Hallo,
ich gehe auf ein Gymnasium in NRW:
An unserer Schule gibt es einen Computer-Raum, der besonders in den
Pausen stark benutzt wird.
Um das Netzwerk kümmern sich zwei Schüler, die die ganze Sache sehr
ernst nehmen und die Benutzer eher terrorisieren als irgendwie Nutzen
bringt.
Einige Beispiele:
- Log-Files (besuchte Internetseite, Einloggen auf einem PC, etc..)
werden von den beiden Schülern mehrmals täglich komplett durchgesehen
- es wird eine Liste ausgelegt, in die man sich eintragen muss, um den
PC benutzen zu dürfen. Diese Liste hat eigentlich keinen Sinn, weil das
alles auch aus den Log-Files hervorgeht; sie dient aber dazu, damit die
Schüler Disziplin lernen
- Wer Spiele im Profil hat (zu SPielen gehören auch einfache
Klickspiele, wie Tetris, Hangman, etc.) wird gespeert
- Wer "die Administratoren" beleidigt, in der Nähe des PC-Raumes trinkt/
isst, zu lange am PC sitzt ("lang" wird willkürlich festgelegt) wird
geespeert
- Wird jemand gespeert, werden alle Dateien im Profil von den beiden
Administratoren durchsucht
- Vor dem Raum hängt ein Schil, wo sinngemäß draufsteht: "Um zu
verhindern, dass straf- oder schulrechtliche Verstöße verübt werden,
werden jeweils von der Schulleitung veranlasst Stichproben der
Log-Files-Dateien durchgeguckt"
Die Administratoren nehmen sich auch einfach so das Recht raus, wenn
ihnen etwas nicht gefällt
- Es kommen Tools wie VNC zum Einsatz, mit denen die Administratoren
heimlich die Schüler und Lehrer (auch in anderen Räumen) beobachten
- .....
So, mal eine kleine Auswahl.
Der Informatik-Lehrer ist von der Kompetenz der beiden überzeugt und
will auch nichts anderes hören! (Ich bin es nicht, die schaffen es nicht
mal in Delphi ein Programm zusammen zuklicken :-) )
Meine Frage:
1. Ist sowas erlaubt? Ständig kommen in den Nachrichten Beiträge dazu,
dass der Chef im Betrieb das nicht machen darf, warum sollte das in der
Schule erlaubt sein und dann noch von eigentlich Gleichgestellten?
Mfg
Marvin
Geh zum Gegenangriff über und besorg dir das Passwort von einem der
Zwei. Bei PS2 Tastatur zum Beispiel kann man relativ einfach einen
Keylogger zwischen PC und Tastatur reinhängen. Schlag sie mit ihren
eigenen Waffen.
Tja, für Schüler ist es extrem schwierig, mal keine Scheiße zu bauen.
In Floppy/CD/andere Öffnungen muß zwingend Müll gestopft werden, die
CD-Schubladen müssen herausgebrochen werden, die Monitore müssen mit dem
Feuerzeug angebrutzelt und mit Stiften verschmiert werden...
Ich habe da schon Verständnis für eine strenge Regelung. Wenn die Schule
sagt das da nicht gespielt und andere Scheiße gebaut werden darf muß sie
auch irgendeine Möglichkeit haben das zu überwachen. Wenn VNC aktiviert
wird sollte man das bei üblicher Schulausstattung aber eignetlich an der
dramatischen Verlangsamung merken...
Die Regeln sollten wohl öffentlich sein, das Pausenangebot kann man auch
ablehnen. Such dir stattdessen also eine ruhige Ecke zum Rauchen...
Der Bundestag wird sich sicher dieser Sache annehmen. Und wenn nicht
die, dann sicher die Bild-Zeitung...
Mal im Ernst. Das dort "Disziplin" herrscht ist schon ok. Bei einer
Horde pubertierender Jugendlicher muss halt jemand den Daumen drauf
halten...
