Galvanische Trennung 5000V für Wechselsignale

Gast #1024854
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Hallo,

wegen Sicherheitsaspekten muss ich eine galvanische Trennung für ein 
Medizingerät hinkriegen.
- Die Isolationsspannung muss mindestens 5000 Volt sein.
- Es sollen analoge Wechselsignale im Bereich von (verstärkt) +/- 5 Volt 
getrennt werden.
- Der Signalverlauf ist nur in einer Richtung

Kennt jemand vielleicht einen günstigen Isolationsverstärker der diese 
Kriterien erfüllt?

Gibt es vielleicht sonst eine andere Möglichkeit, mit anderen Bauteilen 
(z.B. Optokopplern) diese galavnische Trennungen (5000V) für analoge 
Wechselsignale zu erreichen?

Ich würde mich freuen falls mir jemand helfen kann.

Danke, EEG ;)
Gast #1024917
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Servus Oli,

danke für deine Hilfe.
Die Module der Fa. Knick bieten wohl keine 5000 V an, und sehr wohl sehr 
teuer aus ;)
Ich baue ein EEG-Gerät und dachte da mehr an OP's, Optokoppler ...
Danke dir nochmals.
Gast #1024929
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Hey Andrew,

danke für deine Mithilfe.
Analog Devices bieten leider keine Isolation Amplifier mit so hohen 
Spannungen. BurrBrown/Texas Instruments haben den ISO121, der kostet 
aber über 100 Euro, mal sehen ob ich was günstigeres finde.

Es gibt auch den IL300 von Siemens/Infineon, weiss nur nicht ob es auch 
für analoge Wechselsignale geignet ist.

Hast du eine Idee wie ich an den Schaltplan aus den 80's rankomme ;)

Thanks
#1024934
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Es gibt zwar einige Isolation Amps z.B. von TI
http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/iso121.html
oder von Analog
http://www.analog.com/en/amplifiers-and-comparators/isolation-amplifiers/products/index.html, 
aber die erreichen keine 5 kVrms
ansonsten mit Optokoppler (http://www.ssousa.com/pdf/an060.pdf)
Einfacher - und meist besser - ist es, nur das digitalisierte Signal zu 
isolieren.
Gast #1024943
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Vielleicht hilft dir das weiter, ist ein EMG-Vorverstärker. Hier werden 
die Sensorleitungen bzw. Elektroden über die Dioden gegen Masse und +Ub 
abgeleitet, falls die Spannung zu hoch wird.

http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/diffemg.htm

Bei einem EKG Vorverstärker wird das prinzipiell genauso gehandhabt, 
hier wird von den Signalleitungen eine Diode in Durchflussrichtung gegen 
+5V und eine in Sperrrichtung gegen -5V geschaltet, sodass am Eingang 
des Instrumentenverstärkers maximal dir +/- 5V (+ die U_D der Diode) 
anliegt
=> "Defibrillator-Festigkeit"
EEG ist nu nicht ganz meine Baustelle, aber müsste genauso gehen vom 
Prinzip her.
Gast #1024947
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Hi Arc Net,

weisst du was für eine Isolationsspannung der SLC800 hat? Kann es so auf 
die schnelle aus dem Datenblatt nicht entnehmen.

Eine A/D-Wandlung meines EEG-Signals wäre für die galvanische Trennung 
natürlich sehr von Vorteil und wäre auch viel einfacher zu realisieren.
Ich muss aber über die analogen Eingänge eines Interfaces von NI 
reingehen und eine Software zur Darstellung und Auswertung der Signale 
mit LabView programmieren.
Gast #1024957
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Hi Tom,

danke für die interessante Website. Werde mirs mal genauer lesen.

Den ESD/Antistatikschutz habe ich an meinem 
Instrumentation-Vorverstärker schon realisiert.

