Hallo,
ich möchte mal hören, ob die Rechtsverdreher hier im Forum mir
vielleicht nähere Auskunft geben können.
Ich bin leider vor einigen Jahren bei mehreren Unternehmen in die
Schuldenfalle getappt und war bis vor kurzer Zeit nahezu
zahlungsunfähig. Inzwischen hat sich die Situation ein wenig gebessert
und ich kann zumindest ein paar Kleinigkeiten angehen.
Nun ist es aber so, dass über die Zeit horrende Inkassogebühren
entstanden sind, z.B. HF: 912 EUR - SUMME: 1719 EUR. Auf vernünftige
Vergleiche, welcher der Hauptforderung nur Ansatzweise nahe kommen,
wollen sich die Inkassofirmen nicht einlassen.
So stolz, keine Privatinsolvenz anzumelden, war ich immerhin - den
Inkassofirmen gönne ich allerdings auch nichts. Ich bitte irgendwelche
Moralvorträge zu unterlassen, jeder ist sich nunmal selbst der Nächste
und entsprechend werde ich auch im Rahmen der Möglichkeiten handeln.
Gibt es einen Weg, die Hauptforderung direkt an den Gläubiger zu zahlen
und das Inkassounternehmen so "in die Pfanne zu hauen" ?
Mit welchen Mitteln wird das Inkassounternehmen versuchen an das Geld zu
kommen und welche Chancen haben die ?
> Gibt es einen Weg, die Hauptforderung direkt an den Gläubiger zu zahlen> und das Inkassounternehmen so "in die Pfanne zu hauen" ?
Das solltest du nicht machen, da zahlt du zweimal. Die Inkasso wird
deshalb nicht auf ihren Gewinn verzichten.
Evtl. könntest du Peter Zwegat 'spielen' und ALLE deine
Gläubiger/Inkassofirmen einen realistischen Zahlungvorschlag machen.
Gehen diese nicht darauf ein, drohst du mit Insolvenz und ziehst diese
auch durch. Erfahrungsgemäß bekommen die Gläubiger dann noch weniger bis
garnichts.
Dies ist keine Rechtberatung sondern nur aus dem Leben geplaudert...
>Evtl. könntest du Peter Zwegat 'spielen' und ALLE deine>Gläubiger/Inkassofirmen einen realistischen Zahlungvorschlag machen.>Gehen diese nicht darauf ein, drohst du mit Insolvenz und ziehst diese>auch durch. Erfahrungsgemäß bekommen die Gläubiger dann noch weniger bis>garnichts.
Anders geht es auch gar nicht. Entweder du legst direkt die EV (früher
Offenbarungseid) oder machst die Privatinsolvenz.
Vor Privatinso musst Du alle Gläubiger anschreiben, Dein Einkommen und
deine gesamten Schulden offenlegen. Von deinem Einkommen wird der
Mindestbehalt abgezogen. Von dem was dann übrig bleibt bekommen alle
anteilig ihrer Quote. Dann musst Du denen vorschlagen, dass Du innerhalb
von 5 Jahren (???) Deine Schulden abzahlst. Meist ist das nichts oder
nur 10 Euro im Monat.
Stimmt nur ein einziger nicht zu oder antwortet nicht dann ist der Weg
in die Privatinso. Aussergerichtlicher Einigungsversuch nennt sich das.
Privatinso macht aber nur Sinn wenn Du Deine Schulden nicht innerhalb
von 6 Jahren abzahlen kannst.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Gläubiger eine titulierte
Forderung haben oder Du die Schulden anerkennst.
Solange wie die nur ein Inkasso schicken musst Du gar nichts zahlen. Mir
hatte mal ein Mobilfunkunternehmen ein Inkasso auf den Hals gehetzt. Die
hatten ordentlich Druck gemacht. Die gesamte Forderung war aber
unberechtigt. Ich habe gar nicht reagiert. Irgendwann kam ein
Mahnbescheid. Dem habe ich widersprochen. Das ganze ist jetzt 4 Jahre
her. Mehr ist nicht passiert. Also mittlerweile verjährt.
