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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Monitor "vergisst" urplötzlich Einstellungen?


Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo zusammen,

gestern Abend wollte ich meinen PC-Monitor auf den TV erweitern, um eine 
DVD abzuspielen. Das hat in der Vergangenheit soweit immer prima 
geklappt, nur gestern gab es völlig unerwartet Probleme:

Ich habe gerade die Erweiterung eingestellt, als mein Monitor 
urplötzlich seine Einstellungen (Bildposition, Verzerrung, Helligkeit 
etc.) verloren hat! Er ließ sich anschließend zwar neu justieren, aber 
sobald man ihn aus- und wieder einschaltet, sind die Einstellungen 
wieder weg.

Klingt erstmal nach einem normalen Defekt. Was mich aber an der Sache 
stutzig werden lässt, ist, dass unmittelbar nach dem Defekt ein 
OSD-Fenster angezeigt wurde. Dort stand:

>EPROM writed<

Dieses Fenster habe ich vorher noch nie gesehen! Deshalb frage ich mich, 
ob dieser Defekt möglicherweise "gewollt" ist?! Gibt es eine Art 
Betriebsstundenzähler, der den Monitor nach einer gewissen Dauer einfach 
deaktiviert?

Grüße
Steffen

P.s.: Bei dem Monitor handelt es sich um einen 10 Jahre alten Belinea 
"100535".

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Wenn es einen solchen Betriebsstundenzähler gäbe, hätte er 
wahrscheinlich schon eher zugeschlagen, nämlich nach zwei Jahren und 
einem Tag.

Es könnte sein, dass das EEPROM nen Schaden hat und die Daten nicht mehr 
behält. Die Dinger halten ja nicht ewig.

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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Sieht eher nach einer leeren CMOS-Batterie aus.

oder nach einem datenbankfehler in einer im eeprom abgelegten datenbank 
welche die einstellungen bis zum nächsten start erhält. Nach dem Absturz 
wird diese dann mit Defaultwerten neu angelegt.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Bereits Fort wrote:
> Sieht eher nach einer leeren CMOS-Batterie aus.

...im Monitor... ja ja...

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Genau an einen Schaden des EEPROM hatte ich auch zuerst gedacht. Es ist 
insofern auch plausibel, als dass nach dem Reset der Endanschlag der 
Werte nicht aktiv ist. D.h., wenn ich die "+" Taste drücke, geht der 
Wert auf "100" (das ist der Maximalwert) und wenn ich auf "-" drücke, 
geht er auf "0" (Minimalwert).

Aber warum stand auf dem OSD dann "EPROM writed"?! Da muss doch 
irgendeine Routine das Schreiben des EEPROMs eingeleitet haben!!

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Es gibt 2 Möglichkeiten:
Entweder das EEPROM ist hinüber (kann nach 10 Jahren durchaus mal der 
Fall sein, dagegen spricht aber, dass EPROMs typisch 100000 oder 
Millionen von Schreibzyklen überstehen).
Oder, und das ist viel warscheinlicher, da ich diesen Fehler bei Belinea 
Bildschirmen auch schon ein paarmal hatte, dass irgendwelche 
Kalibrierungseinstellungen im EEPROM verloren gingen. Dass dies 
anscheinend ein Problem eine Reihe von Bildschirmen war, lässt sich 
daran erkennen, dass in ein paar Modellen u.a. Metalldeckel über dem 
EEPROM waren, um diesen abzuschirmen.

Jeder Monitor wird bei der Herstellung vermessen und Bildröhrenabhängige 
Werte ins EEPROM geschrieben. U.a. wird hier auch der Stellbereich der 
Werte im Menü beeinflusst. Wenn beide Werte identisch sind, bzw. sehr 
eng zusammen liegen, ergibt dies den von dir gesehen Effekt, dass es nur 
0 und 100% gibt.
Da es kein Service Menü oder ähnliches gibt, sondern die Werte über ein 
Programmiergerät eingespielt werden, bleibt nur die Möglichkeit das 
EEPROM auszulöten und neue Werte einzuspielen.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo Benedikt,

ich kann schon andere Werte als "0" und "100" auswählen. Nur ist halt 
direkt nach dem Reset der Endanschlag nicht gültig. Drücke ich auf "-" 
fängt er bei "0" an, drücke ich auf "+" fängt er bei "100" an. Danach 
ist alles normal und ich kann beliebige Werte auswählen.

Du schreibst, im EEPROM liegen Kalibrierungswerte und man könne sie über 
ein Programmiergerät wieder einspeichern. Gibt es da irgendeine 
Übersicht, wo welcher Wert liegt? Wo kann ich Daten dafür herbekommen? 
Hast Du (oder jemand anderes) eine Idee?

