Wie lernt ihr?

Gast #1017810
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Lesen und dabei mitschreiben. Alles. Also komplette Herleitungen, 
Beweise etc.
Dann das geschriebene zusammenfassen und zwischenschritte die man 
verstanden hat und für selbstverständlich hält weglassen.
Besonders schwer verständliche Teile ruhig auch in anderen Büchern 
nachlesen. Oft stehts woanders besser verständlich drin.
Dann die Zusammenfassung erneut zusammenfassen und noch mehr weglassen.
Im Laufe des Prozesses bleibt immer mehr im Kopf hängen.
Das Ganze beliebig oft wiederholen.
Zum Schluss bleibt bei mir nur noch die Quintessenz mit den Sachen, die 
sich besonders schlecht merken und nicht herleiten lassen. Bzw. nur noch 
die Anfänge der Beweise/Herleitungen und das Ergebnis. Das dazwischen 
kann ich dann ausm Kopf abrufen.
Mit dieser Methode war bisher jede Klausur/Prüfung leicht zu schaffen.
Gast #1017814
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>mich würde mal intersieren wie ihr vorgeht wenn ihr euch ein bestimmtes
>Thema z.B. in Mathe erarbeitet.

Ich habe damit angefangen, in die erste Klasse zu gehen. Dann in die 
zweite. Usw. Schließlich konnte ich alles, was ich brauchte, um 
weiterführende Bücher zu verstehen.

>Weil einfach mal Buch durchlesen reicht ja normalerweise bei den etwas
>komplizierteren Sachen nicht. Wie macht ihr also ein "Selbststudium"?

Doch, wenn du die Grundlagen kennst, dann reicht es, ein Buch zu lesen. 
Wenn nicht, liest du vorher ein Buch, das die Grundlagen erklärt.
Persönliche Seite #1017817
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-- erst mal versuchen, für das Thema ne intuitive Vorstellung zu 
bekommen. sich in nen Formelwahn zu stürzen und auswendiglernen bringt 
nix.

-- ein gutes Buch ist natürlich Gold wert, sind aber leider selten

-- selbst Aufgaben klöppeln und bekannte variieren

-- auch mal nach Anwendungen Ausschau halten, wie sieht's mit der 
mathematischen Gecshichte dazu aus? Über Eigenwerte oder Spektraltheorie 
ohne Bezug zur Anwendung zu büffeln ist HirnXXX. Aber solch Themen 
können richtig spannend (und damit motivierend) sein, wenn man sie gut 
in Raum und Zeit verortet hat. Ein Eso würde sagen "geerdet" ;-)

Um welches Themengebiet geht's denn konkret?

Nochwas bei youtube gibt's echt super gute Anfängervorlesungen vom MIT. 
Unbedingt empfehlenswert!
Gast #1018042
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> Doch, wenn du die Grundlagen kennst, dann reicht es, ein Buch zu
>  lesen. Wenn nicht, liest du vorher ein Buch, das die Grundlagen
> erklärt.

Nur "passiv" lesen bringt nichts. Gelerntes muss man "aktiv" anwenden. 
Also Übungen machen.

Es ist ein großer Unterschied, zu glauben man habe etwas gelernt, weil 
man sich an das Gelesene erinnern kann, oder wirklich etwas gelernt zu 
haben, weil man es gemacht und/oder geübt hat, das man jederzeit, ohne 
zu stolpern, anwenden kann.
Gast #1018126
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Da gibt es doch eine bekannte Studie, in wiefern sich das Gelernte im 
Gedächtnis aufhält.

Ich weiß jetzt leider nicht genau, wie das Stichwort dazu heißt, aber 
das ganze sieht so aus:

 Lernen durch Lesen --> 20 %
 Lernen durch Lesen mit Übungen --> 40 %
 Lernen durch Lesen UND Hören -> 60 %

Also die von mir gegebenen Werte sind jetzt erfunden...

Aber sucht mal danach.

Gruß!
Moderator Persönliche Seite #1018139
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Man hat erst etwas verstanden, wenn man es anderen erklären kann.

Wie mein Prof damals sagte: "Geben Sie Nachhilfe - besser können Sie 
nicht lernen".

Und dafür gab es dann auch noch Geld :-)

Ansonsten fand ich Gruppenarbeit immer sehr gut - man hilft sich 
gegenseitig und wenn der letze der Gruppe das Thema begriffen hatte, 
hatte es jeder irgendwann einmal erklären müssen :-)

Chris
Gast #1018174
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Gruppenarbeit driftet meist schnell vom Thema ab. Der erste Lustlose
reißt die anderen mit :-(

Mein Tipp: Wenn Du etwas nicht verstanden hat, dann lese bzw. lerne 
nicht einfach weiter. Die Defizite werden dadurch immer mehr, und Du 
gibst nach weiteren 20 Seiten genervt auf. Verschwendete Zeit. Mach erst
weiter im Stoff, wenn Du alles verstanden hast!
Gast #1018571
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> Wie mein Prof damals sagte: "Geben Sie Nachhilfe - besser
> können Sie nicht lernen".

Sehr kluger Hinweis.

Ist wie bei einer Fehlersuche beim Programmieren oder in einer 
Schaltung. Wenn man anfängt, jemanden anderen das Problem zu erklären, 
findet man ruck-zuck die Ursache des Problems.

Hängt wohl damit zusammen, dass man sich beim Erklären in die andere 
Person reinversetzt und die ganze Sache aus einem anderen Blickwinkel 
betrachtet. Ausserdem bemerkt man sehr schnell bei sich selbst 
irgendwelche Unsicherheiten.

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