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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Nennspannung, Drehstrommotor


Autor: daniel (Gast)
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wenn man die Nennspannung des Motors spezifiziert,
meint man die interne Verschaltung zum Dreieck oder Stern?
Oder gibt es beides und muss extra ausgewiesen werden?

gruss

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Stern gehört zur höheren Spannung, Dreieck zur niederen.

MfG Paul

Autor: daniel (Gast)
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dann bringen sie aber dieselbe Nennleistung, richtig?
wichtig ist quasi der Spannungsabfall über einer "Spule".

Autor: daniel (Gast)
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durch die Angabe beider Spannungen wird die Angabe
Stern oder Dreieck nicht mehr notwendig, da wie Du
sagtst, die grössere ist die Dreiecks und kleinere die
Sternverschaltung.
Ok, das macht Sinn :)

Autor: space (Gast)
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Moin,

das ist nicht ganz richtig.
Zur niedrigen Spannung gehört die D-(Dreieck)Schaltung und zur
hohen Spannung die Y-(Stern)Schaltung.
Dr.Besserwiss lässt grüssen ;-)

Autor: Wolf (Gast)
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Wenn keine weiteren Angaben gemacht werden, gilt bei verkettetem 
Drehstrom:

Mit der auf dem Leistungsschild angegebenen Netz-Spannung 
(=Nennspannung) erreicht der Motor seine maximale Leistung die er 
abgeben kann, dann sind die Klemmen in Dreieck geschaltet, jede Wicklung 
wird also an 400V betrieben.
Nun kann am Klemmbrett auch auf Stern umgebrückt werden, dann sind 2 
Wicklungen in Reihe an 400V geschaltet, die volle Leistung wird so nicht 
erreicht.
Das ist auch das Prinzip einer Anlaufschaltung: zuerst wird in Stern 
gestartet und nach einer Hochlaufzeit auf Dreieck umgeschaltet, Hand- 
oder Automatik-Betrieb.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>die volle Leistung wird so nicht erreicht.

Sondern nur ein Drittel.

Autor: Armin D. (waybeach95)
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An den OP :
Es wird nie die Nennspannung spezifiziert.
Die Hersteller spezifizieren die Strangspannung US.
Die Strangspannung ist die Spannung, mit der eine Wicklung (Strang) bei 
Betrieb maximal belastet werden kann.
Ansonsten die Symbole lesen (und auch verstehen können) die auf dem 
Leistungsschild aufgestempelt sind.
Bei der Dreieckschaltung ist die Strangspannung gleich der 
Leiterspannung.
Der Leiterstrom ist Wurzel 3 grösser als der Strangstrom.

Bei der Sternschaltung wird die Strangspannung um Wurzel 3 verkleinert.

Im Nennbetrieb werden Motoren in Dreieckschaltung betrieben deren 
Strangspannung der Netzspannung entsprechen.
Die niedrigste Spannungsangabe, die der Netzspannung entsprechen muss, 
ist auf dem Leistungsschild des Motors angegeben.

Die Stern/Dreieckschaltung wird ab Motoren grösser 5kW, oder neuerdings 
4kW benutzt, um den Anlaufstrom zu begrenzen. Der ist 1/3 niedriger als 
in Dreieckschaltung. Nach erreichen der Nenndrehzahl wird von Stern auf 
Dreieck umgeschaltet damit der Motor sein volles Drehmoment hat.

Die Leistungsangabe auf dem Typenschild ist immer die mechanische 
Leistung (P mech.) an der Motorwelle.
Die elektrische Leistung ist P mech. geteilt durch den Wirkungsgrad.
P elektrisch = U x I x cos fi x Wurzel3

Ich denke ich konnte helfen.

Gruss,
beachway95

Autor: Spötter (Gast)
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"Die Stern/Dreieckschaltung wird ab Motoren grösser 5kW, oder neuerdings
4kW benutzt, um den Anlaufstrom zu begrenzen. Der ist 1/3 niedriger als
in Dreieckschaltung. Nach erreichen der Nenndrehzahl wird von Stern auf
Dreieck umgeschaltet damit der Motor sein volles Drehmoment hat."

Dumm ist es dann, wenn er wg. des entsprechend niedrigeren 
Anlaufmomentes im "Stern" gar nicht erst hochlaufen kann oder auch im 
"Sattelmoment" hängenbleibt ...

Autor: Armin D. (waybeach95)
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An Spötter :
Wenn Du nichts anderes zu sagen hast halt Dich raus.

Wenn Du es dumm findest kann keiner was dafür.

Es ist nun mal wie es ist.
Und bisher ist jeder Motor im Stern angelaufen. Mit oder ohne 
Sattelmoment.

Ciao,
beachway95

Autor: Spötter (Gast)
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"Und bisher ist jeder Motor im Stern angelaufen. Mit oder ohne
Sattelmoment."

Zumindest im Leerlauf / ohne angekoppelte Last.

