Hallo,
@adam: die Version Loudness (gehörrichtige Lautstärkereglung) wurde
schon ganz richtig als Zweck der Anzapfung genannt. Bessere Geräte
hattten Potis mit 3 Anzapfungen. Es wurden bei kleinen Lautstärken die
Tiefen und etwas die Höhen angehoben, damit der Klang möglichst
unabhängig von der Lautstärke subjektiv gleich bleibt.
Bei kleinen Lautstärken hört der Mensch tiefe und teilweise auch hohe
Töne schlechter und der Klang wirkt flach und dumpf.
@Peter: mal Dir mal das Schaltbild auf und überlege die
Spannungsverhältnisse an der Anzapfung a) wenn der Schleifer in der
oberen Hälfte, b) wenn er in der unteren Hälfte steht...
Ansonsten: die Potis hatten oft auch eine Kennlinie, die einen
gleichmäßigen Lautstärkeverlauf mit der Beschaltung erzeugt. Die
Kennlinie ar also weder linear noch logarithmisch, sie hatte oft einen
ausgeprägten Knich an der Stelle der Anzapfung. Wenn nur ein R-C-Gleid
von der Anzapfung nach Masse geht, kannst Du sie komplett weglassen und
ein loarithmisches Poti nehmen.
Wenn es eine komplexere Beschaltung ist, mußt Du vermutlich die Teile
komplett auslöten, sonst ist der Frequenzgang zeimlich verbogen.
Gruß aus Berlin
Michael