Macht warmes Essen schneller satt?

Gast #991819
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Ich habe gerade eine Suppe auf dem Herd und führe ihr Wärmeenergie zu.
Nun denke ich, daß mein wuchtiger Körper daraus eine höhere 
Energiezufuhr
erfährt als bei einer kalten Speise, d.h. ich müßte schneller satt sein.

Energieinhalt der Inhaltsstoffe xxx KJ+ Heizenegie (Ww=m*c*Delta Theta)

Was denkt ihr darüber?

MfG Paul
#991836
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Schneller satt wohl nicht, aber ein klein wenig wuchtiger, als wenn du 
die Suppe kalt ißt. Grund: Du mußt etwas weniger Energie aufwenden, die 
Suppe zu verdauen, wenn sie Körpertemperatur hat.

Andererseits könnte zu heiße Suppe den Effekt wieder aufheben, weil du 
dann Energie aufwenden mußt, die überflüssige Wärmeenergie mit Hilfe des 
Blutkreislaufes und Schweißentwicklung an die Umgebung abzugeben.

Also: Einen Paul mästet man am besten mit 37° C warmer Suppe.
Gast #991860
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Ich bin sozusagen ein Supp-Unternehmer. ;-))

@Bernhard
Da ist was dran.

@Uhu Uhuhu
>Also: Einen Paul mästet man am besten mit 37° C warmer Suppe.

Diese Erkenntnis hatte vor langen Jahren auch meine Mutter, als sie mich 
mit körperwarmer Milch betankte. dämlich grins


MfG Paul
Persönliche Seite #991862
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Paul Baumann wrote:
>
> Was denkt ihr darüber?
>

Die Wärme an sich hat IMHO keinen Effekt. Was beim Essen viel wichtiger 
ist:

-- Wie schnell man es futtert: Was warmes isst man evtl. langsamer.
   Ausserdem hat man beim Selberkochen Zeit, sich aufs Essen
   einzustellen, im Gegensatz zB zum Fresspuff, wo man nur hingeht
   und sich direkt den Fraß reinstopft

-- Nach wieviel es aussieht: Essen fängt vor der Nahrungsaufnahme an.
   Der Körper bereitet sich sellisch und moralisch **g** aufs
   Essen vor. Große Portionen zie zB Salat suggerieren eher,
   daß sie sattmachen als zB ne Kalorienbombe wie ein Whopper
   oder BigMac, die im Vergleich dazu eher klein wirken.

-- Kalorienzählen etc ist IMHO ziemlicher Humbug:
   Es kommt viel mehr darauf an, wie fix die Nährstoffe aufgenommen
   werden. Bei hohem Faseranteil ist die Aufnahme der Nährstoffe
   langsamer und gleichmässiger, ohne hingegen fährt die
   Verdauungmaschinerie volle Kraft: Das führt zum einen zur
   berühmten "Futternarkose" nach schwerem Essen, zum anderen zu
   heftigem Hunger, wenn die volltourige Maschine unversehends
   kein Brennstoff mehr hat:
   direkt wird wieder ordentlich gefuttert, weil man ja so nen
   "Riesenhunger" zu stillen hat.

-- Daß K-Zählen Unsinn ist, sieht man auch daran, daß Süßstoffe in der
   Schweinemast eingesetzt werden. Der Körper reagiert auf "süß" schon
   beim Essen, lange bevor das Zeug wirklich verdaut wird. Geruch,
   Geschmack und Aussehen sind wichtige Analysewerkzeuge für den
   Organismus. Der Körper reagiert auf Süßstoff ähnlich wie auf Zucker.
   Im Blut wird durch Insulinausschüttung der Zuckerspiegel gesenkt,
   um Platz für die nahende (vermeintliche oder reale) Zuckerankunkt
   vorzubereiten. Das Insulin schleust den Zucker in Körperzellen, zB
   Muskel- oder Fettzellen. Kommt jedoch kein Zucker nach, isst man
   wegen des im Keller befindlichen Zuckerspiegeln unbewusst mehr.
Gast #991867
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"Also: Einen Paul mästet man am besten mit 37° C warmer Suppe.

Diese Erkenntnis hatte vor langen Jahren auch meine Mutter, als sie mich
mit körperwarmer Milch betankte."

Also mit steuerbegünstigtem Bio-Sprit !
Gast #991878
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>Öhm 35KJ in 400g Bier?

Das wird man glauben müssen, weil es bestimmt nicht einfach ist, den 
Brennwert von Bier festzustellen. Es löscht ja immer die Flamme.


@Johann L.
Danke für Deine ausführliche Erklärung.

MfG Paul
Gast #991880
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Ich habe mal ein Experiment gesehen, in dem haben eineiige Zwillinge 
eine Woche lang exakt das Selbe zu sich genommen und exakt die selben 
Aktivitäten unternommen. Dann hat der Eine sein Mittagessen 'normal' zu 
sich genommen, der Andere püriert (als Brei oder Suppe).
Der 'Normalesser' hatte 3 Stunden vor dem 'Püriert-Esser' wieder Hunger.

Also scheint der Körper das Essen, wenn nicht richtig gekaut, schlechter 
auszuwerten. Was jetzt nix mit Temperatur zu tun hat, wohl aber - wie 
Johann L. schrieb - mit der Konsistenz und Geschwindigkeit, in der das 
Futter vernichtet wird. Im Burger ist alles schön verdauungsfertig, kann 
auch am Stück 'runtergewürgt werden, bei z.B. Rohkost ist eher Kauen 
angesagt.

Also Paul: kaue dein Süppchen, dann hält es länger! :D
Gast #991883
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>kaue dein Süppchen, dann hält es länger

Dasch mache isch erscht, wenn isch gar keine Schähne mehr habe. ;-)

Ein Opa sprach in Rodewisch:
"Der Enkel soll nicht gähnen bei Tisch!"

Doch dieser muß gähnen,
da wirft mit den Zähnen
der Opa und spricht:
"Hörscht Du nicht?"

(Zitat MTS)

MfG Paul
#991885
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Thilo M. wrote:
> Also scheint der Körper das Essen, wenn nicht richtig gekaut, schlechter
> auszuwerten.

Das ist ja auch völlig logisch: Fein zerkleinerte Substanz hat eine viel 
größere aktive Oberfläche, an der die Verdauungsenzyme angreifen können, 
als grobe Brocken. Der Verdauungsapparat versucht das zwar durch längere 
Verweildauer zu kompensieren, aber das geht nur in Grenzen.

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