Bei Strom ist es fast so wie mit Festnetz-Telekommunikation (und dort
die Preselect-Verträge):
zum Einen ist der Netzbetreiber (z.B. die Stadtwerke, RWE oder wie sie
auch immer heißen). Das sind diejenigen denen die Strippe bis zum
Haus-Übergabepunkt, sowie dein Stromzähler gehören.
Zum Anderen gibt es "günstiger" Stromanbieter, das entspricht in etwa
den preselect-Telekommunikationsanbietern.
Solange du Strom beziehst und nix an deinen Netzbetreiber meldest, hast
du automatisch ein Bezugs- und Vertragsverhältnis mit diesem.
Naja, eigentlich ist der Anschlußinhaber der Vermieter, er kann ja auch
die Wohnung 3 Monate leer stehen lassen und Stromkosten und Zählermiete
verursachen. Wenn du aber zum Tag x eingezogen ist, und bis zum Tag x-1
war ein Vormieter der Strombezieher, dann bist du es halt rückwirkend ab
Tag x, und der Vermieter hat mit den von dir genutzten Strom nix am Hut.
Wenn du nun demnächst anstelle des (sagen wir mal z.B. "RWE-Stroms") nun
lila, gelben oder grünen Strom haben möchtest, dann mußt du das
entsprechend dem neuen Anbieter mitteilen und mit dem ein
Vertragsverhältnis eingehen über die Abnahme von diesen Strom. Der
alternativ-Anbieter hat seinerseits einen Liefervertrag mit der RWE, und
die RWE hat einen Durchleitungsvertrag mit dem Alternativanbieter.
"Irgendwo" speist also dann der Alternativanbieter seinen bunten Strom
ein, und du holst ihn wieder aus der Steckdose raus. Und RWE stellt dem
Alternativanbieter Durchleitungskosten und Zählermiete in Rechnung, die
der Alternativanbieter wieder von dir (in Form einer Rechnung an dich)
erwirtschaftet.
Fazit also:
Bis zu einer Ummeldung auf einen anderen Anbieter hast du ein
Vertragsverhältnis (und Kosten) bei deinem
Netzbetreiber-Stromlieferanten, und danach mit deinem
Alternativ-Anbieter.
Zur Ummeldung (Umschalttag) mußt du natürlich deinen Zählerstand
mitteilen [ich glaube nicht daß dazu jemand rauskommt]
ps: http://www.verivox.de/ -> Stromanbieter