Hallo,
es geht um Absicherung mit geeigneten Schmelzsicherungen.
Versorgung: 230V AC
Leistugsaufnahme: 1,9 KW
Verbraucher 1,5 KW Heizung, 300 W Motoren, Rest Elektronik und
Kleinkram.
Strom: 8,26 A
Motoren, Elektronik und Kleinkram bekommen eine extra Sicherung nach der
Netzeingangssicherung. 3,15At, 5x20mm Glas.
Netzeingangssicherung: ????? das ist die Frage.
Die üblichen 5x20mm Sicherungen möchte ich nicht nehmen.
Vielleicht US Variante 6,3x32mm ?
oder gleich 10,3x38mm Eska, träge?
http://www.eska-fuses.de/index.php?mid=101&lit=40&pa=6
Strombelastbarkeit würde ich 12 oder 16At nehmen.
Was meint Ihr?
Danke
Gruß
Gast
Ich würde mir auch Gedanken um die problemlose Beschaffbarkeit von
Ersatzsicherungen im Falle eines Falles Gedanken machen. 5 x 20 mm ist
wohl flächendeckend sehr leicht zu bekommen, bei 6,3 x 32 mm wird`s
schon etwas weniger. Alles andere würde ich nur verbauen, wenn unbedingt
notwendig.
Zunächst gilt doch die Regel: Alle Leitungen müssen passend auf ihren
Querschnitt und ihre Verlegung abgesichert sein. Also 2,5 Quadrat mit 25
A, 1,5 Quadrat mit 1,5 A usw.
Die einzelnen Verbraucher innerhalb des Gerätes haben ihre eigenen
Sicherungen entsprechend ihrer Empfindlichkeit bzw. Leistúngsaufnahme.
Also Motorschutzschalter für den Motor, Heizung mit Schmelzsicherung
entsprechend ihrer Leistung, Elektronik mit Sicherungen 5x20 mm.
Zusätzlich ist aber bei einer Sicherung auf das Abschaltvermögen zu
achten, nicht, dass etwa 5x 20 mm-Sicherungen mit Glasrohr direkt an
sehr niederohmigen Teilen des Netzes angeschlossen sind. Die würden
nämlich bei extremen Kurzschlüssen nicht mehr abschalten können sondern
Lichtbogen bilden.
Deswegen gibt es eben die Sicherungen in größeren Patronen aus Keramik.
Es gibt Sicherungshalter für 5*20mm-Sicherungen mit 16A Nennstrom (z.B.
bei Conrad). Du solltest aber nicht irgendeinen Sicherungshalter aus der
Bastelkiste oder ähnlichen Quellen nehmen. Die meisten Sicherungshalter
für 5*20-Sicherungen sind nämlich nur für max. 6,3A ausgelegt.
Das Abschaltvermögen könnte auch ein Problem sein. Es liegt je nach
Sicherung bei 25A bis 1500A. 25A haben die nicht mit Sand gefüllten
Typen, bei denen mit Sand sind 500A bis 1500A üblich. 500A können aber
für Netzspannung etwas knapp werden. 1500A sollten aber meist reichen.
Die 10*38mm-Sicherungen sind bei Reichelt auch günstig zu bekommen (ca.
0,50€/Stück) Die haben ein enormes Abschaltvermögen von 160kA (160000A)
und sind bis 500 oder 600V (weiß ich nicht genau) zugelassen. Das ist
aber eigentlich übertrieben.
Wenns Schmelzsicherungen sein müssen, würd ich Neozed/Diazed benutzen,
ne Feinsicherung für sowas wär mir persönlich zu fummelig.
Ansonsten wärn Sicherungsautomat natürlich ideal.
Wichtig erscheint mir in diesem Fall die GENAUE Beschriftung zur
Ersatzbeschaffung am Gerät. Sonst kommt da im Störfall irgendeine
Sicherung aus der Radio-Bastelkiste ohne Sandfüllung rein! Dann war
alles umsonst.
Der Anlaufstrom der Motoren wäre noch genauer zu untersuchen.
@peter-neu-ulm:
>Zunächst gilt doch die Regel: Alle Leitungen müssen passend auf ihren
Querschnitt und ...
Gast will die Innereien eines Gerätes (einzeln) absichern:
>Netzeingangssicherung: ????? das ist die Frage
Über diese Netzeingangssicherung wird erst mal die Gesamtleistung
transportiert, also 1,9kW (UxI), dann wird weiter abgesichert.
Jedenfalls muß der Versorgungsanschluß muß entsprechend ausgelegt sein.
Es müssen die Auslösekennlinien der gesuchten Schmelzsicherung auch mit
der Vorsicherung des Versorgungsanschlusses zusammenpassen.
Wenn er sich für eine 16A träge entscheidet, wird wahrscheinlich ein 16A
Automat als Vorsicherung schneller sein (Selektivität beachten).
Danke für Eure Antworten,
Werde als Netzeingangs- und Heizungssicherung die 10,3x38mm Eska
einsetzen.
Als weitere Untersicherungen 5x20mm Standardsicherungen.
Gruß
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