Dass die Admins aber Profile durchsuchen, Lehrer und Schüler Stasi-like
ausspionieren ist nicht ok. Keylogger u.ä. wird dann sicher auch im
Einsatz sein. Ich würde denen mal eine Falle stellen (Pseudo eMailkonto
mit entsprechenden Mails, "letzter LogIn", usw.). Mit den Beweisen dann
zur Schulleitung...
Das Verhalten der Zwei ist pädagogisch höchst wertvoll. Die anderen
Schüler werden so frühzeitig geschult, was Überwachung und
Datenschnüffelei im Kleinen heisst und was im Grossen auf sie zukommen
wird.
> Ist sowas erlaubt?
Nein, in diesem Ausmaß nicht.
Melde die Missstände beim Landes-Datenschutz-Beauftragten für Dein
Bundesland.
Es hat ja offensichtlich keinen Zweck, sich an den Vorgesetzten Lehrer
bzw. Direktor zu wenden, wenn die Deine Vorwürfe pauschal abstreiten.
Natürlich brauchst Du Fakten. Die Kinderkacke mit Beleidigungen etc.
interesiert niemand. Du brauchst Beweise oder starke Indizen dass die
Benutzer systematisch überwacht werden.
Marvin wrote:
> ...gespeert...
Autsch. ;)
Bei uns in der FH stehen Rechner auf dem Gang, an die man sich setzen
kann um was nachzuschauen. Und laut Professoren waren diese noch nie
Opfer von Vandalismus.
Erwachsenwerden ist ne gute Sache!
Auf Schulrechnern gehört meiner Meinung nach ein extrem abgespecktes
Linux mit Firefox, OpenOffice, Eclipse (java) und einem guten
Jugendschutz und ein paar Standardanwendungen (taschenrechner,
minesweeper und solitär (oh yeah!).
Das ganze gut abgesichert, ohne Benutzerrechte, mit 50 mb für jeden und
das war's.
Marvin wrote:
> 1. Ist sowas erlaubt?
Auf dieser Ebene natürlich nicht.
Die haben das zu klein aufgezogen. Sie müssten es zum Gesetz erheben
und ,,Vorratsdatenspeicherung'' nennen, dann wäre es völlig OK. Wir
hamm doch nichts zu verbergen...
Marvin wrote:
> Hallo,>> ich gehe auf ein Gymnasium in NRW:
Ich in RLP.
> An unserer Schule gibt es einen Computer-Raum, der besonders in den> Pausen stark benutzt wird.
Bei uns auch, allerdings wird der nur im Unterricht genutzt.
> - Log-Files (besuchte Internetseite, Einloggen auf einem PC, etc..)
Der Proxy protokolliert alles mit.
> - es wird eine Liste ausgelegt, in die man sich eintragen muss, um den> PC benutzen zu dürfen. Diese Liste hat eigentlich keinen Sinn, weil das> alles auch aus den Log-Files hervorgeht; sie dient aber dazu, damit die> Schüler Disziplin lernen
Das ist normal, sogar unsere Lehrer müssen sich in eine Liste eintragen,
wenn ein Computerraum (auch im Informatik-Unterricht) genutzt wird.
> - Wer Spiele im Profil hat (zu SPielen gehören auch einfache> Klickspiele, wie Tetris, Hangman, etc.) wird gespeert
Und? Wenn das in einer Benutzerordnung steht --
Bei uns darf nichts heruntergeladen oder gar installiert werden. GMX
usw., Wer-kennt-wen, Studi-VZ und Konsorten, Youtube und andere
Video-Seiten, isnichwahr etc. sind schon per Proxy ausgesperrt und
können nicht abgerufen werden.
> - Wer "die Administratoren" beleidigt, in der Nähe des PC-Raumes trinkt/> isst, zu lange am PC sitzt ("lang" wird willkürlich festgelegt) wird> geespeert
Essen und Trinken = Rauswurf, steht in der Benutzerordnung und ist
nachvollziehbar.