Grüße
Steffen

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Leider hab ich mich in der Bezeichnung des Monitors vertan. Es handelt 
sich um das Modell 105035. Jetzt finde ich im Netz auch zwei Leute, die 
bereits vor dem gleichen Problem standen:
http://www.elve2000.de/forum/messages/3396.html
http://www.pcwelt.de/forum/grafikkarten-monitore/3...

Leider wird kein Ergebnis gepostet.


Dafür habe ich dem Inhalt des EEPROMs gefunden:
http://dump.elektroda.net/main800.html

Einen Versuch, ist es also wert, den EEPROM neu zu flashen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich hatte damals zum Glück 2 identische Monitore, so dass ich ein EEPROM 
kopieren konnte. Irgendwo im Internet hatte ich auch weitere Infos dazu 
gefunden, wo welcher Wert im EEPROM steht.
http://www.eserviceinfo.com
Da findest du eventuell Service Manual + weitere Infos.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Ja, auf der Seite gibt es in der Tat den Schaltplan zum Monitor. Beim 
EEPROM handelt es sich um einen seriellen 4096Bit Typ (93C66).

Musstest Du, Benedikt, damals den EEPROM nur neu flashen oder hast Du 
einen neuen benötigt? Denn für mich schaut es so aus, als würde er die 
Daten einfach nicht halten und wäre einfach defekt...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich hatte damals sicherheitshalber direkt einen neuen verwendet (man 
weiß ja nie, und die Dinger kosten nicht viel). Aber soweit ich weiß, 
waren nur die Daten verloren.
Ich würde einfach mal einen neuen kaufen und den mit den Daten aus dem 
Internet beschreiben und schauen was passiert. Ich hatte einen Sockel 
eingelötet, so dass ich das EEPROM schnell tauschen konnte.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Benedikt K. wrote:
> Entweder das EEPROM ist hinüber (kann nach 10 Jahren durchaus mal der
> Fall sein, dagegen spricht aber, dass EPROMs typisch 100000 oder
> Millionen von Schreibzyklen überstehen).

Die Frage ist aber, ob sich der Softwareentwickler der begrenzten 
Schreibzyklen bewußt war.
Ich hab auch schon Leute gesehen, die EEPROM wie SRAM benutzt haben.
Da hilft dann nur den EEPROM gegen einen kompatiblen FRAM auszutauschen.


Ich benutze in meinen Projekten nie den EEPROM direkt, sondern kopiere 
die Daten in den SRAM.
Und beim Schreiben prüfe ich erst jedes Byte, ob es sich auch geändert 
hat und vor erneutem Schreiben erfolgt ne 10s Sperre.


Peter

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Es gibt Neuigkeiten: Ich wollte den Monitor vorhin öffnen um den EEPROM 
auszulesen, musste aber aufgeben, weil ich keinen passenden 
Schraubendreher finden konnte (Schaft zu kurz). Als ich den Monitor 
wieder angeschlossen und eingeschaltet habe, funktionierte er wieder 
einwandfrei!

Offensichtlich handelt es sich um einen Wackelkontakt, der sich durch 
die Bewegung des Monitors beseitigt hat. Ich verstehe zwar nicht, warum 
gestern beim Auftreten des Fehlers der OSD "EPROM writed" erschienen 
ist. Aber falls der Fehler wieder auftritt, weiß ich jetzt ja, wo ich zu 
Suchen habe!

Vielen Dank für Eure Ratschläge!!
Steffen

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Schlechte Lötstellen. Das ist auch so ein Standardfehler bei Belinea. Da 
hatte ich auch schon einige mit dem Problem...

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Naja, 10 Jahre hats gehalten! Länger, als sich die BWL gewünscht hat? ;)

Autor: Dieter Werner (dds5)
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> "EPROM writed"

LOL

Der Monitor ist wohl tatsächlich schon etwas älter, inzwischen haben die 
Taiwanesen bestimmt mitgekriegt dass "write" ein unregelmäßiges Verb 
ist.

Autor: *.* (Gast)
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"EPROM writed" heißt vermutlich das der µC einen Fehler in der 
Datenstruktur des EEPROM entdeckt und einen Notdatensatz geladen hat.

Autor: Dussel (Gast)
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Tja, um meinen mehr oder weniger sinnlosen Beitrag dazu zu geben: Mein 
Bildschirm hier verstellt sich während des Betriebs. Und da ich einen 
kleinen Ordnungstick passe ich alle zehn Minuten das Bild wieder an. Ist 
übrigens ein hp.

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