Sollte aber die Forderung berechtigt sein werden dann natürlich die
Kosten höher.
Teilweise hauen die Inkassounternehmen aber auch Gebühren rein die nicht
berechtigt sind.
Eine titulierte Forderung gilt aber 30 Jahre. Also auch nach einer EV
noch. Nach Privatinso ist die weg. Allerdings unter der Voraussetzung,
dass es sich nicht um eine Forderung aus deliktischer Handlung (z.b.
wenn du jemanden betrogen hast und der sein Geld zurück haben will)
handelt. Die sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen.
Hoffe, das hilft Dir in der Kürze weiter
Grüße
Andreas
>Gibt es einen Weg, die Hauptforderung direkt an den Gläubiger zu zahlen>und das Inkassounternehmen so "in die Pfanne zu hauen" ?
Nein, das Unternehmen hat in der Regel die Forderung bereits abgetreten.
>Mit welchen Mitteln wird das Inkassounternehmen versuchen an das Geld zu>kommen und welche Chancen haben die ?
Wenn deine genannte Besserung der Situation bedeutet, dass du jetzt in
Lohn und Brot stehst, kann der Teil deines Lohns, der über der
Pfändungsgrenze liegt, gepfändet werden. Die Chancen für das Inkasso
Unternehmen stehen in diesem Fall gut.
Ehrenhafter Schuldner wrote:
> Ich bin leider vor einigen Jahren bei mehreren Unternehmen in die> Schuldenfalle getappt und war bis vor kurzer Zeit nahezu> zahlungsunfähig.
Schuldenfalle heißt, daß man da normalerweise nicht wieder heraus kommt.
Wenn du schon zu dieser Erkenntnis gekommen bist, warum hast du dann
nicht
Privatinsolvenz angemeldet? Willst du dich wirklich bis ans Ende deiner
Tage damit rumplagen? Ein merkwürdiger Stolz, das...
Du solltest wirklich die Unterstützung durch eine seriöse
Schuldnerberatung in Anspruch nehmen.
>Wenn du schon zu dieser Erkenntnis gekommen bist, warum hast du dann>nicht Privatinsolvenz angemeldet?
Ich befürchte, dass das einem auf ewig hinterherhängen könnte. Ganz
aussichtslos ist es nicht, nur als Ausbildungssuchender, Azubi, Schüler,
und dann Student sieht es mit den Möglichkeiten eben sehr schlecht aus
(wobei es mir juetzt als Student noch am Besten geht ...)
>Wenn deine genannte Besserung der Situation bedeutet, dass du jetzt in>Lohn und Brot stehst, kann der Teil deines Lohns, der über der>Pfändungsgrenze liegt, gepfändet werden. Die Chancen für das Inkasso>Unternehmen stehen in diesem Fall gut.
Über die Grenze komme ich nicht aber auch der Tag wird kommen ...
---
Dass Zinsen kommen ist ja in Ordnung, auch dass Mahnungen einen kleinen
Betrag pro Brief kosten, auch wenn man sich darüber streiten kann, ob
3,30 Euro für ein automatisch erstelltes Schreiben gerechtfertigt sind,
ist logisch. Aber solche Sochen wie
"Erste Mahnung: 185,90"
sind heftig.
Wenn ich jetzt das oben genannte Beispiel nehme und biete an, 1000,-
Euro als Vergleich zu zahlen, wird ohne jede Diskussion abgewunken.
Ich möchte mal vermuten, dass sich der Gläubiger selber, insbesondere
bei Dienstleistern, auch mit der Hälfte der HF zufrieden geben würde -
da muss doch etwas machbar sein ?
Aber von 1719,- Euro großzügigerweise auf 1500,- Euro runterzugehen ist
noch nicht wirklich akzeptabel.