> - Wird jemand gespeert, werden alle Dateien im Profil von den beiden> Administratoren durchsucht
Auch hier: wenn es in der Benutzerordnung steht, legitim. Öffentliche
Rechner zählen insofern nicht zur Privatsphäre. An unserer Schule
bekommt jeder Schüler ein EMail-Konto gestellt, welches für schulische
Zwecke zu benutzen ist (Vorschrift laut Benutzerordnung) und welches vom
Lehrpersonal gesichtet werden darf. Auch Benutzerordnung, und zwar
musste das jeder Schüler unterschreiben. Andernfalls erfolgt der
Ausschluss vom Informatikunterricht etc. (in der Theorie...)
> - Vor dem Raum hängt ein Schil, wo sinngemäß draufsteht: "Um zu> verhindern, dass straf- oder schulrechtliche Verstöße verübt werden,> werden jeweils von der Schulleitung veranlasst Stichproben der> Log-Files-Dateien durchgeguckt"
Jo und? --> Benutzerordnung.
> - Es kommen Tools wie VNC zum Einsatz, mit denen die Administratoren> heimlich die Schüler und Lehrer (auch in anderen Räumen) beobachten
Du Pfeife... früher kam bei uns MasterEYE zum Einsatz, damit konnte man
Rechner unbemerkt beobachten (mit Bild, logisch) und sogar die Steuerung
übernehmen. Heute ist immer noch VNC da, aber kein Lehrer kann damit
umgehen.
Wenn ich sie wiederfinde, scanne ich die Benutzerordnung mal ein.
Sven Pauli wrote:
> Auch hier: wenn es in der Benutzerordnung steht, legitim. Öffentliche> Rechner zählen insofern nicht zur Privatsphäre.
Wenn du einen namentlichen Account dort besitzt, dich also mit Name
und Passwort als du selbst ausweist, sind die Daten nicht mehr
öffentlich. Daran ändert auch die Benutzerordnung nichts, und an
den Daten hat sich auch erst einmal keiner zu vergreifen. Die
entsprechenden Verkehrsdaten (wer hat wann was gemacht, egal ob
Logins oder Proxy-Logs) sind dann ebenfalls datenschutzrechtlich
nicht öffentlich.
Dass ein Admin die technische Möglichkeit besitzt, die Daten eines
jeden Benutzers einzusehen, macht es noch lange nicht rechtens, dass
er es tut. Wenn er davon unbeabsichtigt Kenntnis erlangt hat, darf
er bestenfalls im Falle des Verdachts einer Straftat sich vertrauens-
voll an die Kollegen in Grün wenden. Wir sprechen hier aber über
Straftaten, also Dinge, die einen Straftatbestand nach StGB darstellen,
noch nicht einmal über Ordnungswidrigkeiten, erst recht nicht über
Verstöße gegen eine Benutzerordnung.
Wahrscheinlich sollte man in den ersten Stunden der Informatikausbildung
erst einmal ein wenig Datenschutzrecht lehren... Dann hätten zumindest
die Lehrer keine Ausrede mehr, sie hätten das ja gar nicht gewusst.
Dass man in der Benutzerordnung irgendwelche Spiele verbieten kann,
die zulässigen Domains einschränken, Essen und Trinken verbieten etc.
pp. ist hingegen einsichtig und vernünftig. Das Schnüffeln nach
,,Verdächtigen'' auf Gut Dünken jedoch nicht.
,,Spionage'' ist natürlich ein zu hoch gestochener Begriff dafür.
*.* wrote:
> Nach welchem Gesetz ist ein namentlicher Account etwas Besonderes?
Er ist nichts besonderes, aber in dem Moment sind die Daten per
definitionem einfach mal nicht öffentlich, da sie deiner Person
zugeordnet werden. Ab da sind sie erst einmal dein Eigentum.