? Grundlagen E-Maschinen / elektrische Antriebe aus Fernstudium ?

Gruss

Autor: Spötter (Gast)
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Aus "http://www.elosal.de/ratgeber/trsterndreieck/index.php";

( Keine Verantwortung für diesen Link ):

"Nun ( erst nach Hochlauf und Umschaltung von Stern in Dreieck, 
Ergänzung ) darf der Motor mit seinem VOLLEM Moment belastet werden. 
Unterbleibt das Weiterschalten in Dreieck und wird der Motor belastet 
dann führt dieses zum Schaden am Motor. "

Hätte man bereits vorher, also beim Anlauf im Stern, bereits ein 
ähnliches Moment wie bei Nennlast zu überwinden gehabt ( Beispiel: 
Spindelantrieb ), wäre der Motor niemals hochgelaufen.

Autor: Armin D. (waybeach95)
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An Spötter :
Zitat "Zumindest im Leerlauf / ohne angekoppelte Last."
Antwort :
Deswegen werden auch alle Pumpen- oder Lüftermotoren mit ausgekuppelter 
Pumpe oder abgekuppelten Lüfterrad im Stern/Dreieck hochgefahren ?
Zitat "? Grundlagen E-Maschinen / elektrische Antriebe aus Fernstudium"
Bestimmt nicht. Scheint mir eher umgekehrt.
Und es heisst : .... ohne angekoppelter Last .
Und weiter :
Man lässt niemals einen Spindelantrieb im Stern/Dreieck anlaufen.
Das was dieser Link beschreibt hab ich im ersten Lehrjahr gelernt.
Im Westen nichts neues.
Und ausserdem, ich hatte mich an den OP gewendet um Ihm mit meiner 
Antwort zu helfen. Sollte es Dir nicht passen, kann keiner was dafür.
Wir sollten ins Streitforum wechseln. Macht da mehr Spass. Der Thread 
hier gerät aus der Spur.

Ciao

Autor: Spötter (Gast)
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"Hätte man bereits vorher, also beim Anlauf im Stern, bereits ein
 *****
ähnliches Moment wie bei Nennlast zu überwinden gehabt ( Beispiel:
*********************************
Spindelantrieb ), wäre der Motor niemals hochgelaufen."

=> Ein Lüfter HAT eine völlig andere M-n-Kennlinie als ein 
Spindelantrieb !

Viele Grüsse

Autor: Armin D. (waybeach95)
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An Spötter :
Das mit dem Link mit dem darin entaltenden Zitat mit dem Spindelantrieb 
kam nicht von mir. Du zitierst mir ein Zitat das von dir stammt. Toll ! 
und ich bin begeistert.
Also, mach mich nicht an wenn ich auf nicht qualifizierte Links und 
Zitate von dir antworte.

Kennlinie hin oder her, du verfehlst den OP von daniel(Gast) bei weitem.
Trotzdem werden immer noch tausende Pumpen und Lüfter im Stern/Dreieck 
gestartet.

Anstatt Ihm, dem OP, eine, meiner Meinung nach, noch bessere Antwort als 
meine zu geben, fängst du mit Korinten an die eigentlich nichts 
beitragen und, was weit mehr wiegt, nichts neues bringen.

Ciao Bello.

Autor: Spötter (Gast)
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"Es ist nun mal wie es ist.
Und bisher ist jeder Motor im Stern angelaufen. Mit oder ohne
               *****
Sattelmoment."

=> Das kam jedenfalls nicht von mir, ich behauptete, dass dies nur im 
Fall des ab- oder sonstwie entkoppelten Fall ( von der Arbeitsmaschine )
so ist.

Und weiter :

"Man lässt niemals einen Spindelantrieb im Stern/Dreieck anlaufen"

=> ... denn das würde u.U. nicht funktionieren, eben DAS hatte ich sagen 
wollen.

( Wenn "jeder Motor" im Stern anläuft, warum nicht bei Spindeln ??? )

"Trotzdem werden immer noch tausende Pumpen und Lüfter im Stern/Dreieck
gestartet."

Nochmal, s.o.: DIE haben eine völlig andere Kennlinie, wo es ggf. 
funktioniert.

qed.

Autor: Armin D. (waybeach95)
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An Spötter :
Um wieder fachlich zu werden :
Der OP sprach nie von an- oder abgekoppelten Maschinen.
Er fragte nach der Nennspannung von Motoren (entweder Stern oder 
Dreieck).
Das habe ich ihm, denke ich mal, sehr gut erklärt.
Das was danach kam, na ja, war nicht so berrauschend, eil die weil, weil 
es eben nicht auf den OP gemünzt war.