Ehrenhafter Schuldner wrote:
>>Wenn du schon zu dieser Erkenntnis gekommen bist, warum hast du dann>>nicht Privatinsolvenz angemeldet?>> Ich befürchte, dass das einem auf ewig hinterherhängen könnte.
Das haben Schuldenfallen so an sich. Um das zu entschärfen, wurde nach
unsäglichen Mühen endlich die Privatinsolvenz ermöglicht und du hast als
Schuldner in der Schuldenfalle wenigstens die Chance nach 7 Jahren
Wohlverhalten wieder in einigermaßen unbelastete finanzielle
Verhältnisse zu kommen.
Wenn du sie nicht nutzen willst, dann darfst du dich nicht darüber
aufregen, daß die Inkassounternehmen dir jeden Cent abzujagen versuchen,
den sie kriegen können.
Wenn du während der 7 Jahre in so gute wirtschaftliche Verhältnisse
kommen solltest, daß du die Schulden restlos begleichen kannst, dann
mußt du das sowieso tun. Dazu gehören dann auch die Inkassogebühren, die
vor der Insolvenz angefallen sind. Wenn die Privatinsolvenz erklärt ist,
werden dich die Aasgeier in Ruhe lassen, weil sie wissen, daß es sich
nicht mehr lohnt, "Arbeit" in den Fall zu investieren.
Hi wegen der überhöten Inkasso gebüren kan dir der verbraucherschutz
weiterhelfen da gibt es nämlich auch gesetzliche grenzen versuchen tuhen
die des trozdem weil die meisten lieber stillschweigend zahlen
andere Sichtweise:
wenn man zu einem Inkassounternehmen geht, dann hat das stichhaltige
Gründe, z.B. weil man keine Chance sieht, sein Geld, auch nur teilweise
einzufordern.
Das ist für Gläubiger daher der letzte Weg.
Hier noch auf einen Vergleich zu hoffen, ist irreal!
Inkassounternehmen verlangen gutes Geld für ekelhafte Arbeit. Dem
Gläubiger ist das letztendlich sch..egal, was der Eintreiber neben den
eigenen Forderungen erwirtschaftet.
Jedem Schuldner sollte die Vorgehensweise von Inkassounternehmen bekannt
sein und daher das Vermeiden dieses Schrittes oberste Priorität haben.
Wenn du in die Insolvenz gehst, kommst du eh unter die Fittiche eines
Insolvenzverwalters. Der wird die Forderungen der Inkassounternehmen eh
auf ihre Gestzmäßigkeit überprüfen.
Als Student sollte es dir egal sein ob du Insolvent bist, du hast eh
kein Geld. Du bekommst zwar keinen Handyvertrag, aber Prepaid ist ganz
nützlich. Sobald du in den Beruf einsteigst zahlst du das was du
gesetzlich zahlen musst. Dir bleibt dann ein Pfändungsfreibetrag(935,-€
??)
Achte darauf, das du das freiwillig mit Vereinbahrung zahlst. Nicht das
es gleich beim ersten Arbeitgeber zur Lohnpfändung kommt. Vielleicht
hilft der Iso-Verwalter dir dabei?
Der Hacken ist aber immer noch, dass in den Jahren, bis du mit den
Zahlungen beginnst, die Zinsen weiterlaufen, d.h., dass die
Gesammtschuld das 2-, 3- oder 4-fache des ürsprünglichen
Rechnungsbetrages ist.
> andere Sichtweise:> wenn man zu einem Inkassounternehmen geht, dann hat das stichhaltige> Gründe, z.B. weil man keine Chance sieht, sein Geld, auch nur teilweise> einzufordern.> Das ist für Gläubiger daher der letzte Weg.
Völlig falsch - für den Gläubiger ist das der simpelste Weg, weil es ihm
selbst Zeit spart und Null Risiko besteht; ohne großartige Nachfrage
geschieht sowas.
Dieser Weg wird deshalb vom Gläubiger extrem schnell beschritten werden,
Kulantes Verhalten völlige Fehlanzeige -> insofern ist auch
konservatives Verhalten wie Stolz leider heutzutage völlig
fehlangebracht!
