Gast
#1001389
Hallo, hat hier schon mal jemand darüber nachgedacht, einen Redox-Flow-Akku selber zu bauen? Das Besondere an diesen Systemen ist, dass die Kapazität nicht durch Größe und Anzahl der (geschlossenen) Zellen bestimmt ist, wie bei allen anderen "herkömmlichen" Akkus. Die Energie steckt nicht in irgendwelchen Ablagerungen oder chemischen Veränderungen der Elektroden, sondern in der - vereinfacht ausgedrückt - Polarisierung zweier Elektrolyten. Das hat zur Folge, dass man den Vorrat an Elektrolyt durch externe Tanks nahezu beliebig erweitern kann. Man kann auch Elektrolyt getrennt vom System aufbewahren oder transportieren - wie jeden anderen "Kraftstoff" auch. Das Grundprinzip ist zudem verblüffend einfach, wie in den angehängten Links zu sehen. Sicher gibt es da die eine oder andere HiTech-Optimierung, die einem Basteler verwehrt ist, aber ein einfaches Basis-System sollte keine großen Probleme bereiten. Man benötigt für die Reaktionskammer eine Ionendurchlässige Membrane, zwei Kohleplatten als Elektroden und ein wenig mechanisches Beiwerk - sonst nix. http://www.electricitystorage.org/pubs/2001/IEEE_PES_Summer2001/Miyake.pdf http://www.vrb.unsw.edu.au/overview.htm Basis für den Elektrolyt ist eine wässrige Vanadium-Bromid-Lösung. Wie jede lösliche Schwermetallverbindung nicht gerade ein Gesundheitstonikum, aber nicht extrem giftig, nicht ätzend und nicht brennbar oder explosiv. Trotzdem habe ich mir die Finger wund gegooelt, um eine Bezugsquelle für Vanadiumbromid zu finden - ohne Ergebnis. Bei den Membranden sollte es einfacher sein, die werden an vielen Stellen, z.B. Dialyse, eingesetzt ... Ideen, Vorschläge? Frank (der eigentlich registriertes Mitglied ist, nur z.Zt. an einem anderen PC und sein Passwort nicht auswendig kennt)