Moin zusammen
Hab da nen kleines Problem mit ner Schaltung.
Am Speisungseingang hängt gleich erstmal ne SMD Schmelzsicherung
(flink/ultra fast). Danach folgen 2 parallel geschaltete low-ESR
Kondensatoren gegenüber GND, die ich für nen Schaltregler benötige.
Beim Einschalten himmelts mir ab und zu die Sicherung, bestimmt wegen
der Einschalt-Stromspitze der Kondensatoren.
Daher nun die Frage, was ihr machen würdet:
a) Sicherung NACH den Kondensatoren schalten (also zwischen
Kondensatoren und Schaltregler)
b) träge Sicherung verwenden
c) ...weitere Vorschläge?
lg
PS: Nur so als Tip: Distrelec/Schuricht hat nun neu echt coole
ultra-low-ESR Kondensatoren im Verkauf mit verdammt (!) hohen
Rippleströmen!!! ;)
Vorwiderstand wollte ich erstmal die Finger von lassen. Es sind 12V am
Eingang und da bräuchte ich doch schon nen knappes Ohm, damit ich da ein
Auslösen der Sicherung verhindern kann.
Sicherung NACH den Kondensatoren liegt mir etwas quer im Magen, da ich
so nur wieder den ESR der Kondensatoren erhöhe :(
Träge Sicherung ist wohl bis jetzt die beste Variante...?
Oder den Wert der Sicherung nochmals überdenken bzw. erhöhen. Bei mir
ist noch nie ne Sicherung wegen einem zu kleinem ESR rausgeflogen.
Zwischen C und deinem Reglelr/Spule sollte !nichts! sein, auch möglichst
keine Leiterbahnen. Der C gehört so nahe wie möglich an den Ort wo der
Strom gebraucht wird. Denke auch an genügend Vias beim anschliessen.
Cheers,
Ritchie
"Zwischen C und deinem Reglelr/Spule sollte !nichts! sein, auch
möglichst
keine Leiterbahnen. Der C gehört so nahe wie möglich an den Ort wo der
Strom gebraucht wird. Denke auch an genügend Vias beim anschliessen."
Das wollte ich hören, danke. Kollege behauptet da anderes, aber ich war
auch deiner Meinung. So massive Anbindung wie möglich, in meinem Layout
sinds sogar Polygone und keine Leiterbahnen.
Ne Sicherung kann da schon relativ schnell nen halbes Ohm oder sogar
über 1 Ohm betragen!!!
lg
"Bitte einen längeren Text eingeben."
...ja von mir aus, dann tipple ich hier halt noch paar Zeilen, leere
Posts nur mit Dateianhang frisst dieses Forum wohl nicht ^^
Oben links ist einer der Supplystecker und gleich darunter die Sicherung
mit antiparalleler Diode für Verpolungsschutz. Danach folgen gleich die
beiden C's und unten der Schaltregler mit Diode und Spule rechts.
Ich weiss... Polygone haben keine Thermals, aber mein Layout lässt kaum
Thermals zu :(
>danach folgen 2 parallel geschaltete low-ESR
Das ist nicht völlig unkritisch -- zusammen mit der Induktivität der
Zuleitung können recht hohe Spannungsspitzen entstehen, locker
Größenordnung 50 V.
Sind das wirklich die Cs am Eingang, die die Sicherung auslösen? Das
kann ich mir fast nicht vorstellen.
Um welche Nominalströme, welchen Sicherungswert und welchen
Kapazitätwert geht es eigentlich?
Spannungsspitzen? Naja... Nen Schutz dafür lässt sich automatisch durch
die Schutzdiode am Eingang realisieren. Z-Diode rein oder so...