> Hier noch auf einen Vergleich zu hoffen, ist irreal!
Du sagst es, Goodwill war gestern!
>Jedem Schuldner sollte die Vorgehensweise von Inkassounternehmen bekannt>sein und daher das Vermeiden dieses Schrittes oberste Priorität haben.
Die Vorgehensweise gleicht doch 0900 ... Nummern Unternehmen - Null
Risiko, gute Gewinnaussichten, deshalb gibt es diese Unternehmen ja wie
Sand am Meer!
Smörre wrote:
> Völlig falsch - für den Gläubiger ist das der simpelste Weg, weil es ihm> selbst Zeit spart und Null Risiko besteht; ohne großartige Nachfrage> geschieht sowas.
So ist es. Außerdem gibt es Firmen, die Forderungen für wenig Geld
aufkaufen und dann auf Teufel komm raus versuchen, aus dem Schuldner
noch den letzten Cent heraus zu schütteln.
Auf Teufel komm raus.... wenn dies so einfach waere, dann gaebe es
keinen Markt fuer kleine Spezialunternehmen. Ich bevorzuge die
Familienmethode und
verleihe Geld auf Ehrenwort, ohne Papier. Wenn nicht zurueckgezahlt wird
gibts zunaechst eine Warnung, dann einen auf die Finger und sollte der
Schuldner immer noch nicht kapiert haben das eine Abmachung Gueltigkeit
hat, wirds unangenehm. Die Regeln sind einfach und verstaendlich und
keiner kann hinterher meckern er haette nicht gewusst was auf Ihn
zukommt. Die Zahlungsmoral ist sehr viel hoeher als bei konventionellen
Instituten.
>Das ist für Gläubiger daher der letzte Weg.>Hier noch auf einen Vergleich zu hoffen, ist irreal!
Kann ich nicht bestätigen, Inkasso geht recht schnell (z.b. bei der
Telekom)
Ich habe bisher immer einen Vergleich raushandeln können (außer Ämter,
Banken), man muß halt ganz cool ein jahr lang alle Post von denen
wegschmeißen, dann dort anrufen, sagen ich hab jetzt zufällig bißchen
Geld, man sagt sie können knapp die Hälfte haben, dann wird sich auf die
Hälfte geeinigt. Bei mir waren aber die Inkassogebühren auch noch nie so
hoch.
das hat bisher immer geklappt. Mein Flat-TV ist so finanziert. Oder ganz
cool bis zum Gerichtsvollzieher warten. Die sind total nett wenn man
erlich ist und denen alles erklärt und helfen auch weiter, ohne das sie
das müssen. Man darf die nur die verarschen und so tun als wären die
Gläubiger im Unrecht. Es hängt aber viel davon ab, in welchem Ton man
mit wem auch immer redet. Ich bin vor einem halben Jahr um Strafe &
Punkte wegen Handy am Steuer auf der Autobahn rumgekommen, weil ich
schön nett zu den Jungs war. Sofort zugegeben, und eine gute Begründung
gehabt, warum ich das ausnahmsweise mal machen mußte.
> Mein Flat-TV ist so finanziert.
Das klingt so nach absichtlicher Einkaufsmasche?
Du bist dir im Klaren, dass die Ehrlichen deine Methode mitfinanzieren,
oder?
@Ehrenhafter Schuldner
Wende dich unbedingt an eine professionelle Schuldenberatung (erst mal
nur zur Beratung). Aus den Fällen von Peter Zwegat ging schon öfter
hervor, dass Privatinsolvents ein streng geregeltes Verfahren ist, bei
dem man keine Fehler machen darf! Irgendwelche Verhandlungen ohne
Sachkunde gefährden so ein Verfahren ruckzuck.
> Auf vernünftige Vergleiche, welcher der Hauptforderung nur> Ansatzweise nahe kommen, wollen sich die Inkassofirmen> nicht einlassen.
