der Aushub natürlich aus dem Loch raus, oder wird der>einfach verschleißfrei in ein Schwarzes Loch entsorgt?
beim ersten Prototyp wurde der Aushub mit Wasser ausgespült, das
Nachfolgergerät macht den Aushub anscheinen so klein, dass er bei
kleineren Löchern sogar abgesaugt werden kann! (ohne Wasser).
Ist aber alles noch in der Entwicklung wobei das Grundprinzip
nachweislich funktioniert!
Ich hab gerade mal nach weiteren Infos im Netz gesucht, hab bis jetzt
aber nichts gefunden - Ich weiß Leider den Name der Firma nicht, nur
dass es ein australisches Untenehmen ist und dass bereits der Vater des
Unternehmers daran geforscht hat. vlt. find ich irgendwo nochmal den
Bericht vom NG.
Ich hab nicht alles aus dem Bericht mitbekommen weil meine Freundin
gestern abend bei mir war - zeitweise konnte ich da nicht auf den
Fernsehen schauen! ^^
blob! wrote:
>>Außerdem muß der Aushub natürlich aus dem Loch raus, oder wird der>>einfach verschleißfrei in ein Schwarzes Loch entsorgt?>> beim ersten Prototyp wurde der Aushub mit Wasser ausgespült, das> Nachfolgergerät macht den Aushub anscheinen so klein, dass er bei> kleineren Löchern sogar abgesaugt werden kann! (ohne Wasser).> Ist aber alles noch in der Entwicklung wobei das Grundprinzip> nachweislich funktioniert!
Aber wohl kaum verschleißfrei...
> Ich hab nicht alles aus dem Bericht mitbekommen weil meine Freundin> gestern abend bei mir war - zeitweise konnte ich da nicht auf den> Fernsehen schauen! ^^
Die Dame scheint auch Verschleiß zu verursachen...