Es geht mir hier mehr um die galvanische Trennung, aber trotzdem vielen 
Dank.
Gast #1024981
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>habe keine Ahnung was "TOTX/TORX" ist ;)
>Kannst du es vielleicht etwas detalierter erklären ;)

Das ist ein Sender/Empfänger um Daten über ein Lichtwellenleiterkabel zu 
schicken. Wird im Audiobereich gemacht. Vielleicht kannst die Daten 
somit seriell wegschicken..


http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=ID7;GROUPID=3617;ARTICLE=21695;START=0;SORT=preis;OFFSET=16;SID=26XA7lTqwQARoAAAIiZzA5850842e1def5288a1a778e869a35d68

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=ID7;GROUPID=3617;ARTICLE=21687;START=0;SORT=preis;OFFSET=16;SID=26XA7lTqwQARoAAAIiZzA5850842e1def5288a1a778e869a35d68
Gast #1025001
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Hi Matthias,

klingt sehr interessant.
Die Umwandlung vom analogen Signal zum Lichtsignal geschiet aber nicht 
in dieser "Sende-Buchse" ?!?  oder?
Oder müsste das analoge Signal einfach durch einen A/D-Wandler, und dann 
durch diese optische Sendebuchse??

"Eine A/D-Wandlung meines EEG-Signals wäre für die galvanische Trennung
natürlich sehr von Vorteil und wäre auch viel einfacher zu realisieren.
Ich muss aber über die analogen Eingänge eines Interfaces von NI
reingehen und eine Software zur Darstellung und Auswertung der Signale
mit LabView programmieren."
Gast #1025005
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>Die Umwandlung vom analogen Signal zum Lichtsignal geschiet aber nicht
>in dieser "Sende-Buchse" ?!?  oder?

Ich würde die Umwandlung über einen geeignetetn ADC machen. Danach mit 
einem kleinen µC als serielles Paket diesen Modulen übergeben. Auf der 
anderen Seite wandelt das Modul den "digitalen Lichtstrom" in Spannung 
um und der µC macht irgendwas damit..

Welche Signalformen, Frequenzen und Genauigkeiten werden verlöangt?
Gast #1025036
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Hi Matthias,

klingt echt sehr interessant. Leider darf ich das nicht, ich muss diese 
Trennung analogen hinkriegen. Ist eine Vorgabe.

Der erste Beitrag von mir erklärt was für Signale das sind.
Ich danke dir auf jeden Fall für deine super Hilfe.
Gast #1025094
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Sorry wenn ich nochmal mit Knick nerve, aber ich nutze lieber vorhandene 
bewährte Bausteine der Industrie weil das für mich billiger ist als es 
selbst zu entwickeln(Zeit ist Geld, wahrscheinlich bin ich auch zu blöd 
dazu...;-) Da gibts welche die können schon 5KV nach allen Seiten 
trennen.
Was ich die aber ans Herz legen will ist ein Prinzipschaltbild, evtl 
hilft dir das ja auf deinem Lösungsweg.
Anbei ein paar Daten:
Verstärkungsfehler   <0,08 % v. M. (DC)
Grenzfrequenz   P 27000 H1/F1: >10 kHz, <10 Hz umschaltbar –3 dB, 
festeingestellte Typen >10 kHz –3 dB
Temperaturkoeffizient 3)   <0,005 %/K v. E. (Referenztemperatur 23 °C)
Isolation
Galvanische Trennung   3-Port-Trennung zwischen Eingang, Ausgang und 
Hilfsenergie
Prüfspannung   5 kV AC Eingang gegen Ausgang und Hilfsenergie; 4 kV AC 
Ausgang gegen Hilfsenergie
Arbeitsspannung   1000 V AC/DC bei Überspannungskategorie II und 
Verschmutzungsgrad 2 nach DIN EN 61010-1.
mfg Oli
Angehängte Dateien:
#1025317
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Oli wrote:
> Sorry wenn ich nochmal mit Knick nerve, aber ich nutze lieber vorhandene
> bewährte Bausteine der Industrie weil das für mich billiger ist als es
> selbst zu entwickeln(Zeit ist Geld, wahrscheinlich bin ich auch zu blöd
> dazu...;-) Da gibts welche die können schon 5KV nach allen Seiten
> trennen.
>...
> mfg Oli


Sehe ich auch so das es Sinn macht in sicherheitskritischen Anwendungen 
auf bewährte und vor allem getestete Bausteine zu setzen. 5kV sind ein 
Kriterium, das man nicht "mal so eben" schnell entwickelt. Und dann 
vertraut das es auch sicher funktioniert. Insbesondere unter widrigen 
Umständen wie Def-Puls und den gleichtzeitig hohen 
Ableitstromforderungen im Medizinbereich.