Öffentliche Daten wären die, die du bspw. in einem Internetcafe
hinterlässt, die du als Benutzer123 (voreingestellt im Anmeldebild-
schirm) ohne Vorlage eines Ausweises, Eintragen in eine Liste
etc. hinterlässt, oder die Daten, die du am Fahrplanauskunftterminal
deines nächsten Flughafens durch Bedienung des dort vorhandenen
Webbrowsers hinterlässt. Diese sind nicht deiner Person zugeordnet.
Ich würd einfach jede Menge E-Mails mit "Wer das liest ist blöd" usw
senden. Oder Gerüchte verbreiten. Oder tausende von Seiten ansurfen,
dann wird's denen bald zu blöd mitzulesen...
Genau, wer Schüler zu Blockwarten ernennt muss sich auf Gegenwind
einstellen. Ich würde da mal schön meinen Spaß treiben.* Ist ja
schließlich nur Schule, ein bisschen blödeln muss drin sein.
Bei uns sah es damals ähnlich aus. Gab anfangs noch kein Internet, aber
komische Überwachungssoftware hatten wir auch. Natürlich Windows 9x,
also löchrig wie Käse, egal wie viel Zusatzsoftware. Irgendwann haben
wir nur noch Shadow Warrior und Duke Nukem 3D gespielt...
* Dieser Beitrag soll keine Aufforderung dazu sein Streiche zu spielen,
alles muss natürlich vorher mit den Erziehungsberechtigten abgesprochen
werden :)
So ähnlich wars bei uns an der Schule auch. Also haben wir einfach den
Blockwart mit ins Boot geholt und alle zusammen Half-Life im
Informatikunterricht gespielt. Das war immer die tollste Doppelstunde
der Woche :)
1) den login des halbgotts herausfinden...
2) sich einloggen
3) poornographischen und nationalsozialistischen schwachsinn
runterladen...
4) dem lehrkörper mitteilen was da auf seinem pc läuft...
ansonsten, wenn du die herren auf ihrem angeblichen fachgebiet nicht
schlagen kannst, jeder hat schwächen die man ausnutzen kann...
> Auch hier: wenn es in der Benutzerordnung steht, legitim.
Nein. Es gibt Dinge, die sind per Gesetz nicht gestattet.
Beispiel: Wenn Du Grund- und Hauseigentümer bist, darfst Du dort auch
ganz viele Dinge nicht machen, obwohl es Dein Eigentum ist. Egal was Du
in eine Hausordnung schreibst, manche Dinge darfst Du nicht entscheiden,
das hat der Gesetzgeber für Dich gemacht.
Genau so ist mit anderen Themen, u.a. auch dem Datenschutz. Der
Gesetzgeber hat einen Rahmen definiert, z.B. Telekomunnikationsgesetz.
An diesen Rahmen müssen sich alle Betreiber z.B. von Computern halten.
Auch Schulen und deren selbstherlichen Direktoren und Lehrer.
> An unserer Schule bekommt jeder Schüler ein EMail-Konto gestellt,> welches für schulische Zwecke zu benutzen ist (Vorschrift laut> Benutzerordnung) und welches vom Lehrpersonal gesichtet werden darf.
Das ist glatt illegal und ein Fall für den
Landes-Datenschutz-Beauftragten.
> Auch Benutzerordnung, und zwar musste das jeder Schüler> unterschreiben. Andernfalls erfolgt der Ausschluss vom> Informatikunterricht etc.
Das dürfte in mehrerer Hinsicht rechtswidrig sein.
Zum einem dürfte es rechtswidrig sein, beim Verweigern einer Unterschift
vom Untericht ausgeschlossen zu werden, zum anderen ist es rechtswidrig,
durch androhen von Sanktionen eine Unterschrift zu erzwingen, und zum
dritten dürfte eine solche Benutzerordung, wie oben schon angedeutet,
von sich aus schon rechtswidrig sein.