Das war schon Dein erster Fehler. Somit ist dokumentiert, dass Du über
die Forderungen der Inkasso-Unternehmen bescheid weisst.
Der nächste Fehler war, den Inkasso-Unternehmer zu erzählen, dass Du
Geld hast.
Es gibt im Internet viele Hinweise, wie man mit Inkasso-Unternehmen
umgeht bzw. was man auf keinen Fall machen sollte.
Nahezu 100% der Inkasso-Unternehmen bewegen sich auf rechtlich sehr
dünnem Eis, darum kommt man mit systematischen Vorgehen um diese
Schmeisfliegen herum. Wenn man aber falsch vorgeht, schnappt die
Inkasso-Falle zu und Du kannst den Sabbel bezahlen. Die sind ja auch
nicht doof, sondern es ist ihr Geschäftsmodel, schlecht informierten
Schuldnern das Geld abzuluchsen.
>Der nächste Fehler war, den Inkasso-Unternehmer zu erzählen, dass Du>Geld hast.
Ich habe dem Unternehmen nicht erzählt, dass ich etwas flüssiger bin,
sondern dass ich durch einen Unfallschaden, den ich nicht reparieren
lasse, zufällig ein paar Euro überhaben könnte, wenn das Geld kommt.
Sie könnten es ja durch eine Kontopfändung auf die Probe stellen und
werden keinen Cent sehen.
Ein Rankommen direkt an die Gläubiger, die von einem Inkassounternehmen
vertreten werden, ist gar nicht so einfach. 01019 Telefondienste
(Freenet) haben den Datensatz komplett abgegeben und über ebay und
Kundenkontakt brauche ich wahrscheinlich niemandem etwas zu erzählen ...
---
Privatinsolvenz möchte ich auch aus dem Grund nicht anmelden, da man
jemandem, der sich einmal auf diesem Wege vor seinen Schulden gedrückt
hat, sicherlich nie wieder glaubt - manche könnten sogar böse Absicht
unterstellen ( kann ja sein, manche finanzieren sich mit ähnlichen
Maschen hochwertige Elektrogeräte ;) ).
Das ist in vielen Fällen nicht weiter tragisch, wenn man allerdings z.B.
mal einen neuen Wagen bräuchte und die Finanzierungsbank lehnt wegen
einer vorrangeagngenen Privatinsolvenz ab, steht man blöd da.
Auf diedem Weg, den ich gehe, hoffe ich nach Abzahlung der Schulden und
bei festem Einkommen Rehabilitiert zu sein.
---
Derzeit geht EIGENTLICH auch alles seinen überschaubaren Gang - was man
zahlen kann wird in Raten abgestottert, der Rest muss warten.
Blöderweise musste sich im Frühjahr Real Inkasso reinhängen und
anbedingt das Konto sperren. Trotz zu geringem Einkommen wollten Sie das
Konto nicht mehr freigeben. Blieben nur 2 Möglichkeiten: Ganz zum
Amtsgericht oder eine Vereinbarung finden. Gut, ich war gerade mit einem
Gläubiger fertig geworden also fanden wir keinen sehr guten aber noch
akzeptablen Vergleich und einigten uns auf Ratenzahlung.
Wie das mit so wenig Geld ist kommt einmal etwas dazwischen und man kann
nicht bezahlen, also wird es vor einem hergeschoben. Folge: Inkasso geht
wieder an´s Konto.
Folgende Vereinbarung: Rückstand bezahlen, dann wird wieder freigegeben.
War OK.
Also habe ich zuerst über das Online-Banking versucht den Betrag
anzuweisen, ging natürlich nicht, da das Konto ja gesperrt war. Habe es
dann schließlich dem Bankberater weitergegeben.
Wie das seltsame System so will sind aber dann irgendwie sowohl die
Online-Überweisung als auch der telefonisch durchgegebene Transfer an
die Inkassofirma überwiesen worden.