@EEG: Die Kosten für den ISO von ca. 150 Euro sind ein Problem?
Weil Du sie selber tragen mußt? Oder weil die Vorgabe in Deinem Projekt 
ein Kostenlimit erzwingt?


hth,
Andrew
#1025379
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Hallo,

den Vorschlag mit TOTX/TORX kann ich nur unterstützen. Der Vorteil ist 
die Trennung über Lichtwellenleiter, so dass du praktisch beliebige 
Trennspannungen ereichen kannst, wenn der Lichtwellenleiter nur lang 
genug ist.
Vor einer Weile musste ich ein analoges Signal potentialgetrennt über 
eine Isolationsspannung von 5kV übertragen. Ich habe dafür einen VFC32 
mit TOTX173 auf der Senderseite benutzt. Auf der Empfängerseite sitzt 
ein TORX173. Dessen Ausgangssignal kannst du entweder einem Controller 
zuführen, der die Frequenz zählt und somit die A/D-Wandlung praktisch 
für geschenkt erledigt oder aber einen zweiten VFC32, der dir die 
Frequenz wieder in eine Spannung zurückwandelt. Mit der geforderten 
Bandbreite von 70Hz wirst du mit dieser Methode keine Probleme haben.

Wie versorgst du eigentlich deinen islolierten Schaltungsteil mit 
Spannung? Bedenke, dass auch dein Netzteil eine entsprechende Isolierung 
aufweisen muss.

Gruß,
Alexander
Gast #1025476
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Hi Oli, Andrew, Alexander,

mit eueren Meinungen nervt ihr auf keinen Fall! Ich danke euch für euere 
Unterstützung.

Ich MUSS die komplette Signalverarbeitung ANALOG hinkriegen! Es ist 
leider eine Vorgabe für mein Projekt und muss mich dran halten.
Analog-Digitalwandler, Lichtwellenübertragung TOTX/TORX ist nicht 
erlaubt.
Egal ob es Sinn macht oder nicht ;)

@ Andrew: Die Kosten für dieses Projekt trage ich selber. Ich habe auch 
mehrere Eingänge, sodass dann über 500 Euro nur für mehrere ISO121 
einfach zu viel ist. (Ich darf keinen Multiplexer verwenden).
Mit den analogen Signalen muss ich dann auf eine Schnittstellenkarte von 
NI, National Instruments rein gehen. Die Software LabView kann mit 
dieser Karte kommunizieren. Mit LabView werde ich dann die Signale 
anzeigen und auswerten.

Meinen Vorverstärker und Hauptverstärker, Filter... werde ich mit 
Batterien oder Akkus betreiben.
Mein EEG-System wird nur für Test- und Schulungszwecke verwendet werden.
Es werden niemals irgendwelche sehr hohen Defibrilations-Impulse an den 
Patienten angelegt, die Eingangsschaltung hat aber so einen Schutz 
dafür.
Gast #1025493
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>Ich MUSS die komplette Signalverarbeitung
>eine Vorgabe für mein Projekt
>ist nicht erlaubt.

Hm..

>Die Kosten für dieses Projekt trage ich selber

Was soll denn dieser Schwachsinn??

Gib mal paar Hintergrund Informationen dazu raus?
Gast #1025506
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Hi Matthias,

ich kann dir dazu nicht mehr sagen.
Ich muss es komplett analog machen.
Einfach über einen A/D-Wandler und Optokoppler ist wohl zu einfach, 
deshalb muss ich es etwas aufwendiger machen, so ist die Bewertung und 
die Anforderung an meinem Projekt, ich kanns nicht ändern.
#1025507
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Hallo EEG,

hast du dir schon mal Schaltpläne von Herstellern angeschaut, die so 
etwas verkaufen?
Ich kann mich noch an einen Schaltplan von Hellige erinnern, allerdings 
ist das schon 15 Jahre her. Dort wurde das Messsignal auf der isolierten 
Seite "zerhackt". Dadurch erhält man ein amplitudenmoduliertes Signal. 
Dieses Signal geht von der isolierten Seite über einen Übertrager auf 
die massebezogene Seite. Dort wird es mit einem Synchrongleichrichter 
wieder in das ursprüngliche Signal zurückgewandelt. Der Takt für den 
Zerhacker kommt über einen Übertrager von der massebezogenen Seite. Auf 
diese Weise wurden mehrere Kanäle über je einen eigenen Übertrager 
isoliert übertragen. Alle Kanäle wurden vom gleichen Takt moduliert. Der 
Übertrager für den Takt hat gleichzeitig die Versorgungspannung des 
isolierten Teils erzeugt.

