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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Drahtlose Kommunikation zwischen µCs über kurze Entfernungen?


Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
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Hallo,
ich würde gerne etwas mit kleinen Modulen experimentieren, die drahtlos 
über kleine Entfernungen hinweg kommunizieren können.

Die Module sollen klein und einfach sind und sozusagen erst als 
„Schwarm“ was können. Also im einfachsten Fall z.B. bilden 8 gleiche 
Module aus je einem kleinen Akku, einem µC und einer LED, automatisch 
ein Lauflicht, wenn man sie nebeneinander legt.

Dazu brächte ich eine einfache, billige, stromsparende Möglichkeit die 
Module untereinander über Informationen austauschen zu lassen. Die 
Übertragungsrate darf dabei recht klein sein, ein paar dutzend Bit pro 
Sekunde wäre schon genug. Die zu überbrückende Entfernung wäre auch sehr 
klein 5-30mm oder so. Eine deutlich größere Reichweite wäre u.U. sogar 
nachteilig.

Mein erster Gedanke ist IR LED und Photodioden zu verwenden, oder gleich 
fertige Module für Fernsteuerungen. Das wäre zwar einfach, braucht aber 
recht viel Strom und hat den großen Nachteil sich nur gerichtet 
auszubreiten. Sagen wir mal die Module wären viereckig, dann bräuchte 
ich auf jeder Seite so ein Sende/Empfangsmodul um die Kommunikation 
sicherzustellen. Das ist ziemlich unpraktisch. Möglichweise könnte man 
das umgehen, indem man das Licht in einer Acrylglasscheibe verteilt oder 
so, aber elegant scheint’s mir nicht.

Ein Verfahren, das mit elektrischen Feldern arbeitet scheint mir da 
praktischer. So eine mini Funkstrecke wäre schön. Nur wie könnte da 
Sender und Empfänger aussehen?  RFID zum selber bauen?

Wie könnte man das angehen? Was könnte man da noch näher untersuchen? 
Irgendwelche Ideen? Fertige Baupläne? :-)

Grüße
Flo

Autor: ichhalt (Gast)
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hm wenn dir ir schon zuviel strom kostet wirst du auf anderen wege wohl 
nicht rankommen......weil dieverse funktechnik sehr viel mehr strom 
braucht....


du könntest die ir diode aber zb nach oben richten und eine 
"spiegelpyramide" mit der spitze nach unten genau darüber befestigen....

bzw einen kreiskegel....is aber schwerer zu fertigen....

das wären so meine ideen...(wobei ich trotzdem erst ma 4 ir dioden 
probieren würde

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
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Hallo ichhalt

> hm wenn dir ir schon zuviel strom kostet wirst du auf anderen wege wohl
> nicht rankommen......weil dieverse funktechnik sehr viel mehr strom
> braucht....

Hmm... Ich dachte eben an RFID Technik, da wird mit Funk gearbeitet und 
nicht mit IR. Und da wird definitiv sehr wenig strom verbraucht, aber 
vielleicht ist sowas mit einfachen Mitteln nicht zu realisieren.

> du könntest die ir diode aber zb nach oben richten und eine
> "spiegelpyramide" mit der spitze nach unten genau darüber befestigen....

Ja, das dachte ich auch schon, nur gefällt's mit nicht sonderlich. :-)

Gerade zum ausprobieren ist das aber wohl wirklich die einfachste 
Lösung.

Grüße
Flo

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
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Hallo,
hat schon mal jemand eine akustische Kommunikation zwischen µCs 
realisiert. Ich muss nur ein paar Zentimeter durch Luft schaffen, das 
sollte doch akustisch mit wenig Sendeleistung gehen und der müsste auch 
mit wenig Energieeinsatz möglich sein. Was meint ihr?

Grüße
Flo

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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@Flo: Wieso sollte RFID-Technik wenig Strom gebrauchen?

Die Tags brauchen i.d.R. wirklich wenig Strom. Das liegt bei passiven 
Tags an der konstruktion und bei aktiven daran, dass sie in der Regel 
immer nur kurz aktiv sind.

Du willst aber andauernd Daten übertragen, oder?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Du könntest mit IRDA-Modulen arbeiten. Die sind i.d.R. mit recht wenig 
Strom zufrieden, da die Impulsbreite der sendenden LED nur 1/16 oder 
sogar noch schmaler ist. Das TFDU6108 von Vishay käme da in Frage.

Autor: Der Physiker (Gast)
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>Ein Verfahren, das mit elektrischen Feldern arbeitet scheint mir da
>praktischer.


Daß Licht etwas mit elektrischen Feldern zu tun hat, lernt man an der TU 
Wien wohl nicht, was?

Autor: A. K. (prx)
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Nur verwendet man zum Emfang von Licht selten Antennen. Bischen 
unterscheiden darf man das in der Technik schon, auch wenn der Physiker 
dann kopfsteht.

Das ist ein bischen so wie beim Umgang der Physiker mit der Mathematik: 
Dem Mathematiker dreht sich dabei genauso der Magen um wie dem Physiker 
beim Umgang von Technikern mit der Physik.

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
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Hallo Physiker

>>Ein Verfahren, das mit elektrischen Feldern arbeitet scheint mir da
>>praktischer.
>
> Daß Licht etwas mit elektrischen Feldern zu tun hat, lernt man an der TU
> Wien wohl nicht, was?

Keine Ahnung, ich arbeite hier bloß.  :-)

Tatsächlich hab mir nach dem abschicken das ersten Postings noch gedacht 
ich hätte korrekterweise von elektromagnetischen Feldern schreiben 
sollen mit rein elektrischen Felder zu Arbeiten wäre wohl schwierig. An 
die Abgrenzung zum Lich hab ich tatsächlich nicht gedacht, das ist aber 
auch eine ziemlich Wortklauberei.

Grüße
Flo

Autor: Florian Rist (Firma: TU Wien) (frist)
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Hallo ravel Rec.

> Du könntest mit IRDA-Modulen arbeiten.

Ja, das werde ich wohl mal versuchen, weil es sich schnell aufbauen 
lässt.

> Die sind i.d.R. mit recht wenig
> Strom zufrieden, da die Impulsbreite der sendenden LED nur 1/16 oder
> sogar noch schmaler ist. Das TFDU6108 von Vishay käme da in Frage.

Danke für den Hinweis, sieht ganz gut aus. Ich hatte bisher nur TSOP1738 
näher angeschaut und der braucht bei 5V schon 1mA (und das ist nur ein 
Empfänger). Leider sind solche IRDA Module relativ teuer...

Das Modul TFDU6108 ist nicht so leicht zu bekommen, aber es gibt ja jede 
Menge andere IRDA Module. Mal sehen, welches da am sparsamsten und 
kleinsten ist. Agilent HSDL-320 sieht auch interessant aus.

Grüße
Flo

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