Heute (eigentlich gestern) musste ich mich mit Real Inkasso anlegen, da
Sie das versehentlich zuviel überwiesene Geld nicht mit den Folgemonaten
verrechnen wollen sondern einfach so mal als Sonderzahlung ansehen.
Ich überlege wirklich zur Zeit, ob ich das so hinnehmen oder "leck mich
am A*****" denken soll und sobald die Sperrung kommt das Amtsgericht
einschalte ...
Der Ärger über die schlechten Vergleichsangebote kam nur gleichzeitig
wieder hoch, weil ich mich jedesmal aufregen muss, wenn ich mit
Inkassounternehmen zu tun habe.
Das mit der Privatinsolvenz sollte du dir genau überlegen, ob es
erstrebenswert ist, diese einzugehen.
Das bedeutet nämlich auch, daß dein zukünftiger Arbeitgeber JEDEN MONAT
dem Insolvenzverwalter zusätzlich Rechenschaft über deine Einkünfte
geben muß (denn der über die Freigrenze hinausgehende Anteil ist ja
pfändbar).
Schlussendlich macht es also auch deinem zukünftigen Arbeitgeber
Zusatz-Arbeit. Daß du dir damit Bonuspunkte einhandelst ist eher
unwahrscheinlich, im besten Falle steht der Arbeitgeber der Sache
neutral gegenüber. Darüber hinaus wirst du bei einem
Einstellungsgespräch oder spätestens zum Arbeitsbeginn weitere
Negativ-Punkte sammeln, wenn du erklären mußt, daß du dein Geld nicht
zusammen behalten konntest. Es wird bewußt oder unbewußt auch ein
Zusammenhang zwischen deiner finanziellen Unfähigkeit und einer
möglichen beruflichen Schwäche oder Unfähigkeit assoziiert werden.
@ Ehrenhafter Schuldner:
Um es kurz zu machen: Suche eine professionelle Beratungsstelle auf und
nehme deren Hilfe in Anspruch. So wie Du jetzt rumwurstelst wirst Du nur
abgezogen.
Hier kann Dir keiner helfen. Geh zu einer Beratungsstelle.
>Das bedeutet nämlich auch, daß dein zukünftiger Arbeitgeber JEDEN MONAT>dem Insolvenzverwalter zusätzlich Rechenschaft über deine Einkünfte>geben muß (denn der über die Freigrenze hinausgehende Anteil ist ja>pfändbar).
Das ist Quatsch. Mit einem vernünftigen Insolvenzverwalter kannst Du
vereinbaren, dass Dein Arbeitgeber gar nichts davon erfährt. Du
überweist ihm das Geld was über der Pfändungsfreigrenze liegt einfach
auf ein Treuhandkonto. Der Insoverwalter ist ja auch daran interessiert,
dass Kohle reinkommt und nicht, dass Dir Dein Arbeitgeber wegen dem
Aufwand kündigt.
Soweit wie mir bekannt ist werden Offenbarungseide und Einträge wegen
Privatinso nach einiger Zeit gelöscht. Von daher erfährt später niemand
etwas davon. Wenn Du also noch jung bist solltest Du Dir diesen Schritt
überlegen.
Wie hier schon mehrfach gesagt --> seriöse Schuldnerberatung. Ich würde
mich da auf jeden Fall anmelden. Die Wartezeiten sind lang. Es entstehen
keine Kosten und man kann sich das auf jeden Falle einmal anhören. Das
sind Fachleute die sowohl juristisches Wissen haben als auch mit Deinen
Gläubigern verhandeln können. Selbst ein Inkassounternehmen wird
plötzlich ganz einsichtig wenn Zwegat und Kollegen sich einschalten.
Dann wissen die, dass es ernst wird um im Zweifelsfall gar nichts gibt.
Ausserdem laufen momentan die Zinsen weiter. Du wirst also nie von der
Summe runterkommen. Bei Privatinso sind die Zinsen gestoppt.
Kompetenten Rat können Dir nur Fachleute geben.