Die Übertrager sind keine Stangenware, aber bei einem Trafowickler 
kannst du dir die nach deinen Angaben wickeln lassen. Für die hohe 
Isolationsspannung ist Vakuumverguss nötig. Preislich bleibst du mit der 
Lösung auf jeden Fall unter Lösung mit den Iso-Verstärkern von 
BurrBrown.

Gruß,
Alexander
#1025525
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kurzer Nachtrag: ich sehe gerade, dass Olli bereits gestern ein 
Blockschaltbild der von mir mit Worten beschriebenen Schaltung gesendet 
hat.

Was mir besonders gut gefallen hat: die Schaltung in dem EKG-Gerät wurde 
mit billigsten Bauteilen realisiert, z. B. CD4066 für den Zerhacker und 
Synchrongleichrichter.

Gruß,
Alexander
#1025566
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Arc Net wrote:
> Der IL300 (linearer Optokoppler) sollte reichen.
> http://www.vishay.com/docs/83622/83622.pdf

der IL300 hat aber keine ausreichende Kriechstrecke für 5000V. Man 
könnte überlegen, einen Servo-Optokoppler mit zwei getrennten 
Optokopplern aufzubauen und dabei hoffen, dass die Parameter der 
einzelnen Koppler nicht zu stark driften. Dann könnte man z. B. den 
OPI110 einsetzen, der für bis zu 10kV zugelassen ist.

Gruß,
ALexander
Gast #1025583
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Hi Alexander,

die Idee mit den Schaltplänen der Hersteller ist gar nicht so schlecht, 
mal sehen ob ich an irgendeinen rankommen. In Berlin gibts eine Firma 
die Schaltpläne verkauft.

Müsste mal schauen ob es mit dem IL300 oder dem HCNR200 gehen könnte?
#1025586
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EEG wrote:

> Müsste mal schauen ob es mit dem IL300 oder dem HCNR200 gehen könnte?

nein, mit denen geht es definitiv nicht, da das DIL8-Gehäuse keine 
ausreichende Kriechstrecke bietet. Welche Luft- und Kriechstrecken 
fordert denn die für dich gültige Norm?
Die EN61010, die natürlich nicht für den Medizinbereich gilt, fordert 
für 3500V z. B. 13.5mm, die von einem DIL8 nicht erfüllt werden können.

Gruß,
Alexander
#1025641
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Alexander Dörr wrote:
> EEG wrote:
>
>> Müsste mal schauen ob es mit dem IL300 oder dem HCNR200 gehen könnte?
>
> nein, mit denen geht es definitiv nicht, da das DIL8-Gehäuse keine
> ausreichende Kriechstrecke bietet. Welche Luft- und Kriechstrecken
> fordert denn die für dich gültige Norm?
> Die EN61010, die natürlich nicht für den Medizinbereich gilt, fordert
> für 3500V z. B. 13.5mm, die von einem DIL8 nicht erfüllt werden können.
>
> Gruß,
> Alexander

Dazu nimmt man dann DIL8 mit etwas anders gebogenen PINs. Siemens hatte 
da mal nette Optokoppler im Programm, sahen aus wie gequetsche Käfer :)

Machen wir mal ein Resümee des bisher Gesagten:

Zurück zum eigentlichen: Du hast ja die Isolationsverstärker gesehen. 
Alle für höhere Isolationsspaunngen (also 5kV und mehr) nutzen in den 
Modulen gewickelete Überträger. Wenn Du da Kostenlimitierung hat, mußt 
Du diese selber wicheln.  Sowas gibt es neu nicht billig (außer d uhast 
das Glück das irgendwo gerade was in dem Schrottcontainer liegt, was Du 
auslöten kannst).


