Nick wrote:
> Geht das
> überhaupt nur mit den Controllern oder braucht man da Module?
Nun, den HF-Teil wirst du nicht in freifliegender Verdrahtung
aufbauen wollen/können bei 2,4 GHz und einem QFN-32-Gehäuse. ;-)
Die Platine dafür will sorgfältig entworfen sein bei all den Dingen,
die da aufeinander prallen: hohe HF-Empfindlichkeit auf der einen
Seite (-100 dBm sind ja 1E-13 W Eingangsleistung, oder 100 fW) und
den steilflankigen Digitalsignalen auf der anderen Seite. Allein
durch sauber Masseführung entscheidet man bereits, ob einem die
Oberwellen des 16-MHz-Quarzes den Kanal 26 praktisch unbenutzbar
machen können, da er ein ganzzahliges Vielfaches von 16 MHz als
Mittenfrequenz hat.
Ob deine Platine nun gleich einen eigenen Controller bekommt oder
mit dem Controller auf einem STK500 arbeitet, ist dann nicht ganz
so wesentlich, wenngleich du natürlich bedenken solltest, dass die
langen SPI-Bus-Leitungen zum STK500 zusätzliche Störstrahlung in
den Empfänger einkoppeln.
Außer den genannten Atmel-Produkten bietet auch Dresden Elektronik
noch Module an:
http://www.dresden-elektronik.de/shop/cat4.html
Selbstbau geht auch, benötigt aber schon ein wenig Lötübung für
das Gehäuse (die darunter befindliche großflächige Massefläche
soll mit verlötet werden):
http://uracoli.nongnu.org/tiny230.jpg
Das ist mein erstes selbst gebautes Modul mit einem AT86RF230.
Das komplette Layout um den AT86RF230 herum und die Antenne sind
dabei den Atmel-Appnotes entnommen, ich habe aber einen ATtiny24/44/84
daran gebaut. Die Platine ist kommerziell gefertigt, und ich denke
auch nicht, dass ich die sinnvoller Weise anzubringenden vielen Vias
hätte auch nur annähernd mit einer manuell gefertigten Platine
anfertigen können oder wollen.