Marius S. wrote:
> Jo, oder man nimmt einfach ein paar kerne und wickelt drauf los, irgend
> einer wird schon irgendwie passen.
das kann man natürlich machen, ob das Ganze dann aber einigermaßen gut
funktioniert, bleibt dem Zufall überlassen. Es gibt ja auch schlechte
Lösungen, die irgendwie funktionieren.
> Ist bei der Windungszahl eigentlich auch was anderes von bedeutung
> ausser dem Al wert?
Nochmal: Der Al-Wert ist bei der Berechnung der Windungszahl eines
Leistungsübertragers zweitrangig. Er ist vielmehr eine Größe, mit deren
Hilfe man die Induktivität einer bereits dimensionierten Spule einfach
berechnen kann. Bei Kleinsignalanwendungen, z.B. LC-Filter, kann man
damit auch die Windungszahl einer Spule berechnen, um eine definierte
Induktivirät zu bekommen.
> Also wenn ich zB eine Induktivität L haben möchte
> könnte ich das zB mit Kern A welcher einen kleinen Al wert hat mit 30
> windungen machen und mit Kern B welcher einen hohen Al Wert hat mit 3
> Windungen.
>
> Worin besteht denn jetzt der unterschied zwischen den beiden
> induktivitäten? Die reine induktivität ist ja die gleiche.
Die Induktivität sagt ja auch nichts über die Strombelastbarkeit einer
Spule aus. Ein hoher Al-Wert bedeutet, dass der Kern bereits bei
geringen Strömen in die Sättigung geht. Das beschränkt die Anwendung auf
den Kleinsignalbereich, stromkompensierte Entstördrosseln oder
Flußwandlertrafos. Bei allen Anwendungen, in denen Energie gespeichert
werden muß, z.B Speicherdrossel oder Sperrwandlertrafo, kommts es auf
einen hohen Sättigungsstrom an, was immer mit einem relativ niedrigen
Al-Wert einhergeht.
Jörg