Ebenso erfordern Trafos eine Signal-Wandlung, d.h Du mußt irgendwo von 
analog auf / in Frequenz- oder Pulsmodulation übergehen. Und auf der 
gegenseite wieder zurück in Analog.

Lineare Optokoppler mit 5kV Trennfähigkeit wirst Du kaum finden. 
Langzeitstabilität ist da ebenfalls problematisch.
nicht ohne Grund setzen professionelle Lösungen auf die Trafovariante.

Optokoppler mit mind. 5kV Trennfähigkeit bekommst Du, mußt aber auch 
wieder A/D wandeln (z.B. Frequenz- oder Puls oder..), udn dann zurück 
weil Dein Interface halt Analogsignal möchte.



Mein Fazit: Du mußt Dich nun entscheiden, wie es gehen soll, d.h. einen 
Tod sterben. Entweder linear mit weniger als 5kV. Oder die 5kV einhalten 
und irgendwo im Signal-Zweig wandeln.

Dein Gerät wird dann hoffentlich nicht an irgendeinem Lebewesen 
ausprobiert?? Denn bei derartigen Selbstbaulösungen wäre mir das Risko 
ERHEBLICH zu hoch das (aus Kostengründen) eine nicht sichere Lösung 
gewählt wurde. Betrachte also obiges Fazit als lediglich Vorschläge, die 
keiensfalls zum Nachbau anregen sollen. Ende des Disclaimers.


hth,
Andrew
#1025712
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Andrew Taylor wrote:

> Dazu nimmt man dann DIL8 mit etwas anders gebogenen PINs. Siemens hatte
> da mal nette Optokoppler im Programm, sahen aus wie gequetsche Käfer :)

Agilent bietet manche Optokoppler in DIL8 und DIL8 wide body an. Der 
Reihenbstand ist dann 10.16mm und die Kriechstrecke über das 
Optokopplergehäuse ist garantiert 10mm.
Ich befürchte aber, dass das für Medizin-Anwendungen trotzdem nicht 
reicht. Ich kenne die entsprechende Norm nicht, vielleicht hat hier 
jemand Zugriff auf die Tabelle mit den im Med-Bereich geforderten Luft- 
und Kriechstrecken.

Gruß,
Alexander
Gast #1025738
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Datenbuch von Temic:
Optoisolators
CNY 21
CNY 64/65
CNY66
Vio=8000V
Die Typen der "K"-Serie haben 6000V
K3051PG ist z.B. wide spaced lead form for 8mm pc board spacing safety 
requirements.

Noch mehr:
 CNY21Exi
 Ex-90.C.21060 mit 10kV
oder
 CNY 65Exi
 Ex-81/21580  mit 11,6kV

Ob sie noch gebaut werden?
#1025748
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Alexander Dörr wrote:
> EEG wrote:
>
>> Müsste mal schauen ob es mit dem IL300 oder dem HCNR200 gehen könnte?
>
> nein, mit denen geht es definitiv nicht, da das DIL8-Gehäuse keine
> ausreichende Kriechstrecke bietet. Welche Luft- und Kriechstrecken
> fordert denn die für dich gültige Norm?
> Die EN61010, die natürlich nicht für den Medizinbereich gilt, fordert
> für 3500V z. B. 13.5mm, die von einem DIL8 nicht erfüllt werden können.
>
> Gruß,
> Alexander

Der EDN-Artikel gibt einen kleinen Überblick über die Anforderungen nach 
IEC 60601
http://www.edn.com/index.asp?layout=article&articleid=CA6442437

Hier noch eine zur Aufgabe passende AppNote
http://www.vishay.com/docs/83708/appn50.pdf
#1025902
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Wolf, diese sind aber keine linearen Analogwandler, leider.
Zudem die 2 Ex i sicherlich extra teuer sind g
Ich hab mit dem HCNR200 was die Funktion und Stabilität betrifft 
keinerlei Probleme gehabt.
Gehäuse ist ein DIL8 wide (ich hab aber die SMD verwendet)

Features
• Low Nonlinearity: 0.01%
• K3 (IPD2/IPD1) Transfer Gain
HCNR200: ± 15%
HCNR201: ± 5%
• Low Gain Temperature
Coefficient: -65 ppm/°C
• Wide Bandwidth – DC to
>1 MHz
• Worldwide Safety Approval
- UL 1577 Recognized
(5 kV rms/1 min Rating)
- CSA Approved
- IEC/EN/DIN EN 60747-5-2
Approved
VIORM = 1414 V peak

Leider haben die in der darauf folgenden Tabelle (Seite 5) recht viele 
verschiedene Spannungsangaben, da weiss ich nicht welche nun wirklich
von relevanz sind..