@Andreas
> Das ist Quatsch. Mit einem vernünftigen Insolvenzverwalter kannst Du> vereinbaren, dass Dein Arbeitgeber gar nichts davon erfährt.
leigen dir persönliche Erfahrungswerte für eine derartige Vereinbarung
vor? oder ist es dein Wunsch oder erwartungshaltung an den
Insolvenzverwalter?
Laut
Quelle / Zitat: http://forum.jurathek.de/showthread.php?t=90573
gibt es auch andere Meinungen als die deinige dazu. Muß ja nicht
stimmen, kann aber ja mal nachdenklich machen:
"Denn glauben Sie, einem Arbeitgeber ist das Insolvenzverfahren seines
Arbeitnehmers egal? Das bedeutet Arbeit für den Arbeitgeber. Unnötige
Arbeit um es genau zu sagen. Und unnötige Arbeit will kein Arbeitgeber
übernehmen müssen."
(Begründung:)
"Im Insolvenzverfahren sowie der Wohlverhaltensphase treten Sie die
pfändbaren Anteile Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter ab. Dieser
widerrum meldet dies dem jeweiligen Arbeitgeber, dass die monatlich
pfändbaren Anteile an ihn abgeführt werden müssen.
Daher muss ja gemäß den Obliegenheitsvoraussetzungen im INSO-Verfahren
der Arbeitgeber immer dem Verwalter gemeldet werden.
Unabhängig davon, dass evtl. zum jetzigen Zeitpunkt keine pfändbaren
Anteile bestehen; der Arbeitgeber muss trotzdem jeden Monat neu prüfen.
Und das will er eben nicht."
Ehrenhafter Schuldner wrote:
> Nun ist es aber so, dass über die Zeit horrende Inkassogebühren> entstanden sind, z.B. HF: 912 EUR - SUMME: 1719 EUR.
Wenn sich die gesamten Forderungen auf unter 10.000€ belaufen und du
gerade im Studium bist, würde ich sagen, dass du in der Lage wärst
diesen Betrag komplett selbst zu erarbeiten. In einem "Urlaubs"-Semester
wenn man von 1400€ Netto, soviel ist drin, und 450€ Lebenshaltungskosten
ausgeht dann sind das über 5000€. Den Rest kannst wird dir mit
Verhandlungsgeschick erlassen.
@Wegstaben Verbuchsler
>leigen dir persönliche Erfahrungswerte für eine derartige Vereinbarung>vor? oder ist es dein Wunsch oder erwartungshaltung an den>Insolvenzverwalter?
Sorry, dass mit dem "Quatsch" war nicht so gemeint. Beim erneuten Lesen
klingt es etwas hart.
Ich persönlich habe keine Erfahrung damit. Aber ich kenne einen
Insolvenzverwalter da wurde mir das so gesagt. Ausserdem habe ich das
von anderer Stelle schon erfahren.
Die Gefahr für den Insolvenzverwalter ist eben, dass der Arbeitgeber
kündigt wenn er davon erfährt. Also hält er lieber den Ball flach und
lässt sich alles was über der Pfändungsfreigrenze liegt überweisen. Kann
er auch ganz einfach über die Kontoauszüge kontrollieren.
Vor ca. 6 Wochen habe ich noch mit jemandem gesprochen der die
PRivatinso macht. Der war einmal bei seinem Insolvenzverwalter und hat
nie wieder was von dem gehört.
Das hier: http://www.forum-schuldnerberatung.de/
ist auch ein sehr gutes Forum
Ich bin mir nicht sicher ob Du als Student die Privatinso machen kannst.
Soweit ich weiss musst Du arbeiten oder zumindest Dich um Arbeit
bemühen. Als Student dürfte das schwer möglich sein. Ich würde mich an
eine Schuldnerberatung wenden. Die sagen was alles möglich ist und
verhandeln für Dich mit den Gläubigern. Sie haben auch die Erfahrung.
Als unbedarfter macht man nur Fehler