Mir scheint, dass in vielen Schulen ziemlich panische und selbstherliche
EDV-Betreiber unterwegs sind. Da muss wohl mal aufgeräumt werden.
Das Problem ist, dass in Bezug auf EDV die Schule immer der "Arsch" ist.
Auf der einen Seite müssen sich Schulen an Datenschutz etc. halten, auf
der anderen Seite muss auf den Jugendschutz und Aufischtsplicht geachtet
werden. Dies bedeutet z.B., dass immer ein Lehrer an einem ans Internet
angeschlossenen Raum dabei sein muss, wenn Schüler surfen. Es gibt
entsprechende Filterproxies, allerdings muss die Schule so etwas erst
einmal haben.
Es ist auch völlig klar, dass Schüler in EDV-Räumen sich an die
Vorschriften halten müssen. Ich kenne eine Schule, bei der die
EDV-Regeln in der Hausordnung verankert sind. Wer sich nicht an die
Hausordnung hält, wird der Schule verwiesen. Genau das selbe gilt für
die EDV-Regeln, volkommen egal, ob der Schüler unterschrieben hat oder
nicht.
Schulen haben mit EDV ein generelles Problem. Auf der einen Seite sollen
sie modernen EDV-Unterricht anbieten. Auf der anderen Seite werden die
dafür notwendigen Resourcen verweigert. Ich kenne Schulzentren, in denen
sich 2-3 Lehrer nebenbei um über 200PCs kümmern sollen. Das sorgt
natürlich für entsprechenden Frust. Da hat keiner große Lust sich um
Pupertierende zu kümmern, die meinen den Unterricht stören zu müssen, in
dem sie die EDV sabotieren.
@Gast:
Das mag alles sein, dass die Schulen die Arschkarte bezüglich EDV haben.
Trotzdem können und dürfen gerade Schulen sich nicht über den
rechtlichen Rahmen stellen.
Finanzielle oder personelle Engpässe legitimieren kein widerrechtliches
Verhalten.
Ich würde für so etwas die Login-Daten der Möchtegern-Admins besorgen
und ordentlich zurückschlagen.
Das vernünftigste wäre hier ein Hardware Keylogger.
> Natürlich lüuft da was im argen, nur wenn jemand dagegen angeht,> wird die Konsequenz sein, dasd kein EDV Unterricht mehr statt findet.
Ach was.
Zum einem gibt es auch hier einen rechtlichen Rahmen. Die Schulen haben
einen Lehrplan, den sie befolgen müssen. Und wenn im Lehrplann
EDV-Untericht steht, dann können die nicht anders.
Ausser mit dem rechtlichen Aspekt kann man noch mit dem öffentlichen
Aspekt Druck machen. Ob es dem Direktor der Schule gefällt, wenn "seine"
Schule in die örtlichen Schlagzeilen kommt, weil sie zuerst ein
Datenrechtliches Problem hat und nun nicht mehr ihrem Bildungsauftrag
nachkommt?
Lehrpläne sind schön ung gut, nur wenn kein Lehrer bereit ist,
EDV-Unterricht zu halten, interessieren keine Lehrpläne. Wird ein Lehrer
dazu gezwungen, wird jedem klar sein, das dabei rauskommen wird.
Wilkommen in der Wirklichkeit! Mit Druck gegen Schulen wird nichts
erreicht. Wenn, dann muss Druck auf die Landesregierungen ausgeübt
werden, damit diese Schulen mit den notwendigen Mitteln ausstatten.
Gast wrote:
> Lehrpläne sind schön ung gut, nur wenn kein Lehrer bereit ist,> EDV-Unterricht zu halten, interessieren keine Lehrpläne.
Meinst du wirklich, das hätte was mit Bereitschaft zu tun?
Klar. Wenn Lehrer nicht bereit sind ins Schullandheim zu gehen findet
das halt auch nur ein mal gezwungenermaßen statt. Und wenn es nur
Probleme gibt wird es auch nicht mal die eine oder andere
Deutsch-Stunde/Geschichte-Stunde etc. im Computerraum geben.