Zitat :=> ... denn das würde u.U. nicht funktionieren, eben DAS hatte 
ich sagen wollen.
Antwort : Dann hast du dich falsch ausgedrückt.
Zitat : Wenn "jeder Motor" im Stern anläuft, warum nicht bei Spindeln 
??? )
Antwort : Also bitte, jetzt aber Schluss.
Beachten wir doch bitte den OP: Er fragte nach der Nennleistung von 
Motoren, entweder in der Stern-, oder Dreieckschaltung.
Das schloss schon Spindelmotoren aus.
Alleine die Frage war allgemein gehalten, nichts gesondertes 
spezifiziert.

Die Details und Korinten kamen alle nach meiner ersten ausführlichen 
Antwort an den OP. Es wurden mir sogar kopierte Links präsentiert und 
keine eigenen Antworten.

Ich arbeite seit 27 Jahren in der Schwerindustrie in Service und 
Maintenance und muss jetzt auf all dieses Zeug nicht antworten.
Und das mit Fingerzeig auf die Vorbildung habe ich schon vergessen. Wer 
fragt "nach Sternschaltung und Spindelmotoren", na ja. Das Blatt wendet 
sich schnell.
Wir sollten es jetzt belassen. Es wird lächerlich. Wir machen uns 
lächerlich. Ich werde auch nicht mehr antworten. Es ist alles gesagt.
Da der OP sich sowieso nicht mehr meldet denke ich mal das war wieder 
eine von diesen "Fake Fragen".

Autor: daniel (Gast)
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@Armin

es war keine fake Frage
nur eine von sehr sehr vielen, deswegen habe ich nach der ersten
Antworten nicht mehr weiter verfolgt, weil ich dachte es verstanden
zu haben^^

@Spötter
ja, das mit dem Anlauf unter Last ist schon klar.
waren auch etliche Aufgaben in Klausuren dazu

>Es wird nie die Nennspannung spezifiziert.
>Die Hersteller spezifizieren die Strangspannung US.
>Die Strangspannung ist die Spannung, mit der eine Wicklung (Strang) bei
>Betrieb maximal belastet werden kann.

Ist es die Spannungsfestigkeit oder die thermischen Probleme,
die einschränkenden Einfluss auf die Strangspannung haben?

>Ansonsten die Symbole lesen (und auch verstehen können) die auf dem
>Leistungsschild aufgestempelt sind.

Da habe ich 0 Erfahrung damit.


Alles in einem habe ich nach dem erarbeiten von Grundlagen
den Eindruck, dass die elektrischen Maschinen sehr komplex sind.
Es werden sogut wie immer nur statische Betriebszustände betrachtet,
weil die Dynamik zu managen sehr schwer ist

Autor: Armin D. (waybeach95)
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@Daniel :
wenn ich mir Deine Original Fragen noch einmal durchlese,
denke ich mir dass ich Dir alles mit meiner Antwort erklärt habe.
OP : weil ich dachte es verstanden zu haben^^

Hast Du es jetzt verstanden oder nicht ?

Thermische Probleme treten bei mechanischer Überlast auf.
Die Motoren sind Spannungsfest für ihre ausgelegte Strangspannung.
Mechanische Überlast ist z.B. wirkliche Überlast an der Motorwelle, 
Lagerschaden, Unwucht.
Wenn das Lüfterrad noch beschädigt ist addiert sich das und verkürzt 
noch mehr die Betriebsdauer der Motors.

Die Strangspannung ist die Strangspannung. Daran gibt es nichts zu 
rütteln. Wenn der Motor mit all seinen Betriebsparametern betrieben wird 
läuft er (fast) ewig.
Die Frage ist falsch gestellt. Die thermischen Probleme haben keinen 
Einluss auf die Strangspannung, weil die steht ja permanent an und wird 
sich aufrechterhalten bis zum Exitus des Motors.

OP : Da habe ich 0 Erfahrung damit.
Da hilft jetzt nur : Raus in die harte Wirklichkeit und 
Motorentypenschilder studieren. In all ihren Variationen und mit dem 
gelernten vergleichen.
Und immer dabei sich die Frage stellen : Was hat der gute Mensch sich 
dabei gedacht diese Zahlen und Symbole aufzustempeln ?

Weiter kann ich nichts dazu sagen, es geht mehr und mehr in die Basics 
der E-Technik.

OP :Es werden sogut wie immer nur statische Betriebszustände betrachtet,
weil die Dynamik zu managen sehr schwer ist

Eben, es gibt Motoren mit fester Drehzahl, die mit permanenter Last 
betrieben werden und es gibt Motoren mit variabler Drehzahl, die durch 
eine Regeleinheit den dynamischen Betriebszuständen angeglichen werden. 
Und das ist, wie G.Grass schon bemerkt hat, ein weites Feld. Hier muss 
man tatsächlich die Eigenarten und Kräfte der Maschine errechnen können 
um die Regeleinheit an den Motor anpassen zu können.
Ein Häcksler ist eben kein Sendzimirgerüst obwohl beide vielleicht den 
gleichen Antrieb haben könnten.

In diesem Sinne, Gruss aus Dongguan (PRC).

beachway95

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