Gruß Anselm
Gast #1025985
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Zum Thema Kriechstrecken: wenn die Vorgaben am IC erfüllt sind, sprich 
die Kriechstrecke am IC-Gehäuse genügt, sollte es ja ausreichen entweder 
die Beinchen auseinander zu ziehen, oder die Leiterplatte zu schlitzen. 
Für die Luftstrecke bringt das leider nichts.
Wie sieht es diesbezügl. eigentlich mit Isolationslack und 
Vergussmaterial aus? Damit sollten sich doch auch höhere Kriech- und 
Luftstrecken realisieren lassen?
Gast #1026619
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Hallo Leute,

leider ging das Forum gestern nicht, werde auch die nächsten Tage nicht 
online sein können. Vielen Dank für euere Einträge.

An eine Kriechstrecke habe ich bis jetzt gar nicht gedacht, müsste das 
auch berücksichtigen, da dieses Gerät doch an Menschen ausprobiert wird.

Das aktuelle MedizinProdukteGesetz und die aktuellen Normen sind 
bestellt, müssten in zwei Wochen da sein. Ohne die genauen Infos kann 
ich jetzt über Abstände, ... nichts sagen, leider.
Gast #1028901
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Hallo EEG-Bauer,

wenn Dir ein ungeeigneter Bauplan vorgelegt wird, der ein unsicheres 
Ergebnis liefert und Du nicht abweichen darfst, gibt es nur eins: 
Ablehnen.
In diesem Bereich ist man Ratzfatz im Bereich von Straftaten, und da 
sollte man ablehnen statt mitzumachen, finde ich.

§4, §7 Medizinproduktegesetz sind denke ich die ersten, die Du dir 
ansehen solltest, wenn es ankommt.

Grüße,

Hendrik
Gast #1030083
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Hi Leute,

danke für all Euere Meinungen.
Ich denke der Alexander und Andrew haben Recht, deshalb werde ich meine 
Kommision überzeugen, dass ich eine Umwandlung des Signals vornehme.

Die beste Variante erscheint mir bis jetzt die 
Spannungs-Frequenz-Spannungs-Umwandlung, z.B. mit dem VFC320, AD650, 
TC9400 ...
und dann die galvanische Trennung über TOTX13, Lichtwellenleiter und 
TORX13 und erneuter Umwandlung von Frequenz zu analoger Spannung mit 
VFC320, AD650, TC9400.

Dadurch hätte ich keine Probleme mit Kriechstrecken.
Wie groß sollte der Abstand mindestens sein um 5000 Volt 
Spannungsfestigkeit in der Luft zu erreichen?

Kennt jemand von euch sonst noch günstige und geeignete 
Spannungs-Frequenz-Wandler?
#1030097
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EEG wrote:

> Wie groß sollte der Abstand mindestens sein um 5000 Volt
> Spannungsfestigkeit in der Luft zu erreichen?
>
> Kennt jemand von euch sonst noch günstige und geeignete
> Spannungs-Frequenz-Wandler?

Die Luft- und Kriechstrecken richten sich nach der für dich gültigen 
Norm.

Andere VFCs sind der VFC32, ADVCF32, LM331 und der XR4151, wobei 
letzterer abgekündigt zu sein scheint.

Gruß,
Alexander
Gast #1030181
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Also bei alten Philips-Patientenmonitoren findet man galvanisch voll 
getrennte Module: Über "offene" Trafos mit Ferrit-Halbschalen wird die 
Stromversorgung hergestellt, Daten gehen über IR-Strecke mit Fenstern in 
der Modulrückwand. Da kannst du recht gut abgucken.

Gruß Hendi

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