Insofern sollte man eher gemeinsam nach einer Lösung suchen und nicht
gleich mit dem mit dem rechtlichen Zeigefinger kommen. Denn letzendlich
sitzen die Lehrer nunmal am längeren Hebel!
>Insofern sollte man eher gemeinsam nach einer Lösung suchen und nicht>gleich mit dem mit dem rechtlichen Zeigefinger kommen. Denn letzendlich>sitzen die Lehrer nunmal am längeren Hebel!
1. Hier beißt sich was.
2. Solche Dinge ignoriert man am Besten.
Wenn man kann, die Überwachung und Zensur, sollte das nicht möglich
sein,
verzichtet man auf das gesammte Angbot und sucht sich eines anderswo,
und zwar eines das man anzunehmen vermag.
Gast wrote:
> Hat es schon. Die Aufgabe eines Lehrers ist es zu unterrichten, nicht> die EDV am Laufen zu halten. Ohne funktionierende EDV kein Unterricht.
Meinst du nicht, daß es zu aller erst mal was mit Können zu tun hat?
Mal zur Situation bei "uns":
- Informatik gibts erst ab der 11. Klasse, und dann als Grundkurs.
Dementsprechend kann selbstverständlich ein jeder Schüler vom
Informatik-Unterricht ausgeschlossen werden, dann gibts halt noch Ethik
oder Kunst als Ausgleich dazu.
- Wegen Lehrer und Bereitschaft: Meine Geschichts-Lehrerin ist
definitiv eine der motiviertesten Lehrkräfte, die ich habe. Das ändert
aber trotzdem nix dran, dass im letzten Jahr unterm Strich über 50% des
Geschichts-Unterrichtes ausgefallen ist (Fortbildung, Krankheit,
Kursfahrten usw.)
- Wenn während des Unterrichts in einem Programm eine Variable "a"
exisitiert, und selbiges Programm in einer Klausur abgefragt wird, dort
aber die besagte Variable "b" heißt, fliegen 50% der Schüler auf. Das
zur Qualität des Unterrichtes.
- Auch dass ein Deutschlehrer mal ein viertel (12. Klasse) Jahr
krankheitsbedingt fehlt, die Klausur zwar geschrieben, aber dann
schlicht verworfen wird, scheint nichts ungewöhnliches zu sein. An dem
Krankheitsfall hat natürlich niemand etwas zu nörgeln, aber der Rest des
Verfahrens ist irgendwie suboptimal verlaufen.
- Kunstlehrerinnen, die zu Schuljahresbeginn für jeden Schüler Material
im Wert von über 20 Euro besorgen (Schüler zahlt, Lehrerin besorgt,
klar), sind lobenswert. Dann hat man auch nichts daran auszusetzen, dass
solch eine Lehrerin daraufhin wegen Schwangerschaft verschwindet und
weder Geld noch das besagte Material zu finden sind.
- Es gab auch mal einen Religionslehrer, der urplötzlich von einer
anderen Lehrkraft ersetzt wurde. Kurz darauf ging das Gerücht um, das
Verschwinden habe mit Kin-der-por-no-grap-hie zu tun: In der Lokalpresse
war von der Verhaftung eines Mannes gesprochen, dessen Alter gut mit dem
Alter des Religionslehrers zusammenfiel, ferner wurde die
Internetpräsenz des Lehrers urplötzlich gesperrt. Rektorat und
Kultusministerium hüllen sich seit knapp acht Jahren in Schweigen.
- Manchmal sind Lehrer nicht ganz nüchtern oder anderweitig nicht ganz
bei der Sache. Sie kommen und schließen den Fachraum auf (z.B. die EDV)
und verschwinden dann nach einer Viertelstunde spurlos. Manche
berichten, jene Lehrkräfte im weiteren Verlauf der Stunde noch ein paar
Male gesichtet zu haben. Das passiert z.B., wenn eine einzelne
Lehrperson zeitgleich Informatikunterricht geben soll, Konrektor ist und
die Oberstufe leitet.
