@ daniel:
Schwingungspaketsteuerung heißt im Englischen 'multi-cycle control' und
wird eher selten bis nie bei Lichtsteuerungen eingesetzt.
Den Grund hast Du schon richtig erkannt, selbst wenn man die
Wechselspannung gleichrichtet und dann als zusammenhängendes Paket von 0
bis 100 Halbwellen ausgibt, wird es ggf. stark flackern. Dem kann zwar
abgeholfen werden, indem die Pakete nicht mehr zusammenhängend sind
sondern mehr oder weniger gleichmässig auf die 100 möglichen Halbwellen
verteilt (Englisch: distributed) werden. Aber eben diese gleichmässige
Verteilung bei 100 möglichen Kombinationen macht(e) die Steuerung etwas
kompliziert. Bei heutigen µC, sollte das aber der Vergangenheit
angehören.
Ein weiteres Problem ist die Empfindlichkeit der Augen, die eher einen
logarithmischen Verlauf zeigt. Das äussert sich dahingehend das wir z.B.
10% der möglichen Leistung an einer Glühbirne schon als relativ hell
empfinden, während wir den Unterschied zwischen 90% und 100% kaum noch
wahrnehmen (können). Damit wird die helligkeitabhängige Steuerung mit
'nur' 100 Stufen schon recht grob, d.h. beim 'Durchdimmen' von 0% auf
100% wird man Stufen wahrnehmen. Dies kann man verbessern, wenn man mehr
Schritte (also Halbwellen) nimmt, damit dann aber wieder das Problem des
Flickerns hat.
Fazit ist, das diese Art der Steuerung gern für die kontaktlose
Heizungssteuerung/-regelung, d.h. ohne Relais, verwendet wurde, wo die
zu steuernde/regelnde Strecke sehr langsam reagiert.
Aber aufgepasst - für induktive 'Verbraucher' ist diese Art der
Ansteuerung nichts. Also Halogenlampen via Trafo etc. sollte man damit
tunlichst nicht betreiben. Sämtliche rein ohmschen 'Verbraucher' freuen
sich dagegen über den 'sanften' Stromanstieg ;-)