Messbereich eines Amperemeters erhöhen

#1034190
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1) Shuntwiderstand kaufen und darüber Spannung messen.

2) Strom-/ Spannungswandler kaufen und Spannung messen

3) fertige Stromzange kaufen

Lösungen nach Preis sortiert...

Wenn du mehr Informationen gibst was du genau machen willst, bzw. was 
dir zur Verfügung steht, dann gibts auch hier mehr Info ;-)
Gast #1034201
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Hallo Clemens,

kleiner Tipp aus der Praxis: durch Dein Amperemeter eine Strom von 1A 
schicken, dann solange Widerstände parallel schalten, bis im neuen 
Anzeigebereich 1A angezeigt wird.

Gruß

Clemens
Gast #1034249
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Ich habe jetzt einen Shunt mit 0,1 Ohm.

Der Shunt ist für 5A gedacht, weil ich eigentlich nicht mehr über das 
Amperemeter fließt nur es ist viel praktischer ein ein Amperemeter zu 
haben, dass über dem max. Strom noch misst.....

bei 5A bedeuted das einen Spannungsabfall von 0,5V, aber was bringt mir 
das jetzt???

MfG Clemens
Gast #1034262
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Vorsicht, typischer Anfängerfehler! Du möchtst nicht, dass sich der 
Strom 1:10 aufteilt, sondern 1:9! Das bedeutet nämlich 9/10 durch den 
Parallelwiderstand und 1/10 durch dein Messgerät.

Macht aber in deinem Fall kaum einen Unterschied: der richtige 
Parallelwiderstand ist nämlich: 0,2/9 = 0,02222222...

Vorsicht mit der Leistung des Parallelwiderstands: P = R*I^2 = 0,222 * 
9^2 = 1,8W ! Nicht dass du hier einen 1/4W-Widerstand verglühen lässt...
Gast #1034269
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so wahnsinnig bin ich auch wieder nicht, dass ich einen 1/4 W Widerstand 
einbauen würde.

soll ich jetzt einfach einen 0,02 Ohm (wenn möglich 0,022222 Ohm =)) 
Shunt widerstand parallel zum Amperemeter einbauen? und alles hat sich 
oder wie?

MfG
#1034352
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Hallo,

früher (tm) hätte ich ein Ende Kupfer(lack)draht genommem, "Ende" 
erstmal so ca. 1m, Stärke so, daß ich ihm eine Weile 10A zugetraut 
hätte, den parallel zum 1A-Meßgerät gelötet.

Dann anderes Meßgerät in Reihe, mit passender Spannunhsquelle und 
Lastwiderständen mal geschaut, wie jetzt der Meßbereich etwa ist.

Naja, manchmal habe ich Widerstandsdraht genommen, in kurzen Stücken 
(5cm oder so) und habe die solange parallel gelötet, bis es passte.

Mit relativ wenigen Versuchen den Meßbereich damit auf 10A getrimmt, den 
Kram irgendwie aufgewickelt und die Erwärmung getestet und fertig...

Natürlich heute nicht mehr möglich, das Zeigerinstrument der Klasse 2,5 
oder schlechter muß ja jetzt auf 3 Stellen hinter dem Komma stimmem. :-(

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #1034461
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Ist eine gar nicht mal so schlechte idee, einfach 0,02 Ohm in form eines 
drahtes parallel schalten, weil es eigentlich nicht so genau sein muss.

Ich werde das mal so ausprobieren.

Danke für die Antworten und Tipps

MfG
#1034496
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Hallo,

freut mich, daß Du meine Bemerkung richtig verstanden hast.

Versuche im Vergleich mit einem anderein Gerät möglichst nahe am 
Vollausschlag abzugleichen.
Der Fehler analoger Instrumente bezieht sich immer auf deren 
Vollausschlag.
Ein Instrument mit 2,5% Abweichung (übliches Einbauinstrument, sollte in 
einer Ecke der Skala vermerkt sein) hat also eine zulässige Abweichung 
von 25mA bei 1A Vollausschlag bzw. 250mA bei 10A.
Dummerweise darf es diese Abweichung auch bei 1/10 des Vollausschlages 
haben, 100mA (auf dem 1A Instrument) dürfen also eine Anziege zwischen 
76mA und 125mA ergeben usw. usw.

"Goldene Regel" bei analogen Meßinstrumenten war also: immer im oberen 
Drittel des Bereiches messen, wenn es brauchbar stimmen soll.

Andererseits wird eben heute oft eine scheinbare Genauigkeit 
herbeigeredet, nur weil das Meßgerät digital auf 3 Stellen hinter dem 
Komma anzeigt.
Egal, ob es für den gewünschten Zweck nötig ist oder ob das Ergebnis 
überhaupt so genau sein kann.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #1034510
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geht zwar so in etwa - aber entweder den "Messwiderstand" ausreichend 
überdimensionieren oder wirklich dafür geeignetes Material nehmen, i.a. 
Konstantan. Bei Erwärmung wird das Ergebnis sonst verfälscht. Müsste man 
mal rechnen, in welcher Grössenklasse sich das bewegt.
Gast #1034550
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Ich habe mir für solche und ähnliche Zwecke einmal ein Rolle
Konstantandraht zugelegt. Der Draht hat einen definierten Widerstand pro
Meter, und man kann damit (ggf. durch Parallelschaltung) sehr
niederohmige und sehr hoch belastbare Widerstände basteln.

Die Parallelschaltung eines Shunts zum Amperemeter ist übrigens nicht so
geschickt, da der (unbekannte) Übergangswiderstand an den
Verbindungsstellen je nach Aufbau entweder dem Shunt oder dem
Innenwiderstand des Amperemeters zugerechnet werden muss. Man sollte den
fertigen Aufbau zumindest mit einem anderen Messgerät kalibrieren.

Misst man hingegen die Spannung direkt am Shunt (wie von Christoph
Weidenhaupt vorgeschlagen), haben die Übergangswiderstände praktisch
keinen Einfluss auf die Messung. Hinzu kommt, dass die meisten
Multimeter Spannungen genauer messen als Ströme. Am genauesten geht es
natürlich mit vierbeinigen Messshunts.
Gast #1034724
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Hallo

Ich habs jetzt einmal ausprobiert und siehe da es funktioniert gar nicht 
mal so schlecht mit einem Kabel =)

Ich habe ein altes Blinklicht auf dem steht 55W/12V also bei 12V 
4,4833333A

Und es muss auch nur in diesem Bereich genau sein.

MfG Clemens
#1034735
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>Misst man hingegen die Spannung direkt am Shunt (wie von Christoph
>Weidenhaupt vorgeschlagen), haben die Übergangswiderstände praktisch
>keinen Einfluss auf die Messung. Hinzu kommt, dass die meisten
>Multimeter Spannungen genauer messen als Ströme. Am genauesten geht es
>natürlich mit vierbeinigen Messshunts.

Hehe, genau so hab ich mir das auch vorgestellt. Ich habe hier zB auch 
aus einigen alten Geräte solche Shunts oder Präzisionswiderstände mit 
1-2 Watt oder mehr rumliegen, damit hat man sowas schnell und 
kostengünstig hergestellt.

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