- Der Sinn vom sogenannten "Klippert-Training" erschließt sich irgendwie
nur Lehrern.
Schüler aus Deutschland wrote:
> Mal zur Situation bei "uns":> - Informatik gibts erst ab der 11. Klasse, und dann als Grundkurs.> Dementsprechend kann selbstverständlich ein jeder Schüler vom> Informatik-Unterricht ausgeschlossen werden,
Wie das?
Uhu Uhuhu wrote:
>> - Informatik gibts erst ab der 11. Klasse, und dann als Grundkurs.>> Dementsprechend kann selbstverständlich ein jeder Schüler vom>> Informatik-Unterricht ausgeschlossen werden,>> Wie das?
Ist bei uns auch so: Um Informatik als Leistungskurs anbieten zu können,
müsste man schon in der Mittelstufe Informatik unterrichten, und dazu
fehlen hier die Lehrer. Also gibts nur Grundkurs. Und den wähle ich in
der Oberstufe ja als Wahlfach oder zusätzliches Fach. Letzteres kann
einfach entfallen, das Wahlfach kann ersetzt werden -- je nach
Fächerkombination.
Sven Pauli wrote:
> Und den wähle ich in> der Oberstufe ja als Wahlfach oder zusätzliches Fach.
Schüler aus Deutschland hatte von ausschließen gesprochen, nicht von
abwählen.
Nur blöd das die meisten Virenscanner diesen netten Keylogger erkennen,
kannst ihn trotzdem mal ausprobieren. Für Leute die ein wenig MASM
proggen ist der Quellcode sicher auch interessant.
Uhu Uhuhu wrote:
> Sven Pauli wrote:>> Und den wähle ich in>> der Oberstufe ja als Wahlfach oder zusätzliches Fach.>> Schüler aus Deutschland hatte von ausschließen gesprochen, nicht von> abwählen.
Ja und? Wenn dann ein Schüler z.B. so eine Benutzererklärung nicht
unterschreibt, wird er vom Informatikunterricht ausgeschlossen und
muss umwählen. Es gibt ja kein Anrecht auf Informatik -- wenn sich zu
Schuljahresbeginn einfach zu viele Schüler einschreiben, müssen auch
welche draußen bleiben.
Sven Pauli wrote:
> Ja und? Wenn dann ein Schüler z.B. so eine Benutzererklärung nicht> unterschreibt, wird er vom Informatikunterricht ausgeschlossen und> muss umwählen.
Was sind das für Benutzererklärungen?
Kann einem sowas auch mit dem Religionsunterricht passieren?
> Es gibt ja kein Anrecht auf Informatik -- wenn sich zu> Schuljahresbeginn einfach zu viele Schüler einschreiben,> müssen auch welche draußen bleiben.
Das gibt's ja gar nicht! Welches Bundesland ist das?
Wenn nur die Hälfte von dem was hier so berichtet wird stimmt und das
keine Einzelfälle sind, dann ist das Schulwesen in Deutschland inwischen
ja noch schlimmer als ich immer befürchtet habe.
Ähnliches wie ich hier so lese war an meiner Schule (BW, Abi vor wenigen
Jahren) Alltag. Drückeberger, Manipulierende Opportunisten, ahnungslose
Idioten und willkürliche, oft sehr Sympathie- (oder Körbchengrößen-)
Abhängige Bewertungen. Umgangsformen schlimmer als im Ghetto (zwischen
Schüler und Lehrer), nur weil manche Schüler nicht gemocht werden.
Hatten sogar einen Lehrer, der hat jedem Ausländer auf der Schule
erzählt er wäre nicht gut genug fürs Gymnasium und soll Müllmann
werden....