Also Probleme hatte ich bei nem ähnlichen Print, normal fliessen da so
max. 700mA, abgesichert wurde mit 1A superflink. Kapazitäten sind bei
dem besagten Print nen Tantal 68-100uF und nen Keramik 10uF (ich weiss,
keine Tantals bei Schaltreglern verwenden, aber bei diesem ähnlichen
Print isses nen Spannungsregler).
lg
Hallo,
> c) ...weitere Vorschläge?
wenn's die restliche Schaltung zuläßt, kannst Du eine Induktivität
zwischen Sicherung und Kapazität schalten. Die Ladung sollte der
Schaltregler ohnehin aus dem Kondensator entnehmen.
Achte aber darauf, daß der LC-Schwingkreis für die Schaltfrequenz des
Spannungsreglers nicht in Resonanz ist, sonst brennt die Sicherung
möglicherweise dauernd durch.
Gruß,
Michael
wieso muß die Sicherung ultraflink sein?
Ich denke, daß sie eine wirklich schnelle Transiente sowieso nicht
schafft und für einen thermischen Schutz reicht doch auch eine trägere.
Hallo,
> Nur so als Tip: Distrelec/Schuricht hat nun neu echt coole> ultra-low-ESR Kondensatoren im Verkauf
benutzt Du die Nichicon PXA?
ESR_max 260 mOhm, zwei parallel: 130 mOhm
I = U/R = 12V/130 mOhm = 92A_peak!
Kein Wunder, dass die Sicherung stirbt.
Hängt eher davon ab, welchen Peak-Strom das Netzteil kann und ob die
Kondensatoren komplett leer sind.
Tipp: aktive Strombegrenzer-Schaltung:
PNP-Transistor in die 12V-Leitung, ein Widerstand von 12V auf die Basis,
zweiten Widerstand von der Basis auf GND, über zweiten Widerstand lässt
sich einstellen, welcher Strom aus der Basis herausfließt, Basisstrom *
Stromverstärkung = maximaler Strom auf 12V.
GB
Hallo zusammen
Also gleich mal vorweg herzlichen Dank für die Tipps :)
Ein LC-Glied am Eingang war auch schon nen Gedanke, möchte ich aber
weglassen solange möglich. Vor allem wegen Platz...
Sicherung muss keine ultraflinke sein, sollte ne normale flinke werden,
aber ich hab dann wohl die falsche bestellt.
Kondensatoren verwende ich welche von Nippon.
- 2x 22uF/20V
- ESR (mOhm max/20°C, 100kHz): 50
Also verdammt niederohmig!! Mal sehen, was ich jetzt mache. Theoretisch
muss ich nun alleine schon dafür sorgen, dass die Dinger beim Power-Up
nicht allzu hohe Stromspitzen fressen müssen. Evtl. reicht da bereits
der ohmsche Anteil der Sicherung am Eingang grübel
Oder halt die PNP-Variante... Bräuchte weniger Platz als nen LC
lg
Es gab auch schwächliche Sicherungen, die glühten kurz beim Einschalten.
Das geht nur so lange gut, bis der Sicherungsdraht durch Verzundern
seinen Querschnitt verloren hat.
b) Trägere Sicherung könnte Einschaltstrom noch vergrößern, da R
kleiner?
c) ZUleitung optimieren? Statt Stromschiene nur wohldimensionierten
Draht?
Dürften wohl eher die hinteren am Reglerausgang sein? Gibt es hier einen
Softstart?
Poste mal für uns bitte die Schaltung.
Mit welcher Eingangsspannung wird hier gearbeitet?
Danke
Rudi
>Also verdammt niederohmig!!
Ach...es gibt schlimmeres ... (0,7mOhm
http://www.wima.com/DE/supercap_r_2.htm ) ... ;)
Wieso die flinke Sicherung ?
Was soll da geschützt werden ? ... Dem Transistor/Regler bringt es eh
nix, der wird im Zweifel durch die Elkos gekillt ... wenn überhaupt bei
44µ.
Und als "Abbrand"-Schutz lang auch eine trägere Sicherung.
Die Datenblätter der Sicherung studieren -> Strom/Zeit Kennlinien
ansehen ... dort kann man ablesen welche Sicherung die Stromspitze
überlebt.