Es gab teilweise Leute, die extrem bevorzugt wurden. Wir hatten eine
Schülerin, die sehr künstlerisch begabt ist. Die hat wochenlang am Stück
gefehlt, mehr als 50%. Nie hat da jemand was gesagt. Schlechtere Schüler
haben Reihenweise Attestpflicht bekommen, wenn sie mehr als eine Stunde
im Monat gefehlt haben.
Irre Zustände, bin froh dass ich da raus bin. Auf der Hochschule merkt
man erstmal, wie unfähig (sozial, didaktisch und fachlich) diese Pfeifen
wirklich waren, die sich Lehrer schimpfen durften.
Unbekannter wrote:
>> Es gibt ja kein Anrecht auf Informatik -- wenn sich zu>> Schuljahresbeginn einfach zu viele Schüler einschreiben,>> müssen auch welche draußen bleiben.>> Das gibt's ja gar nicht! Welches Bundesland ist das?
Wieso soll es das nicht geben? Wenn kein Lehrpersonal da ist, kann auch
keins Unterricht geben. Basta.
Ansonsten zitiere ich mal das Wesentliche aus einem Elterbrief von
August 2004 an meiner Schule:
- In den 8. Klassen entfällt sämtlicher Physikunterricht.
- Den 9. Klassen wird kein katholischer Religionsunterricht erteilt
- In den 9. und 10. Klassen wird Mathematik von 4 auf 3 Wochenstunden
gekürzt.
- In den 9. Klassen entfällt jeweils eine Wochenstunde Geschichte und
Physik.
- Evangelischer Religionsunterricht wird nur in der 7. Klasse angeboten.
Und damit ist kein Epochalunterricht gemeint, der irgendwann nachgeholt
wird, sondern einfach nur Ausfall.
Wie ich ich vermutete: Vor der Bereitschaft kommt das Können und da
klemmts...
Das mit dem Religionsunterricht sollte dringend ausgebaut werden, aber
der Rest ist eine Katastrophe.
Besorg dir ne ERD-Commander CD, ändere die Keys der Admins und verhunze
deren Rechner ein wenig ... :D
Als Hintergrundbild dann noch nen schön großes "OWN3D" drauf und das
wars ... vllt. noch nen kleinen Spruch drunter "Es gibt Tage, an denen
man Gott spielen kann ... und es gibt Tage an denen man in den Arsch
getreten wird"
* dieser Vorschlag ist nicht ernst zu nehmen ;)
Ich vertrete ja auch die Ansicht, dass in Schule doch verstärkt
kontrolliert wird, aber das geht schon hinaus zu Ausspitzelung ...
moderne Stasi-Methoden!
Früher musste man noch belauschen, heute wird alles fein mitgeschrieben.
Anfangs wars vllt. bloß der Grund an ne Telefonnummer einer Dmae zu
kommen, heute haben eure Admins vermutlich gegen jeden was in der Hand
und wenn du auch nur rummuckst bist du dran.
Vllt. sollte man wirklich Accounts etc. nutzen, welche man per Loggin
überwachen kann. So kann man herausfinden, ob die Admins noch mehr als
"nur kontrollen" durchführen.
>wie schön merkt man doch an der uni, dass jeder selbst lernt.>die erkenntnis, dass man die lehrer gar nicht braucht, ist sehr>sehr wichtig.
tja aber 2. brauchen die Lehrer Schüler, und noch viel wichtiger:
1. braucht die Gesellschaft/ der Staat Lehrer um sicherzustellen, dass
das gelernt wird, was erwünscht ist und nicht was gefällt.
> Wieso soll es das nicht geben? Wenn kein Lehrpersonal da ist,> kann auch keins Unterricht geben.
Jetzt zier Dich doch nicht so, in welchem Bundesland?
:) Stimmt, da gibts keine Computer.
Scherz bei Seite. Ich habe in meiner Karriere auch Privatschulen gehabt.
Nur die müssen sich die Eltern auch leisten können.